Einnässen in der Nacht

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Einnässen in der Nacht

Beitrag #1 von KarinG » 27 Jul 2006 20:52


Hallo Leute,

ich bin neu hier, hab mich ein wenig durchs Forum gelesen und möchte nun mal mein Problem schildern, in der Hoffnung dass mir vielleicht jemand sagen kann woran es liegen könnte, und vielleicht auch einen Tipp auf Lager hat.. :oops:
Bin 38 Jahre alt, verheiratet und Mutter einer einjährigen Tochter.

Was ich schon oft hatte, sind Träume, in denen ich entweder vergeblich nach einer Toilette suche, oder, wenn ich eine finde, dass ich dort nicht ungestört sein kann, oder irgendeinen anderen Grund, warum ich in dem Traum nicht auf die Toilette gehen kann. Und oft hab ich dann aber doch eine gefunden und will dann in dem Traum loslegen, tu es oft auch, aber es kommt keine Erleichterung, der Drang ist nach wie vor da. Und das Ganze kommt oft mehrmals hintereinander vor, bevor ich dann eeeendlich aufwache mit ner übervollen Blase, und dann schnellstens aufs WC laufe. Meistens bin ich danach auch seelisch sehr erleichtert dass ich nicht doch im Traum meinen Bedürfnissen nachgekommen bin.. Diese Träume kenne ich eigentlich seit Jahren. Aber nun ist es zwei Mal innerhalb von ein paar Monaten vorgekommen, dass ich dann doch mein Bett nass gemacht habe und in dem Moment mit Schrecken aufgewacht bin. Was ich beim ersten Mal geträumt habe, weiss ich nicht mehr genau, aber das zweite Mal (vorgestern) nun hab ich einen schlimmen Albtraum gehabt (Tote Mütter und ihre toten Kinder, und dann ging ich auf ein altes Plumpsklo, wo ich dann während des Wasserlassens weitere tote Leute liegen sah... :shock: :cry: Als ich dann sehr schockiert erwacht bin, war schon ein Teil meines Blaseninhaltes in meinem Bett..
Falls nun die Frage kommt ob ich zu tief schlafe, nein, das tu ich an und für sich nicht, im Gegenteil, ich hab einen sehr leichten Schlaf, bin bei der kleinsten Bewegung meines Mannes wach, auch wenn meine Tochter mal aufweint in der Nacht, und auch wenn mich nicht willkürlich was weckt, bin ich alle zwei bis drei Stunden mindestens munter. Wenn ich dann das Gefühl habe dass ich aufs WC müssen könnte, dann gehe ich, ansonsten drehe ich mich halt rüber und schlafe weiter. Auch letztens war ich ca. zwei Stunden vorher sicher munter, aber da ist mir nicht aufgefallen dass ich schon ne relativ volle Blase gehabt haben könnte...

Seit der Geburt meiner Tochter ist meine Blase zwar ein wenig beleidigt, und noch lange nach der Geburt hab ich auch unter Tags mal ein wenig verloren, aber das hat sich mit der Zeit dann wieder gebessert. Nur das in der Nacht, das macht mich nun schon sehr unruhig... Vergangene Nacht hatte ich dann solche Angst dass mir das wieder passiert, dass ich jedes Mal wenn ich munter wurde (mindestens 4 Mal), zur Sicherheit aufs WC ging, auch wenn dann eh kaum was ging...

Hat nun jemand eine Idee was das sein könnte, beziehungsweise einen Rat für mich?

Traurige Grüsse,
Karin
Mit lieben Grüssen,
Karin
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Beitrag #2 von Helmut » 30 Jul 2006 17:07


Hallo Karin,

deiner Schilderung nach, ist das Bettnässen vermutlich zum größten Teil auf ein Problem des seelischen Gleichgewichts zurück zu führen. Da du nach der Geburt unter einer leichten Belastungsinkontinenz gelitten hast, diese sich aber nur zum größten Teil wieder zurück gebildet hat, solltest du deswegen einen Urologen aufsuchen. Schildere ihm dann auch deine Träume und das nächtliche Einnässen, er wird dich dann bestimmt auch noch an einen Psychologen weiter vermitteln, um die Ursache zu finden.

