Bettnässen und Krankenhaus

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Bettnässen und Krankenhaus

Beitrag #1 von zitronentee » 13 Jan 2014 06:39


Hallo ihr Lieben,

ich habe ein Problem.
Ich nässe alle paar Wochen mal nachts ein, meistens werde ich wach wenn es grad läuft, renne dann noch schnell zum Klo, so dass das Bett nicht nass wird.
Deswegen habe ich nie was gebraucht, wie z.B. Einlagen.
Die Klamotten habe ich dann gewaschen.
Jetzt ist es so, dass ich eine psychische Erkrankung habe und vielleicht bald in die Psychiatrie muss, weil es mir so schlecht geht.
Jetzt habe ich Angst wegen der Inkontinenz.
Ich würde gerne Einlagen benutzen, weiß aber nicht, ob die ausreichen. Aber zum ersten Schutz sicher gut. Ich habe nur so ne Angst, dass ich mich nachts einnässe und das jemand mitbekommt und dann weitertratscht. Da herrscht immer viel Mobbing.
Und wo lasse ich die Einlagen? Der Mülleimer ist sofort voll damit. Vielleicht in einen Hygienebeutel und dann in den Mülleimer?

Ich habe einfach so Angst, dass es jemand mitbekommt und ich dann deswegen gemobbt werde...

Im normalen Krankenhaus würde ich das nicht so schlimm finden, aber Psychiatrie, da hat man halt mehr mit allen zu tun, die da so rumlaufen...

Liebe Grüße, zitronentee
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Re: Bettnässen und Krankenhaus

Beitrag #2 von Struppi » 13 Jan 2014 11:28


Hallo,

zunächst ist es wichtig, das Personal bei der stationären Aufnahme von der Problematik in Kenntnis zu setzen. Dann einfach um eine Unterlage fürs Bett bitten, ggf. benutzt Du in dieser Zeit Vorlagen oder ähnliches, wie Du es ja schon angedacht hast.

Ich nehme an, Du hast eine eigene Toilette/Duschbad auf dem Zimmer? Wenn nicht schon vorhanden, dann um einen Mülleimer mit Deckel bitten; dem kommen die Pflegekräfte im Regelfall auch gerne nach, Du versorgst Dich ja ansonsten selbst. Wenn Du Dir wg. den eventuellen Gerüchen unsicher bist, dann nimm eine Rolle kleiner Müllbeutel mit und verpacke die Vorlagen zusätzlich noch mal.

Wünsche Dir auf jeden Fall gute Besserung.

Grüße

Hannes
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Re: Bettnässen und Krankenhaus

Beitrag #3 von Oldie » 14 Jan 2014 11:48


Man kann davon ausgehen, daß es in jedem Krankenhaus/Klinik, egal welcher Fachrichtung, mehr als einen Inkontinenten gibt - Du bist also nicht der einzige.Vielmehr sind die Häuser auf sowas eingestellt. Schon im Aufnahmegespräch darauf hinweisen, wurde dann gefragt, ob ich Vorlagen mithätte oder welche brauche, auch eine Betteinlage dürfte kein Problem sein.
Entsorgt habe ich meine Vorlagen auch mit kleinen Hyg.-beuteln ausserhalb des Zimmers, kann man auf jeder Toi. in die obligatorischen Müllbehälter machen - die werden auch mit Sicherheit tägl. geleert. Darüberhinaus findet man auf den Etagen auch große Müllsäcke in Bädern o.ä.
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Re: Bettnässen und Krankenhaus

Beitrag #4 von Tom252 » 22 Jan 2014 16:36


Hallo,

ich bin in den letzten Jahren sehr oft im Krankenhaus gewesen und habe jedes Mal beim Einchecken den Pflegern gesagt, dass ich auf Vorlagen und Windeln angewiesen bin es hat niemanden gestört oder interessiert. Man zeigte mir wo ich alles finden könne und könnte mich dort einfach bedienen. Dennoch soll ich einfach Bescheid geben wenn es aufgebraucht ist damit sie es wieder auffüllen können.

Auch als ich meinen Ärzten sagte, dass ich mir nun vor jeder CT/MRT oder Darm- bzw. Magenspiegelung einen DK legen lassen werde haben sie es mit absolutem Verständnis quittiert.

Von daher ist das kein Akt, da sie jeden Tag mit Menschen zu tun haben und das mit den verschiedensten Gründen.

Viele Grüße
Tom
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Re: Bettnässen und Krankenhaus

Beitrag #5 von zitronentee » 22 Jan 2014 20:40


Danke für eure Antworten.
Ich habe auch nochmal mit nem Pfleger gesprochen aus der Ambulanz der Psychiatrie und der sagte mir auch, dass ich das auf jeden Fall offen ansprechen muss, damit das Bett auch geschützt werden kann.
Im Moment gehts mir psychisch ziemlich schlecht, werde aber nicht ins Krankenhaus gehen.
Aber trotzdem schon mal gut zu wissen, wie ich es handhaben kann.
Danke euch.
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Re: Bettnässen und Krankenhaus

Beitrag #6 von thmod » 07 Feb 2014 20:26


Hallo Zitronentee,

Ich bin auch Bettnässer und hatte vor zwei Jahren zwei längere Krankenhausaufenthalte. Bei beiden war es völlig unproblematisch!
Ich habe meine eigenen Slips mitgebracht und die Schwestern haben mir immer sone Inkoeinlage aufs Bett gelegt. Selbst mir Inkoslip in den OP zu gehen war völlig normal für die.

