Informationen aus der Fachpresse

Hier geht es um Probleme mit der Prostata und eine daraus entstandene Inkontinenz.

Moderatoren: Marco N., Georges

Beitrag #11 von eckhard11 » 26 Aug 2005 09:28


Ein Zusatz zu Andreas Posting und zu dem o.a. Beitrag :

Ich habe kürzlich die Abhandlung des Leiters eines renomierten Forschungsinstitutes gelesen, in welches dieser davon ausging, dass mittlerweile jeder 12. Todesfall von Liegendkranken in einer deutschen Klinik auf eine Infektion zurückzuführen sei, welche sich der Patient in der Klinik zugezogen hat.
Natürlich würde diese Zahl sowohl vom Verband Deutscher Krankenanstalten als auch vom Gesundheitsministerium vehement bestritten.
Er selber hätte aber Grund zu der Annahme, dass seine veröffentlichten Zahlen noch zu gering seien und die Zahl der Todesfälle durch postoperative Infektionen, und hier insbesondere in Isolierstationen, noch wesentlich höher sei.

Wenn es hier in unserem durchorganisierten, durchgestylten und durchformulierten Land schon so ist, wie mag es dann in anderen Ländern sein ??

Also, ich möchte niemals in einem anderen Land erkranken ( hier natürlich auch am Liebsten nicht , hi, hi )

Ich leg mich jetzt - ziemlich sicher, da kein Krankenhausbett - wieder hin .sleep:
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Beitrag #12 von nikki » 27 Aug 2005 02:21


Also Eckard, dazu nur eins: ich war in amiland in ner klinik.
kein prob aber nur deshhalb weil ich Anfang sgen konnte bin privat hier und da gng das ist aber nicht normal
gruß claus
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Routine-Dammschnitt nicht mehr zeitgemäß

Beitrag #13 von Jens Schriever » 27 Aug 2005 15:33


Routine-Dammschnitt nicht mehr zeitgemäß


Die über viele Jahrzehnte empfohlene routinemäßige Durchführung eines Dammschnittes erbringt für Mütter und Neugeborene keine wesentlichen Vorteile, im Gegenteil, es treten gehäuft stärkere Wundschmerzen und deutlichere Einschränkungen der Sexualität auf. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Veröffentlichung aus diesem Jahr aus den USA.
Eine der häufigsten Operationen in der Geburtshilfe ist das Anlegen eines Dammschnittes kurz vor Ende einer Geburt. In den letzten Jahr-zehnten kam es zu einem deutlichen Anstieg dieser Operation weltweit, sicherlich zum Ziele der Verhinderung von unkontrolliertem Zerreißen des Dammes und einem besseren Befinden der Neugeborenen. In Deutschland wurde in fast 50 Prozent eine solche Routine—Episiotomie (Dammschnitt) angelegt.
Eine Forschungsgruppe der University of North Carolina um Katherine Hartmann hat in einer aufwendigen Untersuchung die gesamte Literatur der vergangenen 55 Jahre untersucht, um die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit dieser Operation zu überprüfen. Von 986 Literaturberichten konnten nur 26 umfangreiche Studien zur sicheren und seriösen Auswertung berücksichtigt werden.
Bei der Auswertung der Ergebnisse zeigt sich, dass trotz Anlage eines Routine—Dammschnittes hier häufiger zusätzliche Damm risse auftraten: das Risiko, dass Verletzungen genäht werden mussten, war in 26 Prozent erhöht. Frauen mit Dammschnitt zeigten in den Tagen nach der Geburt deutlich mehr Schmerzsymptome und nahmen aufgrund der eingeschränkten Sexualität erst später wieder Geschlechtsverkehr auf.
Die zur Verfügung stehenden Daten für eine längerfristige Harn— oder Stuhlinkontinenz nach einer Entbindung zeigten keine wesentlichen Unterschiede bezüglich eines Dammschnittes.
Aufgrund der geringen Wundschmerzen und des besseren kosmetischen Ergebnisses wird in Amerika die Durchführung einer medianen Episiotomie ( Dammschnitt von der hinteren Scheidenecke zum Anus zu)favorisiert. Hier kann es jedoch leichter zu einem Weiterreißen und einer Mitbeteiligung des ana1en Schließmuskels mit einem 50 Prozent erhöhten Risiko einer nachfolgenden Stuhlinkontinenz kommen. In Europa wird deshalb die sogenannte mediolaterale Episiotomie (Dammschnitt von der hinteren Scheidenecke aus nach seitlich zu)
gewählt. Hier ist die Rate an auftretenden lnkontinenzsymptomen nicht erhöht.
Die Auswertung zeigt eindrucksvoll, dass eine routinemäßige Anlage eines Dammschnittes eher negative Effekte mit erhöhten Wundschmerzen, einer deutlichen Einschränkung der Sexualität und einer bleibenden Gefahr für weitere Zerreißungen im Dammbereich erzeugt.
Die Durchführung einer Episotomie sollte auf Geburten beschränkt werden, bei denen der Dammschnitt eine schnellere Passage des Neugeborenen zur Abwendung vitaler Gefahr gewährleistet.
Die deutschen Geburtshelfer passen sich diesem Trend immer mehr an, die Rate an routinemäßigen Dammschnitten ist rückläufig, wenn auch immer noch zu hoch.

