Ich bin Bettnässerin:(

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Ich bin Bettnässerin:(

Beitrag #1 von Hope72 » 03 Mai 2010 04:55


Hallo zusammen, zum erstenmal stelle ich mich meinem problem, beschämt aber mit der großen hoffnung hilfe zu finden. :(

Ich bin 37 jahre und seit ca. einem jahr ist es unerträglich, von 7 tagen mache ich 6 tage ins bett. Meist um die gleich uhrzeit, vermutlich in der tiefschlafphase :(

Ich muss dazu sagen, dass ich als kind auch schon probleme hatte, überhaupt "trocken" zu werden.. dies ging bis ins jugendliche alter hinein. Rückblickend hab ich ca 20 jahre keine probleme damit gehabt. Bis vor einem jahr.

Mein mann schläft schon auf dem sofa, wenn es nachts passiert und das schlafzimmer unerträglich stinkt :(

Ich schäme mich, mit meinem arzt darüber zu sprechen.. kann mir jemand sagen, woran das liegen kann? was ich tun kann.... :(

verzweifelte grüße Hope
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Beitrag #2 von Sveni » 03 Mai 2010 07:26


Hallo Hope,

wenn du schon seit einem Jahr fast jede Nacht daß Bett naßmachst, dein Mann schon auf Sofa gezogen ist, das Zimmer stinkt und du trotzdem nicht zum Arzt gehen willst, weil du dich schämst, dann habt ihr euch ja irgendwie arrangiert und an die Situation gewöhnt.

Ansonsten: Das hier ist ein Selbsthilfeforum und um dir selbst zu helfen, kann die Hilfe von dieser Seite eigentlich nur heißen: SCHER DICH ENDLICH ZUM ARZT.

Hier wird dir keiner eine Diagnose stellen, und wenn du noch nicht von selbst darauf gekommen bist, bis zur ärztlichen Abklärung der Ursachen des Bettnässens Inkontinenzhilfsmittel zu benutzen, dann kann man dir wohl auch hier nicht helfen.

Im übrigen hat so ein Urologe tagtäglich mit undichten Menschen zu tun, und von deinem Hausarzt bräuchtest du nur eine Überweisung auf Grund von Problemen mit der Blase.

Alternativ kannst du auch ohne Überweisung zum Urologen, müßtest dann aber nochmal 10 Euronen abdrücken.

Und wenn du in deinem Leben schonmal beim Gyn warst, so viel anders/schlimmer sind die ersten Untersuchungen beim Uro auch nicht.

Viele Grüße Sven
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Beitrag #3 von Hope72 » 03 Mai 2010 10:37


Danke Sven für deine deutlichen worte. Ich kann nur sagen, dass ich irgendwie dachte, ich stehe mit dem problem alleine da, es is einfach schon mal ein gutes gefühl, mit diesem problem nicht alleine zu sein. Ich habe noch heute morgen mit meinem mann gesprochen und ich will was ändern. So kann es nicht weitergehen. :(
´

Danke jedenfalls, für deine antwort.

Viele Grüße Hope
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Beitrag #4 von Siggi » 03 Mai 2010 11:24


Hallo Hope,

die drastischen Worte von Sven sind ja deutlich genug. Und tatsächlich ist es so, dass du nicht nur alleinmit deinem problem dastehst, sondern dass inzwischen Blasenschwäche Millionen in Deutschland betrifft.

Also: zur Scham besteht nicht der geringste Anlass. Wegen einer Grippe erfüllt dich doch auch keine Scham! Und Blasenschwäche, die irgendwo eine Ursache hat, ist auch eine krankhafte Erscheinung. Nur fachärztliche Behandlung kann dir helfen.

Besorge dir schnellstens einen Termin beim Urologen! Die Untersuchungen sind im Grunde harmlos - aber sie führen auch dich sicher zum Erfolg, d.h. zu einer sachgerechten Behandlung.

Schau hier durch das Forum und du wirst finden, wie viele Leidensgenossen/-innen durch den Facharzt mit entsprechender Medikamentierung und womöglich auch mit Hilfsmitteln mit ihrem Problem zurecht kommen.

MfG
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Beitrag #5 von Sveni » 03 Mai 2010 12:29


Hallo Hope,

entschuldige, wenn ich etwas grob war.

Wer aber nach einem Jahr sich noch immer quält, dem gehört erstmal der Kopf gewaschen.

Wenn du deinen Arzttermin hattest und vielleicht ein Stück weiter bist mit der Ursachenforschung, könntest du in Beiträgen im Forum wertvolle Tipps zum weiteren Vorgehen finden.

Auch besteht die Möglichkeit, Hilfe im Forum zu finden, wenn die Krankenkasse Probleme macht.

Laß hören, wie es weitergeht.

Viele Grüße Sven
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Beitrag #6 von Hope72 » 03 Mai 2010 20:22


Danke euch. Klingt für euch vielleicht total bescheuert, aber ich dachte dauernd, es geht so einfach wieder weg, wie es gekommen ist :oops: :( was natürlich ein großer irrtum ist, hab mir halt was vorgemacht :oops:

Donnerstag habe ich beim hausarzt sowieso einen termin.

Liebe Grüße Hope
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Hausarzt richtig bei Inko ???