Ich hatte vorher die gleichen Bedenken wie du und mich auch an dieses Forum gewendet. Die Empfehlung es einfach offen anzusprechen ist genau sie richtige.
Es hat evtl. mal ein Mitpatient komisch gekuckt, wenn ich mich für die Nacht im Bad fertig gemacht habe, aber mehr auch nicht.

Also mach dir deswegen keinen Kopf und lass den selben nicht hängen! Wichtiger ist, dass du alles Andere wieder hin bekommst!

Lg Christian
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Re: Bettnässen und Krankenhaus

Beitrag #7 von zitronentee » 09 Feb 2014 17:00


Hallo Christian, danke für deine lieben Worte.
Ich finde, es gibt aber noch einen Unterschied zwischen normalem Krankenhaus und Psychiatrie. Im normalen Krankenhaus hätte ich damit auch keine Probleme, wogegen ich in der Psychiatrie extreme Probleme hätte, weiß auch nicht. Ich denke der richtige Weg ist es wirklich, es offen anzusprechen, was anderes bleibt einem ja nicht über.
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Re: Bettnässen und Krankenhaus

Beitrag #8 von Sebald » 10 Feb 2014 15:12


Hallo Zitronentee,

ich weiß nicht, ob es jetzt wirlkich Sinn für dich macht, diese Sache zu diskutieren: Aber ich sehe diesen Unterschied zwischen Krankenhaus und Psychatrie betreffs der Inkontinenzvorsorge nicht. Ich war noch nicht in einer solchen Einrichtung, kann mir das von dir genannte 'Mobbing' aber nicht vorstellen. Also vorstellen kann ich mir Mobbing natürlich schon. Aber dass eine Blasenschwäche hierfür einen Anlass abgeben kann, halt nicht. Ich hätte sogar eher vermutet, dass in Kliniken mit diesem Behandlungsschwerpunkt, Inkontinenz sehr oft vorkommt - allein schon als Nebenwirkung von Medikamenten -, und der Umgang damit für Personal wie Patient etwas Selbstverständliches hat.

Ansonsten sind meine Erfahrungen identisch mit den bisherigen Beiträgen: Man sagt es bei der Aufnahme, betont, dass man sich selbst versorgen kann und die Hilfsmittel mitbringt - und kein Mensch redet mehr drüber. - Aber klar, es lässt sich nicht immer vermeiden, dass Zimmergenossen davon mit kriegen. Mir ist es einmal gelungen, dass diskret bis unmerklich zu behandeln. Die anderen beiden Male nicht. Aber zum Stationsgespräch wurde ich dadurch auch nicht.

Mit guten Wünschen,
Sebald
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Re: Bettnässen und Krankenhaus

Beitrag #9 von Bettnässer85 » 10 Apr 2014 12:35


Als ich letztes Jahr wegen der Mandel-OP ins Krankenhaus musste, war ich zum ersten mal mit Bettnässen im Krankenhaus. Mir war am Anfang schon etwas mulmig, aber in einem Krankenhaus muss niemand was peinlich sein. Auf der HNO kommt es zwar nicht häufig vor, dass ein junger Mensch auf Windeln angewiesen ist, für die war es aber nichts Ausgewöhnliches.
Alle (inkl. Praktikantin) gingen sehr professionell damit um. Zu den Windeln haben die Nachthosen gesagt. Ich hätte so viele bekommen wie ich bräuchte. Die hätten mir auch saugfähige Produkte gebracht und sogar ein Raum mit Liege eingerichtet. Als ich in zwei Nächten fast zu erstickten drohte, musste ich zweimal mit T-Shirt und Windel durch die halbe Station zum Absaugen. Seit diesem Zeitpunkt wollten die mir auch das Hilfsmittel wechseln oder am Abend anlegen. Die Nachtschwester war eh etwas seltsam, war genervt das ich mich jede Nacht übergab, die Windel hätte die mir aber immer sofort gewechselt, sobald ich diese benutzt habe.
Ich konnte es zum Glück alleine. Bin dazu aufs Klo gegangen, dort stand auch ein Mülleimer mit Deckel und Hygienebeutel.
In der Nacht wurde meine Windel und Bett mindestens einmal kontrolliert. Gegen ein wickeln hätte ich mich da nicht wehren können, war danach total schwach und Müde. War vielleicht auch kein Wunder, da ich pausenlos Infusionen bekam. In der zweiten Nacht bekam ich 3 Liter unterschiedliche Infusionen, dachte meine Forma Care hält das nicht. Praktikantin und Zivi stauten am Morgen nicht schlecht, die sollten mein Bettzeug wechseln. Eine Privatsphäre hat man nicht. Wirklich peinlich war es mir nicht. Kann es weder verstecken noch etwas dran ändern. Man braucht wirklich keine Angst haben.
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