Ouelle: „Journal of the American Medicial Association“ (JAMA), Vol 2963 2005 2141 - 2418


Bericht: aus Kontinenz Aktuell 3/2005


Gruss Jens

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Spiegel Nr.: 35 vom 29.08.05

Beitrag #14 von eckhard11 » 30 Aug 2005 00:11


Hallo Leute,

heute gibt es einmal keine Neuigkeiten aus der "Fachpresse", sondern aus der Presse :
Hier ein Posting, welches ich im "Inko-Forum", Thema: "Ein paar wichtige Fragen", geschrieben habe :
_____________________________________________________________________________

Hallo Sean,

ich muß meinen Rat von gestern abend revidieren :

Die Lektüre des heute erschienenen "Spiegel", Nr.: 35 vom 29.08.05,

"Sinnlos unterm Messer. Das Geschäft mit überflüssiger Medizin"

hat bei mir zu einem Überdenken hinsichtlich meines - sehr grossen - Vertrauens zur Medizin geführt.

Da der "Spiegel" im allgemeinen recht gut und gründlich recherchiert, kann diesem Artikel eine hohe Wahrscheinlichkeit zugebilligt werden.
Ich bin doch etwas erschüttert, was dort so berichtet wird an völlig überflüssigen Operationen, Heilmethoden, Eingriffen und Verfahren, besonders hinsichtlich Bandscheibe resp. Wirbelsäule, Herz, Gallenblase und Kniegelenken.

Natürlich rät der Bericht nicht von dringend angeraten Operationen ab !
Ich zitiere :

In Deutschland bestimmen zunehmend operierende Orthopäden die Rückenmedizin, wie Daten der AOK offenbaren :
1998 gab es 82 Bandscheibenoperationen auf 100.000 Versicherte; fünf Jahre später waren es schon 127 - ein Zuwachs von mehr als 50%.
Dabei bestünde durchaus Grund zur Zurückhaltung :
Kein anderer Zweig der Heilkunde hat mehr menschliche Wracks zustande gebracht als die
Wirbelsäulenchirurgie.
Seit sieben Jahrzehnten geht es an die Bandscheibe.
Anfangs waren die Schnitte 15 cm lang, und weil die Röntgentechnik noch nicht ausgefeilt war, mussten die Operateure lange in der blutigen Wunde herumkramen, bis sie die kaputte Bandscheibe gefunden hatten.
Um an sie heranzukommen, wurden meistens sogar die Wirbelbögen samt Dornfortsatz abgesägt.

Die Technik wurde seither verfeinert, aber das Prinzip blieb gleich :
Nach einem Schnitt in den Rücken wird die Muskulatur beiseite manövriert, bis das Rückgrat zu sehen ist.
Bei der microchirurgischen Variante ist der Schnitt ca. 3 cm lang.
Die Ärzte gucken durch ein Mikroskop ( 8-bis 10fache Vergrösserung ), während sie herausgeflutschtes Bandscheibenmaterial entfernen.
So soll der Druck von den abgehenden Nervenbahnen der Wirbelsäule genommen werden.

