Astronomie

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Astronomie

Beitrag #1 von Helmut » 25 Jul 2005 16:51


Hallo Leute,

wer von euch betreibt auch die Astronomie als Hobby?

Ich bin mit etwa 15 zur Astronomie gekommen, als meine Eltern mit mir im Planetarium in München waren. Mich hat das damals so fasziniert, daß ich mir ein Teleskop kaufte und selber die Sterne betrachtete. Mit den Jahern kam natürlich das Verlangen, immer bessere Teleskope zu haben, damit man auch "mehr" sehen kann. Etwa 1984 baute ich zusammen mit einem guten Freund ein größeres Teleskop, es hatte einen Spiegel mit 40cm Durchmesser, was zu dieser Zeit schon ein beachtliches Teil war. Ich hatte damals gerade meine Ausbildung soweit beendet gehabt und baute für dieses Teleskop die elektrische Steuerung, um die Sterne am Nachthimmel automatisch verfolgen zu lassen, damit sie immer im Okular sichtbar waren ....

Irgendwann kamen immer mehr und wollten von mir eine Steuerung für ihr Teleskop haben. Für mich war das natürlich eine tolle Sache, ich konnte mein Wissen auf dem Gebiet der Steuerelektronik verfeinern und gleichzeitig mein Wissen in der Astronimie vervollständigen. Das ging einige Jahre so, bis ich etwa 1989 über einen Freund den ersten Kontakt zur ESO hatte. Ich war damals in Garching bei München, beim Sitz der ESO und konnte zum ersten mal im Rechenzentrum die wirklich tollen Aufnahmen live am Rechner sehen, die man sonst nur aus dem Fernsehen oder aus Büchern kennt.

Der Kontakt zur ESO wurde mit den Jahren immer weiter vertieft und etwa 1994 wurde ich zu einem Gespräch nach Garching eingeladen. Sie ermutigten mich dazu, mein Hobby doch zum Beruf zu machen und für das in Bau befindliche Großteleskop in Chile ein paar Steuerungseinheiten zu bauen. Das war natürlich der Traum eines jeden Hobbyastronom, einmal im Leben die Möglichkeit zu bekommen, an ganz großen Teleskopen zu arbeiten bzw. einmal durchzuschauen.

Den Part, den ich dabei übernehmen mußte bestand darin, eine Steuerung für ein Meßsystem zu bauen, mit deren Hilfe das Flackern der Sterne am Nachthimmel gemessen werden konnte. Wie sich herausstellen sollte, war das keineswegs eine einfache Aufgabe, da die Position des zu messenden Sternes nur etwa 1,5 Winkelsekunden von seiner Position abweichen durfte. Im Feb. 1995 war ich das erste mal in Chile und konnte mir ein Bild über die laufenden Bauarbeiten machen.

Ich habe es dann doch geschafft und im Sommer 1997 wurde dieses System (DIMM) auf dem Paranal installiert, das ich zusammen mit einer ortsansässigen Metallbaufirma verwirklichen konnte. Es folgten noch weitere Systeme wie etwa ein System, mit deren Hilfe das Licht der großen Teleskope zusammengeschaltet werden konnte. Dieses System wurde im Feb. 2001 in Betrieb genommen, damit war meine Tätigkeit für die ESO auf dem Paranal in Chile beendet.

Die DIMM Teleskope bewährten sich und 2003 - 2005 wurden insgesamt 6 weitere DIMM Teleskope für ein amerikanisches Institut gebaut, die nun Weltweit im Einsatz sind. So habe ich quasi mein Hobby zum Beruf gemacht ...

Übrigens lernte ich in Chile erst so richtig mit meiner Inkontinenz zu leben bzw. damit umzugehen, da ich dort wirklich auf mich gestellt war und keinen so ohne weiteres fragen konnte, wenn ich ein Problem damit hatte.

So, das war ein kurzer Einblick, wie ich eigentlich zu meinem Hobby und meinem Beruf gekommen bin. Nur schade, daß ich durch den Verein kaum noch Zeit für mein Hobby habe.

Gruß Helmut :wink:
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Re: Astronomie

Beitrag #2 von papa0861 » 29 Jul 2005 01:08


Helmut hat geschrieben:Hallo Leute,

wer von euch betreibt auch die Astronomie als Hobby?



hallo helmut,

da hast du ja ein sehr augefallenes hobby.

also ich kuck auch ganz gern mal in die sterne. ohne teleskop und so. am liebsten nach einem schönen abend am lagerfeuer, wenn sich die ganze bedudelte sippschaft entfernt hat. das ist aber meist erst nach einsens möglich und nur, wenn ich im urlaub bei meinen schwigereltern bin. ein kleines nest in meck-pom. wo keine straßelaterne den blick nach oben "verdunkelt".

ich find das echt beruhigend. manchmal stelle ich mir vor, daß irgendwo daoben einer auf unsere kleine erde blickt und über uns lächelt.

lg
jürgen
:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
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Beitrag #3 von Helmut » 01 Sep 2005 10:40


Hallo Jürgen,

ja, ich schaue auch ganz gerne mal in die Sterne, aber leider die letzten Jahre viel zu selten. Wird Zeit, dass ich die Prioritäten etwas verlagere und ich mich mal wieder mehr um mein Hobby kümmere. Wenn alles glatt geht, dann bin ich für 2 Wochen im Januar auf Montage in Südamerika in Chile, da ist der Sternenhimmel echt wunderschön und du kannst super abschalten dabei.....

Ich habe übrigens schon damals so 1997 mit dem Gedanken gespielt, in Chile zu bleiben wenn die Baustelle fertig ist. Hat sich dann aber anders ergeben, aber wer weis, vielleicht mache ich diese Überlegung doch mal wahr.

