Erfahrungen mit Einnäss-Kids gesucht...

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Erfahrungen mit Einnäss-Kids gesucht...

Beitrag #1 von Drele » 17 Okt 2003 21:35


Hi, ich bin neu hier, und suche jemanden, der Erfahrungen mit einnässenden kindern hat.
Mein Sohn ist jetzt 5 1/2 und war noch nie richtig trocken. Tags und Nachts nicht. Wir rennen von Arzt zu Arzt und wissen nicht mehr weiter. Im Kindergarten stehen wir kurz vor einem Rauswurf und es sei für die Pflegerinnen einfach zu viel ein solches kind in der Gruppe zu haben....
WER KANN UNS HELFEN...??
WER HAT ERFAHRUNGEN... ??
Grüße von Andrea und Fabian :?
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Beitrag #2 von Helmut » 17 Okt 2003 22:18


Hallo Andrea und Fabian,

nun eigene Erfahrungen mit Kindern habe ich nicht, aber ich möchte trotzdem versuchen, euch zu helfen. Wenn euer Sohn noch überhaupt keine Anstrengungen von sich aus unternommen hat, dann könnte es sich auch um eine Entwicklungsstörung handeln. Eine dieser Entwicklungsstörungen ist ADHS, eine Gehirnstoffwechselstörung. Bei ADHS ist das Zusammenspiel der Neurotransmitter im Gehirn je nach Ausprägung stärker oder weniger stark gestört. Um die daraus entstehenden Folgen und Probleme zu kompensieren, gibt es Hilfen von der medizinischen Seite und von der pädagogischen (erzieherischen) Seite. Viele Kinder mit ADHS werden entweder sehr früh oder sehr, manchmal sehr sehr spät “trocken”, wie man so schön sagt.

Aber nicht nur psychologische Ursachen können für das Einnässen schuld sein, sondern auf körperliche Fehlbildungen wie etwa Spina Bifida zum Beispiel. Hier gibt es Formen, die nur sehr schwer zu erkennen sind und oft von den Ärzten übersehen werden.

Ihr könntet auch einmal in eine urologische Fachabteilung einer Klinik gehen, die speziell für Kinder eingerichtet ist. Eine solche Fachabteilung ist die Abteilung für Urologie und Kinderurologie am Klinikum Deggendorf. Die Leiterin dieser Abteilung ist die Frau Dr. M. Bürst, sie hat sich auf die Behandlung von Kindern mit Inkontinenz und Bettnässen spezialisiert. Ich denke ihr solltet einmal Kontakt mit ihr aufnehmen.

Gruß Helmut :wink:
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Beitrag #3 von Drele » 19 Okt 2003 22:06


Danke Helmut !
Danke für deine Antwort. Leider ist hier nicht gerade viel los. Ich hatte gehofft mehr zu finden, die das ähnliche Problem haben wie wir. Gibt es irgendwo ein Forum, in dem solche Probleme behandelt werden bzw. sich eltern betroffener Kinder austauschen können??

Wir waren bereits in Regensburg in der Hedwigs-Klinik beim Chefarzt der Kinderurologischen Abteilung H. Dr. Rösch. Er hat nur Ultraschall gemacht und festgestellt, dass die Blasenwand dicker sei als normal. die "schwere" Untersuchung mit Blasenspiegelung usw. haben wir bislang noch nicht gemacht. Ich denke oft, dass das alles von alleine kommt und man ihm nur Zeit geben müßte - aber so einfach geht es hald doch nicht. vor allem wenn eine Erzeiherin erwartet, dass man den NOTAUS- Knopf finden muß. Am frustrierenden finde ich, dass egal wo wir hinkommen es immer so abgeht.... Ewig auf einen Termin warten...ewig lange Anamnese...Die Feststellung, dass geholfen werden muß.... ABER NICHT BEI UNS.... gehen sie doch zu XY oder zu XZ...und alles beginnt von vorne. Und alles auf dem Rücken des Kindes. Nun, wir haben nächste Woche noch zwei Untersuchungen und wenn da nichts bei rauskommt werde ich mich mal an die Fr. Dr. M. Bürst wenden.
Danke nochmals.
Andrea + Fabian
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Beitrag #4 von Helmut » 19 Okt 2003 23:19


Hallo Andrea + Fabian,

nun ein spezielles Forum für betroffene Kinder kenne ich jetzt nicht, nur eines bei dem es ums Bettnässen geht. Sicher gibt es noch mehrere die betroffene Kinder haben, aber wer spricht das schon offen an.

