ich geb noch einen drauf

Hier könnt ihr über eure Hobbys berichten und mit anderen austauschen.

Moderatoren: Helmut, Georges, Benjamin

Beitrag #11 von Gulliam » 13 Okt 2006 19:51


Chris00 hat geschrieben:[..]



Pauschalisierung ist immer schlecht!


Ich nehme nur aus der letzten Wahl den Satz:,, diese unsoziale Merkelsteuer ist mit uns nicht zu machen", sagt die SPD !
und dann wurde aus den nicht machen noch ein % Mehrwertsteuer draufgehauen.
Ist das keine Lüge und wo siehst du eine Pauschalisierung?
Solche Artikel kann man bei jeder Wahl sehen.Deshalb mache ich zwar von meinen Wahlrecht gebrauch, mache aber den Wahlzettel ungültig.Dann fühle ich mich wenigstens hinterher nicht betrogen.






aus meiner sicht ging das alles viel zu schnell. die ddr wurde rigeros plattgemacht und ein großteil der "befreier" hat sich einefach nur eine goldene nase verdienst.



Das allerdings mit eueren zutun, euch waren eure eigenen Produkte nicht mehr gut genug, ihr habt doch unser Zeug gekauft.

Nehmen wir doch mal eure Produktion, eure Waren sind nicht Konkurrenzfähig gewesen.
Nehmen wir mal den Trabant als Beispiel. Der kostete in der DDR doch so 14 000 M.
Jetzt kam die Vereinigung, das heißt es wurde bessere (nicht Gleiche) Löhne gezahlt, also wurde der Trabant auch teurer.
Doch wer hätte dieses Auto zu den Preis gekauft?
Euer Markt ist ganz einfach kaputt gegangen, wohin habt ihr geliefert, Quelle Neckermann wurde zu Herstellungspreise beliefert, damit die Oberen eures Staates Valuta bekamen, um ihre Luxusartikel im Westen kaufen zu können.
Und der Markt der im Osten lag, brach auch zusammen.
Ich kann ja verstehen, wenn man heute selber denken muß, und nicht alles der Staat für einen erledigt, das dies für euch frustrierend ist.
Aber für mich braucht es die DDR-Nostalgie nicht zu geben,das Gejammer darüber was früher alles besser war, es ist nun mal so, man kann sich nicht aus beiden Staaten das Beste aussuchen, es gibt nur DDR oder Bundesrepublik.
Viele Grüsse
Gulliam
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Beitrag #12 von papa0861 » 13 Okt 2006 21:25


am konsumdenken erkennt man die beschränktheit der minderheit.

mehr kann man da nicht sagen.
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Beitrag #13 von Gulliam » 13 Okt 2006 22:59


papa0861 hat geschrieben:am konsumdenken erkennt man die beschränktheit der minderheit.

mehr kann man da nicht sagen.




Ohne Konsum keine Arbeit, es sei denn wir stellen wieder Dinge her wie Panzer, Bomben, und son Zeug.
Wenn ich über den Sinn deiner Worte nachdenke,dann müßen doch alle Republikflüchtige beschränkt gewesen sein, denn die kamen doch nur wegen dem Konsum zu uns, oder sehe ich das falsch?
Viele Grüsse
Gulliam
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Herabwürdigung....

