Neues Forum für Hobbys

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Beitrag #41 von Gulliam » 21 Feb 2006 21:16


Ich habe viele Hobby´s eins davon ist Caravanning. Habe dadurch viele Freunde im In und Ausland, vorwiegend in Ungarn gefunden. Bis vor 5 Jahren sind wir in Ungarn eine Gruppe von 30 Paaren gewesen, doch leider kommen die meisten heute nicht mehr aus unterschiedlichen Gründen, den meisten ist es zu teuer geworden. Habe meinen Freund aus NL gefragt, warum kommst du nicht mehr, er meint zu teuer. Und wo ist es billiger, wo fährst du hin.
Nach Frankreich, meint er.
Das ist doch teurer.
Ja aber da habe ich nur 400 KM, nach Ungarn 1500 KM.
Trotzdem, ich fahre immer noch hin, habe auch Ungarn, die dort wohnen, als Freunde.
Ich brauchte heute nicht mehr mit den Wohnwagen zu fahren, aber ich will unabhängig bleiben.

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Beitrag #42 von Gulliam » 22 Feb 2006 11:18


Wie ist das doch oft, wenn man nicht gut drauf ist, und man denkt, jetzt
legst du dich für eine Stunde hin, dann kommt so ein Krawallmacher, und es ist mit der Ruhe vorbei. Muß der denn unbedingt in der Mittagszeit seinen Rasen mähen? Mal sehen wo der steckt. Doch was ist das? da fliegt doch einer mit
einen Segel und einen Rasenmähermotor durch die Luft, direkt über unseren Campingplatz. Mal sofort zu meinen Freund gehen. Lothar, hast du schon mal so ein Ding gesehen. Na klar sagt der, das ist ein Motordrachen, da kann man mitfliegen, mein Schwager ist schon damit geflogen, die starten vom Automozi [Autokino]
Du, das gehen wir uns aber mal ansehen. Wir also ins Auto rein, und ab zum Autokino. Nach den Preis gefragt, kostete so was um die 50DM eine halbe
Stunde, der flog dann bis über Tihany. Mein Frau gefragt, ob sie mitfliegt, die, noch nie ist sie auf ein Karussell gefahren, und jetzt mit so ein Drachen, nein
nicht für 1000DM. Doch wie das so ist, 3 vom Campingplatz waren schon
geflogen, und alle runtergekommen, noch ein bisschen Charme von mir
dabei, nach 2 Stunden gab sie ihre Einwilligung, ohne 1000 DM versteht sich.
Was soll ich sagen, ich flog zuerst, und es war traumhaft schön. Ich war schon
mit so ziemlich allen geflogen, aber das übertraf fast alles. Man saß so wie in einen Campingstuhl, und die Natur zog so unter einen hinweg. Man sah Dinge,
die man sonst nicht sieht, so z.B. das auf Tihany noch ein grosser See ist.
Als ich dann auf der Rückfahrt über den Campingplatz kam, und auf meinen Wohnwagen zeigte, drehte der Pilot 3 Runden dort. Später zurück, sagte
mein österreichicher Freund, Die mit den Dingern sind beklopft, jetzt drehen
die schon Runden hier.
Und ganz stolz war ich darauf, das meine Frau auch geflogen war, denn die
vor Angst noch nicht mal mit einen Karussell fuhr, hatte ihre Angst
überwunden.


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Beitrag #43 von Gulliam » 23 Feb 2006 14:20


