Meine Geschichte zum Thema Bettnässen

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Meine Geschichte zum Thema Bettnässen

Beitrag #1 von Blackangel » 02 Feb 2013 01:27


Hallo zusammen, hier möchte ich Euch meine Geschichte erzählen.

Alles fing so im Alter von 12/13 Jahren an,
plötzlich wachte ich am Morgen in einem nassen Bett auf.
Ich dachte mir erst nichts dabei und sagte mir selbst ups das passiert dir nicht nochmal.
Ganz das Gegenteil war der Fall, jede Nacht passierte es, meine Eltern bekamen am
Anfang nichts davon mit, ich erzählte es keinem aus Angst vor ärger angst davor ausgelacht zu werden.
So begann ich eingenässte Betttücher in meinem Zimmer zu verstecken,
keine gute Idee denn nach spätestens 3 Tagen roch man es.
Einige Zeit später habe ich dann woanders übernachtet und alles kam raus.
Meine Mutter schleppte mich zum Hausarzt, überwiesung zum Urologen, kein Befund, alles okay.
Also musste ich wohl damit Leben.
Als ich 17/18 war ging ich nochmal zum Urologen wieder ohne Befund aber mit einer Terapie,
er verortnete das ich Tagebuch führen sollte und für Trockene Nächte gab er mir Minirin Nasenspray.
Während der Therapie klappte alles, als das Medikament aber wieder ausschleichen sollte fing es auch wieder an. Alles für die Katz wie man so schön sagt.
Ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt bereits damit abgefunden mein Leben lang Bettnässer zu sein, was soll´s ist halt so...
Jede Nacht war das Bett nass, jedesmal gab es ärger mit meiner Mutter denn es lag ja kein befund vor, ich mache es ja absichtlich.
Das es Windeln gibt wurde mir nie gesagt, das es Gummihosen gibt wurde mir nicht gesagt... in der hinsicht wusste ich garnichts so das eine Menge Matratzen und Decken durch sind.
Zum ende dieser Zeit passierte das Einnässen ca 3 mal die Woche.

Dann lernte ich mit 25/26 ca meine jetzige Freundin kennen, bumm Gedanken im Kopf damit kannst du doch keine Beziehung eingehen aber es kam anders wie gedacht.
Ich habe das erste mal bei ihr übernachtet und höllich aufgepasst, mein wecker alle 2 std gestellt, sie fragte nur warum und ich log, ich müsse alle 2 std tabletten nehmen, in wahrheit war ich auf WC, am morgen trotz aller vorsicht ist es passiert aber zum Glück nur leicht feucht, ich wollte das Bett abziehen und alles in die Waschmaschine, aber als ich ins Schlafzimmer zurück kam sah ich meine Freundin wie sie das bereits erledigt hatte, sie sah mich an und meinte "Ist doch kein Beinbruch" das schaffen wir.
(ich denke das ich riesen Glück habe mit einer Pflegerin zusammen zu sein)
Unsere Beziehung wurde dadurch nie beeinträchtigt, passierte es, dann war das so, sie hat nie dumm reagiert immer positiv. Mit der Zeit wurde mein Einnässen von ca 2-3 mal die Woche besser auf ca 4-5 mal im Monat, ich denke das ist durch meine Freundin und ihre ruhige Art zurückzuführen.

Meine Freundin war es auch die herrausfand woher mein Bettnässen kam,
sie wollte das ich meine Kindheit erzähle ich wusste nicht wieso, denn ich hatte eine
eigentlich schöne Kindheit.
Ich erzählte ihr alles, auch vom Umzug in der Pubertät, vom Schulwechsel dadurch auf eine Schule wo ich jeden Tag vertrimmt wurde, meine Eltern die sich in dieser Zeit so garnicht gut verstanden haben.

Immer wieder wollte Sie das ich dieses alles erzähle und was geschah, das Einnässen reduzierte sich auf ca 2 mal im Monat manches mal bis zu 5 mal aber generell wurde es besser.
Nun bin ich 34 Jahre alt und ca 21 Jahre nach Beginn des ersten Einnässen hat sich das Problem wie von Geisterhand seid Sebtember 2012 komplett eingestellt, garnichts mehr, Nada, Bett bleibt trocken (drückt mir die Daumen das es so bleibt).

Fazit: Ich habe es nicht erkannt, meine Eltern haben es nicht erkannt,
meine Freundin hat es erkannt, das war rein Psychich bedingt und durch dieses aufarbeiten
dessen was unmittelbar bei Beginn des Bettnässens geschah, diesen Druck den ich als Teenie hatte, dadurch hörte es auch wieder auf.

Ich hoffe das ich mit meiner Geschichte einigen Menschen Mut machen kann,
das es auch aufhören "kann", das es Tollerante Frauen gibt und das die Liebe
vieles mitmacht.

In diesem Sinne ein schönes Wochenende

Deniz
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