Beitrag #14 von Steffen40 » 14 Okt 2006 00:02


Dieses gibt es heute nicht mehr Herr Chris, und nun mal ein paar Fragen an die "Befreier" die sich erst gezeigt haben als keine Gefahr mehr bestand und viele andere die Schläge eingesteckt haben. Wo sind denn die Milliarden geblieben die die BRD jedes Jahr in den Fond Deutsche Einheit gezahlt?
Was erwarten Sie vom "Ossi"? Ewige Dankbarkeit?
Eines muss ich mal sagen Herr Chris zum Steine schleppen sehen wir dich doch eh nicht. Und noch eins, wer sich ein Urteil über sein gegenüber erlauben will sollte Ihn auch kennen. Ich kenn beide Systeme und ich habe meine Heimat verlassen müssen um in Stuttgart Aufbauhilfe West zu leisten. Soviel zu HartzIV !!!! Aufbauhilfe Ost wurde wesentlich besser bezahlt.
Ich könnte hier mal Anfangen aufzuzählen was hier nicht stimmt. Dann sitz ich wohl noch länger hier.
Diesem Staat gehts doch nur um die Kohle,den Mammon, den Zaster und wer zahlt ist Scheissegal hauptsache einer zahlt.
Und noch eins. Die meisten Schulden der BRD waren schon vor der "Vereinigung" vorhanden und dafür müssen wir heute alle aufkommen.
Mir wird schlecht wenn ich Beiträge wie die von Chris lesen darf. Und naja den Rest merkt man meinem Beitrag bestimmt an.
Klar gabs Dinge die auf keinen Fall in Ordnung waren. Und das waren nicht wenige. Aber auch heute muss ich mich als Handwerker immer wieder mit Problemen rumschlagen wie kein Material. Auch das ist heute an der Tagesordnung. Und warum? Es gibt alles aber es kostet auch Geld. Und das ist ja bekanntlich knapp in diesem Staat.
Schade um meine Zeit die ich hier reinstecke.
.......

Soviel Ignoranz, Vorurteile, Vorurteile und Unwissenheit über ein Leben was anders war Herr Chris als das was Sie kennen ..... Wie oft waren sie denn schon in den Bundeslänern der ehemaligen DDR?

Bin bestimmt auch ein Betonkopf.... bestimmt
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Beitrag #15 von eckhard11 » 14 Okt 2006 00:56


Guten Abend, Leute,

ich gestatte mir, in diese Diskussion einzutreten.

Andreas, man kann es drehen und wenden, wie man will :
Sämtliche weltlichen Kriege haben zusammen weniger Opfer gefordert als die Kriege, welche im Namen der Kirche geführt wurden.

Dies kann und soll natürlich keine Entschuldigung der Gräueltaten der Nazis oder des Stalinismus sein, aber diese Tatsache wird gern - gerade von Kirchenfürsten - verdrängt.
Die Inquisition war keinen Deut besser als Hitler und seine Saubande.

Jürgen,
ich glaube, auf dem Archipel Gulag war es noch viel schlimmer, als es Solschenizyn geschrieben hat.
Der Mensch neigt Gott sei Dank dazu, wirklich schlimme Sachen zu verdrängen und zu vergessen.
Und Solschenizyn hat ja diese Verbannung nicht selbst erlebt, sondern war auf die im Geheimen kursierenden Erzählungen von Lagerinsassen angewiesen.

Aber kommen wir zu der Auseinandersetzung “Wessi gegen Ossi”

Ich verstehe nicht, wieso Du den Chris00 als “ewig gestrigen” bezeichnest.

Du schreibst selbst, daß Du “ein ewig gestriger und bislang noch immer der alten sozialistischen ddr nachweinender” bist.
Kannst Du nicht verstehen, daß es uns “Wessis” ganz gewaltig auf den Keks geht, wenn auch heuer von solchen Betonköpfen wie Dir noch immer behauptet wird, früher, zu Zeiten der DDR, sei doch vieles besser gewesen ?
Was denn ? Kindergärten und grüner Pfeil.......

Seit 1990 ist von uns, den “Wessis”, die ungeheuerliche Summe von 1,5 Billionen Euro, 1.500.000.000.000,00 ( !! ) in den Osten geflossen. Das sind eineinhalb Jahre Bruttosozialprodukt. Jeder von uns hat ergo in den 16 Jahren eineinhalb Jahre für euch gearbeitet. So einfach ist das.
Jeder lebende Bürger der alten Bundesrepublik, sei es ein heute geborener Säugling oder der 107-jährige aus Witten, hat bisher 23.000,00 Euro für den “Aufbau Ost” gezahlt !!
Nicht freiwillig. Man hat ihnen das Geld einfach weggenommen und euch zugeschoben !!! Punktum.