War schon das Drachenfliegen eine schöne Sache, so gibt es eine noch viel schönere, und zwar das Heissluftballonfahren.
Wir sind also nach Siofok-Kiliti gefahren auf den Flugplatz, und haben uns dort angemeldet. Man sollte ganz früh dorthin fahren, oder abends, weil nur dann gefahren wird, der Temperaturunterschied soll groß sein. Noch etwas. Man sollte sich am Anfang vom Urlaub darum kümmern, den es kann sein, das man ein paar Mal hin muss, denn wenn Gewitter in der Luft liegt, darf er nicht fahren, oder bei starken Wind, und bei Regen will auch keiner fahren. Wir sind beim 3. Termin gefahren. Der Preis war direkt ein Sonderangebot, war noch in DM Zeit kostete 120 DM. Zum Vergleich, in Aachen zu der Zeit 450 DM.
Der Kapitän, Várgá Joszef ist zwar ein kleiner Mann, so ca. 170 cm, aber so ein direkter Frauentyp. Blitzende Augen, und der Schalk stand ihm so richtig im Gesicht geschrieben. Vor allen Leuten schnappte er sich seine sehr junge Dolmetscherin, und tat so, als wollte er sie in den Hintern beißen. Er war bekleidet mit einen Tarnanzug, und man hätte ihn in einen Kriegfilm stecken können, da hätte er gut reingepasst. Also immer schön auf eure Frauen aufpassen.
Ich berichte jetzt von meiner 2. Fahrt, denn das war die schönere. Anwesend war also meine Frau, mein Sohn und dessen Freundin sowie ich. Der Ballon wird vom Anhänger genommen, ausgerollt. Dann nimmt er einen Ventilator mit Benzinmotor, 2 Leute halten die Öffnung auf und mit dem Ventilator wird da rein geblasen. Der Korb wird vor dem Ballon gelegt, und der Kapitän schließt eine Gasflasche an den Brenner an. Dann wird gezündet, und die Luft wird erwärmt. Nach kurzer Zeit hebt sich der Ballon, und stellt auch den Korb auf. Jetzt heißt es einsteigen. Der Ballon wird noch geheizt, bis er fast schwebt, dann wird der Schlauch von der Gasflasche getrennt, und an den inneren 4 Gasflaschen angeschlossen. Ganz langsam fängt der Ballon an zu schweben, und steigt dann immer schneller. Bis auf 1100 m sind wir gestiegen. Man schwebt über die Landschaft, man sieht viel Wild, und wie viel Wald dort steht, das habe ich vorher nie mitbekommen. Man hat eine wunderbare Rundsicht, auf der einen Seite der Balaton mit Tihany und Kirche, auf der anderen Seite bunte Felder, Wiesen Wald und Dörfer. Wenn man über Dörfer fliegt, und der Kapitän zündet das macht ja Geräusch, (Mütze mitnehmen, sehr heiß) dann bellen in dem Dorf alle Hunde. Die Fahrt war sehr schön aber was wäre das Leben ohne Probleme, es kam Wind auf. Der Kapitän setzte zur Landung an.
Seine Stimme war beruhigend. Vorsicht Landung, Vorsicht festhalten, Landung, Kamera festhalten .
Der Ballon setzte auf es ruckte sehr stark, und wie in Zeitlupe fiel nach ein paar Mal aufsetzen der Korb um. Wir lagen also alle 5 im Korb, meine Frau unten, und der Ballon zog uns so 200m über den Boden. Da war Gras gemäht, und in so große Rollen gepackt, davon haben wir 3 von auf Seite geschoben. Aber alles war gut gegangen, meine Frau hatte nur den Verbandskasten zertrümmert.
Dann geht es weiter, der Ballon wird zusammengelegt, wobei alle mithelfen sollen. Dann in so einen Sack gelegt, ist so ca. ein Kubikmeter groß. Die das erste mal geflogen sind, müssen sich über den Ballon legen, und die schon einen Ballonfahrernamen haben, dürfen dann so richtig hinten drauf hauen.
Dann kommt der Ballon auf den Anhänger, der Zugfahrzeug ist so ein russischer Bus mit Allrad, und dann geht es zum Haus vom Kapitän. Man bekommt Frühstück und dann kommt die Taufe. Man muss niederknieen, der Kapitän liest vor von den Gebrüder Montgolfiers, man bekommt Erde aufs Haupt gelegt, mit einen Feuerzeug ein paar Haare abgesengt, und natürlich Sekt aufs Haupt geschüttet. Dann bekommt man eine Urkunde ausgehändigt, mit seinen Ballonfahrername drauf, meiner ist Kiliti-Buszaföld- Essy.
Mein Sohn hat so einen richtigen Zungenbrecher bekommen, heißt auf deutsch in etwa, zwischen grossen Traktoren gelandet.
Mein Sohn hat noch einen Zusatz, bei großen Wind gelandet.
Den Namen sollte man gut behalten, wenn man in irgend einen Land, egal wo, noch mal Ballon fahren will, dann wird man gefragt, ist das ihr Erstflug, sagt man nein, kommt die Frage, wie ist denn ihr Name, weiß man den nicht, darf man sofort eine Runde Sekt ausgeben, das Getränk der Ballonfahrer.

