Wird Bettnässen schlimmer?

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Wird Bettnässen schlimmer?

Beitrag #1 von Emanuel » 13 Feb 2011 14:04


Hallo zusammen
Ich hatte eigentlich nie Probleme mit nächtlichem Einnässen (dachte ich). Als ich vor etwas weniger als einem Jahr eine OP mit Vollnarkose hatte (Achillessehne am Fuss), merkte ich im Aufwachraum (noch im Halbdelirium), dass mein Bett feucht war. Die Schwester meinte, das könne in seltenen Fällen passieren. In der zweiten Nacht im Spital nässte ich dann richtig ein. Mega peinlich! Auch damit gingen die Pfleger gut um. Es passierte in der Genesungsphase noch 3 Mal zu Hause. Dann war Ruhe. Etwa drei Monate später nässte ich Nachts erneut ein. Von da an so jede 2., 3. Nacht. Erst wenig, dann komplette Blasenentleerungen. Ich ging zum Hausarzt, der schickte mich zum Urologen. Untersuchungen und Gespräche folgten. Erst jetzt erinnerte ich mich wieder daran (wollte ich mich wieder erinnern?), dass ich als Kind grosse Mühe hatte, trocken zu werden. Und ich hatte auch in der Jugend 2 Mal "nasse Phasen" - das aber alles inzwischen verdrängt. Seine abschliessende Diagose: Alles Organische ist in Ordnung. Da ich gut, entspannt und tief schlafe sei möglicherweise die Schwelle im Gehirn die das Aufwachen im Schlaf steuert (vielleicht durch die Narkose) herabgesetzt worden. Ich soll es mit Abwarten, Entspannung, Bettunterlagen und ev. Windeln versuchen. Denn von Wecken in der Nacht oder weniger trinken halte er nichts. Und tatsächlich, nach 6 Wochen wurde das Einnässen immer seltener - und stoppte ganz. Freude! Bis vor 5 Wochen. Nun ist es wieder da (nach 3 Monaten). Noch häufiger als vorher - fast jede Nacht. Zum Teil sogar wenn ich kurz auf dem Sofa einnicke. Meine Frau (Krankenschwester) geht gottseidank recht offen und unverkrampft damit um. Mit den Windeln (Nachts) habe ich (wir) mich (uns) einigermassen abgefunden. Aber ist das die Lösung? Kann es sein, dass im "Alter" plötzlich Bettnässen auftritt und dann auch noch immer schlimmer wird? Hat jemand ähnliches erlebt? Weiss jemand etwas über diese "Schwelle" im Hirn? Habt ihr Tipps?
Würde mich über Wortmeldungen freuen.
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Emanuel
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Beitrag #2 von Depressiv » 16 Feb 2011 00:36


Hallo Emanuel!

Das dein Bettnässen solche Kapriolen schlägt ist organisch kaum zu erklären.
Eher solltest Du deine persönliche Situation mal beleuchten.
Hattest Du in letzter Zeit mal extremen Stress auf Arbeit?
Oder vielleicht auch anders herum? Viel Entspannung, Glück, Wohlsein?
Wie verlief die OP nachdem Du das erste Mal undicht warst? Kommen eventuell häufiger (ängstliche) Gedanken an diese OP und die Situation danach hoch und "stressen" diese Dich?

Es gibt viele Einflüsse auf die Psyche, die das Bettnässen begünstigen können wenn Du schon dafür anfällig bist.
Am Wichtigsten ist, daß Du die Situation in der Du momentan steckst für dich selbst akzeptierst und nicht den Druck auf Dich durch Selbstvorwürfe erhöhst. Dadurch baut sich nur noch mehr Stress auf und das kann kontraproduktiv sein.

Bei mir persönlich bemerke ich extremen Stress auch an der Blase. Wenn ich nachts auslaufe, weiss ich sofort, daß ich mal wieder Kürzer treten muss. In gewissem Maße kann ich es dadurch steuern, auch wenn es nicht immer sofort klappt.
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Depressiv
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Beitrag #3 von Emanuel » 16 Feb 2011 14:54


Hallo Depressiv
Danke für deine Worte und Tipps. Als noch jung gebliebener und sehr aktiver Selbständigerwerbender bin ich natürlich schon immer wieder sehr gefordert und etwas unter positivem Druck (andere mögen das als Stress bezeichnen). Grosse Sorgen plagen mich aber eigentlich nicht. Weder beruflich noch privat. Auch sonst ist mir kein Rucksack mit (unverarbeiteten oder alten) Problemen bekannt. Eigentlich laufe ich als positiver und aufgestellter Mensch durch die Gegend.

Richtig, organisch scheint laut Urologe nach eingehender Untersuchungen ja alles i.O. zu sein.

Mir bleibt immer noch die Frage, ob jemnand hier ähnliche Erfahrungen mit Bettnässen, also mit zuhnehmender Häufigkeit, gemacht hat. Und natürlich wie andere Betroffene (die das schon länger haben) damit zurecht kommen. (bekämpfen, arrangieren oder ignorieren)
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Emanuel
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Beitrag #4 von alex1974 » 21 Feb 2011 17:42


Hi Emanuel!

Bei mir is das auch so. Bei mir hat das mit dem Einnässen mit 31 wieder angefangen. Ich habe als Jugendlicher auch noch längere Zeit eingenässt, war dann bis 31 Trocken, bis es wieder angefangen hat dass ich regelmäßig nacht eingenässt habe. Anfangs war es hin und wieder bis ich dann mehr oder weniger täglich eingenässt habe.

Durchuntersuchung vom Urologen hat auch nichts gebracht, Organisch sei alles in Ordnung. Ich hab mich mit dem Einnässen jetzt mal abgefunden, trage eine Windel nachts und meine Frau kommt zum Glück auch soweit gut damit zurecht.
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alex1974
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