Hilfe für Marcel

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Hilfe für Marcel

Beitrag #1 von Christiane Wirth » 03 Jan 2008 18:56


Ziemlich verzweifelt hoffe ich auf diesem Weg ein bisschen Hilfe für meinen fast 13-jährigen Sohn zu bekommen. Er war nachts noch nie trocken bekommt mittlerweile Anafranil aber die wirken auch nicht. Nun hab ich gelesen, dass es ganz gute stationäre Möglichkeiten zum beispiel in Art einer Kur gibt. Hat jemand damit Erfahrung? Danke
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Beitrag #2 von Die_Steffi » 03 Jan 2008 19:49


Wurde die Kombination Propiverin-Desmopressin versucht? Was ist denn der Grund für das Bettnässen? Ist er schon in der Pubertät? Wenn nicht, besteht eine gute Chance, dass sich während der Pubertät der Schlaf nochmal verändert und er trocken wird.
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Beitrag #3 von Werner Holmans » 03 Jan 2008 19:55


Hallo,
bei uns im "Heim" sind Kinder, die solch eine Kur erhalten haben. Sie hatte auch immer Erfolg. Dabei gilt auch die enge Zusammenarbeit von Eltern, Kind und den Psychologen im Heim. Nach der Entlassung muss fortgeführt werden, was bei der Kur trainiert wurde. Es wird auch immer eine Ursachenforschung gemacht (umfangreiche Diagnostik). Von den Eltern muss auch die Bereitschaft zu regelmäßigen Gesprächen und Auswertungen mit den Psychologen und Ärzten zur Mitarbeit vorliegen. Oft sind diese mit Veränderungen (wenn keine organischen Befunde vorliegen) in der Familie, in der Schule, usw. verbunden.
Geh einfach zum Kinderarzt und Kinderpsychiater und bitte um ein entsprechendes Gutachten. Dann geh zur Krankenkasse und beantrage die Kur. Kinderkuren kosten nichts.
Viel Glück!
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Beitrag #4 von papa0861 » 03 Jan 2008 22:30


guten abend, christiane.

um dir hier fundierte antworten geben zu können, sind deine aussagen zu oberflächlich.

welche diagnosen wurden denn bezüglich des einnässens gestellt?
wie ist deine persönliche lebenssituatio?
unterliegt dein sohn eventuell beziehungs- oder konkurrenzstreß?
ist sein einnässen nicht eventuell eine protestaktion gegenüber neuen partnern oder familienmitgliedern?
ist er tatsächlich 365 nächte lang nicht trocken?
leidet er vielleicht unter einer blasenverformung (reflux)?
ist er am tage "trocken"?

aus deiner kurzvorstellung heraus würde ich sagen, daß der einfachere weg wäre, deinem sohn klarzumachen, daß er mit seinem dilemma leben und umgehen lernen muß.

solchen spontankuren stehe ich sehr skeptisch entgegen.

bevor du dein kind zu solch einer kur schickst, wäre es angebracht, kontakt mit ehemaligen patienteneltern aufzunehmen.

solche pullerkuren sind in der regel nicht ohne und teilweise auch (ob der methoden) sehr umstritten.

eine solche kur kann nicht nur aufbauen, sondern auch knicken.

das habe ich bei der tochter meiner ex erlebt.

allerdings war bei ihr die kur total unsinnig, da die bettnässerei auf grund des blasenrefluxes bestand. aber trotzdem wollte die mutter auf teufel komm raus, diese kur.

ergebnis war, daß die kleine immer noch daß bett naß machte.

aber wie gesagt, um dir hier einen echten rat geben zu können, müßtest du schon einige infos mehr preisgeben.

lg
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:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
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Beitrag #5 von Christiane Wirth » 04 Jan 2008 09:12


Die_Steffi hat geschrieben:Wurde die Kombination Propiverin-Desmopressin versucht? Was ist denn der Grund für das Bettnässen? Ist er schon in der Pubertät? Wenn nicht, besteht eine gute Chance, dass sich während der Pubertät der Schlaf nochmal verändert und er trocken wird.