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Bilder veröffentlichen´´??

Beitrag #44 von klaro (+16.05.2008) » 23 Feb 2006 23:33


hallo Guilmann

ich finds nicht so toll, einfach Fotos vo privat von anedren personen zu feröffnltlichen.

ich weiss nicht wie da andere denken. aber irgenwo fängt die Privatsphäre an und hat auch seine Grenzen.

Wenns andere tollereieren, ok. war nun meine Meinung.

kannst darüber berichten, erzählen etc.. aber obs so private Bilder über ander richtig sind???

überleg dir das mal. ob du denn das gern hättest. klaro
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Beitrag #45 von Gulliam » 24 Feb 2006 10:00


Hallo Klaro, hier sind keine Fotos von anderen Leuten, sind alles meine Fotos. Auf den oberen Bild die Frau mit der Gitarre ist meine Freundin, links daneben, der da hockt, bin ich, rundherum sind Freunde, die Frau auf den Drachen ist meine Frau, und das junge Paar bei der Ballonfahrertaufe ist mein Sohn mit seiner Lebensgefährtin.
Als alter Forumsuser weis ich schon was Copyright ist, und bedeutet, deshalb setze ich auch nur eigene Bilder ein.
Sollte man aber auch aus meinen Beiträgen lesen können.

Um dich zu beruhigen, der da im Flugzeug sitzt, und dem die Angst im Gesicht geschriebenist, das bin ich.Ich habe diese Geschichten in einen Campingforum geschrieben, und habe sie hierher kopiert. Habe gedacht, das ich Menschen, die wie ich ja nun am eigenen Leib erfahre, etwas ablenken kann, oder vielleicht eine kleine Freude bereiten, aber wenn es nicht gewollt ist, habe ich auch kein Problem damit alles wieder zu löschen.



