Mit oder ohne gummihose?

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Mit oder ohne gummihose?

Beitrag #1 von Thomy » 30 Okt 2013 20:06


Ich bin Bettnässer, auch wenn es mittlerweile auch schon mal am Tag passiert. Bei mir hat es psychische Ursachen. Ich habe mich mittlerweile auch an das windeltragen gewöhnt. Ich würde nur mal gerne von euch wissen, wer auch eine gummihose über die windel anzieht. Ich habe da ein sicheres Gefühl und nachts kann die windel dann auch nicht runterrutschen oder verrutschen denke ich. Aber das windelpaket ist halt mit gummihose doch schon sehr dominant. Danke im Voraus für eure rückmeldungen
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Thomy
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Pvc Schutzhöschen

Beitrag #2 von ela » 30 Okt 2013 23:52


gehören für mich schon seid Jahren dazu,wohl aus der alten Zeit.lach. und sie geben mir ein Gefühl der Sicherheit, auch wenn die Höschen heute wohl nicht mehr so benötigt werden wie früher,aber ohne sie hätte ich kein gutes Gefühl. :fleissig:
liebe Grüße
ela :fleissig:
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Beitrag #3 von Stefan » 31 Okt 2013 10:58


Hallo Thomy,

ganz klar bei der Verwendung von Inkontinenzslips :aerger: - OHNE !!!

Begründung:
Inkontinenzslips sind in puncto Hautverträglichkeit und Atmungsaktivität optimiert. Auch wenn Du nur Slips hast die Vliesseiten hast, kommt es hier zu einer Störung der Eigenschaften des Hilfsmittels. Der Schweiß diffuniert durch die Vliesseiten und läuft auf der Innenseite der Gummihose in den Schrittbereich. Viele Nutzer von Gummihosen glauben das der Inkoslip undicht wäre, wenn Sie diese Feuchtigkeit entdecken. Dem ist in 98,9% der Fälle nicht so. Es können auch weitere Probleme auftreten. So kann es zu Rötungen im Hüftbereich und im Schritt kommen, da die Hersteller der Slips eine solche gravierende Fehlverwendung nicht ausgetestet haben.

Die Krankenkassen haben nun Gott sei Dank öfters ein Auge drauf und verweigern - zu Recht - die Kostenübernahme von Gummihosen, wenn Inkoslips verordnet sind.


Bei Vorlagen, auch Dickeren, kann man wenn man möchte Gummihosen verwenden. Hier rate ich aber immer zu Inkontinenzslips oder zu Vorlagen mit Gurt (z.B. Tena flex). Anlegen, nutzen, wegwerfen und gut.

Lg

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Pro Gummihose

Beitrag #4 von marks » 01 Nov 2013 11:27


Selbstverständlich gehören Gummi- (oder vielmehr PVC-) Hosen zur Grundausstattung.

Solch eine Überhose fixiert den Inko-Slip zusätzlich und sorgt daher für einen besseren Schutz. Vor allem wenn ich einen Inko-Slip eine zweite Nacht trage weil ich in der Ersten trocken geblieben war. Dann hält so ein PVC Slip die Windel trotz überdehnter Bündchen oder abgerissenen Klebestreifen, was vom Aus- und Anziehen in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Im eigenen Bett verzichte ich zwar ab und zu auf die Überhose und vertraue auf meine saugfähige Unterlage, aber im Hotel sind PVC-Überhosen für mich Pflicht. Seit neuestem habe ich welche mit PU-Membran. Die sind sehr angenehm zu tragen und auch nicht mehr so deutlich als Inko-Material zu erkennen.

Ich habe auch damals das Flexanor-System gekauft welches von einer Frau Arnold hergestellt und vertrieben wurde, die auch bei uns im Forum gemeldet ist. Diese waren sehr gut verarbeitete Schutzhosen die mit klassischen Windeltüchern kombiniert wurden. Der Existenzgründerin Frau Arnold zu liebe habe ich dieses System kauft. Leider ist die Einweghose angesichts der Saugfähigkeit, Tragekomfort und Hygiene überlegen, weshalb ich die Flexanor Hosen nur noch als zusätzlichen Schutz benutze und nicht mehr für die angedachte Kombination mit Baumwollwindeln und Hose.

