Erfahrungen mit Einnäss-Kids gesucht...

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Beitrag #11 von Jonas » 14 Dez 2003 20:02


Hallo!
Ich komme grade ins Grübeln. Klar, es gibt merkwürdige Zeitgenossen, so ist die Tochter einer Freundin von einer Grundschule wegen ihrer Gehbehinderung nicht genommen worden. Und klar gibts auch entsprechende Kindergärten. Aber eine Schulfreundin, die jetzt Erzieherin ist, sagte mir, wenn wir über das Problem Einnässen reden, dass sie immer wieder Kinder habe, die damit Probleme haben. Die Anzahl steigt ihrer Meinung nach sogar. Aber sie meint, vom Kindergarten aus sei das eher kein Problem. Die Kinder werden unauffällig gewickelt und gut is.
Ihrer Meinung nach liegt das Problem oft bei den Eltern, die sich z.B. weigern, ihre Kinder zu wickeln, oder wickeln zu lassen, mit dem Ergebnis, dass die sich vor versammelter Mannschaft nass machen, was für die Kleinen natürlich megapeinlich ist. Und die, die mit ihren Kindern eine permanente Rally von Arzt zu Arzt machen, bis die Kids fix und fertig sind. Klar ist es sinnvoll, herauszufinden, woran es liegt und was man sinnvollerweise tun kann.
Ich selber aber habe die schier nicht enden wollende Reihe von Maßnahmen, Regeln, Restriktionen, Besuchen bei diesem Arzt, bei jenem Arzt und bei noch einem mit weiteren Maßnahmen und Schikanen und die Tatsache, dass es irgendwann mal von fünf Ärzten sechs Meinungen gab, noch in bester Erinnerung. Zuletzt hatte ich schon mit sieben so eine Art Nervenzusammenbruch, weil ich nicht verstehen konnte, warum mich meine Eltern so hassen. Klar weiß ich inzwischen, dass sie es nur gut gemeint haben. Aber, wie so oft, das Gegenteil von gut ist gut gemeint!
Was will ich damit sagen?
Don´t panic! Geht´s ruhig an. Windeln sind keine Schande. Einnässen ist keine Schande. Kein Rennen von Arzt zu Arzt. Ich glaube fest, dass gerade die Einnässer besonders sensible Naturen sind, die immer wieder mal eine Extra-Portion Liebe brauchen. Und Selbstvertrauen.
Für mich wäre es mal eine tolle Botschaft gewesen, wenn mir mal jemand gesagt hätte, "du bist voll okay, so wie du bist". "Ich bin nicht ganz dicht - na und?" schreibt Helmut. Richtig. Andere haben Allergien, oder weiß ich was, wir nässen eben ein!

Ich kapier nicht ganz, was die Erzieher für ein Problem haben. Wenn meine Bekannte so ein Kind in der Gruppe hat, dann verschwindet eine Erzieherin zur passenden Zeit mit dem Zwerg und nach ein paar Minuten sind sie wieder da. Die anderen Kiddies kriegen das gar nicht groß mit. Frisch gewickelt unter lustigen ausreichend weiten Klamotten - keiner merkt groß was. Ich habe das Gefühl, dass da mit und in dem Kindergarten was nicht ideal läuft.

Greez
Jonas
Enuresis: gut gewickelt heißt gut geschlafen.
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Irrfahrt des Odyseus

Beitrag #12 von Stutzer » 15 Dez 2003 11:02


Hallo Jonas

Hut ab für deine klare und zielgerichtete Aussage. Auch ich kann ein Lied von den wirren der Ärzte in bezug auf die Kindliche Psyche singen. es ist wichtig dem einnässenden Kind das Gefühl zu vermitteln das es zwar nicht der "Norm" entspricht aber doch trotz alle dem der liebenswerteste und wichtigste Mensch im Leben junger Eltern ist.

Ich denke oft daran wie es im meinem vorherigen Leben als Neandertaler war. :mrgreen:

Nun mal Spaß beiseite, es ist in der heutigen Zeit eindeutig der Gesundheitswarn und das Bedürfnis perfekte Menschen zu erziehen. Diese Aspekte werden in der Erziehung oftmals vergessen. denn der Neandertaler war garantiert kein Mensch der eine Toilette aufgesucht hat.