Ach da gibt es noch was schönes, heißt Tandemfliegen.
Also, auch hier geht es nicht ohne Termin. Wir sind also Freitags zum Flugplatz Siofok-Kiliti gefahren, und haben uns über den Tandemsprung informiert. Mein Sohn, seine Freundin mein Neffe und ich haben uns für einen Sprung angemeldet. Meine Frau habe ich es freigestellt, aber sie wollte nicht. Es waren Jungs aus Cottbus, die hatten eine 35 Personenmaschine Iljuschin. Die haben uns dann auch noch gesagt, sie hätten eine Helmkamera, und könnten uns ein Video vom Flug machen. Damit waren wir natürlich einverstanden. Aus rechtlichen Gründen flogen die Jungs aber für einen Ungar, mit dem wir auch einen Vertrag hatten.
Am Montag sollte es dann losgehen. Von den Tag an habe ich nicht mehr ruhig geschlafen. Ich der sehr wenig träumt, hatte immer Träume von Kirchen, die man von oben sah, so klein wie Streichholzdosen. Als Kind, wenn irgendwo ein Gerüst stand, dann kletterte ich hoch setzte mich in der Dachrinne, und lies die Beine runterbaumeln. Ich hatte dann so ein komisches Kribbeln im Bauch, und dieses Gefühl hatten ich im Traum auch.
Als wir Montags nach Kiliti kamen, war die Maschine weg. Oh, war das toll. Der Ungar bot uns eine andere Maschine an, doch versuchte ich, immer einen Nachteil zu finden, damit wir nicht hoch mussten. Ich führte an, wir hätten ein Video bekommen, was jetzt nicht der Fall wäre. Der Ungar sagte, wir hätten doch 2 Kameras, wir könnten doch einen von uns mit hochschicken, der könnte von oben aufnehmen, der andere von unten. Der Mensch war so zuvorkommend, jeden Nachteil hat er entkräftet.
Na ja, es blieb mir also nichts anderes über. Mein Neffe und ich war also das erste Paar, das springen soll. Da war ein altes Flugzeug, die Sitze und eine Seitentür waren ausgebaut, sodass hinten 2 Tandemspringer sitzen konnten. Nach einer kurzen Einleitung wie wir uns verhalten sollten, ging es also los. Man merkte, das das Flugzeug Schwierigkeiten hatte, hoch zu kommen. Der Flugzeugführer kurvte auch immer zur offenen Tür hin, was wieder das kribbeln verursachte.
Dann plötzlich sagte jemand noch 100m. Von da an habe ich mir nur noch Vorwürfe gemacht, was bin ich doch bekloppt, habe ich das nötig, werde jetzt 60 Jahre muss ich mir das noch beweisen? Wenn zu diesen Zeitpunkt Jemand gesagt hätte, sollen wir mit den Flugzeug landen ohne zu springen, dann hätte ich gesagt, ja mach das. Das hat aber keiner gesagt, statt dessen hieß es jetzt, raus. Die Bilder, die ich schon im Traum gesehen hatte, waren Wirklichkeit geworden. Kiliti lag so klein da. Also dann eben los. Wir schwenkten zur Seite der Springer schob uns immer weiter raus, und plötzlich waren wir unterwegs. Es verschlug mir fast den Atem. Nach ein paar Sek. Lagen wir stabil in der Luft und rasten auf die Erde zu. Mein Gott war das ein herrliches Gefühl. Ich bin heute noch nicht in der Lage, das zu beschreiben. Man sah auch schon Einzelheiten, da war also der Wohnwagen, wo meine Leute waren und warteten. Ich habe überhaupt kein Zeitgefühl mehr, wie lange wir im freien Fall waren war es eine halbe Minute oder mehr?. Die schönen Zeiten gehen immer schneller vorbei. In diesen herrlichen Gefühl knallt es plötzlich fürchterlich, als wenn einer neben meinen Ohr eine Pistole abgeschossen hätte. Der Fallschirm hat sich geöffnet. Die Gurte reißen furchtbar an den Beinen, man hat das Gefühl, man wird hoch gerissen. Und dann kommt die Phase, man schwebt ganz leicht zum Boden. Beim aufsetzen ruft einer Hoppla und alle klatschen, man ist froh, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben.
Es war wunderschön, aber würde ich es noch mal machen? ich glaube nicht, noch mal soviel Angst ausstehen? Einmal im Leben reicht mir.
Am meisten Angst hatte ich, das ich oben meine Angst nicht überwinden hätte können, und hätte gesagt, ich springe nicht, diese Option hatte ich ja, Aber so ist alles gut gegangen.
Es war wunderschön, aber würde ich es noch mal machen? ich glaube nicht, noch mal soviel Angst ausstehen? Einmal im Leben reicht mir.
Am meisten Angst hatte ich, das ich oben meine Angst nicht überwinden hätte können, und hätte gesagt, ich springe nicht, diese Option hatte ich ja, Aber so ist alles gut gegangen.
Wenn man sich das Bild ansieht, so habe ich noch nicht ausgesehen, als ich krank war. Man sieht die Angst, die ich dort hatte.


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Beitrag #46 von Gulliam » 26 Feb 2006 15:13


Der Trabbifahrer.
Mein Sohn wollte sich sein Auto in Ungarn neu spritzen lassen. Wir wollten uns dafür ein Auto bei einer Leasingfirma ausleihen. Da sagt meine Freundin Ildiko, du kannst doch meinen Trabbi haben, ist kein Problem. OK ich habe den Trabbi genommen. Eine ganze Woche hatten wir das Fahrzeug. Und immer wenn wir irgendwo hin mussten, haben wir uns den Trabbi genommen. Wenn ich das Auto parkte, gab es freundliche Ungarn, die dann sagten Hello Lampa. Immer wieder vergas ich, das Licht aus zu machen. Das Tit Tit Tit was mein Auto machte fehlte mir.
Nun war das auch nicht so das große Problem, das Auto schob sich ja sehr gut an, und wenn ich dann im Auto saß, und meine Frau schob, dann gab es immer eine ungarische Hand, die mitschob.
Aber schlimm waren die mitleidige Blicke der Touristen alles Couleur. Bisher habe ich das überhaupt nicht so mit bekommen, man merkt das wirklich erst dann, wenn man selbst betroffen ist. Na ja, mein rheinischer Humor verträgt einiges.
Ich weiß heute noch die Nummer CTS ***, die vergesse ich nicht weil CTS mal für Conti Tyre System stand.
Wenn an der Ampel ein großer Wagen stand, dann fuhr ich so schnell an wie es ging, oft habe ich gewonnen. Hinterher habe ich oft gedacht, warum machst du das, das tust du doch sonst nicht.
Aber dann kam ein Erlebnis, was ich nie vergessen werde. Ich fuhr nach Siofok raus, und am ende musste ich dann auf die Hauptstrasse. Glaubt ihr da hätte mich einer reingelassen? es war viel Verkehr dort, und die fuhren mir einfach immer die Kreuzung zu. Da sagt meine Frau, da kommen 2 Aachener. Ich die Hand raus, den kleinen Finger abgespreizt, und schon hupten sie winkten ich sollte reinfahren. Und freundliches Winken begleitete mein reinfahren.. Ich denke mal, in Aachen haben die erzählt, da war ein Ungar, der kannte unseren Gruß.
Dazu muß ich erklären, der Aachener Gruß ist das Abspreizen des kleinen Fingers der ausgestreckten Hand. Das ist noch aus der Zeit, wo es in Aachen sehr viele Nadelfabriken gab, die Frauen sortierten die Nadeln mit den abgespreizten Finger.
Wir haben in Aachen davon ein Denkmal. Versucht es mal, wenn ihr ein Auto seht mit AC spreizt den Finger, kommt keine Antwort, ist es ein Zugereister.
Ach für Nichtaachener. Der kleine Finger heißt bei uns
Klenkes
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Beitrag #47 von Gulliam » 28 Feb 2006 17:18