Weißt Du noch, wie eure Strassen ausgesehen haben ?
Ihr habt doch bis heute noch nicht begriffen, daß für eine florierende Wirtschaft erst einmal eine vernünftige Infrastruktur errichtet werden muß.
Heute fahre ich - selbst in Meck-Pomm - auf viel besseren Strassen als hier bei uns.
Jetzt ist die Infrastruktur vorhanden, aber Deine Landsleute sind darauf gen Westen abgehauen.

Kennst Du noch die sogenannten “Stadtkerne” eurer Großstädte, dieser Müllhaufen ?
Heute erblassen Essen, Dortmund oder Köln vor dem Luxus der Zentren in Magdeburg, Leipzig und Dresden.

Sind wir von hier aus in den Osten gestürmt oder haben sich nicht eher Deine Landsleute auf der Stelle vom Acker gemacht, als die Grenze offen war ?
Ihr wolltet doch sofort den Wohlstand, den wir uns lange und schwer erarbeitet haben.
Ihr konntet doch nicht warten und habe euer Geld für unsinnige Luxusgüter verbraten, die ihr auch noch bei uns hier gekauft und bezahlt habt, anstatt eure eigene Wirtschaft anzukurbeln.

Ihr ward ja sogar der Meinung, euch stände dies alles zu.

Anstatt selbst etwas zu tun und damit der Wirtschaft und den Ländern auf vernünftige Weise zu helfen, sind drei Millionen Deiner Landsleute sofort getürmt und haben ihr Land im Stich gelassen.
Dies artete ja zu einer regelrechten Landflucht aus.

In den ersten Monaten nach der Wende standen - selbst hier bei uns auf dem Lande - eure Plastikbomber zu Tausenden am Strassenrand herum, weil ihr unbedingt einen Golf GTI kaufen mußtet und uns auch noch die Entsorgung eurer - heute wieder ach so liebgewonnenen - Müllkisten aufs Auge drücktet.

Und da wunderst Du Dich, daß wir euer Gejammer und Gemecker zum Kotzen finden ?

Natürlich habt ihr in einem Gefängnis gelebt.
Wer das Land verlassen wollte, wurde entweder erschossen oder für einige Jahre nach Bautzen verbracht.
Eure politische Führung hatte soviel Angst vor all den “Wessis”, die bei euch wohnen und arbeiten wollten, daß sie einen breiten Todesstreifen baute, um all die westdeutschen Emigranten aus eurem gelobten Land fernzuhalten.

Und Du bist erstaunt, Du, ein Beamter auf Lebenszeit mit den geringsten Zukunftssorgen in der ehemaligen DDR, daß wir eure großkotzigen Sprüche nicht mehr ertragen können ?

Weißt Du eigentlich, wie es hier bei uns aussieht ?
Die Knete, die wir aufgebracht haben, damit bei euch an jeder Mülltonne ein Hallenbad oder ein Golfplatz gebaut wurde, die fehlt uns hier an allen Ecken, ganz besonders den Rentnern, mit deren Hände Arbeit unsere Wirtschaft aufgebaut wurde und die nun um die Früchte ihrer Arbeit betrogen werden, weil wir dieses Geld in eure unsäglichen Länder schaufeln.

Und dann dieser merkwürdige Beitrag von Steffen40.
Schlecht gebrüllt, Löwe.
Erstens sind diese sogenannten “Montagsdemonstrationen” auch erst aufgekommen, als durch die Politik von Gorbatschow im Ostblock ein gewisser freiheitlicher Gedanke aufkam.
Jetzt erst wurde plötzlich gebrüllt : “Wir sind ein Volk.”
Vorher habt ihr euch Jahrzehnte lang geduckt, habt euch arrangiert und ward froh über eure miserable Planwirtschaft, da diese wenig Arbeit bedeutete.
Und jetzt wird plötzlich hämisch von uns als den “Befreiern” gesprochen, die sich an euch bereichert hätten. BEREICHERT !! Wenn es nicht zum Heulen wäre, dann müßte man über einen derartigen Unsinn lachen.
Und ich war immer der Meinung, ihr hättet euch selbst befreit. So steht es jedenfalls in den Büchern zu lesen.

