Protata-OP "die" Lösung des Inkontinenz-Problems?

Hier geht es um Probleme mit der Prostata und eine daraus entstandene Inkontinenz.

Moderatoren: Marco N., Georges

Beitrag #21 von eckhard11 » 04 Okt 2005 22:42


Jau, Siggi,

auch das kenne ich :

Früher konnte man beide dicken Zehen gleichzeitig in den Mund stecken,
heute kommt man mit den Händen kaum noch an die Füsse, hi, hi .....

Irgendwo zwischen dem 12. und dem 60. Lebensjahr ist die Eleganz der
Bewegungen auf der Strecke geblieben.

Na ja, bei mir ist es - zugegebenermassen - meine etwas stärker ausgeprägte
Vorderhüfte, welche meine fliessenden Bewegungen beim Strümpfe anziehen
und Schuhbänder zuknüpfen etwas hemmt, haha, hohoho, harharharharhar.....
( Deshalb bevorzuge ich Slipper, das geht so schön bequem mit einem langen Schuhanzieher )


Ich leg mich jetzt - nachdem ich die Strümpfe mühsam ausgezogen habe - wieder hin .sleep:
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Beitrag #22 von eckhard11 » 12 Dez 2005 12:49


Mensch, Siggi,

das Thema ist mittlerweile so häufig aufgerufen worden, dass wir den Leuten etwas bieten müssen.
Sonst meinen die doch glatt, wir wären mittlerweile verhungert oder ähnliches, hi, hi......

Was hat sich seit Deinem letzten Situationsbericht ( vom 16. September ) bei Dir ergeben ?

Lass mal was raus......


Bis dahin lege ich mich wieder hin .sleep:
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Beitrag #23 von eckhard11 » 14 Dez 2005 00:53


Siehst Du, Siggi,

das meine ich :

Es dümpelt so vor sich hin und kaum habe ich etwas in diesem Thema geschrieben, schon
sind in den letzten 36 Stunden über 70 Zugriffe zu verzeichnen.

Also, jetzt bist Du mal dran, hi, hi,


Hoffendlich finde ich jetzt mein Bett, ich komme nämlich gerade von einer "Betriebsbesichtigung" .sleep:
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Die Behandlung läuft...

Beitrag #24 von Siggi » 20 Dez 2005 18:40


Hallo Eckardt und Interessierte,

ich kann meinen Bericht ziemlich kurz fassen: Die Behandlung läuft...

Mit anderen Worten, der neue Urologe kümmert sich in doch einigermassen großen Abständen um meinen Zustand und ist im Moment noch dabei, die Wirkung der Medikamente (auch die Nebenwirkungen!) zu kontrollieren. Die Ration "Proscar" wurde jetzt Mitte Dezember verdoppelt, d.h. ich nehmen jetzt täglich eine Tablette, statt bisher jeden zweiten Tag. Diese Ration gesellt sich zu der Urion uno (täglich eine am Abend). Das nennt der Arzt "Wir arbeiten an Ihrem Problem, um ohne OP auszukommen".

Die bisherige unmittelbare Wirkung ist, dass der Urin-Abgang zwar noch weitestgehend unkontrolliert erfolgt, vor allem nachts. Tags habe ich das Problem "Blasenentleerungsstörung" relativ gut im Griff. Was aber mir wichtig ist, die Blasenentleerung erfolgt jetzt in größeren Abständen. Mein nächster Kontrolltermin ist erst Ende März. Also noch lange hin.

Bis dahin erhofft der Urologe mit der Tabletten-Kur einen Volltreffer zu erzielen. "Ansonsten müssen wir weiter überlegen", so der Doktor.

Also bin ich als braver Patient in Wartestellung und schlucke die verordneten Medikamente.

Hoffen und harren!

Allen Mitleidenden trotz allem ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und vor allem drei Dinge - Gesundheit, Gesundheit, Gesundheit!

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Beitrag #25 von Gulliam » 18 Feb 2006 20:21


Guten Abend zuerst.
Nach einer Prostataoperation bin ich Inkontinent geworden. Habe 4 Monate einen Katheter gehabt, bin jetzt auch in therap. Behandlung, vielleicht bin ich zu ungeduldig,aber nach jetzt fast 3 Monaten habe ich noch keine Besserung festgestellt.
Gibt es hier einen Leidensgenossen,der Besserung erfahren hat.
Viele Grüsse
Gulliam
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Beitrag #26 von eckhard11 » 18 Feb 2006 23:21


Guten Abend, Gulliam,

wieso hast Du noch vier Monate ( !! ) lang nach der Prostataoperation einen Katheter getragen ?

