Nächtliches Einnässen unseres Sohnes (12J.)

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

Moderatoren: Helmut, MSN, Marco N., Georges

Re: Nächtliches Einnässen unseres Sohnes (12J.)

Beitrag #31 von xja » 06 Sep 2015 07:46


Hallo OliB,
Du musst aber auch die andere Seite sehen. Wie es Deinem Sohn geht wenn er mitten in der Nacht in einem nassen Bettt aufwacht.
Ich habe das früher mit 15 auch erlebt. Klar für mich war es am Anfang recht schweer anzufreunden als Teenager wieder Windeln zu tragen.
Aber es war für mich damals auch eine Erleichterung als ich wieder mal durchschlafen konnte.
Zudem mit der Zeit wird es normal.

Man kann die Windeln, vor allem wenn man sie nur Nachts tagen muss, sehr diskret halten.
Die kann man Online Bestellen, dann mehrkt nicht mal die Nachberschaft was.
Wichtig ist dass die Windeln nicht umbedingt im Kleiderkasten des Jungen gelagert werden, falls er Mitschüler zu besuch hat, geht man schneller mal an den Kasten. Ich lagere meine im Badezimmerkasten. Dort kommt fast niemand hin. Als Teenager hatte ich sie immer dort gelagert.
Wenn das nicht geht, weil z.B. nicht vorhanden. Wäere es möglich bei den Eltern zu lagern.

Ein weiterer Vorteil ist dass auch ein wenig Druck von ihm nimmt. Im Unterbewusstsein, denkt er immer es darf nichts passieren. Und prompt passiert es ihm.
Mit der Windel kannst Du ihm sagen, das Teil wird am Morgen sowieso entsorgt, wenn was passiert dann passiert gar nichts. Es gibt viele Leute die durch die Sicherheit schon weniger Einnässten.
Du musst sehen eine Therapie kann lange dauern. Bei Bettnässern kann es sein, das es nach einiger Zeit wieder von selber verschwindet.

Deshalb würde ich Windeln oder Pantys nicht umbedingt ausschliessen.
Benutzeravatar
xja
Superautor (min. 50 Beiträge)
Superautor (min. 50 Beiträge)
 
Beiträge: 87
Alter: 50
Registriert: 05 Jul 2005 21:38
Wohnort: Zürich
Land: Switzerland (ch)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: singel
Art der Inkontinenz: Harninkontinenz, defekter Schliessmuske, Bettnässen
Hilfsmittel: Inkontinenzslips, Pants

Re: Nächtliches Einnässen unseres Sohnes (12J.)

Beitrag #32 von Georges » 06 Sep 2015 10:36


...für mein Gefühl kommt diesem Thread nicht weiter so.

Anscheinend wurde schon sehr viel mit das Kind gesprochen und unternommen. Ich kann mir sehr gut vorstellen das dieses Kind dadurch nur unsicherer geworden ist, sowie den Eltern auch. Ursprünglich wurde um Rat wegen den Pro's und Contra's bzgl. einer Botoxbehandlung gefragt, da viele bekannte Behandelmethoden sowie Hilfsmittel für die Symptome des Einnässens schon durchgesprochen sind. Jetzt landen wir, wie letztens leider wieder sehr oft, wieder erneut bei den Einsatz von Windeln.

Ein Kind/Mensch was auf Teufel komm heraus keine Windeln anziehen möchte, soll man respektieren und in seine Würde lassen! Zwang, egal ob sanft oder stark, wirkt nur kontraproduktiv auf der Gesamtsituation und belastet die Familie anschließend noch mehr. Man soll auf die Ursachen des Einnässens fokussieren, welche körperlicher Natur sind wenn ich es richtig interpretiere, da sonst kein vernünftigen Arzt mit Botox "experimentieren" wird.

Ich weiß nicht ob es in diesem Fall in oder über Ihrem Krankenhaus oder Krankenversicherung einen Weg zu einem Selbsthilfegruppe gibt, wo sie mit Betroffenen mal von Gesicht zu Gesicht sprechen und sich austauschen können? Ich denke Sie brauchen erst mal mehr Erfahrungsberichten von Menschen (egal ob Erwachsene oder Kind/Jugendlicher) die diesem Eingriff schon hinter sich haben. Wenn Ihren Sohn sehr unsicher ist oder psychisch unter sein Einnässen schon stark leidet, hilft vielleicht auch eine Sitzung mit einem Psychologen (er alleine!) um ihm wieder mehr Mut zu machen.