Kein Zweifel : In etlichen Fällen müssen Rückenoperationen sofort durchgeführt werden - beispielsweise, wenn man Blase und Schliessmuskel nicht mehr kontrollieren kann.
In aller Regel hat sich da ein "Massenvorfall" der Bandscheibe ereignet, der die Nerven der Beckenregion bedrohlich zusammenpresst.


Andererseits wird dringlich davor gewarnt, "Patienten durch überflüssige Operationen Narben zuzufügen".

Denn ein Einschnitt ins sensible Säulensystem wiege immer schwer. Das am Rückgrat festgewachsene Muskelgewebe muss gelöst werden; die oftmals verkümmerte Rückenmuskulatur werde dadurch zusätzlich geschwächt.
Zudem wachsen im verletzten Gewebe Narben, und die könnten ihrerseit die Nervenfasern schmerzhaft bedrängen.
Durch das Entfernen von Gewebe der Bandscheibe würde überdies ihre Funktion gestört.
Sie verlöre Druck, würde platter und könnte die benachbarten Wirbel nicht mehr stabilisieren.
Ein Teufelskreis : Die Operation selbst begünstige weitere Degeneration......

Du solltest Dir also wirklich sicher sein, wenn Du Dich operieren lassen willst.

Ich empfehle unbedingt die Lektüre des o.a. "Spiegels" !!


Jetzt leg ich mich aber erst einmal wieder hin .sleep:
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Seeds - Stäbchen, Behandlung der Prostata

Beitrag #15 von eckhard11 » 03 Sep 2005 17:17


In den USA wird jeder dritte Prostatakrebspatient mit so genannten Seeds behandelt. In Deutschland wenden nur wenige Kliniken diese Methode an. Wie wird diese Therapie durchgeführt und wie erfolgreich ist sie?

Knapp einen Zentimeter lang sind die stecknadeldünnen radioaktiven Stäbchen. Seeds (englisch für Samen, Kerne) sind kleine titanverkapselte Strahler, die Jod oder Palladium an die Umgebung abgeben. Mit dünnen Nadeln schieben Ärzte etwa 60 dieser Kapseln vom Damm her in die Prostata, um den örtlich begrenzten Krebs von innen zu bestrahlen und zu bekämpfen. Innerhalb von Monaten geben die Kapseln in der Prostata ihre Strahlendosis an die direkte Umgebung ab, ohne gesunde Zellen in der Nachbarschaft zu schädigen. Auch nachdem Seeds ihre Radioaktivität verloren haben, verbleiben sie in der Prostata und werden auf Röntgenaufnahmen - durch den Golddraht innerhalb der Kapsel - immer sichtbar sein.

Für die Therapie des Prostatakarzinoms stehen je nach Stadium und Befund verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Gegen einen früh erkannten Prostatakrebs können die operative Entfernung des Tumors, seine Bestrahlung von außen oder neuerdings die Seeds-Therapie, quasi die Bestrahlung von innen, helfen. Ist sie in den USA seit Jahren weit verbreitet, nahmen die deutschen Krankenkassen erst im Januar 2004 die Behandlung in den Abrechnungskatalog auf.

Die Langzeitergebnisse in den Vereinigten Staaten sprechen dafür, dass Patienten mit lokalisiertem (örtlich beschränktem) Prostatakarzinom von der Seeds-Methode profitieren: Sie werden im Durchschnitt nebenwirkungsärmer bei mindestens vergleichbarer Wirksamkeit als bei anderen Verfahren behandelt.

Quelle : onmeda

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Beitrag #16 von eckhard11 » 10 Sep 2005 10:34


BSMO, 06.08.2005

Blasenkrebs bei Frauen häufig unterschätzt

Jedes Jahr erkranken etwa 7.000 Frauen in Deutschland an einem Malignom der Blase. Damit liegt die Prävalenz dieser Tumorentität über der von Gebärmutterhalskrebs. Dennoch werden Maßnahmen zur Früherkennung von Blasenkrebs bei Frauen sträflich vernachlässigt, moniert der Selbsthilfebund Blasenkrebs e.V.

