Psychische Aspekte des Bettnässens

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Psychische Aspekte des Bettnässens

Beitrag #1 von frosch » 04 Jan 2004 13:41


Hallo liebe Forenuser!

In diesem inhaltlich äußerst wertvollem Inko-Portal habe ich sehr viel über die körperlichen Aspekte einer Enuresis-Erkrankung erfahren dürfen. Gerne würde ich die psychische Seite noch etwas stärker beleuchten und hierüber einen Austausch mit anderen Mitgliedern führen. Ich bin 35, selbst Bettnässer und habe in meiner frühkindlichen Entwicklung einige heftige Turbulenzen wie, Trennung von den leiblichen Eltern, Pflegefamilien, Adoption usw. hinter mir. Seit Jahren befinde ich mich in einer Psychotherapie und habe bereits einige Erfolge, auch was die Häufigkeit des Einnässens angeht, machen können.
Schwerpunktmäßig belastet mich psychisch eine Angsterkrankung und eine schwere Depression. Immer wieder habe ich das Gefühl, nicht gut genug zu sein und Anforderungen nicht entsprechen zu können. Das Selbstvertrauen ist sehr eingeschränkt, Momente der Freude und des Wohlfühlens eher selten. Ich glaube an eine Vernetzung der psychischen Probleme auch mit dem Bettnässen. Wie sind Eure Erfahrungen? Mögt Ihr drüber reden?
Lieber Gruß, René
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frosch
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Beitrag #2 von Helmut » 04 Jan 2004 15:46


Hallo Rene,

nun der Teil mit den psychischen Ursachen für Inkontinenz und Bettnässen ist noch in Arbeit und wird im Frühjahr dann bereitstehen. Es ist nicht gerade Einfach, aussagekräftige und aktuelle Literatur zu diesem Bereich zu finden und daher sind die Seiten noch im Aufbau. Ich bin auch über jeden brauchbaren Link und Literaturhinweis dankbar, damit die Seiten schneller fertig werden.

Deine Schlußfolgerung über die Zusammenhänge zwischen Depressionen, Angsteerkrankung, ...... usw. sehe ich auch so und auch in der bis jetzt mir bekannten Literatur wird entsprechend darüber geschrieben. Nur wie schon gesagt, steht da meistens nicht viel über die Zusammenhänge und deren Behandlungsansätze mit dabei.

Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Re: Psychische Aspekte des Bettnässens

Beitrag #3 von mikie » 16 Dez 2014 16:19


Also ich bin ein psychiches wrack , bin seit meiner kindheit bettnässer wurde in meiner jugend mehrfach sexuell missbraucht habe eine schwere dépression und eine paranoide schizophrenie
Durch diese probleme mache ich tagtäglich ins Bett und auch in die Hose
Da seht ihr das die psyche einen großen Teil beiträgt zum bettnässen
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Re: Psychische Aspekte des Bettnässens

Beitrag #4 von Cveta » 17 Dez 2014 10:11


Hallo,

ich habe auch ADS, Depressionen, Ängste und wurde seit der Kindheit gemobbt, auf kinderstion in kath. Krankenhaus bewusst vernachlässigt, etc. Zusammen mit LWS-Problemen und Hormonstörung ist das eine Kombination, die der Kontinenz nicht förderlich ist, weder tags noch nachts.

LG Cveta
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Re: Psychische Aspekte des Bettnässens

Beitrag #5 von jan1967 » 20 Dez 2014 17:47


auch bei mir ist das bettnässen psychisch bedingt ich lebte über 7 jahre im heim im alter von 8 jahren kam ich in ein heim für schwererziebare kinder (grundlos) es war halt kein anderer heimplatz da DDR eben kein viertel jahr später begann ich wieder einzunässen in der nacht welches da auf übelste weise bestraft wurde es war nicht möglich im trockenen bett zu schlafen über monate gab es keine gelegenheit das bettzeug geschweige denn die durchnässte matratze zu wechseln naja alles gewöhnungssache ja dnn kam das normal heim und auch da lies das einnässen nicht nach danach eine schwere alkoholabhängigkeit was natürlich das einnässen fördert und heute seit ewigkeiten abstinent vom alkohol und trpzdem ist das bett fast täglich nass bzw die hifsmittel was ich noch schreiben wollte in diesem spezialkinderheim lebten etwa 70 jungen im alter von 8-14 jahren davon waren sage und schreibe 65% bettnässer und 15% tagund nacht einnässer dies hab ich bei der aufarbeitung meiner heim aufenthalte erfahren
immer lustig und vergnügt bis der arsch im sarge liegt
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Re: Psychische Aspekte des Bettnässens

