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Beitrag #51 von Gulliam » 12 Mär 2006 15:10


Wieso bin ich überhaupt Ungarnfan geworden? Das lag doch damals im Ostblock. Warum tut man sich das an. Die Geschichte lest ihr hier.

Mein erster Ungarnurlaub.
Warum sollte ich denn nun in Gottes Namen nach Ungarn fahren? Hatte ich nicht ganz Westeuropa zur Verfügung? Italien, Frankreich Spanien, war doch so schön, da war ich immer mit dem Wetter zufrieden, oder einfach nur Bayern, ein wenig Bergwandern, oder das freundliche Österreich, warum also Ungarn? Es gibt nur eine Erklärung, es wurde ganz einfach zum Treffpunkt zwischen uns und die Schwester meiner Frau. Alles hatte eigentlich damit angefangen, dass meine Schwiegermutter aus der DDR bei uns zu Besuch kam, da sie Rentnerin war. Sie fing dann irgendwie an zu nerven, wir sollten noch mal zur DDR kommen, weil ja nun die Schwester nicht kommen dürfte. Ich hatte aber der Schwester schon öfters angeboten, uns in Ungarn zu treffen, da ich das von Campingfreunden wusste. Gut, meine Schwiegermutter fuhr zurück, und es dauerte nicht lange da kam die Zustimmung wir treffen uns. Termin war ausgemacht, also fuhren wir los. Ab Nürnberg wurde es schwierig, die Autobahn Passau Linz da waren noch sehr große Lücken, die war noch nicht fertig.In Passau musste man mitten durch die Stadt fahren, und dann ging es die B 8 bis Linz eine wunderschöne Strecke. Auch in Wien musste man mitten durch die Stadt, und dann die Strasse 10 bis Nickeldorf. An der Grenze musste man zuerst mal für ein Visum anstehen. Nach ca. 2 Stunden hatte ich das Visum. Der Pflichtumtausch pro Person betrug 17 DM pro Tag des Aufenthalts. Fuhr man früher zurück, bekam man das Geld nicht wieder, sondern musste das an der Grenze deponieren, da man Geldscheine nicht ausführen durfte. Dann noch 2 Stunden warten am Übergang, dann waren wir im Land und sind zum Balaton gefahren. Nach der Besichtung von ein paar Campingplätzen sind wir in Zamardi gelandet, und haben meiner Schwägerin eine Karte geschickt, die kamen eine Woche später,und mussten ja wissen wo wir sind, wer hatte damals ein Handy oder in der DDR ein Telefon. Tage später kommt ein DDR Mann,der Wilfried aus Zwicke und fragt, Kollege hast du ein 14 Ringschlüssel? Nein sage ich, ich habe einen Nusskasten, schau mal, ob du den brauchen kannst? Er konnte den Kasten brauchen, und am anderen Tag brachte er den zurück, mit einer Einladung, ich sollte abends auf ein Bier vorbeikommen. Dann wurde erzählt, und er sagte, bei uns die Leute sind doch verrückt, wenn einer kommt und sagt, in Berlin gibt es keine Schnürsenkel, dann läuft alles Schnürsenkel kaufen. Neulich kam einer, und sagte in Berlin gibt es keine Haarklemmen, da sind sie alle wieder losgerannt und haben gekauft. Ich habe das denn auch ein bisschen als Märchen aufgefasst. Eine paar Tage kam dann die Schwägerin mit Mann und Sohn und bauten neben meinen Wohnwagen das Zelt auf. Ganz aufgeregt kam der Direktor gelaufen und sagte, Ost und West nebeneinander, das ist nicht gut. Ich habe dann gesagt schauen sie mal, nicht Ost und West, die 2 Frauen sind Schwestern. Schwester? Meinte er. Dann ist er abgezogen. Wir sind dann an einen Tag nach Siofok gefahren, an die Geschäfte geschaut, und damals hatten die die Geschäfte schon schön dekoriert, und an einen Geschäft sagt meine Schwägerin zu ihren Mann, was meinst du, sollen wir mal hier reingehen, und fragen, ob die Haarklemmen haben? Dieses Treffen machten wir bis 1980 alle 2 Jahre, zwischendurch fuhr jeder hin wohin er wollte. Was mir damals aufgefallen ist, die DDR Leute wunderten sich am meisten, das es so ein reichhaltiges Angebot gab, an Waren, Lebensmittel, und vor allen Dingen, das es das jeden Tag gab. Oft habe ich mich geschämt als Westdeutscher, wie die Westdeutschen mit den Ostdeutschen umgingen, wenn sie versuchten, billige Strumpfhosen aus dem Aldi teuer zu verkaufen, oder nur schon wie sie mit den Leuten umgingen.
Bei der Ausreise war es einmal 4 Stunden, die ich gewartet habe ehe ich von Mosonmagyarovar bis an der Grenze war. Aber trotz allen war es für uns eine schöne Zeit. Klar hat man dann mal gemotzt, nie mehr nach Ungarn, aber dies hielt nur bis zum nächsten Jahr.