Und “ewige Dankbarkeit” erwarte ich gar nicht. Es ist ja auch gerade mal 16 Jahre her und nicht ewig her.....
Allerdings, eine gewisse Dankbarkeit erwarte ich schon, aber wahrscheinlich vergebens.
Wie auch ?
Da beschwert sich jemand, der hier im Westen mit dem Arsch nicht hochkommt, darüber, daß Dinge Geld kosten. Da kann man sich doch nur an den Kopf fassen.
“Es gibt alles, aber es kostet auch Geld. Und das ist ja bekanntlich knapp in diesem Staat”.

Ja, da hast Du recht.
Die eineinhalb Billionen wären hier sicherlich besser angelegt gewesen als bei euch drüben.
Dann wäre hier das Geld auch nicht knapp.

Chris00, ich schliesse mich Dir an.
Wir bauen neu, aber höher, viel höher, viel viel höher......

Eckhard
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Re: Herabwürdigung....

Beitrag #16 von papa0861 » 14 Okt 2006 00:59


hallo steffen40,

irgenwie sprichst du mir aus der seele.

wie gesagt, bin ich in einem anderem system groß geworden und mußte von einem tag auf den anderen umdenken. dies fällt mir zugegebenermaßen manchmal noch heute schwer.

jau wupp, wende, 100 dm begrüßungsgeld. puhhhh, meine liegen noch heute auf der bank.
hab dieses almosen nicht abgeholt.

auch wie bereits angeführt, lasse ich mich nicht vom konsumdenken beeinflussen. ich bin zum glück in einem alter, in dem man objektiv beide seiten objektiv betrachten kann.

mit solchen kleinkarrierten querdenkern wie chris00 kann man nicht reden, gleich garnicht disskutieren. im/ihnen fehlt eigentlich nur noch die blau/weiß-karrierte zipfelmütze auf seinem/ihrem avantar.

obwohl ich leute aus der region kenne, mit denen man aufgeschlossen disskutieren konnte. aber diskutiren heißt fruchtbar streiten und nicht beleidigen.

dieser feine, aber kleine unterschied scheint diesem chris fremd. er haut noch heute auf den ausgeleierten sack vom solidarbeitrag und vergißt dabei allzugern, daß dieser auch von uns eingezogen wird.

kotzt gift und galle, nur weil seine landesregierung mit den zur verfügung stehenden geldern nicht umgehen kann.eigentlich müßte er grün schreiben, denn grün ist die farbe des neides.

ich höre schon jetzt wieder aus seiner richtung, daß wir beamte ja von seinen steuern bezahlt werden. doch welche steuern hat er denn bislang gezahlt???? meine steuerbelastung ernährt 3 harzIV empfänger, und ich zahle sie gern.

auch, daß wir beamte alles umsonst bekommen ist ein trugschluß, der sich solchen verblendeten leuten wie chris nie erschließen wird.

wir zahlen auch die kassenpauschalen usw. wir gehen auch unsere 8 3/4 stunden arbeiten (nicht wie die vw oder opel-dunsel die nach 36 stunden den hammer fallen lassen).

nur in meinem job ist/war oft nach den stunden nicht schluß. dann heißt es los! hier prügeln sich hools. ab geht es. mal locker vier stunden drangehängt (ohne finanziellen ausgleich) und die frauen wissen nicht, ob die männer nach hause kommen. und wenn ja, wie.

und wenn man ihnen anbietet, auch beamte zu werden, reissen sie aus. nöööö, daß ist zu stressig.

system hin oder her. in beiden wurden du, oder ich oder wir beschissen. und das wird auch weiterhin so sein.

es gibt eben leute, die nur schwarz/weiß sehen können; eben farbenblinde, blind wie ein chris00.

ich kann nachvollziehen, wie es dir als kleinem handwerker ergeht. bringst deine leistung zu 100 % und mußt deine leute feuern, weil so ein klassendepp denkt nicht zahlen zu müssen.
schimpfst auf die scheiß beamten von der polizei, die dir nicht zu deinem recht verhelfen, wenn du den schuldner angezeigt hast. oh, die tun vieles für dich. und vieles verläuft im sande. doch was bleibt am ende für dich? .... pleite ..... aber nicht die ermittler sind sind dran schuld.

