Versorgung bei Betnässen

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

Moderatoren: Helmut, MSN, Marco N., Georges

Versorgung bei Betnässen

Beitrag #1 von olaf-uwe » 06 Dez 2007 12:42


Hallo,

also wie ist das mit den Versorgungsmitteln bei Bettnässen von Erwachsenen.

Es liegt ein Bettnässen vor ohne Organische Erkrankung.

Wie ist das mit dem Verschreiben der Hilfsmittel Ich hatte erst mal ein Rezept erhalten für anatomisch geformte Vorlagen größe 2. Dies finde ich für die Nacht nicht wirklich passend. Mir wurde erklärt die Hosen mit dem Klebestreifen kann man nur bei Stuhlinkontinenz aufgeschrrieben bekommen.


Wie ist das nun, kann man anatomische Vorlagen auch der Stärke 3 oder 4 aufgeschrieben bekommen? Und eigentlich wäre für die Nacht eine Hose der Stärke 3 oder 4 die bessere Versorgung.

Wie ist das mit dem Verordenen nun, kann mir das mal jemand erklären?

Danke
Benutzeravatar
olaf-uwe
(Themenstarter)
Superautor (min. 50 Beiträge)
Superautor (min. 50 Beiträge)
 
Beiträge: 68
Alter: 44
Registriert: 06 Dez 2007 12:34
Wohnort: Deutschland
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: nachts

Beitrag #2 von Ingo » 06 Dez 2007 16:00


Hallo,
erstmal willkommen im Forum.
Das mit Inko-Slips nur bei Stuhlinkontinenz ist mir neu.
Ich würde Dir empfehlen besorge dir Muster von verschieden
Saugstarken Slips in Apotheken und Sanitätshäusern und Teste
was für Dich passt.
Hilfsmittel gehen bei der Verschreibung nicht aufs Budget vom Arzt.
Im Rezept muß stehen:
- Hersteller
- Produktname
- Stückzahl
- Hilfsmittelnummer
- oder PZN - Nummer (Pharmazentralnummer)

Wegen Harninkontinenz zur Ermöglichung der Teilnahme am Leben der Gemeinschaft


lg Ingo
Ist der Berg auch noch so steil, a bisserl was geht allerweil
Benutzeravatar
Ingo
Superautor (min. 50 Beiträge)
Superautor (min. 50 Beiträge)
 
Beiträge: 51
Bilder: 4
Alter: 48
Registriert: 02 Okt 2007 00:14
Wohnort: NK
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: vergeben
Art der Inkontinenz: Reflexinkontinenz
Hilfsmittel: Attends Slip Active 10 M

Beitrag #3 von olaf-uwe » 06 Dez 2007 16:08


Also mir wurde gesagt das man ein bestimtes Produkt (Hersteller) nicht aufschreiben darf.

Mir wurde Art (anatomisch geformt) und die Stärke aufgeschrieben, mehr nicht.

Kann das möglich daran leigen das die Diagnostik noch nicht abgeschlossen ist?
Benutzeravatar
olaf-uwe
(Themenstarter)
Superautor (min. 50 Beiträge)
Superautor (min. 50 Beiträge)
 
Beiträge: 68
Alter: 44
Registriert: 06 Dez 2007 12:34
Wohnort: Deutschland
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: nachts

Beitrag #4 von Struppi » 06 Dez 2007 16:09


Hallo Olaf-Uwe,

zunächst einmal wünsche ich Dich im Forum herzlich willkommen.

Zu Deinen Fragen nun folgende Antworten: Du hast schon ein irres Glück, dass Deine Krankenkasse die Kosten für Hilfsmittel bei reinem Bettnässen übernimmt - der Regelfall ist das nicht...

Die Aussage, dass Inkoslips nur bei Stuhlinko aufgeschrieben/verordnet werden können, ist - mit Verlaub - Schwachsinn. Selbstredend liegt es im Ermessen des verordnenden Arztes sowie in der adäquaten Versorgung des Betroffenen. Daher können auch mobilen Patienten die Slips mit den Klebe-Tapes verschrieben werden. Da es sich bei dieser Verordnung um Hilfsmittel handeln, fallen sie auch nicht in die Budget-Regelung der Ärzte.