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Beitrag #52 von welute » 13 Mär 2006 16:34


Also ich finde Deine Bilder sehr schön!
Habe gemerkt das wir beide Rheinländer sind (aber Aachen liegt doch nicht am Rhein, oder. Nun ja Kerpen ...)
Hast Du früher bei der Uni/Conti gearbeitet? Bin bei Goody.

Liebe Grüße
Elisabeth
http://www.inkontinenz-selbsthilfe.com/forum/index.php

Bleibt mutig!
Es geht immer weiter, man muss nur daran glauben.
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Beitrag #53 von Gulliam » 13 Mär 2006 19:48


Ja hast Recht habe früher dort gearbeitet. Aachen liegt nicht am Rhein, ist richtig, aber vor der BRD hieß das ganze hier Rheinland, unser nächster Ort, Stolberg hat auch immer noch das Rheinland als Zusatz.Danke für das Lob. Ich habe die Berichte alle in einen Urgarnforum geschrieben, und kopiere sie hierher, will also den Leuten hier eine kleine Freude damit machen, sind alles erlebte Geschichten.

Grüsse dich freundlich

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Beitrag #54 von Gulliam » 13 Mär 2006 19:59


Urlaub 1979in Szantod Rev
Wir wollten in diesen Jahr wieder nach Balatonszemes fahren, doch den Campingplatz gab es nicht mehr. Er war als Jugendlager eingerichtet worden. Bis dahin gab es auf jeden Campingplatz einen Teil als Jugendlager, wo die Jugendliche aus allen Ländern des Ostblocks sich trafen. Es war vielleicht nicht gut, wenn die Jugendliche sahen, wie der Klassenfeind lebte. Natürlich war das oft ein Irrbild, wie gesagt, ich habe mich oft geschämt, über die Angebereien der Westdeutschen. Wie gesagt, wir gingen wieder auf der Suche, und in Szantod Rev, da gibt es einen kleinen netten Platz direkt hinter der Rev- Csarda, da wurden wir fündig. Natürlich die Waschgelegenheiten und Toiletten, das war nicht gerade unser Standart, aber es war immer sauber, und die Ungarn benutzten die auch, dann konnten wir das doch auch.
Vom Campingplatz, der einen schönen Grasstrand hatte konnte man die Fähren fahren sehen. Damals kosteten die Fähren nur ein paar Groschen, und so waren immer alle 4 Fähren unterwegs. Ich saß am Strand, und vor mir saßen 4 Jungs, so 10 Jahre alt. Sagt der eine:,, Mensch, da hat man mir gesagt, in Ungarn gibt es so guten Kaugummi, aber ich habe den schon alle durchgelatscht, der ist auch nicht besser als unserer in der DDR!“ Ich konnte mich von lachen nicht halten, hab dann den Jungs jeden eine Mark gegeben, und gesagt, sie sollen mal in den kleinen Büdchen da gehen, die hätten welchen, den sollen sie mal probieren.
Das war ein Intertouristshop, so ein Päckchen Kaugummi kostete 0,40 DM. Die sind dann abgesaust zu dem Laden, und kamen kauend zurück. Die Intertourist-Shops waren eine Quelle um Valuta einzunehmen. Neben ausländische Waren wie Zigaretten, Cognac, Getränke usw. wurden auch einheimische Waren, die sonst schwer zu bekommen waren, angeboten, wie zum Beispiel Salami., oder Waren, die normal nicht ausgeführt werden durften, wie Briefmarken für Sammler.
Eines Tages kam mein Sohn und sagte, du Paps, vorne stehen viele 280 Mercedes als Polizeiautos, komm mal mit. Und wirklich standen da 6 große Mercedes als Polizeiautos, und die Polizisten waren ganz toll eingekleidet, man sah, das waren Maßanzüge. Vorne an der Strasse stand der Vergleich, ein normaler Polizist mit Lada regelte den Verkehr. Ich denke, frage mal einen von den Polizisten, was hier los ist, einer aus der Gruppe sprach deutsch, und erklärte, Der Waldheim wäre auf Besuch in Ungarn, und wäre jetzt in der Revcsarda. Der Waldheim war damals noch der Generalsekretär der UNO. Damals war in Ungarn so ein großer Mercedes noch eine Sehenswürdigkeit.