Blasenkrebs ist derzeit immer noch eine „Männerkrankheit":
In Deutschland erkranken dreimal so viele Männer wie Frauen an diesem Tumor. Dieses Bild könnte sich jedoch bald ändern, erklärte der Urologe Dr. Gerson Lüdecke vom Universitätsklinikum Gießen. Denn der wichtigste Risikofaktor für Blasenkrebs stellt das Rauchen dar, dem allen Gesundheitsaufklärungsaktionen zum Trotz auch immer mehr Frauen frönen.

Bestimmte, mit dem Tabakrauch inhalierte Stoffe, erhöhen das Risiko für Blasenkrebs, so Lüdecke. Symptome, die einen Hinweis auf diese im Frühstadium potenziell heilbare Tumorerkrankung sind zum Beispiel Schmerzen beim Wasserlassen, ungewöhnlich häufiger Harndrang trotz kleiner Urinmengen und Blut im Urin.

Problematisch in diesem Zusammenhang ist, dass diese Symptome auch bei einer Blasenzündung auftreten können. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Beschwerden zunächst falsch eingeordnet werden, so Lüdecke. Somit könne wertvolle Zeit vergehen bis zur exakten Diagnosestellung und der Einleitung der adäquaten Therapie.

Nach Informationen des Deutschen Ärzteblatts



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Beitrag #17 von eckhard11 » 26 Okt 2005 15:58


Pressekonferenz:

Neue Internetangebote für Männer und Frauen zum Thema "Erektile Dysfunktion"

Auf einer Pressekonferenz am 19. Oktober in Hamburg stellte Bayer HealthCare neue kostenlose Internetangebote für Männer wie Frauen vor, die sich zum Thema Potenzstörungen Hilfe erhoffen. Neben der ersten Online-Novela Deutschlands ("Rettet die Liebe") bietet Bayer den Usern ein Internettrainingsprogramm an.
Mit dem "Vitalsexual-Webcoaching" sollen nicht nur übergewichtige impotente Männer in mittleren Lebensjahren zur körperlichen Fitness und so zu einem "erfüllten Sexualleben" geführt werden.

Unter Erektionsstörungen (Erektiler Dysfunktion) leiden weltweit etliche Millionen Männer, aber nur jeder Fünfte lässt sich behandeln.
Ängste und Tabus abzubauen, ist ein Ziel des neuen Internetangebots zu Erektionsstörungen. Das Vitalsexual-Webcoaching verfolgt laut Sportwissenschaftler Dr. Michael Despeghel noch einen weitergehenden Ansatz: "Wer gesund und in Form ist, wird auch mit der körperlichen Liebe und der Potenz kaum Schwierigkeiten haben. Männer, die ihr Sexualleben nachhaltig stärken und verbessern möchten, sollten daher auch ihrer Gesundheit mehr Beachtung schenken".
Helfen soll ihnen dabei das kostenlose Webcoaching, bei dem sich jeder Mann unter der Onlineseite www.jetzt-lieben.de registrieren kann.
Die Teilnehmer erhalten eine Auswertung ihres körperlichen Ist-Zustands und für die ersten vier Wochen ein angepasstes Trainingsprogramm per Mail.
Sexuelle Leistungsfähigkeit, Fitness, Ernährung und Stresskompetenz stehen dabei im Mittelpunkt.

Die erste Online-Novela Deutschlands "Rettet die Liebe" spricht hingegen verstärkt Frauen an, die unter der Potenzstörung ihres Partners leiden.
Ähnlich einer Tele-Novela kann jede Userin Anteil an der Lebens- und Leidensgeschichte der "Diana Liebig" haben.
In der tagebuchartigen Novela finden sich Tipps zum Liebesleben, "Liebesrezepte" und vieles mehr.

Quelle(n):
Pressekonferenz von Bayer HealthCare, Hamburg, 19.10.2005

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Beitrag #18 von eckhard11 » 24 Nov 2005 12:44


Belastungs- und Dranginkontinenz oft gleichzeitig

DÜSSELDORF: Etwa 30 Prozent aller Patienten mit Harninkontinenz haben eine Mischinkontinenz, das heißt eine Belastungsinkontinenz und zugleich eine Dranginkontinenz. Eine genaue Differenzierung dieser beiden Inkontinenzformen hält Professor Klaus-Peter Jünemann jedoch für wichtig, um eine adäquate Therapie einleiten zu können.