Was ich damit sagen möchte ist einzig und allein die Tatsache das es Menschen gibt die der Meinung sind dass alles das was sie können auch sofort jeder andere können muss.

Ein Elternteil der bemüht ist seinen Kindern ein relativ normales Leben zu gewährleisten , ist sicherlich auf eine natürliche Entwicklung schauend orientiert.

Die Zeit arbeitet für die Kinder, denn über kurz oder lang werden alle die keinen körperlichen Defekt oder ein psychisches Trauma haben, trocken werden.
Bis dahin wünsche ich dir viel Glück und verbleibe

freundlichst grüßend
der Lutz
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Kindergarten - Ärzte - Krankenkasse

Beitrag #13 von susi32 » 16 Dez 2003 23:18


Hallo Jonas,

ich kenne bei uns in der Gegend keinen einzigen Kindergarten, bei dem Kinder mit Windeln kommen dürfen, und schon gar nicht gewickelt werden. Natürlich wäre es besser, wenn man den Kinder Zeit lassen würde, aber im Kindergarten hat man keine Zeit zum Wickeln. So bekommt man das oft zu hören.
Was das Thema "Druck" anbelangt, da habe ich auch so meine Erfahrungen. Ich hatte mit den ganzen Untersuchungen für meinen Sohn auch die Schnauze voll und dachte mir, jetzt lass ich ihn mal in Ruhe, damit er nicht ständig damit konfrontiert wird, und noch einen psychischen Knacks bekommt. Da hat mich doch nach einiger Zeit die Krankenkasse angerufen und die Kostenübernahme für die Windeln gestrichen. Die Sachbearbeiterin meinte, es geht nicht, wenn mein Sohn immer weiter Windeln bekommt und ich ihn nicht weiter behandeln und untersuchen lasse! Mir ging damals ganz schön der Hut hoch. Mit dem Kinderarzt habe ich mich auch noch deswegen fast angelegt. Ab Februar habe ich eine neue Krankenkasse, mal sehen wie es da klappt.
Noch was interessantes ist bei meinem Sohn festzustellen. Wenn er tagsüber Einlagen trägt, dann geht er viel seltener auf die Toilette als ohne. Ich denke mal, es ist einfach Bequemlichkeit.

So, jetzt habe ich noch eine Bitte an alle, die auch schon als Kind Probleme mit dem Einnässen gehabt haben. Ich würde gern viele Erfahrungsberichte von Euch lesen, damit ich meinem Sohn vielleicht damit etwas weiterhelfen kann. Danke

Gruß Marion
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susi32
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Spätentwickler - Bettnässen

Beitrag #14 von Chris » 17 Dez 2003 12:16


Hallo Marion,

ich bin selbst betroffen - nicht von Bettnässen, aber durch inko nach einem Unfall.

Bei meinen 4 Kindern denke ich, dass ich da schon so einiges erlebt habe, unsere Kinder sind von 1980 bis 1987 geboren und was da auffiel war, dass die Jungen erheblich länger brauchten, bis das Bett zuverlässig trocken blieb, unser Großer hat bis nach der Geburt seiner jüngsten Schwester gebraucht, bis er keine Einlage mehr im Bett brauchte. Auch sein Bruder - 18 Monate jünger hat bis zur Schule benötigt, bis er endgültig trocken war. Zum Glück hat dies in der Kinderstube keine Probleme gemacht, wir leben auf den Land und da ist alles ein bisschen "Kindgerechter". Da wurde eben, wenn was passiert war umgezogen und fertig, das war und ist auch heute kein Problem. Ich weiß nicht genau, wieviele Kinder noch Windeln benötigen, aber es sind nicht so ganz wenige, zumal das Aufnahmealter auf unter 3 Jahre gesenkt wurde und die entsprechende Wickelmöglichkeit unübersehbar ist. Ich besuche den Kindergarten mehrfach im Jahr, um mit den Kindern Brandschutzerziehnung zu machen und Feuerwehr ist immer so spannend, da bekomme ich so manchen Zwischenfall live mit.