In diesen Jahr hatten wir uns vorgenommen, die Grotten von Tapolca und die Herender Porzellanmanufaktur zu besichtigen,
Von den Grotten waren wir enttäuscht, man ging eine Treppe runter, stieg in einen Kahn, fuhr eine Runde durch Grottengänge, das war es auch schon. Aber das Porzellan. Davon waren wir hellauf begeistert. Wunderschöne Sachen wurden da angeboten. Nicht nur Gebrauchsporzellan, sondern auch Zierporzellan, Figuren wunderschön anzusehen. Zum Schluss kam man dann durch einen Laden, wo man kaufen konnte. Unsere Verwandte hatten das Geld nicht, konnten nicht genug umtauschen, und ich konnte es mir damals nicht leisten, da meine Frau nicht arbeitete. War schon schwer ohne was zu kaufen durch den Laden zu gehen. Was mein Schwager immer so ärgerte, ich wurde wenn wir irgendwo hingingen, oft angesprochen, wollen Sie Geld tauschen, und mein Schwager frug nie Jemand, woher wissen die das ich aus der DDR bin, meinte er dann. In der Zeit war es unwahrscheinlich schwer, mit Ungarn Kontakt zu bekommen Auf dem Campingplatz waren sie eigentlich nicht vertreten, es war ihnen zu teuer, auch in Gaststätten traf man sie so gut wie nie. Wenn man Jemand suchte, der Deutsch konnte, dann musste man ältere Leute suchen. Ältere Leute konnte meistens deutsch, jüngere zu der Zeit wenig. Wir gingen abends viel an den Vorgärten spazieren. Interessant war, fast jeder hatte ein schwarzes Fass auf hohen Füssen stehen. Das waren die Brausen, die von der Sonne erwärmt wurden. Man kann es nicht glauben, wie warm das Wasser an einen schönen Tag wurde. Einmal sagte meine Frau zu mir schau mal die schönen Blumen. Da kam der Mann sofort und sagte, warten sie, schnitt meiner Frau Blumen ab, und schenkte sie ihr. So was hatte ich noch nicht erlebt. Ein andermal schauten wir bei den Angler zu, und mein Sohn bekam einen Fisch noch lebend geschenkt. Ich wollte ihn überreden den armen Fisch doch wieder schwimmen zu lassen, aber er sagte, Papa, der schmeckt gut.
Ich hatte aber schon einen Freund in Balatonseplak-Felsö. Ich hatte ihn 2 Jahre vorher als ich in Rosenheim war, kennen gelernt. Das Jahr habe ich bewusst ausgelassen, meine Frau hatte sich eine Iritis in Ungarn zugezogen, und ich bin dann nach Rosenheim zum Augenarzt. Dort lernte ich Gusztel auf den Campingplatz kennen. Wir haben bis voriges Jahr, wo er verstorben ist eine tiefe Freundschaft gehabt. Gusztel hat mir sehr viel in Ungarn gezeigt, er hat dann auch einen großen Anteil dran das ich dann auch eine tiefe Beziehung zu Ungarn bekommen habe. Er ist auch im Ort sehr beliebt gewesen, auf dem Ortsschild Balatonszeplak Felsö hat Jemand vor den Felsö seinen Familiennamen gesprüht. Zumindest voriges Jahr stand der Name noch da. Ein Freund in dieser Zeit war sehr viel Wert, denn wenn man mal grillen wollte, brauchte man sehr viel Organisationstalent um Fleisch zu bekommen. Mein Gusztel wusste immer wo man was bekam. Und wir haben ihm dann zum essen eingeladen. Aber das nahm er auch nicht so hin, das nächste Mal mussten wir bei ihm essen. Ich denke oft an Gusztel , er war ein wunderbarer Mensch. Wenn man damals abends mal wie hier in die Rev-Csarda gehen wollte, dann musste man Plätze reservieren, es war alles überfüllt. Das ist nun heute nicht mehr so.

