Gummi- Plasteschutzhosen, bei Bettnässen. Unterstützung von der Kasse?

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Gummi- Plasteschutzhosen, bei Bettnässen. Unterstützung von der Kasse?

Beitrag #1 von Liliane » 07 Okt 2012 20:23


Hallo zusammen,

nachdem ich nun erfolglos auf der Suche nach einer noch bezahlbaren Inkontinenzhose mit Folie war, bin ich nun dem Gedanken an Gummihosen, wenn man sie so schlicht benennen kann, erlegen.

Ich hoffe damit das Auslaufen am Bauch und hin und wieder an der Seite, in den Griff zu bekommen.

Da ich nicht viel, um nicht zu sagen, keine Erfahrung mit dem Thema habe, würde ich mich freuen wenn mir jemans sagen könnte ob die Schutzhös'chen ebenfalls von der Kasse verordenbar sind, oder ob man da aus der eigenen Tasche einen Bestand anlegen müsste, auch würde ich mich über Tips und Empfehlungen zum richtigen Model sehr freuen.
Ich bin normal bis schlank gebaut, habe einen recht bewegungslosen Schlaf und schlafe auf dem Bauch, hin und wieder auf der Seite.

Vorab schon mal Dank für Rat und Tat :)
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Liliane
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Beitrag #2 von adrian82 » 07 Okt 2012 23:19


Die Frage ist wohl, wie viel Du jeweils "verlierst", und wie warm Du im Bett (oder sonst) brauchst oder aushältst. Je nachdem eine dickere oder dünnere Windel in eine knöpfbare Gummihose einpacken, und gegebenenfalls einen straffen satt anliegenden Schlüpfer darüber.

Dieser schliesst ziemlich ab, auch die Luft. Nicht jedermanns Sache, gibt Hautrötungen. Die "Schwedenhosen" sind lockerer, gehen aber auch schnell kaputt.

Du musst halt je nach Wärme und Einnässrisiko grössere oder kleinere Gummihosen verwenden und ein Gleichgewicht herausfinden, wie locker das Paket sein kann ohne dass es leckt.

I.S. Krankenkasse kann ich nichts sagen, zahle alles selber.
Adrian
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welche Schutzhose / Kassenanteil

Beitrag #3 von Chris » 08 Okt 2012 07:33


Hallo Liliane,

ich verwende - da auch Stuhlinko, schon lange die Schutzhosen von Suprima. Am Besten komme ich mit der 1217 zurecht - das ist eine großzügig geschnittene PU-Schutzhose mit ganz breiten Gummis am Bein und Bauch - vor einiger Zeit auf ein neues Material umgestellt und seither richtig luftig. Allerdings - wenn bei dir viel ausläuft, dann denke ich, dass du deine Anlegetechnik überprüfen solltest - auch ich habe etwas länger gebraucht, bis ich die "Kreuzklebetechnik" so richtig verstanden und im Griff hatte - seither gibt es deutlich weniger Probleme!! Eine weitere kleine Einschränkung - die Gummis können feucht werden, wenn sich eine Pfütze bildet und dann sickert ganz langsam auch was nach außen - in der Praxis habe ich dann aber längst gewechselt.

Zum Thema KK-Beitrag zur Finanzierung - ich bin bei der TK versichert, hole mir ein Rezept und zahle meine 10% - hängt allerdings vom "Zulieferer" ab. Da bin ich bei der Fa. Unizell, die einen sehr guten Job macht und mir auch bei der Umstellung weiter geholfen hat, als mein bisheriges Produkt von Abena nicht mehr lieferbar war.

