Wer kann helfen?

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Wer kann helfen?

Beitrag #1 von Karsti » 18 Aug 2006 15:27


Hallo zusammen,

ich bin 25 Jahre und hatte vor einem Jahr einen schweren Motorradunfall. Bedingt durch die Verletzungen kann ich kein Wasser mehr halten und muss Windeln tragen. Nach Auskunft meines Arztes wird es wohl so bleiben. Auf die straße und zur arbeit traue ich mich nur noch in Lederhosen, da ich Angst habe, dass Feuchtigkeit austritt. Gern würde ich mal Jeans tragen. Das schlimmste ist aber, dass ich all meine Freunde verloren habe. Ich fühle mich sehr beschissen. Wo kann man sich da Hilfe hohlen.

Karsten
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willkommen im Forum

Beitrag #2 von klaro (+16.05.2008) » 18 Aug 2006 16:25


hallo Karsten

ich versteh wohl deinen Beitrag nicht recht im Zusammenhang. Seit einem Jahr bei einem schweren Motorradunfall bist du inko. Du schreibst im Profil, "Tagesinko".

wie das denn. Gibt es so eine Diagnose und wie ist es denn nachts?


Auch nicht ganz verstehen kann ich, dass du seit dem Unfall der 1 Jahr her ist, alle Freunde verloren hast. Normal ist doch eher so , wenn jemand schwer verunglückt... dann sind die Freunde doch da , kommen zu Besuch und versuchen zu unterstützen'? ich hab das mal so ähnlich erlebt. Darum kann ichs nicht nachvollziehen.Dass di eFreunde gerade dann verschwinden.

was ist denn passiert, dass die auf einmal alle einfach "weg" sind?


das mit den Lederhosen, da würd ich dir empfehlen, dir passende inko slips zu suchen, bis du die nütige Sicherheit hast, allenfalls halt noch mit einer suprima Gummihose drüber. Aber somit könntest du doch Jeans mindestens wieder tragen.

Oder ist die Angst noch vor anderen Dingen? Mir ist unverständlich, dass du deine Inko mit "Tagesinko" beschreibst.

wie ist s denn nachts? Hat denn dein Arzt genug abgeklärt, um sagen zu können, dass es wohl so bleiben würde oder gibtst du dich mit dieser "billigen" Antwort einfach zufrieden??

ich kann dir nicht helfen, ich seh da nur lauter offene Fragen. Erzähl doch mal bisschen mehr. Evtl können wir dich dann auch besser verstehen. ICH zumindest seh den volle Zusammenhang nich ganz.

auf wiederlesen, klaro
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klaro (+16.05.2008)
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Beitrag #3 von Helmut » 19 Aug 2006 22:00


Hallo Karsten,

der Begriff "Tagesinko" sagt eigentlich nicht genau aus, welche Form der Inko du hast, könntest du mal deine genaue Diagnose (Inkontinenzform) schreiben?

Je nach Inkontinenzform könnten dir auch andere Hilfsmittel wie Kondomurinale oder Katheter (ISK) und Medikamente helfen, es müssen nicht immer Windeln sein. Vielleicht hast du auch nicht die für deine Inkontinenzform richtigen Windeln (Saugstärke) gewählt oder du mußt deinen Wechselrhythmus entsprechend anpassen. Mit den richtig angepassten Hilfsmitteln kannst du auch ganz normale Kleidung verwenden ohne dass etwas von deiner Inko sichtbar wird.

Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #4 von eckhard11 » 19 Aug 2006 23:32


Guten Abend, Karsten,

also, den Begriff “Tagesinko” habe auch ich noch nie gehört....
( Ausser bei kleinen Kindern )

Bedeutet das, dass Du nur tagsüber Harn verlierst, während Du des Nachts
Trocken bleibst ?
Umgekehrt wäre es verständlich.
( Bei mir ist dies so, aber nur durch Beckenbodentraining )

Und Du äusserst Dich auch nicht zu den Harnmengen, die Du verlierst.
Permanent ?? Schwallweise ?? Wieviel in cm³ ? Wie häufig ??

Wenn Du vernünftige Ratschläge erwartest, musst Du etwas detailliertere
Auskünfte geben.