Bis eine endgültige Lösung gefunden wird, wurde ich das Bett mit eine Unterlage unter das Spannbetttuch schützen und parallel etwas Druck aus das Ganze nehmen. Vielleicht auch mal für eine bestimmte Zeit das Thema ruhen lassen. Man soll zuerst an das Kind denken und ihm wieder "aufbauen". Er hat es schon schwer genug, behaupte ich mal.

Es tut mir leid dass ich keine direkte Lösung beisteuern kann, musste dies als Verfolger dieser Thread mal gerade los werden.

Viel Erfolg und Grüße,
Georg
Benutzeravatar
Georges
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 175
Alter: 44
Registriert: 04 Jul 2010 15:39
Wohnort: Trier und Wuppertal.
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: Verheiratet
Art der Inkontinenz: Dranginkontinenz, in aktive Morbus Crohn Phasen auch ungewollten Stuhlverlust.
Hilfsmittel: Je nach Bedarf unterschiedliche Hilfsmittel/Medikamente.

Re: Nächtliches Einnässen unseres Sohnes (12J.)

Beitrag #33 von OliB » 06 Sep 2015 12:23


Hallo,
jou.. So ähnlich habe ich auch schon überlegt.. Ich hatte mir gedacht mal kontakt mit den eltern der beiden kinder aufzunehmen und zu fragen, wie es ihnen ergangen ist. Frage nur ob das krankenhaus wegen der schweigepflicht die namen bzw adressen rausgibt. Selbsthilfegruppe.. Ok.. Aber was sollen die uns erzählen was wir im laufe von 7/8 jahren nicht schon erfahren haben.. Medis..alles durch, mechanische/elektrische hilfen..'press/einhalte-übungen'..alles durch..
Auf matratze haben wir immer einen wasserdichten spannbezug welcher sich jedoch anfühlt wie ein normaler und darauf im bereich des unterkörpers nochmal eine weiche wasserdichte auflage, die er nachts -wenn's mal passiert- selbst wechseln bzw tauschen kann mit dem ersatz der immer bereit im bad liegt. Sollte die bettdecke auch nass sein ist es abgesprochen, dass er mich weckt und ich ihm helfe..(wobei ich sowieso einen leichten schlsf habe und immer alle aktionen 'mit einem wachen auge' überwache.)
Was ich auch denke, dass es hier keine allgemeine lösung gibt. Es ist einfach zu individuell. Alter, psychische situation, soziales umfeld, alter, psychische oder anatomische ursache... da kann es keine allround-lösung geben.
Benutzeravatar
OliB
(Themenstarter)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
 
Beiträge: 19
Bilder: 1
Alter: 54
Registriert: 24 Aug 2015 14:57
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Enuresis nocturna
Hilfsmittel: Klingelhose, Minirin, Oxybuthin........

Re: Nächtliches Einnässen unseres Sohnes (12J.)

Beitrag #34 von Sebald » 06 Sep 2015 15:02


Hallo,

sicher verlagert sich die Diskussion jetzt etwas von der Ausgangsfrage weg. Aber die ist ja nun vorerst entschieden.

Folgende Gedanken hätte ich noch:

Das Krankenhaus wird die Namen sicher nicht rausgeben. Ihr könntet euren aber dort hinterlegen mit der Bitte um Weitergabe.

Mit Selbsthilfegruppen ist das sicher so eine Sache. Aber meistens bekommt man hier doch weniger praktischer Tipps als vielmehr Einblick in den Alltag der Betroffenen. Das kann - wie immer - gut tun, oder auf Dauer nerven. Wenn ihr in einer Großstadt wohnt, steigen jedenfalls die Chancen, dass es eine solche (Eltern-?)Gruppe gibt.