Ganz anders die Erfahrungen mit den Mädchen, die Ältere hat so mit gut 2 Jahren eines Morgens gesagt, dass sie keine Windel mehr wolle und wir haben es riskiert und siehe da, ca. 3 Wochen später war sie auch Nachts total trocken, obwohl sie für eben diese Zeit noch eine Windel umbekommen hatte und ihre Brüder auch noch eine Windel umbekamen, obwohl sie gut 3 Jahre jünger ist als der nächstältere. Ähnlich war es dann auch mit der Jüngsten, die kurz vor dem 3 Lebensjahr innerhalb von 2 Monaten total trocken wurde. Zu dem ganzen ist noch zu sagen, dass die Windeln ja 1980-82 ganz anders waren, als sie es heute sind, aber obwohl die Mädchen mit den "besseren" Windeln gewickelt wurden waren sie eben deutlich, schneller trocken. Ich weiß nicht, ob das etwas mit der Bequemlichkeit der Jungen zu tun hat oder ob es da Geschlechtsspeziefische Unterschiede gibt. Sicher bin ich mitlerweile, dass unsere Erfahrungen keine Einzelfälle waren, da im Bekanntenkreis viele Kinder ähnliches Verhalten zeigten.

Vielleicht hilft das ja deinem Sohn und dir ein bisschen weiter.

Viel Geduld und ein schönes Weihnachten wünscht Euch

Chris
Kinder sind uns als Lehen gegeben, wir müssen sie sorgfältig behandeln
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Beitrag #15 von denny16 » 31 Dez 2003 10:54


Hallo Marion

Ich wollte nur deiner Bitte entsprechen und mich mal dazu äußern wie es bei mir in der Kindheit war.
Ich soll angeblich mit 4 Jahren trocken gewesen sein. Aber als ich dann adoptiert wurde habe ich wieder angefangen in die Hose und ins Bett zu machen.
Anfänglich hieß es dass sich dass wieder geben würde, wenn ich mich daran gewöhnt hätte dass ich jetzt eine Familie habe, und ich kein Baby sein muss damit mich alle lieb haben.
Doch bin ich dann einfach nicht trocken geworden. Und deshalb trage ich seit dem immer noch Windeln. Natürlich war ich mit meinen Eltern bei vielen Ärzten und Psychologen. Aber geholfen hat dass nix. Ich habe auch meine Windeln gehasst, weil ich von anderen Kindern immer geärgert wurde. Im Kindergarten kann ich mich nicht daran erinnern dass es da groß Probleme gab. Aber in der Schule. Ich sollte sogar in eine Sonderschule, weil ich behindert sei. Wegen den Windeln mein ich. Aber meine Eltern und auch meine Hausärztin haben dann gesagt, dass ich ja nicht dumm bin und deshalb in der Schule bleiben kann. Als ich dann älter wurde hatten sich meine Klassenkameraden dann langsam daran gewöhnt, dass ich Windeln dran habe. Aber verheimlichen kann man das nicht. Ich hab mich dann selbst nicht mehr leiden können. Ich habe deshalb auch noch jetzt Probleme, weil ich manchmal dann zuhause noch ein Kind bin. Und deshalb muss ich auch noch zu einem Psychologen. Aber ich hab bis jetzt noch keine Freunde gefunden. Was mich manchmal traurig macht. Vielleicht will ich auch gar keine Freunde, weil wo ich noch klein war haben die anderen Kinder immer gesagt, dass sie mit einem Baby nicht spielen wollen. Natürlich haben die nicht nur Baby gesagt aber die anderen Worte wollte ich hier nicht schreiben.
Na ja ich hatte halt viele Probleme mit den Windeln und in ein Ferienlager durfte ich auch nie mit, weil es da nicht ging dass ich dann mit Windeln rumlaufe.
Aber meine Eltern sagen nichts wegen den Windeln.
Und ich merke die Windel manchmal gar nicht mehr.
Ich glaube irgendwann gewöhnt man sich an die Windel. Aber ich habe auch gar keine Lust mehr ständig irgendwelchen Leuten zu erklären warum ich Windeln dran haben muss.