Gruß Helmut :wink:
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Beitrag #4 von eckhard11 » 01 Sep 2005 11:33


Hallo Helmut,

also ich bin fasziniert vom Weltraum an sich, nicht so sehr diirekt nur Sternenkunde....

Ich lese alles, was mit Hintergrundrauschen, schwarzen Löchern, Wurmlöcher etc. zu tun hat.
Ich habe auch alle Sendungen von alpha-centauri mit Prof. Harald Lesch zuhause.

Aber auch die Sternenkunde ist faszinierend.
Wenn man allein an Betaigeuze oder den Hundskopfnebel denkt, an Cepheiden, an heisse oder kalte Zwerge, an Pulsare.....

Diese ungeheuerlichen Entfernungen, expandiert das Weltall ( Hubble-Theorie ) noch oder nicht, fällt es irgendwann einmal wieder in sich zusammen ( was anzunehmen ist ), da kommt man schon ins Grübeln.

Ich übrigens verfechte die Meinung, dass es eine schnellere Geschwindigkeit geben muss als das Licht, ( hier liege ich mit Albert Einstein im Clinch, hi, hi ), da die Natur alles so unglaublich gut aufgebaut hat, ( was man allein an einer einzigen Ameise oder einer Biene oder an mir sieht ), dass es m.E. nach vermessen wäre, davon auszugehen, die Natur hätte den Fehler gemacht, Welten zu konstruieren, die nicht erreicht werden könnten......

Das ist natürlich akademisch angedacht, aber es ist erlaubt, ( noch ) zu träumen.
Aber wenn ich mir die Entwicklung der letzten 150 Jahre so ansehe.....
Allein technisch stehen wir ja erst am Anfang, sind sozusagen noch in den Windeln, hi, hi !

Ich wünsche Dir, dass Chile für Dich ein Erfolg wird.


Jetzt leg ich mich aber - sternchensehend - wieder hin .sleep:
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Beitrag #5 von mehlbox2001 » 02 Sep 2005 04:44


... ach die Sterne ... und gibt es eine schönene Deko in der Nacht am Strand?

Meist interessieren mich allerdings die abseitigen Fragen -- zum Beispiel, warum die Frisur von Captain Janeway immer so ausgesehen hat, als ob sie grade den Kopf in den Replikator gesteckt hat, und ob Maggie Thatcher sich vielleicht schon heimlich einen Replikator besorgt hatte? Und ob Angie bei ihr angerufen hat und ihn zugeschickt gekriegt hat?

Ansonsten bin ich nur noch sauer! Schon im Kindergarten haben sie mir alle versprochen, dass ich auch zum Mond fliegen kann, wenn ich groß bin, und nun? Aber kucken tu ich trotzdem gern ...

Andreas
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Beitrag #6 von Matti » 02 Sep 2005 16:40


Hallo,

also die unentdeckten Weiten und Welten die nie zuvor ein Mensch gesehen hat haben mich schon immer Fasziniert.

Am meisten würde mich die Schwerelosigkeit Interessieren.

Ich habe mir schon oft die Frage gestellt ob wir alleine auf dieser kleinen Erde sind oder es sonst irgendwo Leben gibt ( ich meine jetzt nicht diese Art von Leben die wir 1990 hinter einer Mauer Entdeckten, ich meine intelligentes Leben ). ( Anmerk. Wer darüber nicht Lachen kann soll in den Keller gehen und nach Öl Bohren ).

Eigentlich dürfte es ja nichts in einer anderen Welt geben was es hier gibt. Oder sind gewisse Dinge einfach schon so Vorgegeben das man sie Erfinden muss. ( ein eckiges Rad würde ja wenig Sinn machen ).

Eine weitere Faszination löst bei mir die Therorie der Zeitreise aus. Wäre es ein Segen oder der Untergang der Menscheit. Ist die Zeit überhaupt in irgendeiner Richtung zu Bereisen?

Fragen über Fragen

Matti
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Beitrag #7 von Gulliam » 24 Feb 2006 10:25


Auch ich war einmal im Planettarium im deutschen Museum in München. Fand das sehr beeindruckend. Was mir am meisten hat erstaund hat, war, bei den Erklärungen fiel es einen wie Schuppen von den Augen, und man dachte, ach so geht das, man hatte das Gefühl, alles verstanden zu haben,und wenn man dann draussen war, konnte man einfach nichts mehr erklären.
Mir hat das sehr gut gefallen, aber zum Hobby ist es mir nicht geworden.
Schön, wenn es Jemand zum Hobby hat, ein Hobby das nie zu Ende gehen kann, wo es immer etwas neues gibt.
Viele Grüsse
Gulliam
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Altes Thema, neu entdeckt

Beitrag #8 von Sveni » 25 Mai 2008 23:14


Hallo an alle Poster dieses Themas,

habe beim "Rumschnökern" dieses alte, aber doch immer aktuelle Thema gefunden. Ich bin, wie Eckhard, mehr der Theoretiker, für die praktische Beobachtung fehlt leider bisher die Zeit (und auch, noch, die Technik). Meine praktische Beobachtungserfahrungen habe ich bisher mit einer drehbaren Sternenkarte und meinem Theodoliten gemacht, was aber kein Vergleich mit einem richtigen Refraktor oder einen Reflektor ist. Helmut ist ja Profi.
Wer Interesse an weiterem Austausch hat, kann sich ja mal melden.

Gruß Sven

@ Eckhard: Lesch ist einfach super, auch meine Frau versteht, was er erklärt, mich meist nicht :cry: .
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