Dafür mussten die Ärzte einen äusserst triftigen Grund gehabt haben, denn dadurch haben sie Deiner Blase auch vier Monate lang nicht gestattet, sich an die veränderte Situation anzupassen.....

Dass Du jetzt in therapeutischer Behandlung bist, soll mich nicht wundern.

Hau Deinen Ärzten was auf´s Maul, beende die Therapie und mach ein vernünftiges Beckenbodentraining.

Du wirst erstaunt sein, wie das hilft.

Ich stelle Dir mal einen Bericht ein, welchen ich vor einiger Zeit mal hier im Forum gepostet hatte :
_____________________________________________________________________________

Die Holländerin Prof. Dr. Marijke van Kampen von der Uni Leuven äußert sich mit vielen unverständlichen, weil medizinischen und daher überflüssigen Wörtern insofern, als daß sie ein “kräftiges Beckenbodentraining” nicht nur empfiehlt, sondern regelrecht vorschreibt.
Außerdem rät die gute Frau von einem Einsatz von Biofeedback und Elektrosimulation eher ab.....

ganz im Gegensatz zu der Aussage des Prof. Dr. Ulrich Otto von der Klinik Birkental in Bad Wildungen. ( Anm.: Allerdings hat Birkental nicht gerade den besten Ruf ! )
Dieser wiederum rät - nach ebenso vielen unverständlichen, weil medizinischen und daher überflüssigen Wortspielereien - zu einem geradezu entgegengesetztem Behandlungskonzept, bei welchem das Beckenbodentraining nur so sanft und “anstrengend wie ein Lidschlag” sein soll. Außerdem ist er ein Befürworter von Biofeedback und Elektrostimulation....

Jetzt frage ich euch : Wem soll ich als betroffener Laie nun glauben ??

Es ist doch Irrsinn, ein halbes Jahr oder gar ein Jahr lang den Beckenboden so wie von der Frau Prof. van Kampen empfohlen zu trainieren und dann - wenn sich kein Erfolg eingestellt hat - auf die andere Weise, nämlich nach der Methode des Prof. Otto, umzusteigen....

Da ich in derartig widersprüchlichen Argumentationen keinen Sinn sah, blieb mir nichts anderes übrig, als mir mein eigenes Beckenbodentraining zusammen zu stellen, nämlich :

10 mal nacheinander den Beckenbodenmuskel sehr schnell und sehr stark anspannen, ( dabei sollen einem die Tränen die Backe runterlaufen, so fest anspannen ) diese Anspannung ganz langsam ( ca 10 sek. ) lösen und dazwischen immer 10 sek Pause, ( Sturmflut )

danach, nach einer Pause von ca. einer Minute, jeweils 10 mal nacheinander den Beckenbodenmuskel langsam ( innerhalb von 5 sek ) mit mittlerer Kraft anspannen und innerhalb von 5 sek. wieder lösen, zwischen diese Übung immer eine Pause von ca. 10 sek.
( Ozeanbrandung, lang und kräftig )

dann, nach einer Pause von einer Minute, jeweils 10 mal ein kurzes, leichtes Anspannen über eine Zeit von 3 sek., dann 3 sek. lang lösen, dazwischen immer eine Pause von ca, 5 sec
( Ostseebrandung, leicht und schnell )

zu guter Letzt ein “Flattern” des Beckenbodenmuskels, schnell und ganz leicht anspannen und wieder lösen, ca. 100 mal hintereinander ( ähnlich dem beschriebenen Lidschlag des Prof. Otto )

Die ganze Übung nimmt ca. 12 bis 14 Minuten in Anspruch

Man muß nur dranbleiben und auf gar keinen Fall aufgeben!
Vor allem der Kopf muß mitmachen !! Die Muskeln sind ja vorhanden.....

Mir war nach der OP angeraten worden, dieses Programm anfangs sogar dreimal täglich durchzuführen ( was ich auch tat )
Dann aber hatte ich wohl einen Muskelkater, auf jeden Fall tat mir alles unterhalb des Bauchnabels weh und ich konnte überhaupt keinen Harn mehr halten.
Mich schmerzten Muskeln, von denen ich gar nicht wußte, daß ich sie hatte.....

Andererseits ist der Beckenboden bei uns Normalbürgern ja doch sehr untrainiert, sodaß zumindestens ein Anfang geschaffen werden mußte.