Du schriebst, man wisse ja, wie Kinder sein können. Wissen wir das wirklich? Ich kenne durchaus Fälle stabiler Freundschaften, in denen eine Krankheit oder eine Behinderung so locker aufgenommen bzw. 'integriert' wurde, dass sie eigentlich auch schon gleich wieder vergessen wurde. Vielleicht haben die sozialen Kontakte deines Jungen doch diese Qualität?! (Im übrigen dürfte die Wahrscheinlichkeit, dass auch andere Kinder seines Alters nachts einnässen, so gering nicht sein. Nur traut man sich eben nicht, darüber zu reden.)

Die ganzen Pull-ons der Windelhersteller sind keine Windeln, die mit bunten Mustern nur aufgehübscht wurde. Auch diese Hersteller kennen das Problem der Diskretion und bieten - soweit ich sehe - Produkte an, die man nicht ohne weiters als 'Windeln' erkennt. Nur testen müsste man die halt. Und zwar bevor sie 'draußen' zum Einsatz kommen.

'schönen Sonntag,
Sebald
Benutzeravatar
Sebald
Profiautor (min. 150 Beiträge)
Profiautor (min. 150 Beiträge)
 
Beiträge: 238
Alter: 49
Registriert: 14 Nov 2009 17:26
Wohnort: südliches Bayern
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Neurogene Blase & Darm
Hilfsmittel: Katheter (ISK), Slips

Re: Nächtliches Einnässen unseres Sohnes (12J.)

Beitrag #35 von OliB » 06 Sep 2015 15:08


Hi
zu a:
wäre 'ne möglichkeit..
zu b:
wir wohnwn in einer kleinstadt nächstgrößeres wäre hanau.. ca. 15 km weg..
zu c:
in seinem freundeskreis ist es bekannt bzw auch deren eltern wisden das.. und ja DIESE kids gehen damit locker um bzw. nehmen es einfach hin.. nur wissen es seine mitschüler und feuerwehr-kameraden nicht
zum anderen c:
windel ist keine option.
Benutzeravatar
OliB
(Themenstarter)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
 
Beiträge: 19
Bilder: 1
Alter: 54
Registriert: 24 Aug 2015 14:57
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Enuresis nocturna
Hilfsmittel: Klingelhose, Minirin, Oxybuthin........

Re: Nächtliches Einnässen unseres Sohnes (12J.)

Beitrag #36 von Sebald » 06 Sep 2015 16:19


Hallo,

...das doppelte c war mir selbst aufgefallen und ich habe nachgebessert. Inhaltltich: Wenn er sowas nicht will, dann geht es halt nicht. Klar. - Ähm, fals das Wort 'Windel' das eigentliche Problem sein sollte: Das vermeiden die Hersteller aus guten Gründen natürlich auch. Die Dinger sind halt zum Hochziehen, ohne Klebestreifen.

Betreffs Selbsthilfegruppe gibt es folgendes Portal:

http://www.nakos.de/

Die Suche geht da einfach. Man wird auch auf Dachorganisationen aufmerksam gemacht.

Beste Grüße,
Sebald
Benutzeravatar
Sebald
Profiautor (min. 150 Beiträge)
Profiautor (min. 150 Beiträge)
 
Beiträge: 238
Alter: 49
Registriert: 14 Nov 2009 17:26
Wohnort: südliches Bayern
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Neurogene Blase & Darm
Hilfsmittel: Katheter (ISK), Slips

Re: Nächtliches Einnässen unseres Sohnes (12J.)

Beitrag #37 von Georges » 06 Sep 2015 17:35


Hallo OliB,

ein bisschen konfus bin ich jetzt schon. Einerseits sagen Sie dass Sie nicht wissen was eine Selbsthilfegruppe noch Neues erzählen soll. Andererseits sind ärztliche Aussagen für Sie auch nicht befriedigend genug. Tipps und Ideen von diesem Forum werden auch nur zögernd angenommen bzw. auch gerne wieder als mehr oder weniger sinnlos abgetan.