Vorlagen sind bei der Versorgung von Bettnässern denkbar ungeeignet. Wenn es denn schon "Windeln" sein müssen, dann würde ich Dir zu saugstärkeren Produkten raten, wie z.B. Molicare SuperPlus (Fa. Hartman), Tena Maxi oder Abena AbriForm X-Plus. Hier mußt Du sehen, in wie weit die Kosten von Deiner KK übernommen werden und wie hoch ggf. Dein wirtschaftlicher Eigenanteil liegt. Preisvergleiche bzw. verschiedene Angebote von div. Sanitätshäusern einzuholen lohnt sich auf jeden Fall.

Aus persönlicher Sicht rate ich Dir allerdings, auch mal das Kondomurinal auszuprobieren. Es wird wie ein Kondom über den Penis gerollt, festgeklebt und an einen Bettbeutel angeschlossen. So geht wirklich nichts daneben und Dein Bett bleibt trocken - das muss bei der Verwendung von Slips/Vorlagen nicht unbedingt der Fall sein.

Gruß

Struppi
Benutzeravatar
Struppi
Profiautor (min. 150 Beiträge)
Profiautor (min. 150 Beiträge)
 
Beiträge: 407
Alter: 43
Registriert: 18 Nov 2006 17:58
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Reflexinko Grad III
Hilfsmittel: Katheter/Kondomurinal/Inkoslip

Beitrag #5 von papa0861 » 06 Dez 2007 16:18


hallo olaf,

erstmal willkommen.

zu deiner frage:

spätestens bei der abrechnung mit der kasse wird dein arzt probleme bekommen.

eine verordnung von inko-hilfsmitten ist möglich,

allerdings meist nur bei:

- wegen harninko zur teilnahme am gesellschaftlichen leben (scheidet bei reinem bettnässen wohl aus, es sei denn du fährst im bett zum kino etc. ;-)

-z.b. zur vorbeugung von hautschädigungen bei demenz

- im zusammenhang mit der behandlung einer krankheit ( z.b. im zusammenhang mit der dekubitusbehandlung

um also ein kassenrezept zu bekommen, müßte da bestimmt eine einzelfallentscheidung bei der kasse herbeigeführt werden. und da bin ich mehr als skeptisch.

die kassen sind knausrig geworden.

lg
jürgen
:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
©2007
Benutzeravatar
papa0861
Profiautor (min. 150 Beiträge)
Profiautor (min. 150 Beiträge)
 
Beiträge: 741
Registriert: 12 Jun 2004 00:55
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: harn/stuhl
Hilfsmittel: abri-form

Beitrag #6 von olaf-uwe » 06 Dez 2007 18:04


Also die Kasse weis sozusagen noch von nichts. Das Rezept habe ich vom Urologen bekommen und erstmal eingelöst. In der Praxis des Urologen sagte man mir das es sich um eine Inkontinenz handelt und es kein Problem wäre mit dem Rezept. Es gibt doch auhc nur ein Diagnoseschlüssel R32 , wie soll die Kasse unterscheiden?

Ich kann also schonmal mit Problemen mit der Kasse rechenen?

Also warte ich mal ab was die Kasse zu dem Rezept sagen wird.
Benutzeravatar
olaf-uwe
(Themenstarter)
Superautor (min. 50 Beiträge)
Superautor (min. 50 Beiträge)
 
Beiträge: 68
Alter: 44
Registriert: 06 Dez 2007 12:34
Wohnort: Deutschland
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: nachts

Beitrag #7 von Martin83 » 06 Dez 2007 19:11


Bei reinem Bettnässen bekomm ich nichts vom Arzt.

Was mich da mehr interessieren würde wäre, wenn ich nochmal in Behandlung zum Psycherl gehen würde, "könnte" der mir die Windeln bei Bettnässen denn verschreiben? Sozusagen zur Therapiebegleitung?
Nachdem es nun zu 100% keine körperliche Ursache ist, müsste das doch gehen oder?
Auf Reha wurde mir erzählt, dass das nicht ginge. Wisst ihr da mehr?
Benutzeravatar
Martin83
Megaautor (min. 100 Beiträge)
Megaautor (min. 100 Beiträge)
 
Beiträge: 123
Alter: 36
Registriert: 12 Dez 2004 17:19
Wohnort: Bayern / Schwaben
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Bettnässer

Beitrag #8 von Die_Steffi » 06 Dez 2007 19:40


Olaf-Uwe,
da die Diagnostik noch nicht abgeschlossen ist, haste vielleicht ne Chance, ein Rezept vom Urologen zu bekommen, denn es koennte ja eine urologische Ursache haben.


