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Beitrag #41 von papa0861 » 01 Dez 2006 15:23


hallo andreas,

ich glaube du hast nicht ganz recht. in dem beitrag, den ich angesprochen hatte ging es um die anzahl der dauerhaften auswanderer.

aber im endeffekt ist es ja egal.

natürlich ist es heute für viele besser, wenn man in jungen jahren mal ein zwei jährchen im ausland jobbt und auch dort richtig lebt.

früher ging das auch. verbunden mit vielen problemen repressalien und nur einer hinfahrtkarte, denn eine rückkehr gab es dann nicht mehr.

lg
jürgen
:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
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Beitrag #42 von mehlbox2001 » 06 Dez 2006 05:44


Moin Jürgen,

nun ja ... es gibt so etwas wie "dauerhafte Auswanderer" schon lang nicht mehr nicht mehr ... In Westdeutschland und Westberlin wurde dieser Status in den frühen 50er Jahren abgeschafft (neues Staatsangehörigkeitsgesetz), in der DDR im Frühjahr 1990 ... Vorher gab's jeweils noch das Prozedere mit Pass abgeben und Staatenloser werden ...

Ich bin bei meiner auf ein Jahr begrenzten "Auswanderung" nach Frankreich (1986/87) darauf hingewiesen worden,dass ich mich nicht in Westberlin abmelden muss (hab ich auch nicht getan wegen der Krankenversicherung als Student bei Deutschlandbesuchen), und das deutsche Konsulat in Lille hat nur nett angefragt, dass ich mich in ihre Liste von "Residenten" eintrage, damit sie mir Infos über das Goethe-Institut, deutsche Gottesdienste, gesellige Abende, Bäckereien mit Schwarzbrot in Paris (!) und so weiter zuschicken können. Das sei natürlich in Frankreich nicht sooo wichtig wie in Unruhegebieten, wo man deutsche Staatsbürger aus Sicherheitsgründen gern registriert, um sie im Notfall rasch ausfliegen zu können ...

Übrigens: Ich war bloß ein Mal in einer "deutschen" Bäckerei in Paris Einkaufen -- aber alle Besucher hatten BROT mit zu bringen. Meine Mutter ist mal mit drei Pfund Brot angereist, die leckersten Sorten mit allem möglichen Tüdelkram drin, von Sonnenblumenbrot bis Schwarzbrot mit Walnüssen. Denn irgendwann hängen einem die leckeren Meterbrote und Croissants doch zum Halse raus ;-)

Nee, "dauerhafte Auswanderer" werden nicht registriert, aber jeder sollte wissen, worauf er oder sie sich einlässt, wenn es länger in die Ferne geht ... Denn wer hat nicht schon mal nach nur zwei Wochen Urlaub von deutschem Schwarzbrot mit Eiersalat geträumt ;-)

Andreas

PS: Zur Erheiterung in Erinnerung ... Damals in Lille angekommen, erklärten mir die französischen Bahnbeamten, ich könne meine Koffer nur bekommen, wenn der Zoll da ist -- Alltags von 8 bis 10 ... Meine drei aufgegebenen Koffer (Klamotten, Scheibmaschine, Bücher usw.) kämen schließlich aus dem Bereich der Deutschen Reichsbahn (für Jüngere: Durch die Situation mit Westberlin konnte die DDR nichts weiter tun als den blöden Namen bis 1990 beibehalten) ... Und so musste ich als braver EU-Bürger (oder etwa doch nicht?) mein Gepäck so vorführen, als ob ich aus einem sozialischen Land komme ...
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