Ich empfinde diesen Thread schon ein wenig als "sich im Kreis drehen" ohne auch mal einen Schritt weiter zu kommen oder kommen zu wollen? Ich möchte hier niemandem zu Nahe treten und ich hoffe es fühlt sich keiner beleidigt. Klar können wir nur Tipps oder Infos geben und müssen Sie im Endeffekt selbst wissen was Sie am Besten tun, oder tun können. Meine Frage, was erwarten Sie nun von dieses Forum oder als Antwort auf Ihren Fragen bzgl. der Problemlösung? Oder liege ich jetzt falsch, dann möchte ich mich dafür entschuldigen. :-)

Gruß,
Georg
Benutzeravatar
Georges
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 175
Alter: 44
Registriert: 04 Jul 2010 15:39
Wohnort: Trier und Wuppertal.
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: Verheiratet
Art der Inkontinenz: Dranginkontinenz, in aktive Morbus Crohn Phasen auch ungewollten Stuhlverlust.
Hilfsmittel: Je nach Bedarf unterschiedliche Hilfsmittel/Medikamente.

Re: Nächtliches Einnässen unseres Sohnes (12J.)

Beitrag #38 von OliB » 06 Sep 2015 17:47


Hallo,
ich erwarte keine lösungen..
evtl. ideen oder anregungen vielleicht.. aber man muss mir auch zugestehen das ich nicht alles kommentarlos hinnehme sondern etwas dazu sage. Die bisherigen antworten waren klasse und möchte mich auch hiermit dafür bedanken.. aber aufgrund unserer erfahrungen ist eben nicht alles 'durchführbar'.. tut mir leid wenn sich da jemand auf'n schlips getreten fühlt.
Benutzeravatar
OliB
(Themenstarter)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
 
Beiträge: 19
Bilder: 1
Alter: 54
Registriert: 24 Aug 2015 14:57
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Enuresis nocturna
Hilfsmittel: Klingelhose, Minirin, Oxybuthin........

Re: Nächtliches Einnässen unseres Sohnes (12J.)

Beitrag #39 von Martin83 » 07 Sep 2015 22:07


Ohne mich mit dem Thema Botox beschäftigt zu haben, Botox bei einem 12-Jährigen?
Da schein mit der Einsatz von Hilfsmitteln, egal durch welche Erfahrung/Einstellung krampfhaft verhindert, doch wohl die bessere Wahl.
Das ist aber nur eine Anmerkung "meinerseits".
Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass auch ein Matratzenschutz nicht wesentlich mehr Diskretion bei Aufenthalten außer Haus bietet. (Bei mehrfach Belegung des Zimmers)
Das andauernde Wechseln der Bettwäsche sorgt auch nicht für entspannten Schlaf.
Benutzeravatar
Martin83
Megaautor (min. 100 Beiträge)
Megaautor (min. 100 Beiträge)
 
Beiträge: 123
Alter: 36
Registriert: 12 Dez 2004 17:19
Wohnort: Bayern / Schwaben
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Bettnässer

Beitrag #40 von adrian82 » 07 Sep 2015 22:33


Also, jetzt muss auch noch der Allerweltsbegriff "Würde" herhalten (Ein Kind/Mensch was auf Teufel komm heraus keine Windeln anziehen möchte, soll man respektieren und in seine Würde lassen! Georg am 6.9, 10.36).

Was bedeutet es denn, dem Kind die Würde zu lassen, welche Würde? und wenn jemand halbblind ist, sieht man auch von der Blindenschule oder einer Brille oder einem Langstock ab, nur weil die Würde verletzt sein könnte?

Georg hat aber recht, wenn er sagt, die Diskussion dreht sich im Kreis. Es besteht ein Problem, und die vordergründig einfachste Therapie wird apriori ausgeschlossen, weil man nicht in das so heilige Selbstbestimmungsrecht des Patienten eingreifen will (um das geht es doch bei der "Würde"). Man hat lieber irgendein unmögliches Handicap als sich einzugestehen, dass es so ist und es eben mit in diesem Fall Windeln zeigt. Es gibt weiss Gott noch schlimmeres. Z.B. Lebensmittelallergien, oder Muskeldystrophie .... sagt man dann auch: ja nur keinen Rollstuhl, es könnte ja jemand sehen, dass ich nicht laufen kann, und das verletzt meine "Würde".
Adrian
Benutzeravatar
adrian82
Ultraautor (min. 125 Beiträge)
Ultraautor (min. 125 Beiträge)
 
Beiträge: 126
Registriert: 20 Nov 2011 13:31
Wohnort: Schlieren
Land: Switzerland (ch)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Stress
Hilfsmittel: Flanellwindeln und Gummihosen

VorherigeNächste

Zurück zu Bettnässen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron