Erfahrungen mit Einnäss-Kids gesucht...

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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selber einer

Beitrag #31 von Edith » 09 Nov 2004 12:47


hallo und willkommen;
ich gehöre leider auch zu den leuten,die nachts nicht trocken bleiben können und das seit ich klein war!!!
ich wollte euch nur raten es eurem sohn nicht so schwer zu machen, weil ich als kleinens kind sehr darunter gelitten habe!
:cry:
denn auch für uns ist es schwer damit klarzukommen. niemand ist ganz ohne selbstzweifel und jedes schlechte wort nimmt uns mehr und mehr selbstvertrauen!!!
DANKE fürs lesen und viel glück für den kleinen! :mrgreen:
edith
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Edith
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halla Drele

Beitrag #32 von Bertram » 26 Nov 2004 20:36


hab ich irgenwo gelesen:

tepperwein beschreibt in seinem buch "was dir deine krankheit sagen will", bettnässen sei weinen mit der blase, protest gegen falsche behandlung und mißstände, überforderung durch falschen ehrgeiz der eltern, innerer druck.

Bettnässen ist ein unbewusstes Druck Loslassen, das dann auftritt wenn der Verstand schläft, wenn das Kind die Kontrolle über Bewusstsein verloren hat, das aber so geschieht, dass die Umwelt am nächsten Morgen den inneren Protest bemerkt.

das Kind hat das Gefühl es würde zu viel von ihm verlangt, tagsüber kann das Kind seinen Druck wegen zu großem Gegendruck nicht loswerden. es wird ihm ein Verhaltensmuster aufgezwungen, das ihm nicht entspricht, man hindert es daran, sich kindgerecht zu verhalten. erst in der Nacht kann es die Dinge so "laufen lassen" wie es will.
Durch das Bettnässen sagt das Kind " ich bin noch so klein, ich mache noch ins bett, damit sich meine eltern endlich richtig um mich kümmern. ich fühle mich zurückgesetzt und vernachlässigt"

das heißt für die eltern, man sollte dem Kind nicht das aufzwingen was man selber gerne getan hätte. keiner kann an seinem Kind gut machen, was an ihm selbst versäumt wurde.

:roll: weiss nicht,
Gruss Bertram
Ist Bettnässen vererbbar?
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Bertram
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Hallo an alle...

Beitrag #33 von Drele » 18 Sep 2005 23:22


Bin lange nicht mehr da gewesen... Bei uns hat sich an der Grundsituation nichts geändert. Fabian ist jetzt bald 7 1/2 Jahre alt und er nässt nach wie vor tags und nachts ein. Tags trägt er eine Einlage und nachts eine Windel. Für ihn ist das fast eine "normale" Situation geworden, da wir uns an die Richtlinie " ignorieren und nicht demotivieren" gehalten haben.... was aber auch nur gegangen ist da wir jetzt endlich Menschen um uns haben die uns unterstützen und nicht fertigmachen... das hatten wir bitter nötig !!
Er geht jetzt in die 2. Klasse und hat zusätzlich noch eine Lese- und Rechtschreibschwäche sowie ADHS. Tja, es hört nicht auf - es geht munter weiter... armer Kerl... Jetzt haben wir ihm 1 Jahr Druck gemacht mit lernen, da der Lehrer behauptet hat, dass es kein Problem bei ihm gäbe - er müsse nur mehr üben.. na ja, er hat nur noch dieses Jahr bis zur Rente... das wollte er wohl noch ohne "Sonderbehandlungskind mit Mehraufwand" überstehen.. Nun, dieser Druck hat unser Problem nicht gerade verbessert, er kam oft trotz Einlage batscherlnass heim. Wir sind nur froh, dass die HEP, die die Mittagsbetreuung macht ihn so akzeptiert wie er ist und keine Probleme macht - sondern uns unterstützt ( EIN WAHRES WUNDER !! ).. Dieses Jahr bekommt er keinen Druck - und wenn er die 2. Klasse nochmals machen muß - er ist eh einer von den kleinen..
Da sieht man doch wie die Umwelt dazu beiträgt eine vorhandene Situation nicht zu erleichtern sondern - im Gegenteil - noch zu verstärken.
Er bekommt jetzt seit 1 Woche Ritalin und der Arzt hat gesagt, dass dadurch auch die Körperwahrnehmung gesteigert werden könnte und er unter Umständen auch "trockener" werden könnte... die erste Woche jedenfalls war gar nicht so schlecht.. wir werden sehen..

Liebe Grüße an alle!
Drele
Etwaige Rechtschreib- und Grammatikfehler in diesem Text sind gewollt und wurden hier mit Absicht versteckt. Wer sie findet, darf sie behalten.
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Re: Erfahrungen mit Einnäss-Kids gesucht...