Normalerweise verliert man seine Freunde nicht, wenn man inko ist.
Denen ist das ziemlich egal. Hauptsache, man bleibt, wie man war.....
Ausser, man zieht sich selbst zurück, wenn man permanent versucht, die
Behinderung “geheim” zu halten.
Ganz sicher sind es zu 90% nicht die Freunde, die sich abwenden, sondern
man ist es selbst, der sich abwendet......
Du solltest Dich einmal mit den Jungs treffen und ihnen klar sagen, was
Ambach ist. Du wirst staunen, wie gleichmütig die reagieren.
Und gerade bei einem Unfall ( und dann auch noch mit einem Moped ),
da ist es doch besonders einleuchtend.
Wenn Du Dir bei dem Unfall ein Bein abgerissen hättest, würdest Du Dich
doch auch nicht zurückziehen, oder ?
Und Deine Freunde würden Dich nicht fallenlassen, nur weil ein Flurk fehlt.
Also geh erst einmal in Dich und dann in Deine Stammkneipe......

Mittlerweile gibt es hervorragende Hilfsmittel, aber zu bestimmten Hilfsmitteln
kann man erst raten, wenn man Näheres weiss.

Bis dahin lege ich mich wieder nieder .sleep:
Eckhard
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Danke für antworten

Beitrag #5 von Karsti » 20 Aug 2006 14:06


Hallo zusammen,

erstmal Dank für die Antworten.
zunächs erstmal, ich habe tags und nachts Inkontinenz. Ich merke überhaupt nicht, wenn ich Urin verliere und das tröpfchenweise. Windeln trage ich am Tag und auch im Bett. Darüber eine Gummihose. ich habe sehr viel Angst, dass ich trotzdem Urin nach außen dringen könnte. Daher trage ich Lederhosen. Meine Freunde habe ich verloren, da ich mich zurückgezogen habe und die Inkontinenz verschweigen wollte. Mein Urologe meint, dass ich eine Psychotherapie machen sol Aber ich bin doch nicht verückt?

Karsten
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Beitrag #6 von Ramona » 20 Aug 2006 16:11


Hallo Karsten!

Einen Gedanken solltest Du ganz schnell bei Dir löschen:

Eine Psychotherapie hat nichts mit verrückt sein zu tun! :wink:
Es ist eine Behandlung wie jede andere auch. Nur bekommt man hier keine Tabletten oder Spritzen, sondern man behandelt die psychischen Probleme. In Deinen Fall ist das die Angst und Unsicherheit, die durch die Inko entstanden ist. Denn das sagt der Rückzug von Deinen Freunden alleine schon aus. Die Therapie kann Dir helfen mit dieser neuen Situation klar zu kommen und zu leben. Wichtig ist nur, daß Du etwas verändern möchtest und mitarbeitest.

Ich hoffe, daß ich Dir ein wenig den Schrecken nehmen konnte zum Punkt Therapie.

Was aber auch immer wichtig ist, ist der Kontakt zu anderen Betroffenen. Da hast Du ja schon einen Schritt getan. Wenn Fragen da sind kann ich Dich nur ermutigen offen hier zu fragen. Du bist nicht alleine! :wink:

Gruß RAmona
GESTERN ist vorbei,
MORGEN ist noch nicht da
und HEUTE hilft der Herr.

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Beitrag #7 von eckhard11 » 20 Aug 2006 17:31


Hallo Karsten,

natürlich können Psychologen bei derartigen "Verklemmungen", wie Du sie anscheinend hast, hilfreich sein.
Aber letzten Endes kommt es darauf an, ob Du mitarbeiten willst oder nicht......

Ich stelle hier nochmal einen Beitrag ein, welchen ich schon mehrfach eingestellt habe:

