Protata-OP "die" Lösung des Inkontinenz-Problems?

Hier geht es um Probleme mit der Prostata und eine daraus entstandene Inkontinenz.

Moderatoren: Marco N., Georges

Beitrag #11 von eckhard11 » 21 Aug 2005 12:48


Na, Siggi,

da hast Du aber Massel gehabt, dass Du kein Kontrastmittel trinken musstest.
Ich musste einen Liter trinken, mit der Konsistenz von Buttermilch. Schauderhaft....

Ich hoffe, die CT wird eindeutige Werte ergeben.

Warum Du allerdings zwei bis drei Windeln des Nachts verbrauchst, ist mir ein Rätsel.
Es gibt Windeln, deren Aufnahmekapazität sicherlich höher ist als die Menge Urin, die Du in der Nacht produzierst respektive verlierst.
Von denen wirst Du nur eine brauchen.

Warum versuchst Du es für die Nacht nicht einmal mit Urinalkondomen ?
Die Dinger sind einfach zu händeln, sicher und man liegt nicht die ganze Nacht in seinem eigenen Saft.

Ich leg mich jetzt - saftlos, aber nicht kraftlos - wieder hin .sleep:
Eckhard
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Beitrag #12 von Matti » 21 Aug 2005 19:21


Hallo Siggi,

mit Interesse habe ich deine Berichte gelesen und möchte dir einen Tipp geben.
Ich war vor kurzer Zeit im Krankenhaus. Dort hat man mir noch einmal die Versorgung mit einem Kondom-Urinal Vorgestellt.
Ich habe diese Versorgung vor einigen jahren schon einmal Ausprobiert und war davon nicht wirklich Begeistert.
Wie bei vielen anderen Dingen hat sich aber auch auf diesem Gebiet sehr viel Positives getan.
So hatte ich z.B. keinerlei Probleme mehr mit dem Abrutschen, weil der Kleber nicht hält.

Für einen Fußgänger ist diese Versorgung mit Sicherheit noch immer nicht das Optimum, aber gerade für die Nachtversorgung solltest du diese Alternative einmal Ausprobieren.

Ich werde wohl meine Versorgung Tag- wie Nachts auf ein Kondomurinal umstellen. Zum einen ist es wesentlich schonender für die Haut und zum anderen bin ich nicht mehr so Zeitmässig eingeschränkt. Den Beutel zu leeren bedarf keiner großen Anstrengung und ist auf jeder Toilette diskret möglich.

Vieleicht ist es auch für dich eine Alternative - Testsets kannst du in der Regel im Sanitätsfachhandel oder über die Apotheke bekommen.

Lieben Gruß

Matti
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Beitrag #13 von eckhard11 » 21 Aug 2005 19:44


Hallo Matti,


hier muss ich Dir widersprechen :

Auch für einen Fussgänger ( wenn er nicht gerade einen Waldlauf oder ähnliches macht ) ist ein Urinalkondom hervorragend geeignet.
Ein wenig klein sind die Beinbeutel ( Mehrkammerbeutel ) mit einer Aufnahmekapazität von nur 500 ml.
Wenn diese allerdings länger ausgeführt wären, könnte man sie nicht mehr vernünftig am Oberschenkel befestigen, da sie dann bis über das Knie reichen würden, oder am Unterschenkel, sodass sie in diesem Fall sichtbar würden, wenn man die Beine übereinanderschlägt.
Aber ansonsten ist ein Kondom eine klasse Lösung !!

Und Kondome gibt es mittlerweile in -zigfacher Ausführung, selbstklebend, mit Hautkleber oder Klebestreifen, mit grossem oder kleinem oder gar keinem Schwallreservoir, mit Durchmessern von 20 bis 41 mm, also eigentlich für jeden Benutzer geeignet.

