Harndrang durch die Prostata ?

Hier geht es um Probleme mit der Prostata und eine daraus entstandene Inkontinenz.

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Harndrang durch die Prostata ?

Beitrag #1 von Helmut60 » 27 Jun 2018 18:02


Hallo zusammen,

nachdem ich mich vor Jahren hier wegen Problemen mit meiner schwerbehinderten Tochter angemeldet habe, nun eine FRage in eigener Sache.

So vor 2 J. viel mir auf, das ich beim Sport... Nordig Walking... immer öfter heftigen Hanrdrang bekam, aber bei Versuch der Erleichterung kaum was kam. Anfangs dachte ich an einen HWI oder sowas. ( hab beim Sport immer rechlich getrunken ) Compur 9 Test gemacht, komplettnegativ. Dann wurden die Beschwerden beim Sport weniger, dafür durfte ich nachts immer öftwe los, ohne den Harndrang los zu werden. Also ging ich zum Urologen. Nach röntgen der Wirbelsäule und Ultraschall und Blasenspiegelung bleib als Ursache eine Vergrößerung der Prosstata 1. Grades. In der Zwischenzeit wurden etliche Medikamente ausprobiert,.... Spasmo....dings verschlimmerte den Harndrang...bzw. das brennen, Mictonorm nur schlimme Verstopfung.... die außer Nebenwirkungen oder einer Verschlimmerung des Harndrangs nix brachten. Mitlerweile hat sich das ganze derart veschlimmert, das ab 3 Uhr nachts quasi schlus ist mit schlafen, weil der Drang, bzw. das brennende Gefühl einfach nicht weg zu bekommen ist. Eine zeitlang half es, abends extra viel zu trinken, weil so die Menge, und die Erleichterung nach dem Wasser lassen größer wurde, aber das scheint vorbei zu sein. Nun hat mich der Urologe schon zum Neurologen geschickt. Der sagt, neurologischer Harndrang sei anders, und schickt mich zurück..... Zur Zeit nehme ich seit 4 Wochen Tovedeso 7, was außer Mundtrockenheit, und einen schwächeren Strahl bis jetzt nix bringt. Wie soll daas weiter gehen ?

:-) Helmut
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Helmut60
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Re: Harndrang durch die Prostata ?

Beitrag #2 von Helmut » 10 Jul 2018 10:32


Hallo Helmut,

was du da beschreibst, ist schon ziemlich Typisch für eine vergrösserte Prostata und der damit verbundenen Abflussbehinderung. Es bleibt da immer ein kleiner Rest Urin in der Blase zurück, dieser kann mit der Zeit die Blase reizen oder zu einer HWI führen.

Dein Urologe hat es nicht leicht, denn ein ständiger Drang besonders Nachts (Nykturie) und dazu noch eine vergrösserte Prostata, das ist mit Medikamenten schwierig zu behandeln. Auf der einen Seite braucht es Medikamente welche den Drang reduzieren, diese beruhigen zwar die Blase in ihrer Aktivität, sorgen aber gleichzeitig wegen der Abflussbehinderung der vergrösserten Prostata zu noch mehr Restharn und einen schwächeren Harnstrahl. Ausserdem haben sie die von dir genannten Nebenwirkungen, welche bei vielen Patienten selten während der Behandlung verschwinden. Auf der anderen Seite bräuchte es Medikamente welche den Blasenhals und die Blase entspannen, diese bessern zwar den Harnstrahl, aber die Blase wird mehr gereizt. Beide Medikamente arbeiten in ihrem Wirkprinzip also gegeneinander, was unter dem Strich nur wenig an Verbesserung bringen könnte.

Wenn dein Urologe keine passende Kombination an Medikamenten für dich findet, wo auch die Nebenwirkungen noch erträglich sind, dann könnte eine OP ggf. etwas Erleichterung schaffen in Verbindung mit ggf. Botox in der Blase für den Drang. Bei der OP wird die Prostata aus geschabt, also die Abflussbehinderung beseitigt und das Botox beruhigt dann den Blasenmuskel. Kannst ja mal deinen Urologen fragen ob das eine mögliche Behandlung sein kann, wenn die Medikamente nichts bringen.

