erniedrigend

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Beitrag #11 von papa0861 » 19 Mär 2007 19:40


hallo rosi,

nein, ich vertrete hierzu eine andere meinung.

natürlich hast du recht, wenn sich der verdacht einer krankheit bestätigen sollte. aber in wievielen fällen wird das wohl sein?

meiner meinung nach rennen heute viel zu viele leute wegen irgendwelchen einmaligkeiten zum spezialisten und verursachen dadurch einen kostenexplosion.

es gibt genügend leute (ich spreche jezt mal nur von männern), die irgendwann mal einen toilettentraum hatten und daraufhin ins bett machten, ich nehme mich da nicht aus (ist aber bestimmt bald 20 iahre her). selbst unserer 19 jährigen tochter ist dies schon passiert. doch wäre sie deswegen niemals auf die idee gekommen, gleich zu einem urologen zu rennen.

oder willst du mir erzählen, daß du bei sofort zum frauenarzt gerannt bist, als vielleicht einmal die regel ein wenig zu spät gekommen ist (vergleich hinkt natürlich).

und entgegen eckis meinung bleibe ich dabei, daß ein unnötiger besuch beim urologen anderen dringenden patienten unnütz den termin wegnimmt. eine erstuntersuchung nimmt viel mehr zeit in anspruch. ich selbst bin letzte woche bei zwei urologen abgewiesen worden (obwohl in meiner überweisung eindeutig steht, daß blut im urin und permanenter flankenschmerz abgeklärt werden soll) und erst der dritte hatte ein einsehen.

lg
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Beitrag #12 von Gunda » 19 Mär 2007 23:04


Das hat ja eine interessante Entwicklung genommen!

Einige Nachrichten habe ich auch bekommen: Alle mit dem guten Rat künftig Vorlagen o.ä. mitzunehmen. Ich werd´s beherzigen.

Danke
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Beitrag #13 von eckhard11 » 19 Mär 2007 23:11


Hallo Jürgen,

ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie selbstverständlich Du mit zweierlei Maßen mißt, wenn Du mir nur widersprechen kannst oder einen auswischen willst.

Im August letzten Jahres beklagte sich ein John, daß es bei ihm in der letzten Zeit nach dem Pinkeln immer etwas nachtröpfelt, wenn er Stress im Beruf hätte und fragte nach, ob er zum Arzt gehen oder erst einmal nur Hilfsmittel verwenden sollte.

Der Erste, der antwortete, warst Du, und zwar mit dem dringenden Hinweis, er solle sich “zuerst mal Gedanken über einen Arztbesuch machen.” Und zwar soviele Ärzte aufsuchen, bis er einen gefunden hätte, der ihm helfen könne. ( Deine zweite Antwort habe ich damals nicht bewertet und tue dies auch heute nicht. Hättest Du dies, wenn ich derartiges geschrieben hätte, ( Du verstehst, "krasser Beitrag" ) ebenfalls getan ?? ).
Den Thread findest Du hier, ( dann mußt Du nicht so lange suchen, hi, hi.... ):
viewtopic.php?p=9706&highlight=#9706

Hier oben fragt eine junge Frau, die plötzlich und unerwartet ins fremde Bett gepieselt hat, was sie wohl dagegen unternehmen könnte.
Ich rate ihr, einen Facharzt aufzusuchen, und was machst Du ????
Hast nichts besseres zu tun, als meinen Rat als etwas bescheuert hinzustellen.

Weißt Du, Jürgen, inzwischen zweifle ich manchmal an Deiner Fairness....

Gruss
Eckhard
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Beitrag #14 von papa0861 » 20 Mär 2007 16:39


hallo ecki,

da sieht man wieder mal, wie du mit andersdenkenden umgegehst.
wie selbst du bemerken müßtest. geht es hier um zwei ganz verschiedene fälle.

im fall dieses traeds vertrete ich nunmal diese meinung.

ich frage mich, was meine antwort mit fairness zu tun haben soll. wenn fairness für dich bedeuted, immer deiner meinung sein zu müssen, ist daß schon sehr traurig.

aber genau das ist schon immer dein problem.

ich kann nirgends erkennen, daß ich deinen rat als bescheuert hingestellt hätte. im übrigen habe ich auch rosi widersprochen. es sei denn du selbst wärst rosi.


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Beitrag #15 von eckhard11 » 20 Mär 2007 16:50


So, so,

jemand, bei dem es - in Stresssituationen - beim Pinkeln etwas nachtröpfelt, soll Deiner Meinung nach sofort zum Arzt gehen, notfalls auch zu mehreren,

aber jemand, der plötzlich - ebenfalls in einer Stresssituatiuon - in ein - auch noch fremdes - Bett pieselt, kann sich diesen Arztbesuch sparen.....

Ich fasse es nicht......