Hoffe mal, das hilft weiter

Chris
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Beitrag #4 von Sebald » 08 Okt 2012 15:03


Hallo zusammen,

schnell zwei Anmerkungen: Bei nächtlichem Einnässen kann es durchaus sein, dass die Kasse sich sperrt und eine Verschreibung von aufsaugenden Produkten nicht akzeptiert. Man stellt sich da auf den Standpunkt, dass nachts ja keine 'Teilnahme am gesellschaftlichen Leben' stattfindet. Bekanntlich der zentrale Begründungspunkt für aufsaugende Hilfsmittel, wenn nicht eine Grunderkrankung vorliegt, die die Enuresis bedingt. Aber da kommt es sicher auch auf den Arzt und den jeweiligen Sachbearbeiter an, ob das durch geht.

Und zu den Schutzhosen: Die zahlt die Kasse generell nicht, weil die keine Hilfsmittelnummer haben. Es kann sein, dass man auf einen netten Sachbearbeiter trifft (s.o.), der das als Eiinzelfallentscheidung mal durchwinkt. Aber ansonsten muss man hier wirklich selbst zahlen.

Bedauere,
Sebald
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Kassenzuschuss für Schutzhosen

Beitrag #5 von Chris » 08 Okt 2012 17:52


Hallo Sebald, Hallo Liliane,

Sebald, ich muss dir da widersprechen - so generell wie du es darstellst liegt die Sache nicht - ich bekomme schon lange von der TK die Schutzhosen (bis zu 7 Stk/Jahr) gegen Zahlung der 10% - was die "aufsaugenden Hilfsmittel" bei reiner Enurensis angeht - stimmt es schon, dass es sehr auf die Verordnung ankommt - die Begründung "zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben" geht es aber eigentlich immer durch - kann ja auch bei Enurensis durchaus begründet sein.

Es scheint also sehr abhängig von der Kasse - die TK ist wohl als sehr gut zu bezeichnen - die haben auch eine große Auswahl an Zulieferern, bei etlichen Anderen ist es wohl sehr schwierig, wie das Beispiel Mohage und BEK zeigt.

In diesem Sinne - im Zweifel dem Hilfsmittelzentrum der Kasse "auf den Geist gehen" und sich nicht unter kriegen lassen.

Machts gut

Chris
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Beitrag #6 von Sebald » 08 Okt 2012 18:02


Hallo Chris,

das ist aber echt nett von denen! Und beruht vielleicht auch ein bisschen auf Gewohnheitsrecht... - wenn das schon seit Jahren so geht.

Bei 'Neueinsteigern' besteht vor dem Hintergrund der derzeitigen Versorgungssituation aber kaum eine Chance, das durchzubekommen, denke ich.

Beste Grüße!
Sebald
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Beitrag #7 von Liliane » 08 Okt 2012 22:19


Hey hey Leute, immer mit der Ruhe, ich habs wegen Enuresis infolge einer Serie von Psychosen 24/7 Verordnung, also kein Problem mit der Verordnung "nur" wegen Bettnässen.

Es liegt, um auch einmal auf genannte Vorschläge einzugehen sicher nicht unbedingt an der Anlegetechnik, da ich mit anderen Windelhosen, sogar gleichen Types nur ohne Stofffolie, keine Probleme in dem Maß hatte.
Ich habe mir mal den "Spaß" gemacht, eine Vorlage mit dem Teil für den Po, nach vorn quasi in die Windelhose einzulegen (in die Schutzhose weil ich keine andere geeignete Wäsche für den Fall hatte) und mit dem großen Saugteil war das Ergebnis um Welten anders als mit dem kleinen Teil wenn es also richtig rum ist. Also vermute ich das es bei den normales Windelslips zum zukleben einfach an Materiale im Bauchbereich mangelt, dem wollt ich durch eine Gummi oder PVC oder PU oder wie auch immer Schutzhose abhelfen.

