Medikamente gegen Bettnässen

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Medikamente gegen Bettnässen

Beitrag #1 von frosch » 06 Jan 2004 08:35


Hallo liebe Forenuser!

Nach nun doch etwa einjähriger Einnahmezeit von Medikamenten, scheinen zwei Medikamente bei mir einen günstigen Einfluss auf das Einnässen zu haben. Wegen einer Angsterkrankung und Depressionen bin ich auf die Einnahme von trizyklischen Antidepressiva angewiesen. Die Wirkstoffe heißen Trimipramin und Clomipramin. Sie sind stoffverwandt mit dem Imipramin auch bekannt als "Tofranil", dass ich eine zeitlang als Kind bekam und das einigermaßen erfolgreich gegen das Bettnässen eingestezt wurde. Ich möchte hier auf keinen Fall die ungeprüfte Einnahme etwaiger Medikamente propagieren, jedoch mag es ja vielleicht den Einen oder Anderen geben, der ebenfalls von von einer medikamentennotwendigen Depression oder Angsterkrankung betroffen ist und mit den Pillen (trizyklische Antidepressiva) vielleicht auch das Bettnässen eindämmen kann. Bei mir wirkt es zwar nicht jede Nacht, aber das Einnässen ist wirklich weniger geworden.
Lieber Gruß, René
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Beitrag #2 von mehlbox2001 » 07 Jan 2004 04:56


Hallo René,

du beschreibst genau das Problem bei Medikamenten: Meist sind sie für andere Erkrankungen entwickelt und entfalten prächtigste Nebenwirkungen. Wenn bei dir die Nebenwirkung positiv ist, hast du das oft zitierte "Glück im Unglück" -- die Massen an Kindern, die heutzutage mit Psychopharmaka vollgestopft werden, natürlich nicht. Mag ein bisschen am Thema vorbei sein, aber eine Grundschullehrerin aus unserem Kirchenvorstand erzählte neulich, dass in ihrer Klasse schon gut ein Drittel der Kinder Pillen gegen "Hyperaktivität" bekommen ...

Deswegen Danke, dass in deiner Message die Warnung gleich inbegriffen war!

Andreas
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Medikamente gegen das Einnässen

Beitrag #3 von frosch » 07 Jan 2004 08:22


Hallo Andreas!
Ich kann Dir nur voll und ganz beipflichten: Es ist unglaublich - nein sogar abartig - was Kindern heute für Medikamente zugemutet werden, nur um zu funktionieren. Hyperaktivität wird zu einer Modeerkrankung, weil sie auf fast alle Verhaltensauffälligkeiten zutrifft. Ritalin - die Zauber-Medikation des 21. Jahrhunderts. Die Eltern stehen oft in dem materiellen Kampf und müssen immer mehr arbeiten, um den Lebensstandard zu halten. Die Kinder bekommen immer weniger Aufmerksamkeit. In unserer Welt werden Werte wie Nächstenliebe, Toleranz und Verständnis durch die Konsumreligion vernichtet. Überall wird den Menschen klar gemacht: Mit Geld ist alles supereinfach und wenn doch nicht, dann gibt es Medikamente. Dadurch werden die Eltern überfordert und geben ohne es zu Wissen, immer mehr Verantwortung an Mediziner ab. Wahrlich ein Glückspilz, wer dann von einem ganzheitlich denkenden Arzt behandelt wird.
Ich denke wir müssen alle gegensteuern: Das Leben ist vielfältig und genau das macht es so interessant. Sinn des Lebens darf nicht ein durch Medikamente verordneter positiv ausgerichteter Gleichmut sein.
"Die Vollkommenheit einer Sache wird oft erst durch einen Makel erreicht." Lernen wir dazu zu stehen.
Lieber Gruß, René
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Ritalin ...

Beitrag #4 von mehlbox2001 » 09 Jan 2004 04:11


... also ich erinner mich noch an meine Zeit als Referendar an einem Gymnasium in einer nicht gerade ärmlichen Gegend in Berlin, wo mir ein gut verdienender Vater am Elternsprechtag völlig unvermittelt ins Gesicht schleuderte, worum immer ich ihn bäte, ich solle nicht vergessen, dass ICH schließlich für die Erziehung seines sechzehnjährigen Sohnes zuständig sei ... Ich war in dem Moment wirklich außer Stande was vernünftiges zu antworten ... Wahrscheinlich hätte er heute einen ritalinsüchtigen Stubenhocker im Haus, der nicht wie ein normaler Sechzehnjähriger körperlich fit und ein bisschen übermütig ist, Zigarretten raucht und manchmal Bier trinkt (so war das halt früher ...), sondern chipsfressend Game Boy spielt ... Denn er hätte dem Doc beim so einem Angebot kaum wiederstehen können ... Damals in dem Stadtviertel, wo die ärmsten Eltern doppelverdienende Lehrerehepaare waren, hab ich gelernt, dass vieles keine Frage von wirtschaftlichen Schieflagen ist ...

