Bettnässen und Cerebralparese

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Bettnässen und Cerebralparese

Beitrag #1 von andreashh6 » 07 Apr 2013 20:37


Ich bin Spastiker und seitdem ich denken kann trage ich nachts Windeln. Ich habe bzw. mein Gehirn hat wohl anders gelernt, am Tag "trocken" zu sein. Auch wenn ich mal am Tag einnicke, kann es vorkommen, dass ich einnässe.
Vorbemerkung zu meiner Frage an Euch: Ich möchte nach über 40 Jahren auch nichts mehr daran ändern
Muss man, um die Windeln von der KK bezahlt zu bekommen, eine jahrelange Ärzteodyssee durchmachen? Hat jemand von Euch Erfahrungen diesbezüglich gemacht?
Andreas
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Beitrag #2 von Liliane » 07 Apr 2013 21:23


Grüß Dich Andreas,

also ich habe für die Verschreibung eine kleinere Tour von Klingelhosen über (lächerliche) Einlagen zu den Inkontinenzschutzhosen oder salop gesagt, Windeln gemacht.

Mein Werdegang ist dabei aber auch ein wenig spezieller als bei manch anderem "klassischem" von Inkontinenz da ich seit ich klein bin Bettnässe und seit meiner Jugend auch in die Hose mache. Bei mir liegt anatomisch keine Anomalie vor, ich leide jedoch an einer heftigen Angst und Panikstörung, in deren Anfällen/Attacken es nicht selten vorkommt, dass ich nicht nur über die Blase die Kontrolle verliere.

In Deinem Falle, mit Vorbefund durch die Spastiken, sollte es denke ich, nicht ein solcher langer Weg sein um Deinen Leidensdruck zu mindern.

viel Glück auf dem Wege.
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Beitrag #3 von rollifrau » 08 Apr 2013 17:42


Hallo, auch ich habe eine CP und habe mich lange Nachts damit gequält 7-10 X aufzustehen :aerger: Jetzt trage ich nachts Windelhosen und alles ist o.K. Wenn du eine Pflegestufe hast, ist das mit der Kasse gar kein Problem.
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Beitrag #4 von olaf-uwe » 16 Apr 2013 14:36


Hallo,

eigentlich ist das ganz einfach. Du benötigst einen Urologen der die Diagnose erstellt. Für die Erstellung der Diagnose kann schon mal das Patientengespräch genügen. Eine Reihe von Untersuchungen die recht einfach sind und nur wenig Zeit beanspruchen wird aber nötig sein. Alles kein Hit. Beispiel: Protokoll der Flüssigkeitsaufnahme und der Ausscheidungsmengen mit Zeit. Oder es wird gemessen wie kräftig der Urinstrahl ist. Da aber alles mit Deiner Mitbestimmung läuft, kannst du bestimmen ob es eine Tortur ist.

Wenn der Arzt eine Inkontinenz als Diagnose erstellt, ist alles in Ordnung. Du gibst an ob du Vorlagen oder Hosen benötigst und dann schreibt er das auf die Verodnung auf.
Ein Anruf bei der Kasse und erfragen was auf der Verordnung als Textlaut beinhalten soll und das sollte dann auch auf der Verordnung stehen.

Wie das mit der Versorgung am besten geht kannste in anderen Beiträgen lesen.

Wenn du dir einen Termin beim Urologen holst, sollte dir da schon eine Verordnung ausgestellt werden. Das sollte ohne Probleme klappen.
Ob Bettnässen eine Inkontinenz ist, wird hier und da immer mal Diskutiert. Habe ich bisher auch nur im Netz gelesen. Im normalen Leben habe ich noch nie davon erfahren.

LG
Gruß Olaf
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Beitrag #5 von rollifrau » 16 Apr 2013 18:18


Ging bei mir viiiiiiieeeeel einfacher: Hausarzt aufgesucht, der weiß ja was ich für eine Grunderkrankung habe, und gesagt, dass ich für die Nacht Windeln brauche. Rezept bekommen für ein Jahr, Übernahme durch die Krankenkasse und alles o.K.
VG Corinna
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Beitrag #6 von Cveta » 22 Apr 2013 16:10


rollifrau hat geschrieben:Hallo, auch ich habe eine CP und habe mich lange Nachts damit gequält 7-10 X aufzustehen :aerger:


Das brachte mich bis kurz zum burnout bzw vor der totalen Erschöpfung. Außerdem ging es mir schlecht wegen Dehydrierung.
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