Der Seifenkönig.
Wir waren wir in Zamardi auf Auto´s 1 in Urlaub. Unsere Österreichichen Freunde aus Axams in Tirol waren auch dort. Es war sehr warm an den Tag, und meine Freundin stand mit meiner Frau zusammen und plauderte. Sie hatte gerade die Kartoffel gewaschen und stand jetzt mit ihren Kessel Kartoffel und Wasser dort. So im vorbeigehen habe ich mit einen Finger vorne unter den Kessel gehoben, der Kessel drehte, und meine Freundin schüttete sich das Wasser und die Kartoffel über ihren Bauch, der nur mit einen Badeanzug geschützt war. Oh was hat sie gefeixt.
Ich konnte mir schon denken, das sie das nicht ungerächt hinnahm aber ich nahm mir vor, aufzupassen, und ihr keine Chance einzuräumen. Doch wie das so ist, der Wille ist stark, und das Fleisch oft schwach. Ich hatte mich also zu einen Nachmittagsschlaf hingelegt und mir vorgenommen, nur nicht einschlafen. Ich wollte sie erwischen, wenn sie was vorhatte. Doch dann ist es doch passiert. Ich träumte, eine Hand strich über meinen Bauch, was nicht unangenehm war. Darüber wurde ich wach, und die Gerda rieb mir den Bauch mit so einem blauen Zeug ein. Im ersten Moment habe ich gedacht, das ist Tinte, ich also auf, was ist das denn für eine Schweinerei, mit einer Hand das Zeug abgestreift, hinter ihr her, und ihr damit den Rücken eingerieben.
Zum Glück war es keine Tinte, sondern so Zeugs zum Duschen. Anstatt uns jetzt in die Dusche zu stellen, haben wir uns an den Brunnen, wo man Wasser holt, unter den Hahn gelegt, und die Seife abgewaschen.
Rundherum war ein Gelächter von den anderen Gästen, und Gerda sagte, mei, was sind wir blöd, warum gehen wir nicht zur Dusche.
So ist das auf einen Campingplatz, Langeweile kommt da nicht auf.
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Beitrag #48 von Gulliam » 28 Feb 2006 18:24