Beitrag #34 von papa0861 » 18 Sep 2005 23:55


Drele hat geschrieben:Hi, ich bin neu hier, und suche jemanden, der Erfahrungen mit einnässenden kindern hat.


hallo ihr zwei,

vielleicht findet ihr hier einen denkanstoß:

mich (43) hat es nun leider selber erwischt und ich brauche eigentlich selber hilfe. aber in bezug auf dein kind, kann ich auch so mit meinen erfahrungen aufwarten. die tochter meiner ehemaligen frau hat auch nacht für nacht eingenäßt und tut es, soweit ich weiß, auch heute noch. sie ist jetzt 14 oder 15 jahre. es gibt kein allemeingültiges heilmittel dagegen. am wichtigsten ist es, wenn zuerst einmal die genauen ursachen abgeklärt werden. liegen körperliche oder seelische ursachen vor. du mußt auf jeden fall die einstellung deinem kind gegenüber überprüfen. im falle des kindes meiner ehemaligen frau gehe ich heute davon aus, daß die pullerei eine art protestreaktion des kindes auf die neuen partner war und ist. alle versuche auf das das kind einzugehen und alle technischen hilfsmittel (wie klingelhose, stündliches wecken ....) haben kläglich versagt. bestärkt wurde das kind meiner meinung nach noch durch den umgang der mutter mit dem problem. diese hatte so eine art punktesystem eingeführt (ach meine liebe kleine, heute bist du binnenschiffer, hochseeschiffer und regentrude). allein schon dadurch hatte das kind immer morgens das gefühl, daß sich die mutter nur im sie kümmert, ein bruder war ja auch noch da. damit hatte das kind erreicht, was es wollte. bevor der normale tagesablauf begann, drehte sich alles um sie. in der schule war sie auch nur zu faul, regelmäßig die toilette aufzusuchen. selbst die forderung der lehrer, in jeder pause zu gehen, hat sie ignoriert oder so getan, als ob sie gegangen ist. erfolg: nasse hosen. irgendwo ist das meiner meinung nach (soweit körperliche schäden auszuschließen sind) auch irgendwo ein hilfeschrei. aber um das herauszufinden, solltes du wirklich kinderpsych. hilfe in anspruch nehmen.


lg
jürgen
:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
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Beitrag #35 von pfluftel » 19 Dez 2005 21:14


Hallo, Drele,
Habe mit großem Interesse Deinen Bericht gelesen. Jetzt ist ja nun wieder einige Zeit vergangen und wie hat denn das Mittel bei Deinem Sohn geholfen.
Ich habe insgesamt 4 Kinder. Mein Großer Sohn (20) hat immer noch ab und zu ein nasses Bett . Hat lange Zeit Minirin und Mectonorm genommen. Bei meiner Tochter, sie ist inzwischen auch schon 19 hat es während der Pubertät aufgehört. Bei meinen kleinen Kindern sie sind: Sohn 9 Jahre und Tochter ist 7 Jahre habe ich nun wieder das gleiche Problem. Fast jede Nacht ist das Bett nass. Ich hatte nun gehofft, das innerhalb der Jahre die Medizin etwas weiter ist, wenn man es überhaupt durch Medizin beheben kann.
Ich finde das Forum das Forum klasse denn man merkt, das man mit diesem sonst so heiklen Thema nicht allein bist.
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Beitrag #36 von Helmut » 29 Dez 2005 16:17


Hallo Drele,

gibt es schon Fortschritte bei Fabian mit dem Einnässproblem?

In deinem letzten Absatz hast du angedeutet, dass es vielleicht besser werden könnte, das würde bestimmt für ihn auch von Vorteil sein. Die Einstellung dass ihr die Inkontinenz nicht verteufelt und stattdessen ganz Normal damit umgeht, das trägt vielleicht auch mit dazu bei, dass es besser werden kann.

Gruß Helmut 8)
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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einnäss Kids

Beitrag #37 von klaro (+16.05.2008) » 15 Mär 2006 21:24


hallo Drehle
schade, dass du nicht mehr hier bist, wir warden spannend auf deinen Berichd.

Deke, das andere von deiner Erfahrung auch zehren könnten. Hofnung Mut oder Tips fasen.

War gerade am Beitrag lesen von Pflusftel, ich hat selber 4 Kids und weis wie eng ADS und ADHS eben, mid betnäsen zu tun habne kann und zu tun hat.

Beim ADS, hypo vertràumten oder hyper isd es schon so,dass vorallem nicht behandelte Kids, nichd diagnostizierte Kids... vom Einàsen betrofen sind, und nid nur nachts. Auch nie ganz gleichmàsig.

Komt immer auf die Altagssitzatzion draufan. Das Gehirn kann nichd alle Reize auffangen, filtern, ist überfordert etc.

beide Kids, welche nun bei meinen mit ADS (mal hyper, mal hypo) diagnostizierd wruden, stehen nachds immer noch auf, aufs Klo müssen.

Die ganz gesunden hingegen, schlafen durhc. Ich fànsd toll, wenn sich merh ADS Betrofene die hier lesen, sich zu äussern wèrden.

schreibe dazu mal nichd mehr,

hoffe es melden sich Menschen, damit das ADHS oder Hypo ADS, auch hier Raum bekommn darf.
Bei AD(H)S KIds, ist ja auch der Alltag zimlich anders, wo man dauernd ja uch auf nur Unferstàndins tifft...

Aslo sprich so... klaro hat "nur unerzogene KIDS"

lach.... :lach:


ne so lustig war der Altag nie, denn Als Klein hatte keins der Kids die Diagnosen, also haten wir keine Chanschen, null.

ich wènsche vielen Eltern, den Mut, ihre KIds auf AD(H)S oder HYPO ADS abklàren zu lassen.

das verpöhnte Ritalin, ist etwa gelich Tabu oder ... verschwiegen, wie inko auch.

Aber das oft was zusamengehört... hört man gar selten.

werd mal versuchen an der nächsend Selbsthilfegruppe über AD(H) das Thema mal einzuwerfen...

lesen in Foren kann man es sehr oft.. doch dèrber redenn ist selbst in SHG wohl noch schwierig.

klaro
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klaro (+16.05.2008)
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