ich will nun keinen stab für mich brechen. manchmal mache auch ich bei meiner arbeit fehler.

aber solche grünschnäbel aus dem jahrgang `75 haben einfach für mich keine kennung.

zu ostzeiten gab es es eine parodie auf die sybolik der ddr fahne. diese hieß:

schwarz sahen wir als die roten kamen und uns goldene zeiten versprachen. nun haben wir zu zirkeln, daß die Ä(e)re nicht unter den hammer kommt.

heute fehlt und nur zirkel, hammer und Ährenkranz. die definition dürfte aber die gleiche sein.

aber wie gesagt, mit solchen verblendeten sonnenbrillenträgern wie chris00 braucht man darüber nicht sprechen/streiten.

das entbehrt jeglicher grundlage.

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Beitrag #17 von papa0861 » 14 Okt 2006 01:30


neeeee ecki,


darüber disskutiere ich auch mit dir nicht. deine zahlen hinken der wirklichkeit hinterher.

glaubst du wirklich, daß ein profitorientierter staat wie die brd ein land gekauft hätte was miloionen an schuldübernahmen kostet ohne `zig milliaren profit zu erwarten?

wer das glaubt, glaubt auch mit 50 noch an den weihnachtsmann.

würdest du ein haus kaufen, was mit 1000000 euronen belastet ist? du würdest die finger davon lassen. es sei denn, witterst irgendwo ein bombengeschäft.

und auch deinem gliebten bruder/oder schwester zuliebe würdest du das nicht tun.

aus reinem eigennutz würdest auch du nicht diesen schuldenberg übernehmen.

ne, ne ecki.

das klappt nicht.

aber es ging hier nicht ums geld, sondern um die ideologie.

ich kann dir hierzu nur ein kleinliches profanes beispiel geben.

letztes jahr hatte ich mein 25-jähriges dienstlubiläum. heißt 25 jahre den arsch für diesen oder jenen staat aufgerissen.

zu ost-zeiten wäre ich mit diesem dienstalter in rente gegangen. hätte noch so bis 65 irgendwo rumwerkeln können, ohne es wirklich nötig zu haben. klein, ärmlich, mininmal abgesichert, aber doch relativ zufrieden.

heute, in dieser beschissenen gesellschaft darf ich noch bis 67 abkeulen. ich bin heute schon ausgebrannt.

ich habe meinen teil für diese gesellschaften getan. mehr als manch säufer, der seit 15 jahren diesem staat auf der tasche liegt und alles zum nulltarif bekommt, für das ich heute noch meinen arsch hinhalte.

es stinkt in diesem staat und das mehr als meine windelladung.

aber um das in der tiefe zu erfassen, müßte manch einer wirklich erstmal in ruhe nachdenken, als sein blau/weiß-karriertes gedankenleben als das non plus ultra verkaufen zu wollen.

solcherlei disskusionen werden wohl erst enden, wenn zei oder drei generationen unter der erde liegen.

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Beitrag #18 von eckhard11 » 14 Okt 2006 13:13


Na also, Jürgen,

Du kannst ja auch viel sachlicher schreiben, hi, hi.....

Aber dennoch,
Dein Vergleich mit dem Kauf eines hochbelasteten Hauses - nur um einen Reibach zu machen - hinkt.
Ein Beispiel :
Schon in den 60-ger Jahren waren den ostdeutschen Städten z.B. Postleitzahlen zugeteilt worden.
Als 1962 durch den damaligen Postminister Stücklen die vierstellige Postleitzahl eingeführt wurde, hatten alle ostdeutschen Städte ( in dem westlichen Postleitzahlenprogramm ) bereits eine eigene Postleitzahl.
Damals wurde noch - selbst kurz vor dem Mauerbau - mit einer Wiedervereinigung gerechnet, auch wenn diese dem Adenauer am Arsch vorbeiging.
Dies zeigt doch eindeutig, dass hier nicht “Gewinndenken”, sondern - schon damals - das Zusammengehörigkeitsgefühl vorherrschte. Denn welchen “Gewinn” sollten sich die Altvorderen seinerzeit wohl ausrechnen ????
Daß die - damals ausgewiesenen - Postleitzahlen 28 Jahre später nicht verwirklicht werden konnten, hat ausschliesslich logistische Gründe.