Leider ergibt die Internet-Suche kein eindeutiges Ergebniss zu Flexanor, weshalb ich davon ausgehe dass die Frau Arnold dieses Produkt nicht mehr vertreibt.

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Beitrag #5 von Helmut » 01 Nov 2013 15:47


Hallo Thomy,

ich denke das ist eher eine Glaubensfrage ob man nun eine "Gummihose" über dem Inkoslip trägt oder nicht. Die heutigen Produkte sind sehr sicher und laufen auch nicht aus wenn man die passende Größe, Saugstärke usw. gewählt hat und man auch beim Anlegen keine Fehler macht.

Eine PVC-Schutzhose kann durchaus sinnvoll sein, zum Beispiel wenn man im Hotel übernachtet, da gibt es nicht immer eine wasserfeste Schutzunterlage. Für manche Anwender bedeutet eine Gummihose ein zusätzliches Schutz- und Sicherheitsgefühl, es spricht ja nichts dagegen, solche Hosen zu verwenden.

Von daher kann keine klare Aussage getroffen werden, ob eine "Gummihose" nun notwendig ist, jeder sollte das für sich entscheiden ob er eine tragen will oder nicht.

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Gummihose war gestern, PU ist heute

Beitrag #6 von CarstenS » 01 Nov 2013 19:03


Hallo, also ob es heute noch nötig ist : Ganz klar JA!

Aber keine Gummihose und auch keine Pvc hose. Ich schlafe ja auch nicht auf einem Gummilaken oder einer PVC Folie.

Ich schlafe auf einem PU Bettschutz der sich nicht anfühlt wie eine Folie und wo man nicht schwitzt. Dazu trage ich noch eine PU Überhose von Suprima.

Die Überhose trage ich auch nicht weil er Fixiert, dafür ist er zu weit geschnitten, sondern weil wenn man sich bewegt die Bündchen immer mal platz bieten wo mal ein Tropfen daneben geht.
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Beitrag #7 von Werner Holmans » 19 Nov 2013 20:53


Hallo,
in der DDR, es gab keine andere Möglichkeit, wurden zu den entsprechenden Einlagen (aus Stoff) immer Gummihosen (PVC) getragen. Diese wurden auch in Krankenhäusern verwendet. Ich selbst war betroffen und hatte mich an diese Inkontinenzversorgung gewöhnt. Viele Jahre später wurde ich, DANK einer Psychologin, für ein paar Jahre vollkommen trocken. Durch meinen letzten Krankenhausaufenthalt wurde ich erneut inkontinent. Mit den verordneten Windelhausen bin ich nicht so richtig klar gekommen. Ich muss deshalb eine Überhose tragen. Zu Einlagen am Tag trage ich nun immer eine PU-Hose. Nachts immer zusätzlich eine Gummihose (PVC). Diese Überhosen stören mich überhaupt nicht, sondern fühle mich sicher. Meine Krankenkasse bezahlt jedes Jahr 2 PU-Hosen und 2 PVC-Hosen, zusätzlich zu den Einlagen und Windeln. Probleme gab es diesbezüglich nie. Aus meiner Sicht sind die Windel ohne Folie nicht mehr so sicher. Bei uns im Krankenhaus wurden nur Windeln mit Folie verwendet. Mir ist allerdings nichtbekannt, ob es sich um Restbestände handelt. Durch die Krankenkasse bekomme ich keine mehr mit Folie (liegt angeblich am Vertrag) und im Internet habe ich auch keine mehr gefunden.
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Beitrag #8 von Sebald » 21 Nov 2013 09:16


Hallo (v.a. Werner),

dass die Krankenkasse Überhosen bezahlt, ist wahrscheinlich eher 'Gewohnheitsrecht'. Normalerweise tun die sowas nicht (mehr), weil ja die gelieferten Slips ausreichen, und diese Hosen keine Hilfsmittelnummer besitzen. Was in gewisser Weise auch eine Antwort auf die Frage 'mit oder ohne Überhose' ist.