Danach habe ich nur noch einmal am Tag trainiert.

Wie ihr lesen könnt, ist es ein großes Problem, sich auf den Rat eines Fachmannes zu verlassen. Die unterschiedlichen Auffassungen der Fachleute über die richtig Trainingsmethode ist für einen Betroffenen doch recht verunsichernd und verwirrend.
Deswegen habe ich mir dieses Training zusammengebastelt und habe gut daran getan, wie die Erfolge gezeigt haben.

Aber mir hat der Chefarzt auch gesagt, ich solle keinesfalls damit rechnen, daß eine erhebliche Verbesserung oder gar eine komplette Kontinenz - wenn überhaupt - vor dem Ablauf eines bis eineinhalb Jahres überhaupt zu erwarten sei. Die Zeit würde schon sehr helfen. Allerdings sollte ein leichtes Training immer durchgeführt werden.
Und schaden kann es ja nicht.
Übrigens hatte ich seit Mitte Juni 2004 die “Ozeanbrandung” ausgelassen und trainiere seit Herbst 2004 nur noch maximal zweimal in der Woche, und nur noch die Ostseebrandung und den Lidschlag

Anmerkung am 18. Februar 2006 :

Mittlerweile trainiere ich nur noch einmal in der Woche den Lidschlag.
Ob es noch nötig wäre, weiss ich nicht, will es aber auch nicht herausfinden.
Jedenfalls bin ich, ( einer von den 30 %, die nach einer Blasenkrebs-OP Tag und Nacht inkontinent bleiben sollten ), durch das Training tagsüber komplett kontinent geworden.



Ich leg mich jetzt - nach einem leichten Training - wieder nieder .sleep:
Eckhard
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Beitrag #27 von Gulliam » 19 Feb 2006 13:38


Hallo Eckhard
Eine unglaublich Geschichte, habe ich aus einen anderen Forum kopiert, ist aber meine Geschichte

Im Sommerurlaub hatte ich meine Frau in Siofok zum Krankenhaus bringen müssen, da sie mit dem Fahrrad gefallen war, und sich 2 Wirbel gebrochen hatte. Das hat mich natürlich auch angegriffen, wenn man 46 Jahre verheiratet ist, geht das schon an die Nieren. Habe meine Frau im Krankenhaus selbst betreut, das Essen war ja nicht besonderst, trocken Brot Scheibe Wurst und Kaffee, wenn man das so nennen kann.

In so einen Fall hat man ja schnell ein Urteil abgegeben, und ist immer der Meinung so etwas kann bei uns nicht passieren. Obwohl, die medizinische Leistung war gut in Ungarn. Meine Frau wurde von ADAC zurück geflogen.
Dieses Denken, bei uns in D ist alles besser, hat mich veranlasst diese Zeilen zu schreiben.

Dies ist aber der einzige Grund, warum ich schreibe, wie es mir ergangen ist.
Eine wahre Geschichte, wenn auch unglaublich.
Es fing also schon in Ungarn an, das mir eigentlich nichts mehr schmeckte. Ich schob dies eben auf den Unfall meiner Frau, und war der Meinung das gibt sich nach einiger Zeit.
Mein Sohn ist also nach Bp geflogen und hat mich abgeholt. Ich war sehr froh darüber, dass er kam, und es ging mir denn auch etwas besser. Haben unterwegs noch bei einen Freund einen kurzen halt eingelegt, noch Wein eingekauft.
Als dann meine Frau entlassen wurde, war ich sehr froh, habe von da ab die Hausarbeiten übernommen, da sie sich nicht bücken durfte und nichts heben.
Als es ihr dann etwas besser ging, und wir uns auf den Urlaub in Tamási vorbereiteten, der Wohnwagen wurde schon neu gepackt, hatte ich wieder mit den Magen zu tun, wenn ich essen wollte, hatte ich das Gefühl, ich müsste mich übergeben.
Und ich konnte von Tag zu Tag schlechter Wasser lassen. Bin aber zum Hausarzt gegangen, will das was verkürzen, Diagnose Nieren arbeiten schlecht Ct.
Ct hatte das gleiche Ergebnis, und ich sollte am Montag zum Hausarzt gehen.
Samstag konnte ich fast kein Wasser mehr lassen, mein Sohn war zum Marathon, und meine Schwiegertochter ist mit mir zum Klinikum gefahren.
Als ich bei der Notaufnahme mein Problem erklärte, wollten die mich erst nicht aufnehmen.
Na ja, Untersuchung ergab, ich musste sofort zur Urologie, es bestand Lebensgefahr.
Dann kam ein Schmerz der für mich unbeschreiblich ist, der drückte mir einen Katheter rein, das fühlte sich an, als wenn einer mit einem glühenden Draht da reingeht, ich habe geschrieen.
5 Tage lebe ich mit der Ungewissheit, ob ich Dialysepatient werde.
Gott sei Dank ging dieser Kelch an mich vorbei.
Dann wurde der Katheter entfernt, und ich wurde punktiert, da bekommt man einen Schlauch mit einen Rohr durch die Bauchdecke in die Blase gestoßen, und hat einen Sammelbeutel.
Da mein PSA Blutwert nicht runterging, ich hatte 16, bis 4 ist gut, wurde eine Stanze gemacht, man stanzt dann Proben aus der Prostata.
Da dieses Ergebnis 5 Arbeittage dauert, wurde ich entlassen.
Nach einer Woche bin ich wieder hin, von 12 Proben war eine Positiv.
Bis hier ist alles gut gelaufen, dies erleben viele Menschen, und ich hätte nichts geschrieben.