Ich lege mich gleich - Kondom - und Bettbeutelbehangen - wieder hin .sleep:
Eckhard
Zuletzt geändert von eckhard11 am 06 Okt 2005 10:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Eine Richtigstellung

Beitrag #14 von Siggi » 22 Aug 2005 09:32


Hallo Ihr,

Eckardts Beitrag über meinen Windelverbrauch ist missverständlich. Ich brauche nicht 2 - 3 pro Nacht, sondern innerhalb von 24 Stunden. Nachts reicht in der Regel ein Windelslip (Molicare super plus). Aber der ist bis zum Rande gefüllt. Letztlich habe ich nachgewogen: 1,2 kg.

Den Ratschlag zum Urinalkondom werde ich überdenken. Ehrlich: ich habe aber noch schwere Bedenken, ob das wirklich vorteilhafter ist.

Noch eine Richtigstellung: In meinem Beitrag zur CT schrieb ich von 20 mg; da wurde eine Null unterschlagen: 200 mg.

Das wär's. Eine schöne Woche für Euch. In Berlin ist es knallheiss.

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Beitrag #15 von eckhard11 » 22 Aug 2005 11:05


Jau, Siggi,

diese Bedenken hatte ich bis vor einigen Wochen auch.

Es gibt da einige Postings von mir im Forum, in welchen ich mich noch über diese Dinger lustig gemacht habe. :oops:

Ich habe mich geirrt !!

Heute könnte ich mich selbst in den Hintern treten, dass ich diese Art Versorgung nicht schon vor eineinhalb Jahren verwendet habe.

Es ist viel besser als eine Windel oder eine Vorlage.
Und die Entsorgung ist dermassen einfach : Eimer auf, Kondom reinwerfen, Eimer zu......
Wobei bei mir noch das Problem einer retrahierenden Gliedes kommt.
Aber selbst damit wird so ein Kondom fertig.

Ich kann Dir wirklich nur raten, es zumindestens einmal zu versuchen.

Ich leg mich wieder hin .sleep:
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Der Stand der Dinge

Beitrag #16 von Siggi » 01 Sep 2005 16:53


Hallo,

der Stand meiner Dinge ist jetzt so: alle Untersuchungen abgeschlossen. Feststellung: der Patient ist rezeptiv für Harnwegsinfektionen. Behandlung weiter mit Urion uno. Op der Prostata zur Zeit nicht erforderlich. Keinerlei Anzeichen für Tumore, weder in Nieren noch in Blase oder Prostata (gottseidank!). Jetzt heisst es ersteinmal weiter abwarten und - wortwörtlich - den Dingen ihren Lauf lassen.

Übrigens: der gutgemeinte Hinweis über das Kondomurinal ist bei mir nicht auf guten Boden gefallen. Der Versuch scheiterte; nachts konnte ich damit überhaupt keine Ruhe finden und tags funktioniert es gar nicht, weil ich wegen erheblichen Venenschwächen (nach Thrombosen wegen Vielfliegerei) Kompressionsstrumpfhosen tragen muss und darunter passt das Kondomurinal oder Urinalkondom nicht.

Sorry!
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Beitrag #17 von eckhard11 » 12 Sep 2005 22:38


Hallo Siggi,

wichtig ist erst einmal, dass Deine Harnwegsinfektionen behandelbar sind und Du keine anderen Probleme hast.....

Ob mit Windel oder Kondom, spielt letzten Endes keine Rolle.

Aber die Thrombosenstrümpfe sind ja doch wohl recht hinderlich, oder ?

Ich musste ( bzw. sollte ) nach meiner Krebsoperation und auch nach einer Venenoperation,
( ich habe mir die Krampfadern ziehen lassen, als ich die Thrombophlebitis, welche ich mir im Krankenhaus - übrigens wegen zu enger Thrombosenstrümpfen - an beiden Waden zugezogen hatte, in Bad Bertrich habe operieren lassen ), wieder Thrombosenstrümpfe tragen, mindestens ein halbes Jahr lang.
Ich habe die Dinger anpassen lassen, zweimal angezogen und dann in die Ecke gefeuert, hi, hi.

Ich glaube, die ganze Sache mit diesen Strümpfen wird etwas übertrieben.

Ein paar gute, knielange Herrenstrümpfe tun es meiner Meinung nach auch und sehen dabei auch noch viel besser aus.