Er hat zuerst Tofranil bekommen ohne Wirkung! Dann Tofranil und Anafranil kombiniert. Als das nicht half hat er Anafranil in doppelter Dosis erhalten, dann wurde das Einnässen weniger. Er war so happy und dann war der Zustand wieder wie zuvor.
Nun nimmt er zur Zeit keine Medikamente ein.
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Beitrag #6 von Christiane Wirth » 04 Jan 2008 09:57


Hallo und guten Morgen!
Ein paar Infos mehr über Marcel. Er war wirklich noch nie trocken (nachts). Organische Ursachen wurden ausgeschlossen. Er hat zwar ampulläre Nierenbecken aber das steht mit seinem Problem nicht in Zusammenhang. Ansonsten hat er wirklich viel Pech gehabt in den ersten beiden Schuljahren hat seine Lehrerin ihn so geschnitten, dass er die Schule wechseln musste. Als Mutter hab ich alles versucht aber gegen die Entscheidung von Ministerien hat man keine Chance. Danach hat er sich super entwickelt aber das hat trotzdem Spuren hinterlassen. Ich war 10 Jahre lang alleinerziehend und hab seit 13 Monaten einen neuen Partner die beiden verstehen sich ganz gut, aber Marcel ist sehr zurückhaltend und unsicher in seinem Verhalten er sagt er hat Angst, dass mein Partner mich wieder verlässt so wie sein Vater uns verlassen hat. Ich hoffe dass wir ihm die Angst nehmen können mit Hilfe des Psychologen.
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Bin 14 und auch Bettnässer

Beitrag #7 von peter14 » 06 Jan 2008 20:26


Hallo Christiane!

Ich bin 14 und war auch noch nie trocken. Wie geht es Marcel eigentlich mit dem Bettnässer? Ist er auch hier in der Gruppe angemeldet? Wenn nicht kann ich Ihm das nur empfehlen, es ist toll, hier andere Jugendliche zu treffen mit dem gleichen Problem und zu schreiben oder sich im chat zu treffen.

Früher hatte ich auch viel Stress mit dem nächtlichen einnässen. Was mir dann sehr geholfen hat im Umgang mit dem Bettnässen war dass es meine Eltern nicht mehr zum Thema gemacht haben. Sie haben mich nicht mehr jeden Morgen gefragt ob ich schon wieder nass sei. Ich nässe zwar nachts noch immer ein, aber es geht mir jetzt besser damit.

lg
Peter
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Beitrag #8 von Werner Holmans » 07 Jan 2008 00:36


Hallo Christiane!
Ich denke, dass die Ursache für das Bettnässen deines Sohnes nur durch einen (natürlich vorher über den Kinderpsychiater) Psychologen langzeitlich behandelt werden kann. Du beschreibst ja so einige Dinge, die der Junge bereits in seinem Leben verkraften musste. Auswirkungen sind nach deinem Bericht nicht nur das Bettnässen. Die beschriebenen Probleme in der Schule gehören bestimmt auch dazu. Es mag auch eine Trennungsangst (verlassen vom Vater, usw.) bestehen. Versuch eine Familientherapie zu bekommen. Innnerhalb dieser Therapie wird der Junge vieles besser verstehen lernen und ihr könnt besser auf seine Probleme und Freuden eingehen. Medizinisch kann, so denke ich, nicht geholfen werden.
Die Kur würde solch eine Therapie anbieten. Eine Hilfe ist sie aber nur, wenn die Eltern ganz gewissenhaft und konsequent diese unterstützen. Duzu zählt ganz besonders der regelmäßige Kontakt mit dem Jungen, den Betreuern, Psychologen und Ärzten. Eventuell kannst du als Mutter auch mit zur Kur. Diese Möglichkeit besteht auch, wenn der Kinderspychiater und vielleich auch das Jugendamt dies bescheinigen. Dem Jungen wird es sicherlich eine Hilfe sein.
Viel Glück, wünscht Werner
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Werner Holmans
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