Ein Arzt, der mich betreute, sagte mir, das wäre kein Problem, er macht einen Termin mit mir, und wenn der PSA Wert runtergeht, dann liegt das an der Entzündung, und die Prostata muss nur geschält werden, dauert eine Stunde.
Der Termin war 6 Wochen entfernt, und am Vortag wurde ich angerufen, bitte kommen Sie morgen nicht, kommen sie nächste Woche Freitag, die Ärzte streiken. Ich zu meinen Hausarzt, ja sagt er machen wir den Bluttest.
Andere Woche, der Bluttest PSA ist auf 8 runtergegangen, ich habe mich gefreut, hätte die ganze Welt umarmen können. Sah also den Freitag nur noch als Farce an, hörst dich das an, bekommst einen Termin.
Freitag war der Arzt nicht da, der mich betreute, und der Stationsarzt sagte, ich hätte ein Karzinom, die Prostata muss ganz raus. Als ich ihm sagte was der andere Arzt gesagt hat, meinte er, so was könnte der nicht gesagt haben.
Bin also heute zu meinen Hausarzt gegangen, und er will nicht dagegen sprechen. Er sagt, in Krankenhäuser werden oft solche spirenzchen auf den Rücken der Patienten gemacht.
Ich habe mich dann ans Sekretariat gewannt, um einen Operationstermin(das erste Mal in meinen Leben,) da sagt die Sekretärin, also vor Mitte bis Ende Dez. ist kein Termin vorhanden.
Ich sage wissen Sie dass ich punktiert bin und mit einem Plastikschlauch aus dem Bauch rumlaufe? Nein sagt sie. ich sehe das nicht in meinen Unterlagen, aber ich rede noch mal mit dem Arzt.
Jetzt habe ich für den 17.11 einen Termin zum Anesthäsiearzt, und am 21.11 muss ich dann zur OP erscheinen.
Laufe jetzt 11 Wochen mit den Schlauch rum, und jede unbedachte Bewegung bekomme ich schmerzlich zu spüren, wenn der Schlauch an den Nähten zieht, womit er an der Bauchdecke festgenäht ist.

Mittlerweile bin ich operiert worden, war über die Weihnachten in der Reha in Bad Nauheim, alle körperlichen Verspannungen sind weg.(Ich habe keinen Bauchschnitt sondern der Operateur hat zwischen Hoden und After ein 5 cent grosses Loch gemacht.Dafür wird man wie ein Taschenmesser zusammen geklappt, und hat danach enorme Probleme)
Ich fühle mich wirklich körperlich unwahrscheinlich gut, aber eben die Inkontinenz. Und an den Problem hat sich noch nichts gebessert. Beim PAD Test hatte ich einen Verlust von 135 gr. Jetzt stelle ich mir Nachts einen Eimer mit Deckel am Bett, und stehe ein paar mal auf, um Wasser zu lassen. In der Kur hatte ich als Vorlagen die Euro Micro, die sind sehr gut, davor hatte ich die Tena da war ich nicht so mit zufrieden. Wie weit die Methoden auseinander gehen, habe ich schon gemerkt. In Bad Nauheim mußte ich fest pressen im Beckenbodentraining, man bekam das erklärt, und 5 Übungen am Tag machen. Hinzu kam noch Elektrostuhlmagnetiesierung.
Hier bei der Therapeutin mußte ich mich auf die Seite legen, und nur ganz leicht pressen.
(sie sieht sich an, wie weit die Hose sich einzieht :D )
Und sie meint auch 5 mal am Tag ist zu viel, ich sollte morgens und abends machen.
Gut, ich muß das jetzt mal so machen, wie angeordnet, und wenn es nicht hilft, dann nehme ich deine Methode.
Was mich noch bedrückt, man ekelt sich vor sich selbst, und man muß sein Leben umstellen, schimmen Sauna ist im Moment nicht drin.
Und wenn es keine Besserung gibt, werde ich auch nicht in Urlaub fahren, obwohl mit dem Wohnwagen wirklich bessere Voraussetzungen sind.

