Bettnässen seit der Geburt

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Beitrag #11 von papa0861 » 27 Feb 2007 22:54


Matti hat geschrieben:Aber kannst du mit Sicherheit davon ausgehen, dass deine Ärzte diese differenzial Diagnosen durchgeführt haben?


hallo matti,

ganau darin liegt mein problem. wenn man jedensmal nach einer untersuchung mit dem gewissen lächeln verabschiedet wird, schwimmen einem die felle davon. dann hat man einfach keinen bock mehr.

aber nichts desto trotz habe ich mir wieder eine überweisung zum urologen geben lassen.

will wenigstens nochmal die nieren durchtesten lassen. alle anderen antworten kenn ich ja leider schon.

lg
jürgen
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papa0861
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Beitrag #12 von Matti » 28 Feb 2007 13:56


Hallo Jürgen,

ich kann dich in dieser Beziehung gut verstehen. Auch mir ist es schon oft so ergangen, dass man in der entsprechenden Situation seinen Mund nicht aufbekommt und später fallen einem so viele Sachen ein, welche man hätte ansprechen sollen.

Gut, wir werden Systeme und die Gesellschaft als einzelene nicht verändern. Aber wir können an uns etwas verändern! Das ist der entscheidende Punkt, der alleine in unserer Hand liegt.

Grundsätzlich ist es immer gut, wenn man informiert in ein Gespräch geht. Sich im Vorfeld fragen überlegt (da ist auch ein Zettel mit vorformulierten Fragen erlaubt). Desweiteren sollten man solange nachfragen, bis man Dinge verstanden hat. Es gibt doch nichts schlimmeres als einen Ärztemarathon durchzumachen und nachher ist man genauso "schlau" wie vorher, weil der Arzt, im besten Fall, zwar viel erzählt aber eigentlich nichts gesagt hat. Zumindest nichts was man als medizinischer Laie verstanden hat. Sag deinen Ärzten, dass sie in einer verständlichen Frage mit dir sprechen sollen. Wenn das nicht möglich ist, dann ist der Arzt eine Pfeiffe, welche man wechseln sollte.

Das dies dann nachvollziehbare Frustation, ja sogar Resignation nach sich ziehen kann verstehe ich. Wie gesagt man kann diese Situationen aber verändern!

Ich habe es schon mehrmal geschrieben und die Gefahr besteht immer darin das mir unterstellt wird, ich könne nichts mit psychischen Erkrankungen anfangen. Dem ist bei weiten nicht so!

Die Betroffenen empfinden sich häufig als "Simulant" oder als "Verrückt, Bekloppt oder nicht ganz dicht". Aber ist es eigentlich das, was einem die Umwelt als Rückmeldung gibt? Ich glaube das dies eher selten der Fall ist. Das eigene mangelnde Selbstbewusstsein, der eigene Zweifel an sich selbst lässt einen doch eher dafür empfänglich machen solche vermeintlichen Rückmeldungen "aufzusaugen", weil sie eh in das innere Bild passen.

Ich kenne dies aus eigener Erfahrung und habe immer wieder diese Rückmeldung von anderen erhalten. Es gibt ekien Meldepflicht, wenn man z.B. an Depressionen leidet. Laß diese Tatsache doch einfach in einem Arztgespräch einmal weg. Starte einen Neuanfang ohne immer den "Stempel der Psyche" auf der Strin zu tragen. Der Arzt soll sich ruhig einmal Gedanken in alle Richtungen machen.

Psychisch Erkrankte neigen häufig zur "Vogel Strauß" Mentalität. Und gerade weil sie sich nicht den Ursachen und derren Folgen stellen, befinden sich viele in einem ewigen Kreislauf. Alleine schaffen die wenigsten diesen Kreislauf aus Verletzung und Erlebten zu durchbrechen.

Dieses Forum ist voll mit Berichten von Menschen die Resigniert haben, sich mit ihren Problemen vermeintlich arrangiert haben. Und dennoch ist zwischen den Zeilen häufig die tiefe Verzweiflung zu lesen.

Mit Inkontinenz kann man leben, ja man kann sie in sein Leben integrieren. Ob das Wort abfinden aber möglich ist bezweifel ich. Dafür "errinert" ein die Inkontinenz doch zuviel an jedem Tag. Sie schränkt ein und macht in schlimmsten Fall sogar abhängig von anderen. Hinzu kommen zwischen menschliche Probleme, die zwar reduztiert, letztendlich aber meist nie ganz ausgeräumt werden können.

Desahlb lohnt es sich immer etwas gegen die Inkontinenz zu unternehmen, auch wenn die eine ungeheure Anstrengung bedarf. Nichts ist anstrengender als sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Die "Reise" zurück zu den möglichen Auslösern kann sehr schmerzhaft sein. Und denoch lohnt sich dieser Weg, den manche Jahrelang gehen müssen.

Ich habe dich ja in manchen Gespräch kennengelernt. Und nun versteh mich bitte nicht wieder falsch. Dein Verhalten, deine Auffassung von Situationen und deren Umgang damit, sind ein Paradebeispiel dafür, warum du solche Probleme hast. Dies selbst zu erkennen ist wahrscheinlich unmöglich. Währe man sich diesen Dingen bewusst, hätte man sie wahrscheinlich gar nicht.

Also, tue etwas für dich, trette mit Selbstbewusstsein den Weg nach vorne an.

Dafür wünsche ich dir viel Kraft und allen anderen auch.

Gruß

Matti
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