Bettnässen Tabu?

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Beitrag #21 von mehlbox2001 » 13 Okt 2006 04:49


Hallo zusammen,

ist das nicht -- wie wir man aus den verschiedenen Antworten sieht -- vor allem ein Problem der eigenen Schau auf sich selber? Wenn ich selber ein Problem mit meiner (nächtlichen) Inkontinenz hab, wird es immer größer, aber um so kleiner, wenn ich es akzeptiere, dass ich ein bisschen anders bin?

Wo Davidis grade die Geschichte schwuler Menschen erwähnt: Mir haben noch Mitstudenten zugefüstert, ich würde niiieee 'ne Stelle als Lehrer kriegen, wenn ich für die Schwule Liste fürs Studentenparlament kandidiere. Hab's trotzdem gemacht und wurde später der erste offen schwule Bundestagskandidat der F.D.P. (damals noch mit Pünktchen) mit entsprechendem Trara drumrum -- geschadet hat's nichts. Vielleicht hat's das Selbstbewusstsein gefördert. Obendrein, ich wollte eh nie wirklich Lehrer werden.

Deswegen muss sich nicht jeder gleich mit seinem Bettnässen überall outen -- das gehört schon allein zur allgemeinen Diskretion. Aber schämen muss sich nun wirklich keiner dafür. Das Leben ist doch so vielfältig, und es gibt so viel schlimmere Dinge ...

Andreas
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mehlbox2001
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Beitrag #22 von pfluftel » 12 Jun 2007 22:14


Hallo,
ich bin auch der Meinung, das heute noch Bettnässen ein großes Tabuthema ist.
Leider haben auch die Ärzte zu wenig Einfühlungsvermögen, da sie selbst nicht betroffen sind, können sie sich gar nicht hineinversetzen in die Problematik.
Da ich mit meinen Kindern auch schon sämtliche Ärzte besucht habe, wurden wir dann schon belächelt oder man sagte uns, das muß doch jetzt mal klappen, ja mutwillig machen meine Kinder nicht ins Bett.
Bei der Frage nach irgendwelchen Hilfsmitteln wie z.Bsp. Windeln, Klingelhose, Medikamente oder einer Kur, stellten sich die Ärzte oft als unwissend dar, oder hatten keinen rechten Plan, was sie mit uns machen sollten.
Doch wer könnte uns denn diesbezügliche Antworten geben, wenn nicht die Ärzte?
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Beitrag #23 von Maria » 15 Jun 2007 19:45


ja, ein Tabu ist es leider in meiner Umgebung (noch). Wie viele Tabus aber keine mehr waren, als ich mich offenbarte (Therapie, Depressionen, Missbrauch), das merkt man erst hinterher. Im familiären Bezug war es ein "Problem", das ich hatte und geredet wurde nur über fachliches und angebliche "Willensschwäche" dazu kommt, dass einige vielleicht nicht gut informiert sind, ob das, was sie haben, "normal" ist im Sinne von man ist nicht Schuld(1), weil mir von Familienmitgliedern der älteren Generation dies immer unterstellt wurde und sexuelle Anspielungen auf "Sauberkeit" des Körpers=Sauberkeit des Charakters mich verunsicherten.
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