Zur Behandlung von Frauen mit Belastungsinkontinenz etwa hat sich der selektive Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer Duloxetin bewährt.

Von großer Wichtigkeit bei Frauen mit Harninkontinenz sei auch eine eingehende körperliche Untersuchung, einschließlich einer vaginalen Untersuchung, sagte der Direktor der Urologischen Klinik am Universitätsklinikum Kiel bei einer Veranstaltung der Unternehmen Boehringer Ingelheim und Lilly Deutschland in Düsseldorf. Die beste medikamentöse oder operative Therapie führe unter Umständen nicht zum Erfolg, wenn etwa ein Vaginal-Prolaps übersehen werde.

Und noch etwas empfahl der Vorsitzende der Deutschen Kontinenz-Gesellschaft: Eine medikamentöse Behandlung bei Harninkontinenz sollte mindestens über vier Wochen fortgeführt werden, weil vorher der Therapieerfolg nicht sicher beurteilt werden könne.

Erste Studien jetzt auch mit erkrankten Männern

Als "innovativ" bezeichnete Jünemann den Wirkstoff Duloxetin, der unter dem Markennamen Yentreve® nun seit gut einem Jahr europaweit für die Behandlung von Frauen mit mittelschwerer bis schwerer Belastungsinkontinenz zugelassen ist.

Als Wissenschaftler beeindrucke ihn der Wirkungsmechanismus: Duloxetin greife zentral an, wirke aber peripher über die Aktivierung des Nervus pudendus, wodurch die Kontraktilität des äußeren Harnröhrenschließmuskels verbessert werde. Bei einem hohen Prozentsatz der behandelten Frauen habe sich in mehreren Studien die Rate der Inkontinenz-Episoden deutlich verringert und die Lebensqualität der Frauen gebessert.

Duloxetin wirkt nach Angaben von Jünemann auch gut bei Männern, die nach radikaler Prostatektomie inkontinent sind. Ihnen verhelfe das Medikament "unglaublich schnell" zur Kontinenz. Aufgrund dieser Beobachtung würden jetzt erste Studien bei Männern mit Inkontinenz begonnen.


Quelle: Ärztezeitung vom 04.10.2005

____________________________________________________________________________________


Ständiger Drang bei Reizblase schafft Leidensdruck

DÜSSELDORF: Nur jeder dritte Patient mit überaktiver Blase ist auch inkontinent. Häufig wiederkehrender Harndrang und nicht die Dranginkontinenz ist das Leitsymptom von Patienten mit überaktiver Blase. Bei der medikamentösen Therapie geht es deshalb in erster Linie darum, den ständigen Druck auf die Blase zu verringern.

Jeder Patient mit überaktiver Blase hat per Definitionem einen imperativen Harndrang, der sich als Druck auf die Blase gern in unpassenden Momenten bemerkbar macht.
"Nur etwa ein Drittel der Patienten mit überaktiver Blase sind zusätzlich inkontinent, und doch wird der Leidensdruck eben daran vorzugsweise festgemacht", bemängelt Professor Martin Michel von der Universität Amsterdam.

Wer die Therapie nur an der Inkontinenz ausrichtet, liegt falsch.

"Wer nur die Inkontinenz-Episoden zählt und allein daran die Therapie ausrichtet, liegt deshalb falsch", sagte der Pharmakologe auf einer Veranstaltung des Unternehmens Pfizer beim Urologenkongreß in Düsseldorf. Denn für Patienten mit überaktiver Blase sei der Harndrang das wichtigste Symptom, wie eine Faktorenanalyse ergeben habe.

Das Dilemma liege auf der Hand: Es gebe zwar viele Medikamente mit guter Wirksamkeit zum Beispiel gegen Dranginkontinenz und Pollakisurie, aber nur wenige, die nachweislich den Harndrang reduzieren. Dazu gehöre etwa der Muscarin-Rezeptorantagonist Tolterodin (Detrusitol®). In einer Studie bei über 800 Frauen mit Mischinkontinenz konnte belegt werden, daß sich mit täglich 4 mg retardiertem Tolterodin über acht Wochen der Harndrang, die Dranginkontinenz und die Pollakisurie signifikant im Vergleich zu Placebo besserten.