Also, dann Tschaui
Denny
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Beitrag #16 von Werner Holmans » 01 Jan 2004 16:10


Hallo,
mit Interesse habe ich diese Beiträge gelesen und mich an die Zeit erinnert, als unsere Kinder noch klein waren. Ich halte Pampers zum Beispiel als vollkommen ungeeignet für Kinder wenn sie schnell trocken werden sollen. Nehmt eine Stoffwindel als Einlage und eine Gummihose als Überhose. Hat das Kind in die Hose gemacht, wird es für das Kind sehr unangenehm feucht. Es fühlt sich in der feuchten Windel nicht mehr wohl. So wird das Kind viel eher trocken. Am Tag würde ich bei älteren Kindern vollkommen auf eine Windel verzichten. Bald werden sie sich selbst bemühen trocken zu sein, da sie sonst von den Spielkameraden ausgelacht werden. Nach jedem Toilettengang 8oder Topf) sollte das Kind ensprechend gelobt werden. Nichts sollte dem Zufall überlassen werden.
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Beitrag #17 von Helmut » 01 Jan 2004 17:24


Hallo Werner,

klar mag dein Argument richtig sein, aber hier sollten auch immer die Ursachen des Bettnässens klar sein. Wenn zum Beispiel eine organische Störung wie etwa ein Hormonmangel oder eine Entwicklungsverzögerung vorliegt, dann bringt diese Methode garnichts. Ich selber bin noch mit Stoffwindeln und Gummihose als Kind gewickelt worden und trotzdem erst sehr spät mit 6 Jahren auch sicher Nachts trocken gewesen.

Darum sollte erst die Ursache des Bettnässens mit dem Arzt abgeklärt sein, bevor man sich für diese oder eine andere Wickelmethode entscheidet.

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Trocken werden!

Beitrag #18 von Stutzer » 02 Jan 2004 14:45


Hallo Werner

Erst einmal ein Frohes neues Jahr

In erster Linie muss ich Helmut recht geben.

Ein Einnässen, Bettnässen hat immer einen Grund.
Sei es durch gesundheitliche Aspekte wie Fehlbildungen, Nervenschädigungen oder der gleichen mehr.
Sei es durch Psychische Aspekte; Angst, Anspannung, Depressionen usw.
Oder durch eine Verzögerung im Reifeprozess.

In erster Linie muss zwingend erforderlich abgeklärt werden warum es geschieht, erst dann kann ich daran gehen entweder die Ursachen zu beseitigen oder behutsam auf das Kind einzugehen. Eine direkte Beeinflussung durch Bloßstellung ist aber garantiert der schwerste Weg den man wählen kann. Die Gefahr das Kind durch Hänselungen zu diskreditieren oder gar ins abseits zu stellen drängt es nur in eine psychische Belastungsphase, welche dann wiederum das Bettnässen oder einnässen zum Ventil haben könnte.

Kein Kind nässt willentlich ein ohne dafür einen triftigen Grund zu haben.

Von daher ist es wichtig das Kind entsprechen zu fördern und zu fordern.
Bis dahin wünsche ich dir viel Glück und verbleibe

freundlichst grüßend
der Lutz
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Beitrag #19 von Drele » 11 Mär 2004 21:36


Hallo ihr lieben !

Es erstaunt mich immer wieder, dass sich so wenig Eltern mit inkontinenten Kindern melden... überall hört man von dem weit verbreiteten Problem kindlicher Inkontinenz - aber sich outen tut dann doch kaum jemand. Wo das doch der eigenen Psyche super gut tut wenn man sich mal so richtig ausquatschen kann, und der andere die Problematik kennt. Die "wann-hört-die-endlich-mit-dem-blöden-thema-auf" Gesichter kenne ich zu genüge - das brauche ich nicht unbedingt mehr - und so frißt man in sich hinein und marträtiert die engsten Freunde damit. Leider.