Beitrag #7 von Chris » 04 Mai 2010 11:30


Hallo Hope72,

nur, damit du nachher nicht sagst - Ich habs ja nicht besser gewust - der Hausarzt ist nur der, der dich zum Facharzt überweist. Den Termin mit dem Urologen - nicht Gyn !!!! solltest du schon mal machen - die haben oft sehr lange Wartezeiten und die Zeit solltest du nicht mehr verstreichen lassen!!!

Inkontinenz ist immer begleitendes Zeichen einer anderen Ursache!! - keine eigenständige Erkrankung, die "nur so" auftritt. Also muss die Ursache gefunden werden.

Wenn du einen Knoten in der Brust tastest, wartest du hoffentlich nicht auch, bis die Brust anfängt zu schmerzen und sich vergrößert !! - ich hoffe, du verstehst, was ich meine.

In diesem Sinne - mach schleunigst den Termin, damit die Ursache gefunden werden kann und alles weitere ergibt sich dann von selbst.

Chris
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Re: Ich bin Bettnässerin:(

Beitrag #8 von FrankBoe » 06 Mai 2010 06:35


Hope72 hat geschrieben:Hallo zusammen, zum erstenmal stelle ich mich meinem problem, beschämt aber mit der großen hoffnung hilfe zu finden. :(


Ich schäme mich, mit meinem arzt darüber zu sprechen.. kann mir jemand sagen, woran das liegen kann? was ich tun kann.... :(

verzweifelte grüße Hope


Hallo Hope,

im leben ist nicht alles sehr einfach zudem man noch eine kontrolle verliert,
doch hier bekommst du hilfe von gleichgesinten...

ich bin leider seit meinen kindheitsalter inkontinent und dieses ist mit dem weiteren jahren sehr ausgeprägt, ich hatte anfang selber sehr grosse angst zum arzt zu gehen.

als ich mich dann getraut hatte zum arzt zu gehen,wurde ich (als mann) nicht ernst genommen, wie ein junger spunt und inkontinent,kann nicht sein, also wurde ich nicht wirklich untersucht, sondern es wurde ein argument genommen,und man nahm mir meine phimose (vorhaut) diese würde den harn treiben und die blase reizen.
ich denke mal der urologe hatte nicht wirklich lust und gar keine ahnung.. war 1994.

also weiter im verborgenen und sich mehr und mehr zurück gezogen, gelebt.

im jahr 2005 wagte ich nochmal einen schritt und ging zum urologen und es wurde sich ausgiebig um mich gekümmert, jegliche tests wurden gemacht, tabletten bekommen auch verschiedenen arten, die das inkontinenz problem einschrenken sollten.
leider hat dies nichts geholfen, also eine überweisung ins krankenhaus und da wurde ich ebenso voll auf den kopf gestellt, es dauerte mehr als drei tage, das ergebnis inkontinent
ohne erfolg auf heilung da mehrere uhrsachen vorhanden sind.

abgang nach einer füll menge von 120ml auch stossweise.

liebe hope,

ich bin von anfang an auf windeln angewiesen und ich möchte dir einen rat geben.

BITTE gehe zum arzt,weil ich habe ebenso einen weiteren fall, wo diese frau nicht zum urologen hin will, aus scham ja es ist scham und es gibt nichts schlimmeres... doch was ist wichtiger die gesundheit oder was andere denken oder meinen...

wir haben unseren bekanntenkreis mitgeteilt, nach zögern, dass ich inkontint bin, diese sind sehr gut damit umgegangen als sie das gehört haben. waren auch erschrocken doch.

mir ist es echt sowas von schnuppe und egal... es ist mein leben und ich lebe nur einmal,
daher ist ein verkrampfen und ein nicht zum arzt gehen nicht gut... vor allem gehe bitte zum arzt...

habe sehr drunter leiden müssen, ich sage nur noch... eines
//wenn du selber mal daran erkrankt sein solltest heul mir dann nicht die ohren voll...//


Selbstbewusst und dein Selbstwertgefühl kannst du nur dann aufbauen wenn du diesen einen schritt gehst, nämlich zum arzt.

und wenn du das geschaft hast, und du solltest auf hilfsmittel angewiesen sein, so sind wir auch da und geben dir ratschläge welches produkt du benutzen kannst und oder wo du test produkte herbekommst...

ebenso bekommst du diese auch auf rezept, leider ist es schon so dass man einen teil selber zuzahlen muss (ich bekomme immer gesagt qualitätszuschlag)

so dass erstmal...

gruss
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Beitrag #9 von Hope72 » 16 Okt 2010 09:37


Hallo zusammen, wollte euch ein kleines feedback geben. Ich weiss es klingt seltsam, aber den entschluß gefasst zu haben, mit meinem arzt zu sprechen und mich hier bei euch zu "outen" hat geholfen, bin seit juni keine bettnässerin mehr. Frage mich zwar schon, ob es alleine nur die pysche bei mir war aber es ist weg leute :wink: wobei ich das ganze, da es mich ja mehr oder weniger mein lebenlang begleitet, als momente "ruhephase" ausdrücken würde.

Habt ihr dazu auch erfahrungen?

Es grüßt euch herzlich Hope72
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Selbstbetrug?

Beitrag #10 von Siggi » 17 Okt 2010 11:24


Hallo Hope,

"Psyche" ist eine gute Sache - sich auszusprechen ebenfalls. Wenn es dir hilft auf Dauer soll es gut sein. Ich habe da aber so meine Bedenken. Ist es vielleicht Selbstbetrug?

Denk mal drüber nach. Ist der Gang zum Urologen nicht vielleicht der bessere und sicherere Weg!

MfG
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