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Beitrag #55 von Gulliam » 15 Mär 2006 11:26


Wehmut.
Beim schreiben der Berichte ist bei mir doch Wehmut ausgebrochen. Anfang der 80er Jahre waren wir auf dem Campingplatz mit ca. 50 Familien befreundet, die waren zwar nicht jedes Jahr dort, aber immer genügend, und abends wurde gefeiert, Lieder gesungen, es war einfach schön.
Wo sind sie alle geblieben. Bei 2 Familien ist ein Partner verstorben, eine Familie kann der Ehemann nicht mehr richtig sehen, die Frau hat keinen Führerschein, die Freunde aus der ehemaligen DDR fahren, seitdem der Krieg in EX Jugoslawien zu Ende ist nach Kroatien, mein Ungarischen Freunde fahren nach Jesolo/Italien, die Holländer, da habe ich mal einen von gefragt, warum er nicht mehr kommt, da hieß es zu teuer. Ich habe ihm gefragt, wo fahrt ihr denn hin? Nach Frankreich, meint er. Wie sage ich, da ist es doch noch teurer. Klar sagt er, aber ich habe ja nur 400 KM, nach Ungarn muss ich 1500 KM fahren, und was in Frankreich teuer ist nehme ich von zu Hause mit.
Meine österreichische Freundesfamilie hat sich in der Gegend von Nikla ein Haus gebaut, noch nicht mal im Ort selbst, sondern 2 KM entfernt, das ist nur eine Strasse, ohne Geschäft, nur ein paar Wohnhäuser. So einsam, sieht aus als wenn dort der Lauf zwischen den Hasen und den Igel stattgefunden hätte.
Doch der Trend ist allgemein so. Siotours hatte in Zamardi die Campingplätze Auto´s 1 Auto´s2 und Auto´s 3.
Auto´s 2+3 sind mittlerweile geschlossen, und der 1 ist nur zu 20 % gefüllt. Um die Verluste auszugleichen, heben die einfach die Preise an, ziehen die Hauptsaison nach vorne, und streichen den Stammkundenrabatt. im Jahre 2000 habe ich 32 DM bezahlt, und jetzt soll ich 54€ zahlen, für die gleiche Leistung. Das mache ich natürlich nicht mit, habe mir einen kleinen schönen Campingplatz gesucht, gefällt mir eigentlich noch besser.
Tatsache ist aber, das wir seid 2000 keine Leute auf dem Campingplatz mehr kennen und uns jedes Jahr eben neue Bekannte suchen müssen.
Aber unsere ungarischen Freunde, die in Ungarn wohnen die haben wir noch.
Trotz alledem, wenn man dann alte Sachen raussucht, dann kommt einfach Wehmut auf, und man sehnt sich nach den *alten* Zeiten zurück.
So schönes feiern, ob im Keller oder auf dem Campingplatz wird es wohl nicht mehr geben, oder ich lade mir die Leute vom Ungarninfo ein.

Hier in diesen Urlaub da gab es nochmal ein grosses Treffen wie man auf den Bildern sieht. Anlass war ein sehr trauriger.Im alten Board konnte ich noch nicht darüber schreiben, weil es mir einfach noch das Wasser in den Augen trieb.Unser Freundeskreis hatte ja auch Kinder, diese Jugend hat viel unternohmen, schon mal Disco, oder einfach mal nach Bp zu den römischen Ausgrabungen. Ein Mädel aus der Gruppe ist an Krebs erkrankt, und hatte sich gewünscht, noch mal mit den Freundeskreis am Balaton zu sein. Die Eltern riefen, und alle kamen. Wir haben einen wunderschönen Abend in einen Weinkeller verbracht. Ich habe sie gefragt wie es ihr geht, sie hat geantwortet, Willi, hier gesundet meine Seele.
Leider ist sie 2 Monate danach verstorben

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Beitrag #56 von Gulliam » 16 Mär 2006 19:16


