Bin ganz guter Hoffnung, dass ich meine Lösung gefunden habe!

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Bin ganz guter Hoffnung, dass ich meine Lösung gefunden habe!

Beitrag #1 von Chris24 » 06 Mär 2009 01:37


Moin @all!

Allmählich tappe ich nicht mehr ganz im dunkeln. :)

Im letzten Herbst bakam ich immer stärker werdende Rückenschmerzen. Weil es m.E. mit 27 nicht ganz normal ist, dass man nicht so richtig weiß, wie man wieder aus dem Sofa rauskommt, habe ich einen Orthopäden aufgesucht. Dass ich relativ regelmäßig nachts undicht war, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Ich gebe zu, dass ich etwas gezögert habe. Zum einen hatte ich etwas Schiss vor der Antwort und zum anderen hatte ich auf Selbstheilungskräfte gehofft. :wink:
Die Antwort überraschte mich dann etwas: "Muskuläre dysbalance". Aha. Mehr nicht? "Ist etwas "fest", der Rücken". Aha, also nicht dramatisches. Ordentlich Rückentraining und dann wird das schon wieder.
Tja, leider doch nicht. Im Dezember habe ich dann eine Empfehlung für eine Physiotherapeutin bekommen, die auch in der Osteopathie (Cranio-Sacrale Therapie) zuhause ist.
Sie hat festgestellt, dass meine Wirbelsäule an fünf (!) Stellen blockiert ist. 2x ziemlich weit unten, 1x in der Mitte und 2x im oberen Bereich.
Sie hat mich reichlich ausgefragt und ich habe auch von kleinen "Ausfallerscheinungen" erzählt, denen ich so keine Bedeutung beigemessen hätte (z.B. ziehen im Bein / Fuß). Es hat reichlich Überwindung gekostet, aber von der Auslauferei hab ich ihr dann natürlich auch erzählt.
Sie kam zu dem Schluss, dass ich im Herbst wohl einen Bandscheibenvorfall hatte...

Ich bin kein Experte, versuche es mal zu erklären: Bei den (z.T. recht hartnäckig) blockierten Wirbeln verlaufen auch die Nervenbahnen, die mit der Blasenentleerung in Verbindung stehen. Sowohl Orthopäde als auch die Physio-Dame haben gesagt, dass meine Nerven dort überaus empfindlich seien. Da werd ich nochmal 'nen Neurologen zu befragen müssen, der hat allerdings erst nächsten Monat Zeit.
Ursache für die ganzen Blockaden ist womöglich ein nicht optimal verheilter Riss im Zwerchfell...
Schon interessant, wie das alles so zusammenhängt.

Die gute Frau ist auf jeden Fall recht zuversichtlich, dass sie alles wieder grade (und dicht) kriegt.
Nach der 2. Behanlung waren die Rückenschmerzen wesentlich besser. Jetzt hab ich 13 "Sitzungen" hinter mir und fühle mich fast wie neu. Und dicht geblieben bin ich seit Anfang Januar auch. :-)

Ich hoffe, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Gruß
Chris
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Beitrag #2 von Brandy » 06 Mär 2009 19:00


Hallo Chris,

danke für deinen positiven Erfahrungsbericht. Das hört sich alles ja ziemlich positiv an.

Alles Gute weiterin!

Gruß
Michael
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Brandy
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Beitrag #3 von mehlbox2001 » 18 Mär 2009 03:42


Moin Chris,

ganz doll viel herzlichen Glückwunsch! Mach weiter, ich glaub, du bist auf dem richtigen Weg!

Andreas
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Beitrag #4 von Chris24 » 02 Okt 2009 00:15


So, ich wollte grade nochmal einen kleinen Zwischenbericht geben.

Ich bleibe dabei: Rücken.
Ich musste, um mein Rezept für die Physio neu ausstellen zu lassen, nochmal bei dem "kurpfuschenden" Orthopäden vorbei schauen. Er drückte am Rücken rum, was ziemlich unangenehm war. Er meinte, das müsse so. Keine 20 Minuten später zog's im Bein bis runter in den Fuß - und ich bin die nächsten drei Nächte ausgelaufen. Faszinierend. Na ja. Die gute Physio-Frau hat's wieder gradegebogen.

Seitdem ist es weiterhin ganz gut. Mal abgesehen von einer Ausnahme, glaube ich.
Aber immerhin weiß ich nun woran es liegt und kann, wenn ich merke, dass der Rücken doch mal einrasten will, ganz gut gegenarbeiten.
Wichtige Erkenntnis: Nicht jeder Doc weiß, was er tut. Was ich im Nachhinen zufällig noch von Kollegen erfahren habe ist haarsträubend (aber ein ganz anderes Thema).

Ich bedanke mich hier nochmal ganz herzlich für alle Tipps, die ich bekommen habe.

Gruß
Chris
Ach so, falls hier noch jemand "Rücken" hat und eine Physiotherapie für den westlichen Norden braucht, meldet euch. Ich hab da jetzt ne Top-Empfehlung!
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Isch habe auch Rücken

Beitrag #5 von Sveni » 02 Okt 2009 15:22


Hallo Chris,

schön, daß hier sich mal jemand meldet, dem bei seiner Inko durch die Osteopathie geholfen werden konnte.

Auch bei mir wußte die "Schulmedizin" nicht weiter.

Auf Empfehlung eines Bekannten habe ich dann diesen aufgesucht.

Etliche Sitzungen später bin ich heute nachts wieder trocken und die Unfälle am Tage sind viel seltener geworden.

Auch wenn die Osteopathie von der Schulmedizin nicht so recht anerkannt wird, hat sie mir doch mehr als alle Pillen und Untersuchungen geholfen, und das ist für mich das Wichtigste.

Viele Grüße Sven
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Beitrag #6 von Chris24 » 02 Okt 2009 18:43


Exactly. Hauptsache es hilft.
Dass die Schulmedizin die Osteopathie nicht recht anerkennen will, ist klar - es gehen eine menge Patienten und somit Geld verloren. :wink:

Gruß
Chris
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Beitrag #7 von Helmut » 04 Okt 2009 09:18


Hallo Chris,

ich glaube auch, dass die Osteopathie in bestimmten Fällen gute Dienste leisten kann, aber bin auch der Meinung, dass es nicht in jedem Fall ein Erfolg versprechendes Mittel ist. Selber habe ich auch schon von mehreren Leuten gehört, dass es ihnen geholfen und eine Verbesserung ihrer Inkontinenz Situation gebracht hat. Darum ist es bei der entsprechenden Voraussetzung sicher ein Ansatz, sein Leiden zu lindern.

Leider gibt es noch viel zu wenige Studien darüber welche wissenschaftlich beweisen, dass bei bestimmten Erkrankungen eine eindeutige Besserung eintritt. Ähnlich ist es ja mit der Akupunktur, aber da haben sich die Schulmediziner inzwischen ran gewagt und einige interessante Studien auf den Weg gebracht.

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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