langsam am Ende meiner Kräfte

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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langsam am Ende meiner Kräfte

Beitrag #1 von knuffie28 » 06 Feb 2016 23:11


Mein sohn, fast 7 jahre, nimmt seit 5 Monaten Minirin 240mg, wir waren zwischen durch 3 1/2 Wochen trocken nun geht es seit 2 wochen jeden tag wieder in die Hose (nachts). Wir haben auch eine Klingelhose, nur leider haben wir beide einen extrem festen schlaf, ich wecke ihn nachts nochmal, mittlerweile auch früh um 4 nochmal und trotzdem ist das Bett morgens nass, wir machen auch ergo, aber leider wissen die auch nicht wirklich was sie machen sollen. .. Vielleicht könnt ihr mir hier nen tip geben...
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Re: langsam am Ende meiner Kräfte

Beitrag #2 von Psycho » 09 Feb 2016 13:03


Hallo,
setze deinen Sohn nicht so (es kommt bei mir so rüber) unter Druck. Sicherlich empfindest du es anders, dein Sohn im Unterbewusstsein bestimmt nicht. Eine Klingelhose hilft dann bestimmt nicht. In dem Alter versteht er den Sinn der Klingelhose noch nicht so richtig. Geht dein Sohn schon in die Schule? Wenn er vorher trocken war, kann ein Zusammenhang, vielleicht über oder Unterforderung, bestehen. Wende dich dann an den zuständigen Lehrer und einem Schulpsychologen. (ich nehme an, du warst schon beim Arzt mit ihm). Für den Schulpsychologen benötigt man keine Überweisung und es kostet nichts. Einige Schulpsychologen arbeiten auch mit Kindergartenkindern. (Vorschulkindern).
Wenn es schon mal für über drei Wochen geklappt hat, sei glücklich und werte es entsprechend positiv. Senke deine Erwartungshaltung etwas und sehe nur die trockenen Nächte. Diese Nächte musst du dann bei deinem Sohn besonders positiv bewerten. Über die nassen Nächte spricht man einfach nicht mehr, Druckminderung.
Gab es ein Ereignis in eurer Familie, welches den Jungen belasten könnte? Es können Dinge sein, die ein Erwachsener als nebensächlich bezeichnet.

Viel Erfolg wünscht Psycho
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Re: langsam am Ende meiner Kräfte

Beitrag #3 von knuffie28 » 09 Feb 2016 14:07


Ich setze mein Kind nicht unter Druck... Ich selbst war auch bettnässer... Aber er ist schlimmer dran wie ich... Er kommt dieses Jahr in die schule. Natürlich, ist alles mit dem Arzt abgesprochen, auch beim Urologen war alles in Ordnung.
Ich habe mich vor knapp 2 Jahren von dem Vater des kleinen getrennt, aber haben ein freundschaftliches Verhältnis. .. liegt auch nicht an der Aufmerksamkeit den davon bwkommt er von mir mehr als genug. ..
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Re: langsam am Ende meiner Kräfte

Beitrag #4 von Helmut » 09 Feb 2016 15:56


Hallo knuffie28,

also ich denke eher dass es bei deinem Sohn eine körperliche Ursache für sein Bettnässen hat. Du schreibst zwar nicht ob er schon jemals über einen längeren Zeitraum trocken war, aber ich gehe mal davon aus dass dem nicht so ist. Das Minirin soll die Urinproduktion in der Nacht einschränken, darum dar er auch nach der Gabe nichts mehr trinken. Du schreibst dass ihr auch beim Urologen ward und dieser meint dass alles in Ordnung ist, was hat er denn alles für Untersuchungen gemacht?

Dir ist bestimmt auch bekannt, dass das Bettnässen vererbt werden kann, was als Ursache auch in Betracht kommt. Ebenso kann es sein, dass das Blasenvolumen seinem Alter entsprechend zu klein ist, die Blase etwas Überaktiv ist oder seine Wahrnehmung für die volle Blase noch nicht weit genug ausgereift ist, etwa bei einer Entwicklungsverzögerung. Hat er denn auch tagsüber gelegentlich Probleme dass er mal ne nasse Hose hat?

Eine Klingelhose kann durchaus nützlich sein, aber nicht bei allen Kindern. Du schreibst von extrem festen Schlaf, aber vermutlich ist der Schlaf eher normal und er ist nur schwer erweckbar.

Hast du schon einmal mit einem sogenannten Urotherapeuten gesprochen?