Slips mit Folie gibt es natürlich noch. Die Regular-Serie von Attends bietet diese. Ich kann mir kaum vorstellen, dass deine Krankenkasse mit denen keinen Vertrag haben soll. (Um der alten Diskussion willen: Fliesoberfläche hat Vorteile; Folie hat Vorteile...)

Mich irrtitiert nun etwas die Aussage, dass du durch einen Krankenhausaufenthalt wieder inkontinent wurdest. Eigentlich sollte man im Krankenhaus doch gesünder werden. Oder kam es da, ganz wertfrei formuliert, zu unguten Erinnerungen?

Beste Grüße,
Sebald
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Beitrag #9 von Werner Holmans » 24 Nov 2013 19:25


Hallo Sebald,
meine Geschichte ist bei fast allen Ärzten bei uns und bei uns im Krankenhaus bekannt. Es war außergewöhnlich, dass ich aus dem Rollstuhl gekommen bin und auch dass ich die Inkontinenz mit Hilfe einer Psychologin überwinden konnte. Leider gibt es diese Psychologin nicht mehr. Die Krankenakte ist immer noch im Krankenhaus und immer wieder werde ich dort als inkontinent geführt. Als ich damals erneut ins Krankenhaus musste, wurde ich sofort mit einer Windel versorgt. Ich benötigte Hilfe beim Toilettengang, was dem Pflegepersonal vermutlich zu zeitaufwendig war. Die Schwestern sagten damals nur immer, lassen sie es einfach laufen, die Windel fängt alles auf. So bin ich damals erneut inkontinent geworden.
Trotz der Windel in der Nacht, und der Versorgung am Tag war ich sehr oft nass. Man sah dies an der Hose, dem Stuhl / Sessel und auch im Bett. So kam ich wieder zu den Gummihosen. Ich bekam die Empfehlung von den Ärzten, eine Empfehlung die richtig war. Es macht mir auch nichts mehr aus beim Arzt mit einer Windel und Gummihose zu den Untersuchungen zu gehen. Die Ärzte haben mir dieses Schamgefühl genommen. Mit einer Gummihose fühle ich mich sicherer. Die Windeln mit Folie waren früher sicherer, so meine Erfahrung. Auch die Tena Men Level 4 Protection ist leider nicht vollkommen dicht.
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Beitrag #10 von Struppi » 24 Nov 2013 20:27


Hallo Werner,

wo bleibt denn da der mündige Patient? Ob die Versorgung mit einerm Inkontinenzprodukt erfolgt oder nicht, bestimme am Ende doch ich als Patient. Zudem ist ja selbst bei einer eingeschränkten Möglichkeit des Toilettenbesuchs immer noch die Option von Urinflasche und Bettpfanne (oder noch Kondomurinal bei männl. Patienten) gegeben. Das Restrisiko könnte dann mittels einer Bettunterlage bewältigt werden.

Unverständlich auch die Reaktion der behandelnden Ärzte; vielmehr wäre eine ursächlich Therapie indiziert gewesen, ggf. eine Optimierung der Hilfsmittelsituation durch Kontinenzberatung usw.

Auch meine Inkontinenz ist nicht reversibel, auch in meinem Fall ist schon bei Einlieferung bekannt, dass eine Harn- und Stuhlinkontinenz vorliegt. Allerdings verweigere ich auch im Krankenhaus konsequent die Versorgung mit saugenden Hilfsmitteln wenn möglich. Ich bringe meine Hilfsmittel mit (Kondomurinal, ISK und Irrigationsset), sollte ich notfallmäßig mal in die Klinik kommen, dann lasse ich mir mein Material im Fall der stationären Aufnahme nachbringen.

Eine Schutzhose habe ich seit Beginn meiner Erkrankung trotz Stuhlinkontinenz nicht benötigt (was aber wertungsfrei betrachtet werden sollte; Stichwort persönl. Sicherheitsempfinden) noch wurde mir jemals die Verwendung einer solchen nahegelegt - nicht von Ärzten oder sonstigen Personen (Physiotherapie, Kontinenzberatung, Pflegepersonal). Die Kostenübernahme würde von meiner Krankenkasse auch verweigert.

Gruß

Hannes
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