Ich kann mich noch genauestens erinnern, wie ich völlig gebannt auf den Fernseher stierte, als während der Sendung “Heute” ( die damals noch um 19:30 Uhr begann ), plötzlich ein Laufband auftauchte mit dem Hinweis “Die Mauer ist geöffnet.”

Ich war drauf und dran, nach Berlin zu fahren in dieser Nacht.
Aber dann habe ich mir gedacht, ich würde zuviel verpassen und bin daher die ganze Nacht vor dem Fernseher sitzen geblieben, um mir bloss nichts entgehen zu lassen.
Ich habe mich unheimlich gefreut und mir sind die Tränen die Backe runtergelaufen.......

Ich kann mich genau erinnern, als kurz darauf unser aller, dicker Kanzler aus Oggersheim verkündet, die DDR ( damals im Sprachgebrauch bereits “neue Bundesländer”, ein furchtbares Wort ) würde mit 50 Milliarden wieder aufgebaut, als er von blühenden Landstrichen schwafelte und sich, vor lauter Begeisterung über sich selbst, die Tränen trocknen musste.
Als ihm dann Oskar Lafontaine vorhielt, dies wäre eine Milchmädchenrechnung und Kohl solle mal noch zwei Nullen dranhängen ( 5 Billionen, damals D-Mark ), wurde Lafontaine sogar von seinen eigenen Genossen ausgebuht und kurz darauf abgeschossen.

Nein, Jürgen, bereichern wollten sich die - vernünftigen und pragmatischen - Leute an der DDR sicherlich nicht.
Welche Sauereien dann im Nachhinein durch und über die Treuhandanstalt abgelaufen sind, steht auf einem anderen Blatt. Die Treuhand hat sich sicherlich verhalten wie ein Kriegsgewinnler......

Aber ihr habt euch auch in keiner Weise dagegen gewehrt.
Im Gegenteil, ihr ward doch froh, eure “Altlasten” ( anders kann man die völlig veralteten Betriebe doch gar nicht nennen ) endlich loszuwerden.

Ich war kurz nach der sogenannten Wende in Chemnitz, in Dresden, in Cossebaude, in Lauchhammer, in Nordhausen, in Thale/Harz, in Quedlinburg, in Schwerin, in Wismar, in Rostock, in Ostberlin und habe mir alles angesehen. Ich hatte mir richtig Zeit dafür genommen. Fast drei Monate bin ich eure Länder bereist.
Vor Entsetzen haben sich mir die Nackenhaare gesträubt.

Mit einem derartigen Verfall hatte ich selbst in meinen Albträumen nicht gerechnet.

Z.B. Quedlinburg, jetzt “Weltkulturerbe”.
War ich noch einmal vor vier Jahren.
Potemkinsches Dorf. Tolle Fassaden, aber wenn man ein Tor zu einem Hinterhof öffnet, fallen einem die Müllberge entgegen.

Noch schlimmer Boltenhagen.
Dort war ich 1992. Eine öffentliche Toilette, die wirklich unter aller Sau war. Ein bestialischer Gestank und alles schmierig und total verdreckt.
Aber “1,00 DM für einmal pinkeln” stand auf einem grossen Schild.
Ich habe dann an einen Baum gepinkelt. Und ganz sicher nicht wegen der Mark !!

Siehst Du, Jürgen, dies meine ich.
Es wurden von Deinen Landsleuten nicht die Ärmel hochgekrempelt und etwas geschaffen, es wurden einfach Schilder mit überhöhten Preisen aufgestellt.
Der Dreck blieb genauso, wie er war. Und dies drei Jahre nach dem Mauerfall und zwei Jahre nach der Wiedervereinigung !!