Über eine deutliche Verringerung der Drangsymptomatik wurde auch in einer Langzeitstudie berichtet, an der fast 4000 Patienten mit überaktiver Blase teilgenommen haben. Unabhängig vom Ausmaß der Inkontinenz - die nur bei etwa zwei Drittel der Teilnehmer überhaupt vorhanden war - ließ unter der anticholinergen Therapie der imperative Harndrang deutlich nach.

"Wir haben somit gute Belege, daß Tolterodin nicht nur bei der klassischen Dranginkontinenz, sondern auch bei Mischinkontinenz und bei überaktiver Blase ohne unfreiwilligem Urinverlust gegen die Miktionsbeschwerden hilft", sagte Michel.


Quelle: Ärztezeitung vom 26.09.2005


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Beitrag #19 von eckhard11 » 02 Dez 2005 07:01


Behandlung von Prostatavergrößerung / BPH

50 Jahre !!


So lange dauert es, bis sich bei Männern eine Prostatavergrößerung entwickelt.
Die Hälfte aller Männer über 50 Jahre ist von dieser Krankheit betroffen, die auch
als benigne Prostatahyperplasie oder BPH bezeichnet wird.
Bei 80 % der Männer in den siebziger oder achtziger Jahren machen sich
Harnwegssymptome bemerkbar wie z. B.:

Symptome einer Prostatavergrößerung

• Häufiges Wasserlassen, vor allem nachts
• Plötzlicher Harndrang
• Erschwertes Wasserlassen, Pressen notwendig
• Schmerzen oder Brennen
• Das Gefühl, dass die Blase nie vollständig geleert ist
• Nachträufeln
• Schwacher Harnstrahl


Einschränkung der persönlichen Freiheit

Viele Männer berichten von Änderungen ihrer Lebensführung; sie meiden Reisen,
benutzen Toilettenkabinen statt Pissoirs und tragen keine hellen Hosen.
Häufiges Wasserlassen in der Nacht verursacht Schlafunterbrechungen.

Einfache, wirksame Lösung

BPH-Therapie ganz einfach:
Wenn Sie diese Symptome kennen oder wenn Sie aufgrund von Harnwegsproblemen
Ihre Lebensführung ändern, sollten Sie wissen, dass es eine einfache Lösung gibt.
Sie heißt GreenLight PVP - Photoselektive Vaporisation der Prostata, und sie kann Ihre
Harnwegsprobleme ohne Beeinträchtigung Ihrer Lebensqualität oder Ihrer Gesundheit beseitigen.
Das bedeutet grünes Licht für Ihr Leben, so wie Sie es leben wollen, ohne Kompromisse.

Funktionsweise der Prostata

Die Prostata ist eine kastaniengroße Drüse, die Teil des Fortpflanzungssystems des Mannes bildet.
Die Prostata scheidet eine Flüssigkeit aus, in der die Samen befördert werden.
Sie umgibt die Harnröhre, durch die der Harn von der Blase aus dem Körper befördert wird.

Mit zunehmendem Alter und im Verlauf der Zeit vergrößert sich die Prostata und übt Druck
auf die Harnröhre aus, ähnlich wie eine Klemme an einem Gartenschlauch.
Dies führt zu Problemen beim Wasserlassen.


• Prostata - Kastaniengroße Drüse, die eine Flüssigkeit abscheidet, in
der der Samen transportiert wird

• Benigne Prostata-Hyperplasie (BPH) - Gutartige Prostata-
vergrößerung, die den Harnfluss behindert

• Inkontinenz - Unfähigkeit zum kontrollierten Zurückhalten des Harns

• Impotenz - Unfähigkeit zur Erzielung oder Aufrechterhaltung einer
Erektion

• Retrograde Ejakulation - Rückfluss des Samens durch die Harnröhre
in die Blase zurück statt aus dem Körper heraus