Ich grüsse Dich freudlich, und hoffe ich habe dich nicht gelangweilt

Gulliam
Viele Grüsse
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Beitrag #28 von eckhard11 » 19 Feb 2006 15:02


Ja, ja, Gulliam,

am deutschen Arztwesen soll der Patient genesen, hi, hi......

Ich habe beim Lesen derartiger Beiträge wie dem Deinen immer häufiger das Gefühl,
dass es sehr viel vom Glück abhängt, ob man an einen guten oder schlechten Arzt gerät.
Aus einer eigentlich recht einfachen und häufigen Sache wie einer Prostataoperation
wird durch die Unkenntnis und Hilflosigkeit unserer schlecht ausgebildeten Ärzte ( Frau Schmidt sei Dank )
eine Sache auf Leben und Tod und mit unabsehbaren Folgen für die weitere Lebensqualität.

Eine Operationsmethode durch den Damm war mir bisher nicht bekannt.
Allerdings hätte ich dies auch nicht durchführen lassen, denn ich denke, ein Bauchschnitt,
schön weit offen, lässt dem Chirurgen einfach mehr Platz.
Und in unserem Alter kokettiert man ja nicht mehr unbedingt mit seinem Körper.....
( Ich meine wegen der Narbe )

Warum solltest Du nicht Schwimmen oder in die Saune gehen können ?
In Wildungen - Reinhardshausen ( Klinik Reinhardshöhe ) mussten wir sogar schwimmen und
mit der Sauna danach haben wir uns dann belohnt.....

Das Wichtigste scheint mir zu sein, dass Du tagsüber kontinent wirst.
Dafür solltest Du Dir einen wirklich erfahrenen Therapeuten suchen.
Oder meine Methode durchführen, hi, hi.

Für die Nacht empfehle ich ein Urinalkondom !

Ich verwende diese seit ca. eineinhalb Jahren und bin begeistert.

Vor allem deswegen, weil weder der Gestank der vollen Windeln beim Auspellen meine Nase
umweht noch dass ich die ganze Nacht im Urin rumliege und die einfache Entsorgung trägt
natürlich auch dazu bei.

Ich wünsche Deiner Familie und Dir einen schönen Urlaub
( mit Urinalkondom überhaupt kein Problem )

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Inkontinenz nach der Prostata-Op

Beitrag #29 von Siggi » 23 Feb 2006 16:22


Hallo, Guillam!

Deine Erfahrungen sind für mich sehr interessant, zumal sie das bestätigen, was landläufig gesagt wird, eine Prostata-Op löst in vielen Fällen eine Inkontinenz aus. Dass dies aber behandelbar ist, hat Dir Eckardt schon ausführlich dargelegt. Vielleicht dazu noch ein Hinweis auf eine ausführlich Darstellung des Problems: die "Apotheken-Umschau" vom 15.2.06. Auch dort findest Du den Hinweis auf das Beckenboden-Training. Seit langer Zeit wurde in diesem für Apotheken-Kunden kostenlosen Journal endlichg mal wieder auf die Inko-Probleme beim Manne hingewiesen. Immerhin sind von diesem Leiden mindestens ein Drittel der Betroffenen Männer! In allgemeinen Veröffentlichungen sowie in TV-Gesundheitssendungen wurden meistens nur die völlig anders gelagerten Inko-Probleme von Frauen behandelt.

Ansonsten Dir gute Besserung!

Siggi
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Beitrag #30 von Gulliam » 23 Feb 2006 19:02


Dankeschön Siggi, ich mache ja auch das Bodenbeckentraining, vielleicht bin ich auch etwas zu ungeduldig.
Viele Grüsse
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