Ist bei dir mal der Restharn bestimmt worden oder eine urodynamische Untersuchung um die Blasenkapazität zu bestimmen?

Viele Grüße Helmut
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Re: Harndrang durch die Prostata ?

Beitrag #3 von Helmut60 » 10 Jul 2018 11:44


Hallo Helmut,

nein, eine urodynamische Untersuchung wurde noch nicht gemacht. Ich hatte vor ein paar Jahren 2 mal ein merkwürdiges Problem. Ich sah aus, und es fühlte sich an wie ein Leistenbruch. In der Notfallsprechstunde am Sonntag morgen im KH hatte eine Heilpraktikerin, und ein Chiropraktiker Dienst. Als die Heilpraktikerin meine Beschwerden hörte und den Bauch sah, griff sie sofort zum Televon um ein Bett im KH zu bestellen. Der Praktiker meinte.... Langsam, mit dem Bett.... legte mich auf seine Pritsche, bog und zog hier und da, und schwups, waren die Beschwerden weg. Seine Diagnose : Verwachsungen von einer Leistenop mit 9 J. würden für die Probleme sorgen, und könnten auch Blasenprobleme machen. Das hab ich in 2 J. 2 mal gehabt. Dann nicht mehr. jetzt kommt die Frage auf, drückt da tatsächlich die etwas vergrößerte Prostata, oder treiben die Verwachsungen ihr Unwesen ? Ein Urologe sagt nix dazu, ein anderer meint, das man das nur während der OP vestellen kann.

Blöder weise hab ich auch noch ein Problem mit der Hüfte... muß neu, und ich frage mich, wie das mit dem akuten Blasenproblem gehen soll. Damit is man in den ersten Wochen nach der OP nicht so schnell aus dem Bett, oder auf die Seite gelegt. Daraus folgt nun wohl, das zuerst die Prostata dran muß... und die OP auch hilft.... und dann die Hüfte. Dazu das Problem mit meiner schwerbehinderten Tochter : Wenn ich auch nur ein paar Tage ins KH muß, muß sie in Kurzzeitpflege.... Wie lange fällt man nach der Prostataop aus ?

:-) Helmut
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Re: Harndrang durch die Prostata ?

Beitrag #4 von Helmut » 12 Jul 2018 10:08


Hallo Helmut,

also Verwachsungen können durchaus auch Probleme bei der Blase verursachen aber eher selten. Du hast ja schon die Diagnose dass deine Prostata vergrößert ist und dies verursacht meistens die Probleme. Bei der Blasenspiegelung hat dein Urologe bestimmt bemerkt dass die Harnröhre eingeengt ist und das verursacht die Abflussbehinderungen.

Das ist natürlich blöd wenn du noch zusätzlich die Probleme mit der Hüfte hast, da ist erst das Blasenproblem wichtiger damit es am Ende nicht zu einem nassen Bett kommt und du am Schluss auch noch selbst Windeln zur Sicherheit brauchst.

Bei der OP gibt es auch die Möglichkeit, nach der Ausschabung noch einen Stent in die Prostata einzulegen damit die Harnröhre offen bleibt. Manchmal reicht es auch, nur die Harnröhre zu erweitern und dann den Stent einzulegen. Die OP selber dauert nicht länger als eine Stunde und normal kannst du einen oder zwei tage später schon wieder nach hause gehen. Sie warten da meistens nur ab, ob es zu Nachblutungen kommt oder du auch gut Wasser lassen kannst. Nach der OP darfst du meistens noch ein bis zwei Wochen lang keine schweren körperlichen Tätigkeiten ausüben, sagt dir aber dann der Urologe. Klar ist das wegen deiner Tochter blöd, aber wird wohl nicht anders gehen.

Viele Grüße Helmut
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Re: Harndrang durch die Prostata ?