Also das ist doch schon einmal ein Anhaltspunkt, den H. Dr. Rösch da bei deinem Sohn gefunden hat. Eine Verdickung der Blasenwand deutet auf eine Funktionsstörung des Blasenmuskels und oder des Schleißmuskels hin. Die Ursache dafür kann nur mit Hilfe der urodynamischen Untersuchung und einer Blasenspiegelung bestimmt werden.

Ich verstehe dich auch, daß es dich Nervt, ständig nur von einem zum nächsten geschickt zu werden. In diesem Fall kann aber nur ein Urologe helfen, der sich wirklich gut mit Kinderurologie auskennt. Ich glaube, Fr. Dr. M. Bürst kommt am 22.November zum 2.Kinder-Inkontinenztag nach Regensburg, dort könntet ihr ja Kontakt mit ihr aufnehmen.

Gruß Helmut :wink:
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Beitrag #5 von Reinhard » 21 Okt 2003 09:56


Hallo Andrea und Fabian schaue doch mal auf der Seite http://f50.parsimony.net/forum200708/ oder www.kindergaudi.de bis dann :fleissig:
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Hallo Ihr Beiden

Beitrag #6 von Stutzer » 22 Okt 2003 15:11


Erst einmal herzlich Willkommen auf dieser Page

Erfahrung mit einnässenden Kindern habe ich nur aus meiner sicht mit den eigenen.
meine Kleinen nässen allerdings nur ab und an mal ein, da ich aber selbst dauer Inkontinent bin möchte ich dir sagen das die vorgenannten Antworten im Großen und Ganzem richtig sind. Wichtig finde ich aber auch den Aspekt das ihr beide den Mut nicht sinken lasst.


Ein Kind das, so wie ihr es beschreibt, einnässt hat es selber nicht leicht, es fühlt sich unvollkommen, zurückgesetzt und vielleicht auch überfordert. Es ist wichtig das ihr Versucht eine Ursache dafür zu finden, nur sollte es nicht bei der Ursachenforschung bleiben, genauso wichtig ist es für deinen Sohn das er normal weiterleben kann, trotz dieses kleinem Handicaps. Soziale Kontakte und der Umgang mit dem Handicap sind wichtiger den je. Vielleicht gelingt es ihm ja auch durch "Abgucken" trocken zu werden.

Auch wird dir jeder Kinderarzt und Urologe bestätigen das es den einen oder anderen kleinen Menschen gibt der nicht trocken werden möchte, soviel mühe man sich auch gibt.

Ich habe bei meinem größten die Feststellung gemacht (er nässte mit 4,5 Jahren noch ein) es auf einmal von ihm selbst ausging, so wurde er trocken.

Was ich damit eigentlich sagen möchte ist: behandele ihn wie es eine führsorgende Mutter tut, was nicht heißen soll das du es nicht tust, nur stelle das Handicap nicht in den Vordergrund. Er braucht dich und deine Liebe.

Ich drücke euch beiden ganz fest die Daumen und wäre erfreut über eine kurze Reaktion

Bis dahin alles gute

Lutz
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Beitrag #7 von Matti » 23 Okt 2003 10:17


Hallo Reinhard

Ich weiss nicht ob du dir selbst schon einmal das schwachsinnige Forum von Jan angesehen hast was du hier empfielst,nur kann ich wirklich keinem Betroffenen empfelen sich dort Rat und Hilfe hohlen zu wollen.