@Marion:
Da haben wir wohl die ähnliche Situation mit unseren Jungs. Seit meiner Frage im Forum hat sich nicht viel geändert. Wir waren jetzt vor kurzem in Kur deswegen - aber es hat sich nicht wirklich an unserem Problem etwas geändert. Ich persönlich befürworte den Rat "das Kind sich entwickeln lassen ohne Druck" - gut gesagt, aber in unserem Fall undenkbar. Der Druck der von aussen auf einem lastet ist gnadenlos...auf den Eltern und dem Kind !
Man ist gezwungenermassen "verdonnert" von Arzt zu Arzt zu rennen, denn in diesem Fall will keiner eine definitive Aussage machen - lieber schickt er weiter. Ist einfacher in dem Moment. Und dann kommen die immer neue Wartezeiten von 1/2 bis 1 Jahr dazu, die man irgendwie überbrücken muß - sonst fliegt man aus dem Kindergarten...
Ich werde dir meine Tel. Nr. Mailen, vielleicht hast du mal Lust zu telefonieren....

@alle anderen
Eure Antworten machen einem Mut das mit meinem Sohn durchzustehen. Manchmal ist man bös fertig und würde am liebsten resignieren - aber das geht ja nun nicht....
Jeden Tag bekomme ich mein Fett ab im Kindergarten : entweder einen direkten Anschiss ( VOR DEM KIND ) oder ein bitterböser Blick, oder man wird ignoriert, oder man zitiert mich ins Büro und sagt mir dass es so nicht weiter geht und ich bald das Kind mit nach hause nehmen müsse, weil sie nicht mit ihm fertig wird....
Das härteste war : Sie hat gesagt, dass Fabian sie anwiedern würde.....
Tja, aber einen anderen Kindergartenplatz bekamen wir nicht und es sei ihr Recht - sagt das Jugendamt - das Kind "rauszuschmeissen" wen es in der Gruppe nicht tragbar sei...
SOLCHE MENSCHEN ÜBEN ERZIEHUNGSFUNKTIONEN AUS - man mag es nicht glauben, aber trotz haufenweiser Beschwerden beim Ordinariat ist sie noch immer im Dienst ( und die Erzieherin in der selben Gruppe ist andauernd krank - wundert mich nicht, denn sie hat bei ihr auch kein Leben )

Am 20. 03.04 ist in Regensburg Kinder-inkontinenztag - ich hoffe er findet dieses mal statt....
hoffentlich hilft uns das weiter - oder wir lernen nette Menschen mit den selben Problemen kennen. in der Gruppe kann man doch leichter auftreten gegenüber anderen als alleine....

Liebe Grüße an alle
Andrea und Fabian

Man sieht sich vielleicht in Regensburg - WIR GEHEN HIN -
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Kindergarten?

Beitrag #20 von Stutzer » 12 Mär 2004 22:02


Hallo Drele

Ich kann sehr gut nachvollziehen wie du mit deinem Kind unter den "pädagogisch unwertvollen Ratschlägen" leidest.
Die Tatsache der Aussage des Jugendamtes würde ich zum Anlass nehmen dir für deinen Sohn ein Attest ausstellen zu lassen und dann damit zum Jugendamt gehen. Die Frage die du stellen must ist ein dringender Bedarf an einen Kindergartenplatz in einem Integriertem System. Es gibt noch Kindertagesstätten für Kinder die "normal" (sorry für den Ausdruck) und Kinder die in einer gewissen Form behindert sind. Diese Einrichtungen nennen Sich in der Regel Integrative Kinderhorte oder Kindergärten für behinderte Kinder.
Eine weitere Möglichkeit ist eine sogenannte Pädagogische Hilfsstellen die sich um die Frühförderung und der gleichen Kümmert. Die müsste es in deiner Umgebung eigentlich geben.

Ich hoffe das du nicht den Kopf hängen läst. Aus meiner eigenen Kindheit weis ich das viele Eltern sich nicht Outen da es Ihnen peinlich ist und sie immer das Gefühl haben in der Erziehung versagt zu haben, dem ist in Wirklichkeit nicht so, das Kind und die Eltern leiden darunter, was zu einer zwangsläufigen Belastung der Beziehung führen kann. Lasse es nicht soweit kommen, denn ich weis wie sch..... das ist.

Drücke dir wie immer die Daumen und möchte dich gerne mal drücken um dir Trost zu spenden.

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