Welche Ursache nun genau dahinter steht, das lässt sich nicht so einfach ermitteln, das können auch Dinge sein, die nicht unmittelbar mit den Träumen und dem Einnässen zutun haben.

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #3 von Hansi » 14 Apr 2008 08:12


hallo, Karin!
ich würde Dir raten nachts Windeln zu tragen und gleichzeitig einen Psychologen aufzusuchen um das Problem untersuchen zu lassen.
Windeln für die Nacht lassen Dich wenigstens ruhig schlafen. Falls Du auch tagsüber Angst hast daß etwas passiert kannst Du Dich ja tagsüber auch windeln. Somit kannst Du wenigstens sorgenfrei den Alltag meistern.
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Beitrag #4 von mehlbox2001 » 20 Apr 2008 00:49


Hallo Karin,

da läuft im Moment was in der Traumwelt schief, wenn du sonst von jedem kleinen Bisschen Bewegung aufwachst. Solche Alpträume mit herumliegenden Toten kennen wir sonst meistens von der Kriegsgeneration -- mein Großvater hat seine 3000 Kilometer in Russland im Zweiten Weltkrieg (obwohl sehr zivil beschäftigt) mit über 40 Jahren fast täglichen Alpträumen dieser Art bezahlt.

Du musst jetzt beim Wort Psychologe nicht an die verunglückten Siegmund-Freud-Filme aus dem Fernsehen denken -- meist hilft es, wenn man mit jemand Lösungen erarbeitet, die einem helfen, dass man nachts aufwacht, wenn man so einen Traum wieder hat.

Toll wäre es dabei, wenn Urologe (wegen der offensichtlichen Blasenstörung) und Psychologe (der mit dir "kleine Kniffe" zum Umgang mit Situationen erarbeitet) sich kennen würden ...

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Beitrag #5 von KarinG » 10 Aug 2008 15:24


Hallo liebe Leute,

spät aber doch möchte ich mich wieder mal melden.

Zunächst mal vielen Dank für Eure Antworten!

Zu meinem Problemchen; also in der Nacht gab es keine Zwischenfällle mehr, gottseidank. Tagsüber aber hab ich einige Tröpfchen aber nicht immer im Griff, jedenfalls merke ich es oft erst beim nächsten Mal Toilette gehen. Es sind zwar nur geringe Mengen, die mit jeder handelsüblichen Monatsbinde gut aufgefangen werden können, aber wenn ich das nächste Mal zum Frauenarzt gehe, werde ich auf Rat meines Hausarztes mal meine Gebärmutter ansehen lassen, ob sie ne Senkung oder so hat. Wenn das auch keinen Befund gibt, dann mal zum Urologen. Aber wie gesagt, es ist nicht sooo schlimm im Moment, kurz nach der Geburt meiner Tochter war es schlimmer.

Punkto Psychologe: Ich war früher jahrelang bei einem, wegen anderer Probleme. Geld und Zeit hab ich genug dort gelassen, helfen konnte er mir im Endeffekt aber auch nicht, erst grössere Veränderungen in meinem allgemeinem Leben haben mir geholfen. Aber wie gesagt, das ist ein anderes Thema. Was diese Sorge nun betrifft, werde ich wohl nicht mehr zu einem Psychologen gehen.. Aber wie eben erwähnt, geht es mir soweit eh ganz gut.

Trotzdem nochmals danke Für Eure Anteilnahme!

Liebe Grüsse,

Karin
Mit lieben Grüssen,
Karin
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Beitrag #6 von Werner Holmans » 10 Aug 2008 16:38


Hallo Karin,
man kann von einem Psychologen nur Hilfe erhalten, wenn man es wirklich will und sich auch öffnet. Er wird dann mit dir gemeinsam über dein Leben reflektieren und findet so die mögliche Ursache. Er kann auch nur Veränderungen in deinem Leben empfehlen, die eine mögliche Hilfe sein könnten. Wie du selbst schreibst: "helfen konnte er mir im Endeffekt aber auch nicht, erst grössere Veränderungen in meinem allgemeinem Leben haben mir geholfen." Den Weg Patienten zu dier Erkenntnis zu führen ist die Aufgabe eines Psychologen. Anders sieht es bei einem Psychiater aus.
Glückwunsch, dass du es geschafft hast!
Werner
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