Um nicht ganz off-topic in diesem Forum zu sein, Ritalin scheint in den wenigen Fällen, wo man es tatsächlich anwenden sollte, Bettnässen zu mindern, auf so manchen Webseiten von Ritalingegnern aus den USA kann man hingegen lesen, Bettnässen kann häufig auch eine Nebenwirkung sein.

Es gibt inzwischen sogar schon mutige Lehrer und Jugendgruppenleiter, die bestimmten Kindern eigenmächtig auf Klassenreisen usw. die Tabletten absetzen oder durch Plazebos ersetzen und dann erleben, wie die für die Dauer der Reise aufblühen, kontaktfreudig und aktiv sind, und vieles andere mehr ... Mehr als diese Message (im Vertrauen gehört von verschiedenen Lehrern und Jugendgruppenleitern) quetscht aus mir keiner raus, ist ja am Rande der Legalität, aber vielleicht ist es trotzdem hilfreich, falls es betroffene Eltern lesen ...

Andreas
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off Topic

Beitrag #5 von frosch » 09 Jan 2004 14:54


Hallo Andreas,
ich finde gerade in diesem Bettnäss-Forum sollte es Raum für "Off-Topics" geben. Die Verwobenheit von Bettnässen, Medikamenten, Lebensumständen und Entwicklungsverzögerungen sind unübersehbar. Ich finde es gut, wenn in diesem Forum, die Eltern auch auf alle verbundenen Randproblematiken hingewiesen werden und somit mehr Sicherheit haben, herauszufinden, was für ihr Kind das Beste ist. Für erwachsene Betroffene zeigt es vielleicht auf, wo in der eigenen Kindheit nicht richtig ge- und behandelt wurde. Ich selbst gehöre zu den "Klingelhosen-Massakrierten" und "Tofranil-Fressern". Ich hätte insbesondere damals ganz andere Unterstützung gebraucht.

Lieber Gruß, René
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Off-Topics

Beitrag #6 von Stutzer » 11 Jan 2004 21:33


Hallo Rene, hallo ihr lieben

Zum Thema Off-Topics denke ich ein wenig anders, es ist auch sicherlich in meiner Kindheit nicht alles richtig gelaufen und ab und an hätte ich mir eine andere Art der Unterstützung gewünscht, nur finde ich es wichtig es öffentlich zu schreiben.

Eltern die ein bettnässendes Kind in ihrer Familie begleiten, leiden oftmals auch unter der enuresis nocturna, nur halt anders.
Sie werden sich fragen warum gerade ich?, warum mein Kind?, was habe ich falsch gemacht?, denn Rest kennt ihr ja sicherlich schon.

Diesen Eltern muss auch geholfen werden, schon aus dem Grunde das sie sich an jeden Strohalm klammern um das bettnässende Kind trocken zu bekommen. Für Sie ist es wichtig das wir genau das hier schreiben was wir erlebt und gedacht haben.

Es gibt sicherlich viele Produkte die um das bettnässende Kind kämpfen, aber sicherlich nicht aus reiner Nächstenliebe, nein, der Profit muss auch stimmen.
Darum werden und wurden bettnässende Kinder kräftig umworben.
Was das Kind, oder der erwachsene Bettnässer möchte ist immer das gleiche:, der Mist soll aufhören.
Aber genau da setzt die Industrie an. Eine Klingehose, eine Klingelmatratze, Trofanil usw. sollen helfen, doch will es die betreffende Person eigentlich? Wird es Ihr helfen?

So individuell jeder Bettnässer und jede Bettnässerin ist, so individuell müssen die Hilfen sein. Ich hätte gerne mal einen Tag woanders geschlafen, eine Fahrt mit der Klasse gemacht oder auch nur einmal meine damalige Freundin bei mir übernachten lassen.
All das sind die Dinge die der Betroffene im Moment braucht.
Stärke, Zuneigung, Hoffnung und ein wenig Hilfe für den Fall das.
So sollte es sein.
Trofanil ersetzt niemals die benötigte Nestwärme.
Eine Klingelhose ist niemals zum anlehnen und ausheulen da.
Eine Klingelmatratze tröstet mich nicht wenn es mal wieder passiert ist.
Das sind Dinge an die wir denken sollten.