Viele Grüße Helmut
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Re: langsam am Ende meiner Kräfte

Beitrag #5 von knuffie28 » 09 Feb 2016 18:44


Der Urologe hat ne strahlmessung gemacht ultraschall von Nieren und blase, abgetastet .. Die längste zeit trocken waren die 3 1/2 wochen... Eher selten das es tagsüber mal passiert, das ist eher das er es beim Spiel vergisst, wir schlafen wirklich sehr fest.. Selbst wenn ich ihn auf Toilette schicke ist er nie wirklich wach... Ja es ist mit Sicherheit vererbt.. Aber hoffe natürlich das wir es im den Griff bekommen den er fühlt sich damit auch nicht wohl...
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Re: langsam am Ende meiner Kräfte

Beitrag #6 von Helmut » 10 Feb 2016 12:18


Hallo knuffie28,

klar das kann ich gut nachvollziehen dass er sich nicht mehr Wohl fühlt mit der Situation, vor allem dann wenn er wegen dem Bettnässen noch gehänselt wird.

Da er praktisch noch nie wirklich Nachts trocken war, deutet vieles auf eine körperliche Ursache hin. Die Untersuchungen beim Urologen waren schon mal nicht schlecht, aber jetzt müssten weitere Untersuchungen folgen. Da wäre eine urodynamische Untersuchung, mit dieser lässt sich das maximale Fassungsvermögen der Blase bestimmen sowie ob die Blase in irgendeiner Form Überaktiv ist bzw. ob das Zusammenspiel zwischen Blasenmuskel und Schließmuskel passt. Weiterhin ist zu prüfen, ob ggf. eine Entwicklungsverzögerung vorliegt in der Form dass die Wahrnehmung für die volle Blase in der Nacht nicht richtig ausgeprägt ist. Vielleicht sollte auch mal ein MRT gemacht werden, ob es im Bereich der Wirbelsäule etwas auffälliges gibt zb. eine Syringomyelie und ggf. noch ein Besuch im Schlaflabor um herauszufinden in welcher Phase des Schlafes das Einnässen passiert.

Normal müsste er eigentlich mit Minirin Nachts trocken sein, es soll ja die Urinproduktion einschränken. Er soll dann nacht der Einnahme nichts mehr trinken und auch davor so etwa 2 Stunden vor dem Zubettgehen wenig bis garnichts mehr trinken. Wie ist denn das Trinkverhalten?

Heute ist das Wissen über Bettnässen schon deutlich größer als noch vor 10 oder 15 Jahren als alles nur immer auf die Psyche geschoben wurde, man muss sich nur die Zeit nehmen und nach der Ursache suchen. Also lasse nicht locker, auch wenn manche Untersuchungen nicht so angenehm für ihn sind.

Viele Grüße Helmut
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Re: langsam am Ende meiner Kräfte

Beitrag #7 von sabina79 » 24 Mär 2016 08:09


Hallo,

ich habe das gleiche Problem mit meinem Sohn 8 Jahre.
Er bekommt seit November die Minirin melt Tabletten.
Mit kurzen Rückschlägen hat es eigentlich am Anfang sehr gut funktioniert. Seit 1 1/2 Wochen, von einem Tag auf den Anderen plötzlich gar nicht mehr.
Das Bett ist total nass. Wir haben ein Protokoll gemacht, Windeln gekauft um zu sehen wieviel Urin wirklich produziert wird in der Nacht, Entzündung ausgeschlossen, alles mit dem Kinderart besprochen, aber der weiß auch nicht warum es plötzlich nicht mehr funktioniert.

Die Blasenkapazität ist nicht berauschend, aber er war trotzdem trocken.

Vielleicht weiß jemand ob das sein kann das die Minirin plötzlich nicht mehr wirkt.

lg. Sabina
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Re: langsam am Ende meiner Kräfte

Beitrag #8 von knuffie28 » 29 Mär 2016 01:52


Auch wenn es nach hokus pokus klingen mag, war ich mir meinem vor über einer Woche beim Heilpraktiker, sie hat gependelt und er bekommt globuli, unser abrndritual hat sich geändert, ich frage ihn jeden abend ob er sich über irgendetwas geärgert hat, wir sagen nicht mehr "ich puller nicht mehr ein" sondern "mein Bett bleibt trocken" und siehe da seit dem Tag ist er trocken diese 40 euro waren super angelegt... Ziel ist es in einem Viertel Jahr trocken zu sein.. Und wir schaffen das
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Beitrag #9 von adrian82 » 29 Mär 2016 08:45


Die Verbalhygiene (gesunde Wortwahl) ist sicher ein nachhaltiger Lösungsansatz.

Man soll die Fäkalterminologie nicht gebrauchen und statt dessen wie Ihr es macht auf positive Aspekte im Leben ausweichen.

Es ist wie in anderen Krankheiten: wenn ich jeden Tag meine Hautausschläge anschaue und mich bejammere darob, gehen sie auf die Nerven (im eigentlichen Sinn), wenn ich aber hoffe, dass sie weggehen, sind sie plötzlich weg. Und wenn sie am anderen Ort wiederkommen, ja nun, dann warte ich halt wieder bis es besser wird.
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