Martin, nur weil es keine urologischen Ursachen sind, heisst es nicht, dass es psychisch ist.

Beispielsweise weisen Kindermit primaerer monosymptomatischer Enuresis keine Verhaltensauffaelligkeiten auf, sie sich von Kindern die keine Enuresis haben unterscheiden.

Hast du schon mal ne Untersuchung im Schlaflabor gemacht? Es koennte sich auch um eine Schlaf- oder Aufweckstoerung handeln, wuerde also wegen Rezept noch mal den Allgemeinarzt fragen.
Benutzeravatar
Die_Steffi
Superautor (min. 50 Beiträge)
Superautor (min. 50 Beiträge)
 
Beiträge: 68
Alter: 38
Registriert: 19 Nov 2007 18:16
Wohnort: Potsdam
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Enuresis Nocturna, Dranginkontinenz, Belastungsinkontinenz
Hilfsmittel: Desmopressin, Mictonorm

Beitrag #9 von marks » 06 Dez 2007 21:43


Hallo,

also ich habe bis vor gut einem Jahr auch Inkontinenzslips auf Rezept geholt. Da ich ebenfalls Bettnässer bin brauche ich auch nicht all zu viele. Habe mir die Tena Flex verschreiben lassen weil ich die bequem öffnen kann und auch zwischendurch auf das Klo kann wenn die Situation es erlaubt. Außerdem habe ich auch eine gebrauchte, trockene Windel eine zweite Nacht getragen. In der letzten Zeit kaufe ich mir meine Produkte aber selbst. Durch die Praxisgebühr und Zuzahlung ist es für mich kein großer unterschied ob ich die Hilfsmittel verschreiben lasse oder nicht. Zuletzt habe ich im Internet ein Paket Attends Slip 10 gekauft, was auch ohne peinlichen Besuch bei meinem Hausarzt bei mir angekommen ist. Mein Hausarzt kennt mich schon seit ich etwa 13 Jahre alt bin und seine Arzthelferinnen sind so alt und jünger wie ich, was die Situation ein wenig pikanter macht.

Zu den Vorlagen: Also ich habe auch immer ein Pack Vorlagen Zuhause, im Moment Formazell 9 Forte, weiß nicht mehr woher ich sie bezogen habe. Die trage ich immer mit einer eng anliegenden Boxershort, und, sie lässt nichts auslaufen. Bei den Vorlagen wende ich noch einen Trick an. Ich trage sie verkehrt herum, praktisch der Teil der normal am Po anliegt vorne. Weil sich bei mir die Nässe eher vorne verteilt und die Windel hinten eigentlich größer ist als vorne, ist damit die Sicherheit noch viel höher.

Zu den Condomurinalen: Als ich eine Wohnung während meiner Meisterschule hatte habe ich mich für solch ein System aus Gründen der Diskretion entschieden weil sonst auffälliger Müll angefallen wäre. Trotz Bettbeutel, was mir große Bedenken gemacht hatte, hat es Sehr gut geklappt. Ich konnte mir bis dahin nicht vorstellen an einem Beutel mit Schlauch zu schlafen ohne ihn abzureisen. Nur, die Schambehaarung muss weg :( , es wird sonst schmerzlich wenn Haare im Weg sind. Da ich mich aber ungern unten rasiere bin ich wieder auf Slips umgestiegen.

Ich hoffe ein Paar wertvolle Tips gegeben zu haben :-) :

marks
Benutzeravatar
marks
Standardautor (min. 15 Beiträge)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
 
Beiträge: 42
Registriert: 18 Mai 2003 01:59
Wohnort: im Schwarzwald
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: verheiratet
Art der Inkontinenz: Enuresis
Hilfsmittel: Inkontinenzslips

Beitrag #10 von Werner Holmans » 06 Dez 2007 23:59


Hallo Martin,
ein Psychologe kann nichts verschreiben. Er könnte sich aber, wenn es unbedingt notwendig ist und es dir hilft, mit dir zusammen bei deinem Arzt zu einem Gespräch anmelden.
Werner
Benutzeravatar
Werner Holmans
Ultraautor (min. 125 Beiträge)
Ultraautor (min. 125 Beiträge)
 
Beiträge: 148
Registriert: 17 Okt 2003 14:58
Wohnort: Land Brandenburg
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Harninkontinenz
Hilfsmittel: Pants und Schutzhose aus PVC oder PU

Nächste

Zurück zu Bettnässen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

cron