In diesem Sinne sage ich Off-Topics, nein danke.
Bis dahin wünsche ich dir viel Glück und verbleibe

freundlichst grüßend
der Lutz
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Vollkommen korrekt

Beitrag #7 von frosch » 12 Jan 2004 08:37


Hallo Lutz,

ich pflichte Dir völlig bei. Es sind in erster Linie ganz andere Bedürfnisse die ein Bettnässer hat, als die technisch einfachste Lösung oder die passende Pille zu finden. Mich würde es sehr freuen, wenn wir in diesem Forum allen Beteiligten des Einnässens eine Hilfe sein könnten. Und das geht nur, wenn wir alle unsere Erfahrungen einbringen. Ich glaube für meine Adoptiveltern war es auch schlimm, ein Kind zu haben, dass über das Bettnässen mitteilt, dass etwas nicht stimmt. Zunächst habe ich dafür auch viel Verständnis erfahren, dann aber wurde immer mehr an mir ausprobiert und das Schlimmste war, dass meine viel jüngeren Geschwister schon trocken waren, ich aber nicht. Nach und nach gab es dann immer mehr Streit um das Thema. Ein Jahr war ich auf einem Internat und war natürlich voller Panik. Ich muss es ja nicht genauer erklären, wie es gewesen ist, in einem Meerbettzimmer ins Bett gemacht zu haben. Und das trotz Tofranil öfters. Ich wollte jedesmal im Erdboden versinken. Immer hatte ich nur den einen Wunsch: Lass das Bettnässen aufhören. Heute habe ich mit dem Thema meinen Frieden gefunden, meine Partnerin steht absolut zu mir, selbst einige im Bekanntenkreis wissen es und es ist absolut kein Problem mehr, dass an meinem Selbstwertgefühl nagt. Ich würde bei meinen eigenen Kindern ganz viel anders machen, viel öfter seelische Unterstützung geben und das Thema nicht so tabuisieren. In Amerika geht man schon offener mit dem Thema um und das hoffentlich nicht nur, um der Industrie einen einfacheren Absatz ihrer verschiedenen Produkte zu ermöglichen. Selbst in Deutschen Grundschulen gehen einige Lehrkräfte in den Klassen vorsichtig auf das Thema ein und auch die Presse ist durch Vereine und Initiativen für das Thema sensibilisiert worden. Im Sinne aller, hoffe ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Dieses Portal ist es auf alle Fälle.
Lieber Gruß, René
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Beitrag #8 von Björn-Ulli » 12 Jan 2004 22:39


Möchte mal das Niveau dieser Diskussionsreihe über das Bettnässen ausdrücklich loben. Der Kritik gegenüber der heutigen Medizin schließe ich mich an. Ganzheitliche Denkweisen scheinen nicht gefragt zu sein. Viele Ärzte sind sicherlich auch überfordert und scheinen teilweise bewußt, vielfach auch unbewußt zu Funktionären der Pharmaindustrie zu verkommen, welche aus pekuniären Gründen mehr an fortwährendem Behandeln und weniger an Heilung interessiert ist.

Nebenbei, kann mir vielleicht jemand erklären was mit „Off-Topic“ gemeint ist?
Mit bestem Gruß Björn-Ulli

PS.: ........stehe übrigens mit der inflationären Verwendung von Anglizismen, für jeden nur erdenklichen Scheiß, absolut auf Kriegsfuß. Aber nichts für ungut...........
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Beitrag #9 von mehlbox2001 » 13 Jan 2004 01:45


Hallo Björn-Ulli, "Off-Topic" sind Beiträge, die haarscharf bis deutlich am Thema ("Topic") eines Forums vorbei sind. Tut mir leid, im Internet kommen halt viele Ausdrücke aus der Welt der größten Sprache des Netzes, in der auch viele Dinge wie Forn entwickelt wurden ...