• Katheter - Dünnes, flexibles Röhrchen, das durch den Penis eingeführt
wird, um Urin aus der Blase abzuleiten

• Zystoskop - Instrument zur Untersuchung der Blase und der
Prostata



Eventuell stellen Sie die ersten Symptome einer Prostatavergrößerung selber fest,
oder Ihre Prostatavergrößerung wird bei einer Routineuntersuchung vom Arzt festgestellt.
Bei Verdacht auf BPH werden Sie eventuell an einen Urologen verwiesen, einen Spezialisten
für Harnwegsprobleme und das männliche Fortpflanzungssystem.
Zur Identifizierung des Problems und Entscheidung über das bestgeeignete Vorgehen werden
verschiedene Untersuchungen durchgeführt.
Die Untersuchungen sind je nach Patient verschieden, doch am üblichsten sind die folgenden.

Digitale Rektaluntersuchung (DRU)

Diese Untersuchung wird gewöhnlich zuerst durchgeführt.
Der Arzt führt einen behandschuhten Finger in das Rektum ein und tastet den Teil der
Prostata neben dem Rektum ab.
Durch diese Untersuchung erhält der Arzt eine allgemeine Vorstellung von Größe und
Zustand der Prostata.

Blutuntersuchung mit Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA)

Eventuell empfiehlt Ihr Arzt eine PSA-Blutuntersuchung, um Krebs als Ursache der
Harnwegssymptome ausschließen zu können.
Bei Vorliegen von Prostatakrebs ist die Konzentration des PSA, eines von den Prostatazellen
erzeugten Proteins, häufig erhöht.
Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat einen PSA-Test zugelassen, der in
Verbindung mit einer digitalen Rektaluntersuchung zur Feststellung von Prostatakrebs bei
Männern über 50 Jahre und zur Überwachung von Prostatakrebspatienten nach der
Behandlung verwendet wird.


Rektale Ultraschalluntersuchung

Bei Verdacht auf Prostatakrebs empfiehlt Ihr Arzt eventuell eine rektale Ultraschalluntersuchung.
Bei diesem Verfahren werden von einer in das Rektum eingeführten Sonde Schallwellen zur Prostata gesandt.
Das Muster der zurückgestrahlten Schallwellen liefert ein Bild der Prostata auf einem Anzeigebildschirm.

Harnstrahlmessung

Gelegentlich wird der Patient vom Arzt aufgefordert, in ein Spezialgefäß zu urinieren, das die
Geschwindigkeit des Harnstrahls misst.
Ein reduzierter Harnstrahl deutet oft auf eine BPH hin.

Intravenöses Pyelogramm (IVP)

Das IVP ist eine Röntgenaufnahme des Harntrakts.
Bei dieser Untersuchung wird ein Farbstoff in eine Vene gespritzt, bevor eine
Röntgenaufnahme gemacht wird.
Durch den Farbstoff ist der Urin im Röntgenbild sichtbar, und Behinderungen oder
Blockierungen des Harntrakts können erkannt werden.

Zytoskopie

Bei dieser Untersuchung wird ein kleines Rohr durch die Öffnung der Harnröhre in den Penis eingeführt.
Damit kann der Arzt die Größe der Prostata und den Ort und Grad der Behinderung
feststellen.

Quelle : www.laser-scope.de


Ich empfehle, zur weiteren Information diese Seite aufzurufen und den Links zu folgen.

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Beitrag #20 von Jens Schriever » 02 Dez 2005 10:21


Hallo Alle

Habe einen kleinen Artikel in der Tageszeitung gefunden über Inkontinenz.

Psyche Ursache für Inkontinenz

dpa Düsseldorf. Blasen und Darmschwäche ist bei jedem fünften Betroffenen psychisch bedingt und bildet sich in einer neuen Umgebung zurück. Die Deutsche Gesellschaft für Kontinenz teilte auf der Medizinmesse Medica in Düsseldorf mit, dass oft zudem vermeidbare Faktoren die Ursache des Leidens seien: Bei je zehn Prozent der Patienten sei Inkontinenz auf Übergewicht, Bewegungsmangel, falsche Ernährung oder chronische Verstopfung zurückzuführen.


Gruß Jens
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