Ich jedenfalls habe, obwohl ( oder weil ?? ) ich die Thrombosenstrümpfe nicht angezogen habe, keinerlei Probleme gehabt.
Und bei mir ist es mittlerweile immerhin eindreiviertel Jahr her.....


Ich lege mich jetzt - strumpffrei und thrombosenfrei - wieder hin .sleep:
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Heilfroh über Behandlung

Beitrag #18 von Siggi » 16 Sep 2005 18:55


Hallo Eckardt,
ich bin tatsächlich heilfroh, dass jetzt die Behandlung eingesetzt hat - übrigens OP ist auch weiterhin nicht vorgesehehen. Mit Urion uno komme ich gut zurecht, das mir eine Blase verschafft, die nicht mehr so anfällig für bakterielle Infektionen ist; kein Restharn. Die "laufenden Dinge" nehme ich erst einmal hin, zumal nach den Worten des Urologen Besserung "in absehbarer Zeit" zu erwarten sei. Geduld ist gefragt...

Übrigens: deine Handhabung der Medzinischen Kompressionsversorgung kann ich nicht nachvollziehen. MKS sind ein wichtiges Hilfsmittel und einmal verordnet, sollten sie auch der Gesundheit dienen. Dies zumal Komplikationen "ohne" lebensbedrohlich werden können. Man kann sich an die Dinger ganz gut gewöhnen. Es gibt ja jetzt auch schon sehr bequem anzulegende MKS wie die Typen Micro oder Sensitiv. Dass ich auf Strumpfhosen nicht verzichten kann, liegt daran, meine Venenschwäche reicht bis in die Leistenvenen. So ist das halt.

Tschüss Siggi
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Beitrag #19 von eckhard11 » 27 Sep 2005 13:07


Mahlzeit, Siggi,

es ist ja etwas ganz anderes, ob man, wie Du, unter einer akuten Venenschwäche leidet, oder ob einem die Kompressionsstrümpfe nach einer Operation verordnet werden.
Die Verordnung nach einer OP ist Usus.......

Ich jedenfalls hatte - außer der Krampfadern, die ich aber nur wegen der "Schönheit" habe ziehen lassen, denn gestört haben die mich nicht - niemals Probleme mit den Venen, ausgenommen die Thrombophlebitis, welche ich mir im Krankenhaus zugezogen hatte.

Der Onkologe, den ich hier in Hagen deswegen aufsuchte, sagte mir doch tatsächlich, er wolle diese Thrombophlebitis erst behandel, wenn ich meine "5-Jahre Überlebensrate" hinter mich gebracht hätte.
Was ich dem geantwortet habe, will ich hier nicht näher ausführen, hi, hi.

Tja, wenn Deine Beschwerden bis in die Leiste gehen, dann wirst Du wohl doch Strumpfhosen tragen müssen und nicht nur Strümpfe.
Denn bei Strümpfen würde ein Urinalkondom ja keine Probleme verursachen.

Was mich interessiert :

Wie bekommst Du die doch wahnsinnig enge Strumpfhose über die Windel/Vorlagen ?
Oder ist die Strumpfhose im oberen Bereich weitergeschnitten oder aus anderem Material ?


Ich leg mich jetzt erst einmal wieder hin .sleep:
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Windel und Kompressionsstrumpfhose

Beitrag #20 von Siggi » 04 Okt 2005 18:01


Hallo Eckhard,

das Überziehen (oder besser: Anlegen") der Kompressionsstrumpfhose über die Windelpackung ist kein Problem für mich. Sie "rutscht" quasi von allein darüber. Eine besonders weite Fasson ist nicht vonnöten, da das Leibteil der Strumpfhose sehr dehnbar ist und ich ohnedies keinen Bierbauch und keine dicke Sitzfläche habe. Allerdings musste ich mir Strumpfhosen aussuchen, die sehr flexibel sind, z.B. die Compressana Nova oder Sensitiv. Das ewige Problem bleibt ohne und nun auch mit Windel: das Strumpfungetüm über die Fersen zu bringen - und wieder herunter...

Ansonsten nichts Neues.

Tschüss Siggi
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