Der Fahrraddieb.
Die Seifenschlacht war ja nun Unentschieden ausgegangen. Das heißt aber, auf mich sollte noch etwas zukommen, so wie ich die Gerda kannte. Und das passiert also immer dort, wo man es nicht erwartet. Ich habe einen tiefen Schlaf, gutes Gewissen ist ein schönes Ruhekissen, da weckt mich meine Frau, und sagt, das ist ein Krach hier, schaut aus dem Fenster, und sagt, uns haben sie Tisch und Stühle geklaut. Ich also raus, meine liebe Freundin hatte die Sachen vor der Zelttüre so aufgebaut, das ich nicht mehr raus kam. Also an der anderen Seite habe ich noch eine Türe, da zuerst mal den Kocher wegräumen, damit ich raus kam, um aufzuräumen. Ich hörte meine allerliebste Freundin im Zelt kichern. Na ja, kommt Zeit kommt Rat, und irgendwas würde mir schon einfallen, den schwarzen Peter wieder zurück zu geben.
Mein Sohn ging also am nächsten Abend mit der Gruppe zur Disco, und ich habe ihm gesagt, wenn ihr zurück kommt, dann hängt ihr Gerda´s Fahrrad im Baum. Der Tamás hatte eine Leiter da stehen, die könnte ihr holen, und ich lege das Abschleppseil im Vorzelt.
Trotz mein gutes Gewissen habe ich sie Nachts gehört, wie sie lachten. Ich also den Wecker gestellt, und morgens früh raus. Mit der Videokamera habe ich mich auf die Lauer gelegt. Meine Freundin kam also raus, hat was gekramt, und dann gleich nach ihren Fahrrad geschaut. Der Verdacht fiel sofort auf mich, den sie ging sofort um meinen Wohnwagen und suchte ihr Fahrrad. Dann ging zum Zelt und schrieb einen Zettel,
Willi rück das Radl raus, sonst mache ich dir den Garaus.
Auf den Weg zur Toilette kommt ihr eine Nachbarin entgegen, und sagt, Du Gerda, wieso hängt dein Radl dort im Baum?.
Dann in der Früh kam sie zu mir und sagte, du Willi, das war traumhaft, was du gemacht hast, können wir das Radl nicht noch bis morgen hängen lassen?
Ich ahnte, das da noch was kam, so wie ich Gerda kannte, war das noch nicht ausgestanden.
Ich sollte mich auch nicht geirrt haben.

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Beitrag #49 von Gulliam » 02 Mär 2006 09:06


Der Rotwein.
Mein Sohn wollte am Balaton telefonieren. In 1987 war das n Ungarn jarnicht so einfach. Cor den Telefonzellen standen Schlangen, und Handys gab es noch keine. Eine gute Möglichkeit war eben, in den Hotels zu telefonieren. Mein Sohn ging also zum Hotel. Nach einiger Zeit kam er zurück, und sagte, das ist die Judit. Es stellte sich dann raus, sie studierte und wollte Lehrerin werden. Sie hatte auch Urlaub, und hat dann in dem Hotel nebenbei gearbeitet, was also damals so üblich war. Hin und wieder kam sie eben mit auf den Campingplatz, und abends gingen die jungen Leute in der Gruppe zur Disco.
Es entwickelte sich also eine schöne Urlaubsfreundschaft.
Das heißt, die Judit lud uns nach Kaposvar zu ihren Eltern ein. Der Vater ist im Nebenberuf Imker, und macht denn auch so nebenbei noch Wein im Garten. Er hat einen sehr großen Garten, mit einen Steinhaus, und Weinkeller.
Also mussten wir mit in den Weinkeller. Vorher wurde ausgelost wer zurück fahren muss. Mein Sohn hatte das kurze Streichholz gezogen. Im Keller wurde Rotwein gereicht, einen blauen Portogießer.
Diese Urlaubsfreundschaft ist bis heute noch erhalten. Das es letztendlich nur bei Freundschaft blieb, war ganz einfach, die Judit wollte nicht nach Deutschland, da sie noch im Studium war, und mein Sohn sah in Ungarn keine Möglichkeit, sein Geld zu verdienen.
Wir sind heute immer noch befreundet, die Judit ist verheiratet, wohnt jetzt in einen anderen Ort, wo sie als Deutschlehrerin arbeitet. Sie ist verheiratet, und hat eine kleine Tochter.


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Beitrag #50 von Gulliam » 07 Mär 2006 16:03


Ach, etwas hatte ich bei den Hobby´s vergessen, ich schreibe auch noch gerne so kleine im Urlaub erlebte Geschichten, um eben die Menschen zu erfreuen. Alles was ich hier geschrieben habe, sind wirklich erlebte Geschichten mit eigenen Bildern, die ich im Ungarnforum geschrieben habe und hierher kopiert.