Beitrag #6 von ChrisHH » 09 Jan 2015 10:59


Hallo Rene,
genau nach diesem Thema habe ich auch gesucht und es beschäftigt mich nun schon eine lange Zeit. Ich selbst, 38 Jahre jung, habe bis zu meinem 16. Lebensjahr ins Bett gemacht und mit 18 hatte ich eine kurze Phase das ich dann tagsüber nicht halten konnte. Seit zwei Jahren trage ich freiwillig an ausgewählten Tagen wieder Windeln, ich vermute mal um einfach meine ganzen Fragen beantworten zu können und zu verstehen was und warum die Ursachen sind.
Leider habe ich bisher nicht den Mut gehabt dazu professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, das hat aber auch finanzielle Gründe.
Lange bin ich davon ausgegangen, dass die Situation im Elternhaus "Schuld" an der Situation war, aber letztendlich möchte ich das einfach in Frage stellen und ich möchte einfach nicht pauschal meine Eltern dafür verurteilen.
Was denken die anderen?
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Re: Psychische Aspekte des Bettnässens

Beitrag #7 von kuhno » 18 Feb 2015 20:52


Ich finde es auch ein spannendes Tehma und bin gespannt darauf, was hier dazu im Laufe des Jahres erscheinen wird.

Ich hatte im Vergleich zu den Horrorgeschichten hier eine sehr gute Kindheit, erst mit 18 haben sich dann meine Eltern getrennt, sind auseinander gezogen, ich bin 5 Mal in einem Jahr umgezogen, stand 2 Monate mal ganz ohne Bleibe da und hatte zudem massiven Leistungsdruck in der Uni sowie einen Rechtsstreit um Unterhalt von meinen Eltern. Irgendwann in meinen ersten Semestern (etwa 2011) fing das mit dem Bettnässen auch an und ist bis heute, obwohl ich das Studium abgebrochen habe und seitdem finanziell selbsttragend bingeblieben.
Ärzte haben wie ich fast erwartet hatte keine körperliche Ursache gefunden, viel mehr wurde auch nicht nachgeforscht. Inzwischen komme ich gut damit klar, einer meiner Mitbewohner weiß auch davon.
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Re: Psychische Aspekte des Bettnässens

Beitrag #8 von Ditta59 » 24 Feb 2015 02:19


Hallo von mir,

auch ich glaube und denke, dass das mit dem Einnässen ins Bett während des Schlafes psychische Komponenten bei mir hat. Deswegen nochmals eine Therapie zu machen, nein Danke. Ich habe ca. 10 Jahre meines Lebens in Psycho-Therapien unterschiedlichster Art verbracht und fühle mich bereits übertherapiert. Ich weiss genug über mich selbst, um beurteilen zu können, dass all diese Belastungen, denen ich seit vielen Jahren ausgesetzt bin, dazu führen, dass ich nach sehr langer Zeit einfach wieder damit angefangen habe, nachts einzunässen. Ich denke mal, dass sich meine angeschlagene Psyche somit irgendwie Entlastung verschafft. Ein Mensch, der nie mit solchen Belastungen in seinem Leben zu tun hatte, kann es gar nicht beurteilen, wie es ist, sich auch noch mit dieser Art von Inkontinenz herumärgern zu müssen. Ich bin echt sauer, wenn ich so dumpfbackige "Ratschläge" bekomme, die da lauten: "Steigere Dich doch in diese Dinge nicht so hinein". Da könnt`ich grad mal Kotzen, so blöde finde ich solche Sprüche. :puke: . So, das wollte ich auch mal loswerden hier. :winke:
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Re: Psychische Aspekte des Bettnässens

Beitrag #9 von Ditta59 » 02 Mär 2015 18:56


Hallo ihr,

also das Gespräch über mein plötzliches Bettnässen, mit unserem Hausarzt, hat mir schon nochmal bestätigt, dass dieses Problem aufgrund meiner langjährigen psychischen Belastungen auftritt. Nach Aussage von ihm, gibt es gar keinen anderen Grund dafür, denn ich habe vorher derartige Vorkommnisse nie erleben müssen.
Ein einziges Mal in meinem Leben, als ich von zu hause weg war und in einer Ferienfreizeit mit unseren Nachbarn war, da ist es einmal passiert, weil ich so starkes Heimweh hatte. Da muss ich so um die 11 oder 12 Jahre alt gewesen sein. Seitdem war Ruhe. Jetzt nehme ich dieses Übel als gegeben hin, denn auf die schnelle ändern kann ich meinen Zustand sowieso nicht. :wink:

LG Ditta 59
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