Schade

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Schade

Beitrag #1 von Joergkklose » 16 Dez 2003 22:12


Schade hätte mich mehr vom Forum versprochen.WARUM NUR DIESE GERINGE RESONANZ????Gibt es denn sowenige,die sich trauen,über dieses Thema zu schreiben????
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Resonanz

Beitrag #2 von Stutzer » 16 Dez 2003 22:36


Hallo Jörg

Ich teile deine Ansicht mit dem nicht trauen, darum finde ich es toll das du den anfang machst.

Lass uns einander austauschen, denn auch ich war sehr lange Bettnässer, und durch meine Inko nun wieder
Zuletzt geändert von Stutzer am 18 Dez 2003 09:24, insgesamt 1-mal geändert.
Bis dahin wünsche ich dir viel Glück und verbleibe

freundlichst grüßend
der Lutz
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Beitrag #3 von Demian » 17 Dez 2003 21:25


ich würde mich auch beteiligen, bin jedoch "nur" stuhlinko

aber an alle da draussen: traut euch! hier seit ihr anonym, wenn ihr wollt :D
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"Nur" ?

Beitrag #4 von Stutzer » 18 Dez 2003 09:41


Hallo Demian

Ich werde mal die Barriere durchbrechen.

Ich bin durch einen Sportunfall am Rücken geschädigt.
Nach der ersten Bandscheibenopperation geschah es, das ich morgens in einem nassen Bett aufwachte. Das Pflegepersonal war weder entsetzt noch abweisend und teilte mir mit dass das in 90% aller Fälle vorkommt, es würde sich nach einer kleinen Zeitspanne wieder erledigen.

So wurde ich dann aus dem Krankenhaus entlassen. Immer mit der Hoffnung im Kopf das es ja doch irgendwann aufhören würde.

Zu dem Zeitpunkt war ich 29 Jahre alt, verheiratet und hatte eine 2 jährige Tochter. Nun passierte es mir auch ab und an zuhause, wobei ich stark an meine Kindheit als Bettnässer erinnert wurde (eine sehr unangenehme Erinnerung).
Meine Frau sagte mir damals, es sei nicht weiter schlimm, es wäre doch schließlich besser als nicht mehr laufen zu können.
Diese Aussage beruhigte mich aber nur vordergründig. Alles in allem war es mir immer wieder peinlich wenn es passierte.

Als nach geraumer Zeit absehbar war dass das Bettnässen nicht aufhören würde und ein Zusammenhang zwischen Schmerzstärke und Bettnässen sichtbar wurde begann ich mir Vorwürfe über mein "Fehlverhalten" zu machen. Wobei meine Frau sehr einfühlsam auf mich einging und wir dann an Tagen mit einem hohen Schmerzindex "Vorsorge" trafen.
Letztendlich war es meine Frau die mich dazu brachte Inkontinenzslips in der Nacht zu tragen.

Eigentlich hätte es ja besser werden sollen, nur das Gegenteil trat ein. es wurde immer schlimmer. eine Urologische sowie Neurologische Untersuchung brachte dann Licht ins Dunkel. Ich war inkontinent, eine neurogene Blase.

Mich hat es zu dem damaligen Zeitpunkt sehr belastet und wenn ich alleine gewesen wäre, wäre ich sehr wahrscheinlich ganz tief abgestürzt.

Aus dieser Erfahrung weis ich heute das es unheimlich Wichtig ist einen Menschen zu haben der die Situation nicht dramatisiert und einem einfühlsam hilft damit klarzukommen.

Heute bin ich seit der zweiten Bandscheibenoperation dauerhaft Harninkontinent und komme recht gut damit zurecht, so gut das ich stolzer Vater von drei Kindern bin.

Ach ja, ein Leben als Bettnässer kann sehr schwer sein. Aber nur weil es einem schwer gemacht wird, sei es durch den Betreffenden selber, oder durch dritte.
Bis dahin wünsche ich dir viel Glück und verbleibe

freundlichst grüßend
der Lutz
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Beitrag #5 von frosch » 18 Dez 2003 15:20


Ich bin selbst vom Bettnässen betroffen und kann mir Deinen Leidensweg sehr gut vorstellen. Auch mir hat das Verständnis anderer Menschen überhaupt erst ermöglicht, damit umzugehen. Doch trotzdem hat sich bei mir bestimmt nicht das beste Selbstwertgefühl entwickeln können. Hier im Forum merkt man, dass man nicht allein ist und das hilft schon sehr. Meine Mail lautet rcp68@web.de Schreib doch gerne mal...
Weihnachtlicher Gruß an alle Forenteilnehmer.
René
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