Der Budapester Zoo
Im vorigen Frühjahr war in der Budapester Zeitung ein Preisausschreiben. Zuerst wollte ich nicht teilnehmen, da ich noch nie etwas gewonnen habe. Na ja, was soll es, man muss ja nichts einzahlen, probier es mal. Als dann die Gewinnliste veröffentlich wurde, habe ich mit Freude festgestellt, das ich eine Familienkarte für den Budapester Zoo gewonnen hatte. Als ich die Gewinnerliste durchging war auch noch ein Herr Pencz eingetragen.
Aha, noch jemand aus den Forum. Sofort habe ich dem PAnton gratuliert über Intra, aber er schrieb mir dann es war ein anderer Pencz, er war es nicht. Gewinne sollte man einlösen, und so sind wir dann im Jahre 2002 nach Budapest gefahren.
Wie immer haben wir unser Auto am Südbahnhof auf der Allee abgestellt, nah am Bordstein fahren, die Räder stark einschlagen, Lenkrad einrasten, Stecker von dem Dieselabschaltventil ziehen, soviel Zeit muss sein. Dann mit der U-Bahn weiterfahren.
In den 80er Jahren war ich schon mal im Veszpremer Zoo, und war damals entsetzt über die Tierhaltung, und so ging ich dann mit meiner Frau und einen komischen Gefühl im Bp.Zoo rein.
Was mir sofort gefallen ist, war die Gartenanlage. Es gibt ein Teil, der ist wie ein japanischer Garten angelegt, dort gibt es Bonsaibäume, und natürlich auch mannshohe Bäume, die so geschnitten sind, wie man es nicht kennt.
Ich bin schon in vielen Zoos gewesen, und jeder Zoo hat immer etwas, was im aus der Reihe der Zoo heraushebt. In den 80er Jahren im Veszpremer Zoo war ich zwar von der Tierhaltung entsetzt. Aber auch die hatten etwas, was sie hervorhob, das waren damals Dingos.
Der Bp Zoo hatte etwas, was ich bis dato noch nie gesehen hatte, ein Schmetterlinghaus. Man ging durch eine Schleuse rein, und innen flatterten hunderte Schmetterlinge, in allen Größen und Farben, es war einfach traumhaft schön. Ich kenne nichts von Schmetterlingen aber das macht nichts man kann sich an den Farben und Formen erfreuen.
Dann gibt es ein grosses Aquarium, mit Fischen drin, die man nicht kennt. Zum Beispiel, Störe, die habe ich zwar schon mal auf einen Bild gesehen, aber noch nie in echt.
Ein Terrarium, mit Schlangen, Vogelspinnen, und Waranen von klein bis gross, natürlich sind die meisten Tiere nicht so attraktiv, Schlangen bewegen sich fast nicht, man könnte auch ein Plastikschlange reinlegen, würde nicht auffallen. Auch die Warane bewegen sich kaum. 6-8 cm lange Heuschrecken die bewegen sich, sie sind das Futter für die Kleinwarane.
Natürlich gut besucht ist immer der Affenfelsen, da kann man sich nur schlecht von wegreissen. Es gibt immer was zu sehen, und sie sind uns Menschen so ähnlich.
Etwas weiter kommt ein Tropenhaus. Dort gab es auch sehr viele exotische Tiere vom Alligator bis zur Eidechse, man hatte Schwierigkeiten, die Tiere zu finden, da die sich verstecken. So nebenbei habe ich dann aber auch festgestellt, das ich nicht tropentauglich bin.
Dann kamen Tiere, die man eigentlich überall sieht, aber dann kam etwas, was eben auch nicht alltäglich ist, das ist das Elefantenhaus. Es war im Stil einer Moschee gebaut, mit Kuppeldach, und es gibt sogar ein Minarett. Alles ist in Blau gehalten, und sieht sehr gut aus. Ich war schon so richtig platt, aber meine Frau ist hochgestiegen. Als sie dann runterkam, hat sie gesagt, da musst du rauf, man hat eine wunderschöne Aussicht über Bp. und kann direkt ins Szechenybad reinschauen. Ich also hoch, immer im Kreis, meine Frau noch mal mit. Wer hat eigentlich den Unsinn aufgebracht, Frauen sind das schwache Geschlecht? Es ist wirklich lohnenswert.
Ich meine es war ein schöner Gewinn, aber es lohnt sich auch, rein zu gehen, wenn man bezahlen muss.

Vom Minarett des Elefantenhauses hat man einen schönen Ausblick auf das Szechenybad

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