Dies ist die Enttäuschung, welche mich “Wessi” zu Vorurteilen gegenüber der “Ossis” anregt.
Das ungeheuer viele Geld, die Prachtbauten in den Städten, die neuausgebauten Verkehrswege, die tollen Einkaufscenter, dies alles ist euch nicht genug.
Wir sollen auch noch dafür Sorge tragen, dass ihr genügend Arbeitsplätze bekommt.
Darum habt ihr euch - verdammt noch einmal - aber selbst zu kümmern.
Der Boden dafür ist bereitet.

Ich habe 1992 auf Bitten eines befreundeten Managers aus Chemnitz dessen Sohn und 3 andere Mitarbeiter zu Aluminiumschlossern ausbilden wollen.
Ich hatte zugesagt, weil ich dachte, gelernte Schlosser und Dreher aus der ehemaligen DDR könnte sozusagen - aufgrund des dort herrschenden Mangels - mit einem gebogenen Nagel eine Maschine reparieren.
Die Leute haben - kostenlos - in leerstehenden Büroräumen meiner Firma gewohnt und den gleichen Lohn erhalten wie meine anderen Mitarbeiter.
Ich hatte mich gründlich geirrt !!
Nach zwei Monaten habe ich drei Leute wegen Faulheit und Unfähigkeit wieder zurückgeschickt.
Die standen immer nur rum und warteten darauf, dass man ihnen sagte, was zu machen sein.
Und dies machten sie dann garantiert auch noch falsch.
Nur der Sohn meines Bekannten hielt die Zeit durch und hat jetzt in Chemnitz eine gutgehende Alu-Bauschlosserei.

Glaube mir, Jürgen,
ich kenne das Land und dessen Einwohner.
Und genau deswegen bin ich ja so frustriert, wenn ich höre, was Deine Landsleute und Du so von sich geben.
An meinen Zahlen ist nicht zu deuteln, das weißt Du so gut wie ich.
Und Dein Beispiel, als Beamter mit 45 Jahren nicht in Rente gehen zu können und damit dem Staat nicht bis zum normalen Rentenalter zwanzig Jahre zusätzlich auf der Tasche zu liegen, zeigt doch eure Grundeinstellung.
Welche Rente hättest Du denn gern. Wieviel hast Du denn darin eingezahlt ?
Wie hoch wäre denn Deine Lebensversicherung, wenn sich die Allianz - dämlicherweise - nicht bereiterklärt hätte, die Lebensversicherungen eins zu eins zu übernehmen.
( Dies wird der Allianz eh´ noch bitter leid tun )
Aus Ostdeutschland ist doch bisher überhaupt nichts Gutes gekommen.
Eure evangelische Pastorentochter aus Meck-Pomm könnt ihr gern wiederhaben.

Wir haben 1,5 Billionen Euro für einen “grünen Pfeil” bezahlt.

Eckhard
Zuletzt geändert von eckhard11 am 08 Nov 2006 23:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag #19 von Matti » 14 Okt 2006 13:30


Papa

Das du deine Karriere als VOPO (Volkspolizist) begonnen hast, habe ich zwar immer angenommen, nun bestätigst du mir aber meine Vermutung.

Ich konnte mir nie vorstellen, dass du auch nur den Hauch einer Chance gehabt hättest nach westlichem Standart in den Polizeidienst zu treten. Als "Altlast" befindest du dich heute in einer priviligierten Situation.

Sollte dich deine schwere psyschiatrische Erkrankung doch irgenwann zur Dienstunfähigkeit führen bist du ganz prima abgesichert. Nagut, du kannst dich heute noch nicht einfach an den Früchten deiner immerhin 25-jährigen Berufskarriere laben, musst wie jeder Maurer, Bergarbeiter oder Krankenpfleger doch tatsächlich noch etwas für die Gemeinschaft leisten.

Ich bin mir aber ganz sicher, dass du aufgrund deines absolut verqueren Weltbildes schon bald in Rente geschickt wirst.

Es ist schon unglaublich das jemand so wenig Ahnung von geschichtlichen Entwicklungen besitzt, dass er Beispiele bringt bzw. Ideologien vorbringt die zu DDR Zeiten den FDJlern eingeimpft wurden.
Der böse kapitalistische Westen ist dein Feind und wir leben auf der Insel der Glückseeligen.