Gruss
Eckhard
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Beitrag #16 von papa0861 » 20 Mär 2007 21:28


wenn ich nicht das komische gefühl hätte, daß es dir in der diskussion mit mir mehr um streit als um fakten geht, würde ich darauf noch antworten.

aber das dürfte gunda wohl wenig interessieren. da es hier um ihr problem ging.

wenn du also wieder ein kleines"streitchen" suchst, bin ich dazu gern bereit, dann aber bitte in einem anderen tread. ;-)

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Beitrag #17 von papa0861 » 20 Mär 2007 22:41


eckhard11 hat geschrieben:So, so,



hallo ecki,

wegen timout noch ne antwort in einem neuen beitrag.

du hast dein profil ja nun geändert und ich kann deinen wohnort nicht mehr genau nachvollziehen.

ich nehme nun einfach mal an, daß mein wohnort ungefähr die gleiche anzahl von einwohnern hat, wie mein kleines wohngebiet.

allerdings sieht es hier so aus, daß der einzige urologe noch den nachbarbezirk zu betreuen hat. also nimmt mir jeder nichtige sofortläufer einen termin weg. habe ich ja gesehen.

das problem von gunda hätte vielleicht durchaus auch erstmal der hausarzt angehen können. anamnese, kultur anlegen, urintests kann der auch machen und bei bedarf dann überweisen.

du rennst doch auch nicht gleich zum proktologen, nur weil dir mal bei nem pups was nasses in die hose ging. wenn ja, würde ich auf hypochontrie tippen.

das meinete ich mit nicht sofort zum urologen rammeln.

viel zu viele leute rennen heute gleich zu einem vermeintlich notwendigen spezialisten.

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Beitrag #18 von Struppi » 21 Mär 2007 01:56


Hallo,

ich will mich in eure rege Diskussion keinesfalls einmischen, möchte aber dennoch die Angelegenheit mal etwas nüchterner betrachten und etwas dazu sagen:

Ich pflichte Papa in sofern bei, als dass es tatsächlich so ist, dass das "Ärzte-Hopping" von einem Spezialisten zum nächsten durchaus ein ernstes Problem unseres maroden Gesundheitssystems ist.

Im Grunde habt ihr beide "Recht".

Es ist selbstverständlich, dass man einen Arzt bei ungewöhnlichen Körperreaktionen aufsuchen sollte - unzweifelhaft ist das Bettnässen in einem Alter jenseits der Kindheit/Jugend als eine solche Reaktion aufzufassen.

Ich gebe Papa aber dahingehend recht, dass man deswegen nicht sofort dem nächstbesten Facharzt die Bude einrennt, sondern viel mehr zuerst den Hausarzt konsultieren sollte.

Diese Vorgehensweise ist - ausgenommen natürlich Notfälle, und mit denen sollte man eine Klinik aufsuchen - ohnehin von den Kassen angeregt, da es eine Menge Kosten einspart (und ich bin aufgrund mehrer Gründe kein Freund unserer KK's). Wie Papa bereits sagte: eine einfache Diagnostik kann der Hausarzt machen, er kann dann auch die richtige Wahl des Facharztes bestimmen. Das Belagern bzw. unnötige Aufsuchen des ggf. falschen Facharztes bleibt aus, die Kosten bleiben im Rahmen und Mehrfachuntersuchungen und Tests werden auch reduziert.

Grüße

Struppi
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Beitrag #19 von Matti » 21 Mär 2007 10:48


Hallo,

nun, dann wollen wir doch einmal den ursprünglichen Beitrag aufrollen.

Gunda schreibt: "Mir ist so etwas vorher noch nie passiert".

Bei einem einmaligen Ereignis besteht nicht unbdedingt die Notwendigkeit einen Arzt auszusuchen. Es können ja viele Gründe für das einmalige Einnässen in Betracht kommen. So z.B. eine einfache Blasenentzündung.

Hat sich dies nicht wiederholt, kann man es wohl dabei belassen.

Mein persönlicher Freund Papa, hat aber die Chance gewittert, mal wieder kontra gegen Eckhard gehen zu können. Er nimmt für sich das recht des Anderdenkenden in Anspruch, lässt dieses bei anderen aber nicht zu, vor allem wenn andere Meinungen von Eckhard oder mir stammen.

Dem Sinn eines solchen Forums schiebt er dabei völlig zur Seite, den der besteht ja gerade aus der Diskussionsbereitschaft. Eine Diskussion entsteht dann, wenn unterschiedliche Meinungen aufeinander treffen. Wir könnten auch einen Dialog führen, dass währe aber bestimmt nicht sehr spannend. Papa wünscht sich allerdings einen Monolog wo seine Meinung, und die seiner "geistigen Brüder und Schwestern" das alleine Recht auf die Wahrheit besitzen.

Das von Struppi angesprochene "Ärzte Hopping" entsteht doch vor allem aus einen Grund: Unfähigkeit und Desinteresse von Seiten der Ärzte! Wie oft haben wir in diesem und in anderen Foren gelesen, dass sich Ärzte keine Zeit nehmen, inkompetent sind und die Patienten mit ihrem leiden völlig im Regen stehen lassen.