Gruss
Matti
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Beitrag #8 von Drele » 04 Nov 2003 22:55


Ich danke euch allen für die liebe Hilfe.
Persönlich hätte ich ja nicht so ein Problem mit dem Einnässen, jedoch das Umfeld ist der Druckfaktor - ein nicht "normales" Kind ist immer in einer Gemeinschaft das Problemkind. Und wenn dann noch mehrere Faktoren dazukommen ( Scheidung und Umzug ), dann entstehen Situationen in denen man ganz einfach hilflos zuschauen muß.
So rennen wir nun auf Zwang des Kindergartens um ein Problem zu bekämpfen, das auf Grund dieses Drucks warscheinlich noch verstärkt wird. Ein Teufelskreis.
Wir hoffen, dass wir am 22. November in Regensburg ein paar nette Leute treffen, mit ähnlichen Problemen. Manchmal tut es einfach gut sich nur mal "ausquatschen" zu können.
Danke.

Grüßle
Andrea & Fabian
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Lass dich nicht unterkriegen!!!!

Beitrag #9 von Stutzer » 11 Nov 2003 16:46


Hallo Fabian, Hallo Andrea
Ihr braucht euch nicht für unsere Antworten bedanken, denn glaube uns wir kennen deine Situation aus der eigenen Erfahrung noch recht gut.

Der Druckfaktor ist anscheinend die Hauptbelastung, dem kann abgeholfen werden.
Klingt einfach, ist es eigentlich auch.

Lieber Fabian, lass dich nicht unterkriegen, sei einfach wie du bist, sei ein kleiner Junge der genauso viel Blödsinn wie Erfindungsreichtum beherrscht, sei das was du immer sein wolltest. sei du selbst.

Für dich liebe Andrea
Bleibe die treusorgende Mutter, du willst ei Kind das "normal" ist, du hast ein Kind das vollkommen normal ist. Glaube mir ich weis es ganz genau. meine beiden Racker haben in den letzten Tagen mehr Wäsche gebraucht als ich, und die sind normal. es geschieht immer wieder das sich Kinder einnässen. und das auch ohne irgend einen ersichtlichen Grund.

Ich finde ihr macht das Toll, nur last euch von den anderen Normal´los nicht unterkriegen, denn die haben alle eine eigene Leiche im Keller.

Für Regensburg drücke ich euch die Daumen und hoffe das Ihr auch auf der Seite bleibt wenn ihr wieder normal seid. :lach:
Bis dahin wünsche ich dir viel Glück und verbleibe

freundlichst grüßend
der Lutz
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Sohn nässt Tags und Nachts ein

Beitrag #10 von susi32 » 03 Dez 2003 22:31


Liebe Andrea,

mein Sohn ist jetzt 8 Jahre alt und ist noch nie eine Tag bzw Nacht "trocken" gewesen. Er hat schon alle möglichen Untersuchungen hinter sich. Laut Arzt ist organisch alles in Ordnung. Leider haben hier die Ärzte in der Kinderklinik kapituliert, sie können uns nicht weiterhelfen. Ich werde auf jeden Fall mal mit Dr. Bürst in Deggendorf Kontakt aufnehemen. Wie gut, dass es doch das Internet gibt, so erfährt man immer wieder was neues :D !
Ich bin inzwischen auch schon ziemlich mit den Nerven runter, und den ewigen Stress mit den "lieben Mitmenschen" kennst du ja selbst. Ich bin sehr froh, dass mein Sohne eine sehr tollerante Lehrerin hat und es da noch nie Probleme gegeben hat.
Das mit dem Kindergarten ist einfach bescheuert. Mein Sohne war am Anfang in einem "normalen" Kindergarten. Da haben sie auch Ärger gemacht. Danach ist er in eine Tagesklinik gekommen, weil er noch Stuhlprobleme hatte, danach war er in einem heilpädagogischen Kindergarten.
Es gibt aber auch Kindergärten die da viel verständnissvoller sind. Meine Tochter nässte auch sehr häufig ein, und sie haben gar nichts gesagt. Umziehen und fertig.
Vielleicht hat dir mein Beitrag einwenig Trost gegeben, dass ihr mit dem Problem nicht alleine auf der Welt seit! Mir kommt es oft so vor. Man hört ja öfters, dass Kinder lange Nachts einnässen, aber am Tag.......

So, jetzt wünsche ich euch noch viel Nerven weiterhin!
Noch ein kleiner Hinweis, wo du was nachlesen kannst: www.einz.org

Gruß Marion
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