Als ich nach der Blasenkrebsoperation so Mitte Dezember 2003 das erste Mal meine Stammkneipe aufsuchte, war ich - auch tagsüber - noch inko. Daher hatte ich mir eine Schultertasche gekauft, in welcher ich Vorlagen und Schlüpfer mitnahm. ( So für alle Fälle... )
Mein Bekanntenkreis, ( all die Säufer, die am Thresen immer an derselben Stelle stehen, wenn man mal Freitagsabends in die Kneipe kommt ), hänselte mich, ob ich denn neuerdings meine Brötchen schon mit in die Kneipe nähme.
Ich öffnete die Tasche und leerte den Inhalt auf dem Thresen aus. Dann erklärte ich den Leuten, warum ich diese Teile mitführen würde und wie und warum es zu meiner Inko gekommen ist.
Daraufhin herrschte gleich Ruhe im Lande.
Kurz darauf hatten wir alle eine rege Diskussion über Inkontinenz.
Da ich so offen mit diesem Thema umging, fühlten sich wohl einige ermutigt und gaben zu, schon mehrfach des Nachts Urin verloren zu haben, wenn sie nicht durch den Blasendruck vorher aufgewacht sind.
Zwei Leute waren dabei, die jede Nacht mindestens dreimal zum Pinkeln aufstehen mußten. ( Denen habe ich selbstverständlich dringend angeraten, einen Urologen aufzusuchen, da es bei mir genauso angefangen hatte ).
Von ca. 12 Diskussionsteilnehmern waren es wohl um die fünf, welche Probleme mit dem Harnhalten hatten. In einer “normalen” Gesprächsrunde hätten die das natürlich niemals zugegeben....
Ich will damit aufzeigen, daß sicherlich viel mehr Männer ( es waren nur Männer in der Runde ) Probleme mit dem Harnhalten haben, als uns gemeinhin von irgendwelchen “Fachleuten” erzählt wird.
Ich erinnere nur an den Prof. Dr. Hannappel in der Sendung “Rundum gesund” am 15.11.04, in welcher dieser Herr behauptete, es gäbe nur recht wenige Männer - und dies seien auch nur ältere Männer - die Probleme mit der Blase hätten.

Schon in unserer Runde waren es fünf Mann von zwölfen......
( Und ich war der älteste von allen )

Solange von Fachidioten derlei Unsinn in öffentlichen Medien kundgetan wird, haben wir natürlich Schwierigkeiten.
Und junge Inko´s gibt es nach der Meinung dieses Professors an der Uni Köln, Fachabteilung Urologie, schon gar nicht.

Übrigens hatte ich nie wieder Probleme mit meinem Bekanntenkreis......
Im Gegenteil : Mittlerweile erinnern die mich daran, endlich zur Toilette zu gehen, wenn ich
nach dem dritten Pilsken noch nicht pinkeln war.

Allerdings nutze ich auch die Gelegenheit.
Wenn mich jemand fragt : "Wie geht´s ?" ( was ja eh´ meist nur eine Floskel ist ),
dann antworte ich :"Danke, bis auf meine Inko geht´s mir bombig."
Falls er dann Interesse zeigt, sprechen wir darüber, gut.
Falls er nicht nachfragt, ( muss ja nicht sein ), interessiert es ihn nicht, auch gut.
Aber deswegen wendet sich doch keiner ab.

So einfach ist das !

Jetzt lege ich mich aber wieder hin .sleep:
Eckhard
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Danke für Antwort

Beitrag #8 von Karsti » 26 Aug 2006 04:43


Hallo zusammen,

vielen Dank für die Antworten. Diese haben mir sehr viel Mut gemacht. Das mit der Psychotherapie werde ich machen. Ich habe jetzt auch Mut gefasst, und trage immer öfter normale Jeans statt Lederhosen, wobei alles trochen geblieben ist. Natürlich nehme ich in meinem Rucksack immer ein paar Ersatzwindeln mit.

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Beitrag #9 von Ramona » 26 Aug 2006 19:53


Hallo Karsten!

Es ist gut, wenn Du immer Ersatzwindeln dabei hast. Würde aus eigener Erfahrung immer empfehlen zwei dabei zu haben. So ist man auch gerüstet, wenn man spontan etwas länger unterwegs ist.

:wink:
Gruß Ramona
GESTERN ist vorbei,
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Beitrag #10 von kimka » 31 Aug 2006 09:42


Hallo!
Mein Problem ist das ich nachts ins Bett mache,schon mein leben lang ich war auch schon beim Arzt hat aber nichts gefunden.Also hab ich mich damit abgefunden und hab gedacht das geht schon wieder weg.Da ich aber mittlerweile 26 bin und 3 Kinder habe (und die grade versuche nachts trocken zu kriegen) fang ich an mich damit zu befassen,was mann denn dagegen tun kann.Ich lese hier das es wohl verschiedene hilfsmittel gibt meine frage ist wo kann mann das denn Kaufen,ich habe nur so eine gummimatte die ich unter mein bettlaken lege.Ich kann mir aber nicht vorstellen mit Windeln zu schlafen,was gibt es denn für eine Alternative? Und wo ich das Kaufen kann. Vieleicht kann mir ja jemand helfen.

Gruß Bianca
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