Beitrag #5 von Helmut60 » 12 Jul 2018 11:28


Hallo Helmut,

da war ich gerade beim Urologen, und hab nach einem Termin für die OP gefragt. Der sagt.... das es überhaupt nicht sicher ist, das meine Beschwerden von der Prostata kommen, und es sicher Urologen gibt, die das gern opereiren. Die Prostata sei zwar vergrößert, aber nicht so das man das sicher sagen kann das davon die Beschwerden kommen. Wenn die so groß wäre, wäre das bei der Blasenspiegelung deutlich zu sehen gewesen, war es aber nicht. Bei der Blasenspiegelung wurde nur eine deutlich gerötet Blase festgestellt, ohne das ein Urintest entsprechende Ergebnisse gebracht hat. Dann gabs ein Antibiotikum, die Farbe der Blase war wieder normal, aber die Beschwerden unverändert. Jetzt machen wir noch eine Blasenspiegelung.

Ich was so baf von seiner Erklärung, das ich vergas zu fragen welches Schmerzmittel denn nachts Entlastung bringt.

:-) Helmut
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Re: Harndrang durch die Prostata ?

Beitrag #6 von Helmut » 23 Jul 2018 10:11


Hallo Helmut,

mal ein ehrlicher Urologe der nicht gleich mit dem Messer wetzt wenn er Prostata hört. :sm5:

So wie du das jetzt beschreibst, könnte es auch eine verschleppte Blasenentzündung sein. Erreger lassen sich dann nicht mehr nachweisen, aber die Beschwerden sind weiterhin da. Vielleicht hast du eine interstitielle Zystitis entwickelt, kannst ja mal deinen Urologen darauf ansprechen ob das sein könnte. Das würde ganz gut zu deinen Symptomen passen, keine Erreger in der Blase aber trotzdem Schmerzen und Beschwerden wie bei einer Blasenentzündung.

Viele Grüße Helmut
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Re: Harndrang durch die Prostata ?

Beitrag #7 von Helmut60 » 30 Jul 2018 14:02


Hallo Helmut,

ja, bei der Blasenspiegelung kam heraus, das der Harnleiter durch die Prostata nicht eingeengt ist, nur die Blase selbst hat von ihr eine kleine Delle, die aber keine so starken Probleme machen sollte, meinte der Urologe. Allerdings war die Blase von innen wieder deutlich entzündet.... ohne das der Urintest positiv war. Nu steh ich also da mit mein gewaschenen Hals... Als die Beschwerden angefangen haben, ... Harndrang beim Sport... hab ich einen Urintest gemacht... Compur 9 komlett negativ. Als der Harndrang nachts größer wurde ebenso... Compur 9 Test kiomplett negativ.... . Jetzt soll das ganze eine verschleppte Blasenentzündung sein.

Da ich recht dringend eine neue Hüfte brauche, und die Chirugen bei Entzündungen nicht operieren, wird das nun richtig interessant. Zu allem Übrfluss meine mein Hausarzt heute, ich hätte bei der Vorsorgeuntersuchung deutlich zu viel Blut im Stuhl, und gab mir eine Überweisung zur Darmspiegelung... wo ich prompt in schon 1 Woche einen Termin bekam. Nich das das blöd zusammenhängt.

:-) Helmut
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Re: Harndrang durch die Prostata ?

Beitrag #8 von Helmut60 » 30 Jul 2018 20:58


Hallo nocghmal,

ich hab gerade mal was über die IC nachgelesen, und hab mich doch erschrocken. Da paßt blöder Weise einiges zusammen. Da ist die Rede von entzündeten Gelenken... hab ich.. meine Arthrose in der Hüfte.... Da soll es eine Verbindung zwischen den Schneidezähnen und der Bläse geben.... eine meiner Zahnwurzeln da "ist schlecht" geworden, zwar keine Schmerzen aber laut Kieferchirurgie entzündet.... weshalb da jetzt ne große Sache mit Implantaten und co ansteht..... Dann steht da noch was von einer Polyneuropathie..... die ein Neurologe als Grund für meine ab und an auftauchende Schmerzen im Bein meinte gefunden zu haben. Bei den möglichen Folgen einer IC werd ich wohl bei einer Uni fragen was da los ist.

:-) Helmut
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