Nicht jeder steckt seinen Kopf in den Sand und findet sich mit allem ab, so wie mein Freund Papa. Manchen ist ihre Gesundheit soviel wert und ihr Leidensdruck so hoch, dass sie versuchen aktiv gegen ihre Beschwerden anzugehen. Und, wenn Arzt A eine Pfeiffe war, geht man zu Arzt B, oder?

Kosten entstehen auch dann, wenn man zwar eine Diagnose hat, wie z.B. psychosomatische Gründe, diese aber nicht als solche akzeptiert und sich stattdessen für bekloppt erklärt. Dann "watschelt" man von Arzt zu Arzt, jeder erzählt das gleiche, nur hat man es immer noch nicht für sich akzeptiert. Das psychosomatische Gründe eine Dignose sind, hören die Betroffenen oftmals gar nicht.

Bei Papa ärgert mich noch etwas ganz anderes. Er wechselt seine Ansichten immer dann, wenn er aus seiner vermeintlichen Überlegenheit heraus, gegen mich oder Eckhard wettern kann. Dabei hätte er doch eigentlich auch einen Kommentar zu Gundas Aussage abgeben müssen. Sie schreibt, dass sie einige Privatnachrichten (die kommen von den Mitgliedern, die auch zu Feige sind offen ihre Meinung zu vertreten) erhalten habe, wo ihr dringend geraten würde, dass sie demnächst durch das Verwenden von Vorlagen Vorsorge treffen solle. Ein völliger Wiederspruch gegenüber seiner Meinung, welcher er noch im September vertreten hat. Nur kam dieser Vorschlag ja nicht von Eckhard oder mir, sondern von seinen "geistigen Brüdern und Schwestern". Und wenn man es sich mit allen verscherzt steht man am Ende womöglich ganz alleine da.

Unser schlauen Politiker erzählen uns, dass ein Hausarztmodell kosten sparen würde. Gut, dann fangen wir einmal an zu rechnen:

Ich würde zu einem kompetenten Facharzt, dessen Praxis mit allen notwendigen Untersuchungsmittel ausgestattet ist direkt gehen. Dies kostet der Allgemeinheit Betrag X

oder

Ich gehe zunächst zu meinem Hausarzt. Dieser ist Allgemeinmediziner, hat also ein breites Spektrum an Wissen, sich aber meist nicht auf ein Fachgebiet spezialisiert. Der Doktort jetzt also, an mir rum. Ein Ultraschall zum Beispiel besitzt er gar nicht. Deshalb kann er auch keinen Blick in meinen Körper werfen. Der evtl. vorhandene Restharn entgeht ihm und einiges andere mehr. Unser Doktor greift zum Rezeptblock und verschreibt mir das Standartmedikament. Diese wirkt nicht und so gehe ich vierzehn Tage später wieder zu ihm. Er ist mit seinem Latein am Ende und überweist mich zum Facharzt. Wir sprechen hier ja nicht von einem einfachen Schnupfen.

Dies ist gängige Praxis. Wodurch entsteht jetzt die Einsparung?

Warum gibt es eigentlich Fachärzte, wenn der Allgemeinmediziner doch alles diagnostizieren und therapieren kann?

Mit Zahnschmerzen würde niemand auf die absurde Idee kommen und zunächst erst mal den Hausarzt aufsuchen. Jeder würde wohl den Facharzt, in diesem Fall einen Zahnarzt, aufsuchen. Bei urologischen Erkrankungen soll dies anders sein?

Und glaubt mir mal eines. Kein Facharzt der Welt wird sich auf die Untersuchungsergebnisse seines Kollegen verlassen. Teure Doppeluntersuchungen wie. z.B. Blutbild, Urinstatus usw. wird er auf jeden Fall wiederholen. Währe er von Anfang an der behandelnde Spezialist gewesen, hätte die Solidargemeinschaft wohl einige Kosten gespart.


In diesem Sinne


Matti
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Beitrag #20 von Struppi » 21 Mär 2007 12:17


Hallo Matti,

ich bin da wohl sehr verwöhnt, da die Zusammenarbeit zwischen meiner Urologin und meiner Hausarztpraxis sehr gut funktioniert.

Mit kleineren - auch urol. Problemen - kann ich zu meinem Hausarzt gehen. Der ist Internist, hat aber eine Gemeinschaftspraxis mit einem Nephrologen und auch die meisten Geräte wie Sono, aber auch Magen- und Darmspiegelungsgerätschaft da.

Die Befunde und Diagnosen von ihm nehme ich dann z.B. zu meiner Urologin mit, die dann diese Befunde (Blutbild etc.) auch verwendet und froh ist, dass sie selbst nicht auch noch mal "ran muss".

So sollte es vermutlich laufen, ich sehe aber ein, dass das bei vielen eher nicht der Fall ist. Wenn mein Hausarzt sich nicht für mich interessiert, unmotiviert ist und auch sonst keine besondere Freude an seinem Beruf hat - natürlich würde ich dann den Arzt wechseln, ggf. natürlich auch so lange zu einem Facharzt rennen, bis ich jemanden finde, der mir hilft.

Ich sehe schon, ich hatte sehr viel Glück...

So viel von mir.

Gruß

Struppi
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