Sag mal René, dieser Satz "Ich glaube für meine Adoptiveltern war es auch schlimm, ein Kind zu haben, dass über das Bettnässen mitteilt, dass etwas nicht stimmt" klingt ziemlich nach einer sehr einseitigen Einordnung ... Sprichst du ein bisschen besser Englisch? Dann such dich mal bei Google oder durch andere Suchmaschinen durch amerikanische Seiten zu Schlafstörungen, mit kombinierten Suchbegriffen wie "bedwetting snoring" -- das ist ziemlich erhellend! Abgesehen von den nervigen Werbe-Seiten mit Texten wie "Nix hilft außer unser Mittel / Gerät!" findest du vor allem ein stetiges Miteinander / Nebeneinander von bis zu einem Dutzend "Schlafstörungen" von Schnarchen über Apnoen und Bruxismus (starkes Zähneknirschen) bis zu Bettnässen.

Mein bescheidener Eindruck ist, dass Bettnässen eine von sehr vielen verschiedenen Arten des Spannungsabbaus ist, die man im Schlaf betreiben kann. Da gibt es medizinisch gewünschte Formen wie starke Augenbewegungen, Träumen usw., daneben Formen wie Schnarchen, die nervig sein können, Zähneknirschen und Bettnässen, die Folgen für Zähne und Matratzen haben können, und Schlafapnoen, die tödlich enden können. Alles verschiedene Formen, mit dem Stress des Tages umzugehen, mehr oder weniger toleriert. Für Bettgenossen ist übrigens Bettnässen in angemessener Unterwäsche weniger schlimm als Schnarchen ... Mit dem Unterschied, dass starke Schnarcher oftmals ein einzelnes Schlafzimmer bekommen, Bettnässer hingegen als Kinder und Erwachsene geächtet werden, man Kindern und Eltern schlimme Dinge über "sozial geschädigte Familienbeziehungen" und alles mögliche vor die Füße wirft -- und am Ende noch Psychopharmakakarrieren beginnen ...

Und bei allem geb ich gerne zu, dass ich latenter Ärztekritiker, Bioladenkunde und Vegetarier, entspannt-toleranter Christ und einiges mehr sicher eine von der deutschen Diskussion abweichende Meinung hab. Aber ich glaub, zumindest in Amerika haben die Leute schon eine viel entspanntere Diskussionsatmosphäre. Da macht der größte Hersteller für Bettnässerunterwäsche für Kinder und Jugendliche nämlich mit einem ausgesprochen sympathischen Werbeslogan (der natürlich auch das Geld im Kasten klingen lässt) Reklame: "Bedwetting is something I'll outgrow. Until then, I wear Goodnites" ("Das Bettnässen werd ich schon irgendwann los. Bis dahin trag ich Goodnites"). Ich denk mal, so eine kinder- und menschenfreundliche Einstellung ohne Schuldzuweisungen, von großen teuren Werbeflächen verbreitet, könnte man Deutschland nur wünschen.

Andreas
... der mit der "Nachteulen"-Schlafstörung ;-)
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Goodnites

Beitrag #10 von Stutzer » 13 Jan 2004 10:07


Hallo du Bioladen Einkäufer, hallo Andreas

Danke für deinen Beitrag, genau das war es was ich sagen wollte. Es ist einfach mit dem Bettnässen zu leben, wenn andere nicht ständig versuchen würden es abzustellen.

Ein großes Maß an Toleranz würde hier eine Menge bewegen können. Wenn da nicht immer diese Tante von nebenan wäre, die Ihre Nase überall hineinsteckt, alles rumtratscht und es dann auch noch besser weis.

Die Deutschen haben anscheinend den Perfektionismus für sich gebucht, denn wenn ein Kind mit drei noch nicht trocken ist liegt es wohl am Unvermögen der Eltern.
Das scheint die generelle Denkweise zu sein.

Zum Glück sind wir nicht normal. :mrgreen:

Jeden Elternteil den ich Kannenlernen werde, werde ich nicht fragen: Nah wie alt ist es denn, ist es schon trocken, geht es schon zur Schule?

Ich begegne Ihnen mit einem freundlichen Hallo und lasse dem Kind seine Kindheit und Jugend.

Meine drei kleinen geschieht auch mal dann und wann ein Unglück. Wobei Unglück nicht ganz richtig ist, sie wachen mal auf und das Bett ist nass.
Meine erste Reaktion ist das Kind zu trösten, ihm zu zeigen das es normal ist wenn mal was daneben geht. während sich dann das Kind gestärkt zur Dusche begibt, wird das Bett neu bezogen. Das schon alles.
Bis dahin wünsche ich dir viel Glück und verbleibe

freundlichst grüßend
der Lutz
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