Gut das man dir schon vor Monaten deine Dienstwaffe entzogen hat, so jemanden wie dich kann man doch nicht auf die Menschheit loslassen.

Man stelle sich einmal vor, dass du bei einer Polizeikontrolle soviel Unsinn erzählen würdest wie hier im Forum und deine Meinung mit den Worten: "Das sehe ich nicht ein, hören Sie auf zu Stänkern, sie neureicher kapitalistisches Turkmenenopa". Bäng! zum Ausdruck bringen würdest.

Zum Thema Konsumdenken hatten wir ja schon einmal eine Diskusion, wenn auch an anderer Stelle. Ich erinnere nur einmal an das traurige Spiel um die Aldi-Sapnnbetttücher, welche dir noch nicht einmal von Wessis, sondern von noch östlicheren Nachbarn weggeschnappt wurden.

Die Farbe grün steht eigentlich für Hoffnung, bei dir habe ich diese allerdings aufgegeben.

Matti
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Beitrag #20 von papa0861 » 14 Okt 2006 15:29


eckhard11 hat geschrieben:Und Dein Beispiel, als Beamter mit 45 Jahren nicht in Rente gehen zu können und damit dem Staat nicht bis zum normalen Rentenalter zwanzig Jahre zusätzlich auf der Tasche zu liegen, zeigt doch eure Grundeinstellung.



hallo ecki,

hier hast du was falsch verstanden. aber woher sollst du das auch besser wissen.
in der ddr war das so:

nach 25 jahren schutzpolizeidienst hattest du deine sogenannte "s-rente" erreicht. das hieß, daß nach 25 jahren schutzpolizeidienst (galt übrigens nur für die wachtmeister im operativen dienst) in der regel schluß war mit streifendienst. es gab dann drei möglichkeiten.
ersten konntest du aus dem polizeidienst ausscheiden und hast diese sogenannte "s-rente" bezogen. das war nicht allzuviel, reichte aber fürs leben. dann hattest du die möglichkeit,weiter im polizeidienst zu bleiben, allerdings nicht mehr im operativen dienst. hieß dann wachschutz oder ähnliches. da wurde deine "s-rente" sozusagen auf eis gelegt und erst auf die normale altersrente aufgeschlagen.
die dritte möglichkeit, und die auch am meisten praktizierte war aus dem polizeidienst auszuscheiden und in einen neuen oder halt deinen alten beruf zu wechseln. da wurde dann die "s-rente" zusätzlich zu deinem dann normalen verdienst ausgezahlt.
wie gesagt, die dritte variante war die meist praktizierte.

ich hoffe, es ist jetzt verständlicher für dich. auch ich hätte dann die dritte variante gewählt.

achso eins hatte ich dabei vergessen. die altersangabe von 45 jahren kommt nicht hin. auch hier unterliegst du einem trugschluß. das klappe allerhöchstens, wenn man das glück hatte, seinen wehrdienst bei der bereitschaftspolizei zu absolvieren. in den polizeidienst konnte man nur nach abschluß der berufsausbildung und absolvierung des wehrdienstes eintreten. das gelang kaum einem, da man in der regel erst so um die 19/20 einberufen wurde. aber auch das waren die wenigsten. also grob gerechnet konnte man die 25 dienstjahre (zu denen zählte allerdings die einjährige praktikantenzeit nicht) erst mit ca. 50-55 jahren erreichen. also etwa das alter mit dem man bis vor ein paar jahren hier in die frühpension gehen konnte. also kaum ein unterschied bis vor ein paar jahren. ich hatte tatsächlich das glück zu meinem 18. geburtstag einberufen zu werden. war die fast absolute ausnahme.


auf das gequarke von matti gehe ich erst garnicht ein, ist mir zu armseelig. er hätte ja auch beamter weren können. wollte er aber sicher nicht, weil es vielleicht zu einengend und anstrengend ist. da greift man lieber zu einem grünen stift.


jürgen
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