Dennoch vielen Dank für die Tips. Ich denke ich werde mir mal in Ruhe entsprechende Hös'chen ansehen.
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Beitrag #8 von ela » 09 Okt 2012 02:07


hallo,probier mal die 1218 von suprima oder die 1250 ,würde aber eine nummer kleiner nehmen als deine größe (1218), und anprobieren im sanigeschäft wär ratsam aber auch peinlich :oops: .
gruß ela
p.s. die tk zahlt bei mir auch mehrere höschen im jahr
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Beitrag #9 von Sebald » 09 Okt 2012 07:24


Hallo zusammen,

da scheint die TK ja wirklich großzügig zu sein. Was schreibt der Arzt denn auf das Rezept drauf? Den genauen Suprima-Artikel? Oder einfach 'Schutzhose'? Und wie geht das Sanitätshaus mit diesem Rezept um? Stellt es einen Kostenvoranschlag an die Krankenkasse? - Alltagsfragen, die mich in diesem Zusammenhang sehr interessieren.


Und nochmal zum Ausgangsproblem: Eine Schutzhose kann ja - logisch - keinen Saugkörper ersetzen, sondern nur den Weg austretender Flüssigkeit für eine Zeit aufhalten. Ich bin mir nicht sicher, ob Dir, Liliane, damit wirklich richtig gedient ist. Da würde ich eher noch einmal mit der Windelgröße oder den verschiedenen Anbietermodellen experimentieren. Die vorgeschlagenen Suprima-Hosen Nr. 1217 und 1218 haben oben Bündchen, die auch keine wirkliche Barriere darstellen. Im übrigen wäre PU dem PVC in jedem Falle vorzuziehen. Suprima führt aber auch Hosen mit laminatbeschichteter Baumwolle.

Beste Grüße,
Sebald
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Rezept für Schutzhosen und Ablauf

Beitrag #10 von Chris » 09 Okt 2012 07:59


Hallo,

bei mir wird auf dem Rezept der genaue Typ verordnet, ansonsten wie bei Windeln - also

Inkontinenzschutzhose Suprima 1217 xx Stück
zur Teilnahme ....
Diagnose

Also im Grunde "das übliche"

Dieses Rezept gebe ich an meinen Zulieferer - in dem Fall Unizell, die reichen das zur Genehmigung bei der Kasse ein und ein paar Wochen später bekomme ich die Hosen geschickt. Mit Sanihäusern oder Internetversorgern habe ich recht schlechte Erfahrungen gemacht - da sind die Zuzahlungen oft sehr hoch - manchmal kommt es auf den selben Endpreis, als wenn man beim günstigen Anbieter direkt kauft. Das ist bei Unizell anders - da zahle ich meine 10% (oder sogar noch etwas weniger) und gut ist - im letzten Quartal habe ich 3 Hosen bekommen und die Abrechnung lag irgendwo bei ca. 2€ / Hose, so dass der Quartalsbetrag gerade über 10€ war.

Ich bekomme von Unizell, auf besondere Bestätigung auch statt der "regulären Kassenversorgung mit Slips" - Formacare o.ä. - die Abriform Air Plus M4 "auf Rezept", da sich die anderen Produkte als "ungeeignet" heraus gestellt haben. Wobei die auch absolut kein Ersatz für die "alte folierte M4" ist - weitet sich erheblich beim Tragen, das Air Vlies ist nicht wirklich dicht etc. - halt die üblichen Probleme eines "modernen Air Produkts".

Und noch zu deiner letzten Bemerkung Sebald - die neuen PU Hosen sind (fast) wie deine beschriebenen Laminat Hosen - es ist nun eine Baumwollhose, aber mit PU beschichte - deutlich atmungsaktiver wie die bisherigen Hosen und damit sehr angenehm und vor allem sicher zu tragen, da Sickermengen auch vom Gewebe aufgenommen werden.

Bei alten Hosen habe ich jetzt erstmals festgestellt, dass sich die Beschichtung flächig bei den Seitennähten ablöst und ein ganz feines Nylongewebe übrig bleibt. Mit ein wenig Klebe ist diese Hose aber noch zu retten - mal sehen wie lange - nach gut 2 Jahren Gebrauch ist das auch kein Problem, eine PVG Hose ist da deutlich schneller unbrauchbar.

Bis denne

Chris
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