Alle Wehmut nützt nichts, wir müssen also jetzt unser **Urlaubsleben** alleine leben. Und so kommt es, das wir mal was unternehmen können was uns also sonst immer verwehrt war. Wollten wir mal eine Woche nach Budapest, dann war es so, das mein Sohn sagte, Mensch, es ist doch so schönes Surfwetter, können wir das nicht auf nächstes Jahr verschieben. Und so haben wir verschoben verschoben verschoben.
Aber jetzt war es so weit wir waren alleine, und konnten dann eine Woche nach Bp. fahren. Wir sind auf dem Campingplatz Romai gefahren. Liegt hinter Bp. in Richtung Szentendre. Sofort an den römischen Ausgrabungen. Bis zum Donauufer sind es ca. 500 m. Wir haben uns eine Wochenkarte für die Budapester Verkehrsbetriebe gekauft. Die war ziemlich preiswert, und es war auch schön mal ohne Auto unterwegs zu sein.
Am Budapart kann man auch schön mit dem Fahrrad an der Donau fahren. Es gibt Radwege, da kann man bis Szentendre fahren. Wir sind dann auch nach Szentendre gefahren, waren im Kavéhaz Nosztalgie Kavé trinken und dann fängt e doch an zu regnen. Och sage ich ist nicht schlimm, dann fahren wir mit der HÉV, so was wie eine S-Bahn nach Hause. Die Wochenkarte gilt zwar auch auf dieser Bahn, aber nur bis zur Stadtgrenze. Wir haben früher schon mal im Zug nachbezahlt. Dies wollte ich jetzt auch machen, aber der Schaffner erklärte mir, das ginge nicht mehr, ich müsste am Bahnhof nachzahlen, so kostet das 3000Ft Strafe. Ich habe dann gesagt, dies hätte ich nicht gewusst, ich würde also aussteigen und nachzahlen. Als wir raus kamen hatte es aufgehört zu regnen, und wir konnten uns wieder auf die Räder setzen. Am Budapart waren so kleine Restaurants, da konnte man sehr gut essen. Die Wochenkarte haben wir weidlich ausgenutzt.
Meine Frau kam dann auf die Idee, wir könnten ja auch eine Nachtfahrt auf der Donau machen. Wir also runter nach Pest zum Pier 7, war eine junge Dame, sie sagte, wenn sie heute fahren, dann haben wir eine Überraschung für Sie. Und was wäre das? Ach das sage ich Ihnen nicht sonst ist es doch keine Überraschung. Ich habe alles versucht, um das Geheimnis der jungen Dame abzulocken, aber sie blieb eisern. Gut wir haben uns 2 Karten gekauft, und sind dann abends zum Pier 7 gefahren. Viele Leute waren dort, aber alle sprachen englisch. Kein Einziger sagte ein Wort in einer anderen Sprache. Eine junge Dame vom Schiff habe ich gefragt, bin ich hier richtig, nein sagt sie , Sie müssen auf dem anderen Schiff, die hier ist eine geschlossene amerikanische Gesellschaft. Auf unseren Schiff wurde Sekt ausgeschenkt, und als ich sagte das ist wohl die Überraschung hieß es nein, die kommt noch. Um es kurz zu machen die Überraschung war ein Feuerwerk, von einen Schiff in der Donau abgeschossen. Es war ein traumhaft schönes Erlebnis, mit dem Schiff zu fahren, beleuchtete Kettenbrücke, Parlament, aber am besten hat mir das beleuchtete Hotel Gellert gefallen. Leider war die Woche Budapest viel zu schnell vorbei. Am Donauknie endlang ging dann unsere Heimfahrt durch eine wunderschöne Landschaft nach Hause. ^



http://www.panoramas.hu/index.htm

Also nach dem klicken die Version unten anklicken, engl. zum Beispiel.
Links kommt eine Reihe, Budapest anklicken
Dann kommen Orte in Budapest, anklicken und im Bild klicken,Wenn man den Kursor in der linken Ecke unten setzt klickt und festhält, mit Bewegung nach links oder rechts, kann man das Bild um sich rum laufen lassen.
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Beitrag #57 von Gulliam » 23 Aug 2006 22:06


Hier müßt ihr aber nun alle mitsingen, das leben ist so schwer
Nicht ganz einfach, Lautsprecher an
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Beitrag #58 von Gulliam » 30 Apr 2007 22:37


Endlich habe ich mal wieder Glück gehabt, mit der Gesundheit meiner Frau, und mit dem Wetter.
http://www.camping-tipps.eu/forum/vinschgau-urlaub-2007-t567.html

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Beitrag #59 von papa0861 » 30 Apr 2007 23:26


hallo gulliam,

ich beneide dich für eure aktivitäten. mir ist es schon ein graus, wenn ich die sommerferien beim schwiegersohn verbringen kann. früher war das schön. angeln, grillen, lange nächte am lagerfeuer. heute hemmt mich diese verdammte windel an den freuden.

klar, er kennt mein problem. solang ich im urlaub nur mit ihm zu tun habe, ist es schon gut. aber ständig kommen neue freunde.

diesen sommer haben wir seine wohnung 14 tage allein. ich freu mich drauf. urlaub an der müritz!!!! endlcih grillen, lagerfeuer und angeln ... und keine angst vor entdeckung ....


vor allem..... endlich kann meine frau auch mal urlaub machen!

lg
jürgen
:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
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Beitrag #60 von Gulliam » 01 Mai 2007 07:40


Na ja, was will ich machen, ich muß auch Vorlagen tragen, 1-2 auf 24 Stunden. Werde wohl den Rest meines Lebens damit verbringen müssen, denn so langsam glaube ich nicht mehr, das ich mal ganz davon ab komme.
Man muß eben das Leben nehmen wie es ist.
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