Als Bettnässer in der Reha...

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Als Bettnässer in der Reha...

Beitrag #1 von Alter_Bettnässer » 12 Aug 2016 08:45


Hallo zusammen,

ich bin 40 Jahre alt, neu hier im Forum und auf der Suche nach Tipps, wie vermutlich die meisten hier.

Seit einiger Zeit bin ich renne ich tagsüber und nachts ständig auf's Klo. Es passierte auch ab und zu, dass ich nicht oder zu spät wach werde.
Ursache für den erhöhten Harndran sind wohl Medikamente, die ich gegen meinen extrem hohen Blutdruck bekomme. (Tritt seit dem stärker auf. Lt. Beipackzettel wird auch auf erhöhten Harndrang hingewiesen)
Eine Nebenwirkung ist auch, dass ich tagsüber häufig müde und abgeschlagen bin, was noch schlimmer wird, wenn ich nachts nicht richtig schlafe, weil ich öfter raus muss.

Seit einiger Zeit trage ich daher nachts Windeln.
Meistens Mehrwegwindeln und auf Dienstreisen im Hotel Einwegslips.
Ich habe sie mir vom Arzt auch nicht verordnen lassen, sondern bestelle sie selber.
(Da ich es mit meinem Arzt auch nicht durchkauen möchte, habe ich ihm bisher nichts davon erzählt, weil die Ursache ja bekannt ist und ich eine Erkrankung ausschließe.)

Dadurch schlafe ich viel besser und fühle mich auch tagsüber besser.

Demnächst möchte ich wegen meinem Blutdruck und Gelenkproblemen eine Reha machen.

Kann mir hier im Forum zufällig jemand sagen, wie es dort mit der Versorgung laufen würde?
Muss ich das bei der Eingangsuntersuchung angeben?
Würde mein Arzt zuhause davon erfahren?
Muss ich meine Windeln selber mitbringen oder werden sie dort gestellt (inkl. oder gegen extra Berechnung)?
Wie läuft das dann ab?
Kann mir jemand evtl. eine Klinik für Herzerkrankungen (Hypertonie) und Orthopädie empfehlen?

Ich habe bei meinen Suchen im Internet bisher nichts gefunden, was mir eine Antwort gibt.
Daher hoffe ich nun auf eure Erfahrungen und euer Wissen.

Danke schon mal im Voraus
Gruß
Marcus
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Alter_Bettnässer
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Re: Als Bettnässer in der Reha...

Beitrag #2 von Georges » 12 Aug 2016 18:06


Hallo,

also, mal ehrlich. Ganz ernst ist das hier nicht, oder? Sorry dass ich so reagiere, aber dein Nickname spricht leider für sich und wie so häufig möchte man dann nicht mit den Arzt sprechen...

Sollte es ernst sein:
Bei solchen Nebenwirkungen sucht man den Arzt einfach erneut auf und lässt sich gerade wegen den Nebenwirkungen, erstmal zum Testen, andere Präparate verschreiben. Aus eigene Erfahrung weiß ich das man auch Präparate und Therapien bekommen kann, welche diese Probleme nicht hervor rufen, auch bei extrem hohe Blutdruck... Wenn man übrigens bereits so erfahren ist, weiß man auch wie man im Internet nach deinen Reha-Fragen suchen muss und fündig wird. Ebenso weiß man dann auch, dass man nach Auswahl des Reha-Zentrums auch dort anrufen kann und Auskunfte bekommt. Deine KK kann bzw. muss eine Liste mit Reha-Kliniken herausgeben. Die haben doch die Verbindungen dahin.

:?

Viel Erfolg.
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Georges
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Re: Als Bettnässer in der Reha...

Beitrag #3 von Alter_Bettnässer » 13 Aug 2016 17:42


Hallo Georg,

schade dass man hier eine Frage stellt weil man gerne Hilfe hätte und anstatt Unterstützung zu erfahren mit Unterstellungen konfrontiert wird.

Zuerstmal, dieser Thread ist mein Ernst gewesen.

Ok, vielleicht war der Nickname ungünstig gewählt.
Eingefallen war er mir, da meine Freundin das öfter spaßeshalber zu mir sagt.

Gerade auf die Nebenwirkungen hat mein Arzt mich auch hingewiesen, als er die Tabletten verschrieben hat.
Er wollte mir jedoch kein anderes Produkt verschreiben, da die wohl für mich problematischere Nebenwirkungen haben.

Ich möchte es auch nicht mit ihm besprechen, da ich nicht noch ein Medikament nehmen möchte, was den Harndrang nun Nachts wieder unterdrückt, wie es schon einmal ein Arzt mir verschreiben wollte.
Ich sehe die Ursache für mich als bekannt an und komme auch soweit damit klar. Ich habe mich daran gewöhnt, nachts Windeln zu tragen.
Anfangs wollte ich es auch nicht und habe häufiger versucht, nachts aufzustehen und zur Toilette zu gehen. Dazu muss ich in meinem Haus jedoch eine realtiv steile Treppe vom ersten Stock runter, bis in den Keller, da ich oben (noch) keine habe.
Bei den Schmerzen, die ich bei jeder Bewegung eh schon habe dauert das etwas länger und hat auch schon mehrfach dazu geführt, dass ich die Treppe runtergefallen bin. Häufig war es unterwegs aber zu spät und ging in die Hose.

Daher hatte ich mich für das Tragen von Windeln entschieden, wozu meine Freundin mich auch bekräftigt hatte.
Es geht mir damit halt insgesamt besser.

Schade finde ich auch deine Art, wo du schreibst "Wenn man übrigens bereits so erfahren ist...".
Ich habe nicht behauptet, dass ich erfahren bin und natürlich habe ich im Internet gesucht. Zu dieser Fragestellung habe ich aber immer nur Tipps zu Eltern-Kind-Kuren gefunden.
Ich habe auch ein Verzeichnis gefunden, wo alle Kliniken aufgelistet sind. Und ja, natürlich kann man dort anrufen. Aber ich hätte es gerne vermieden, alle anzurufen.
Die werden mir sicher auch die eine oder andere meiner Fragen beantworten.

Allerdings werde ich darüber auch nicht erfahren, wie sehr eine Klinik zu empfehlen ist.
Ich habe halt hier auf persönliche Erfahrungen gehofft, die sicherlich der eine oder andere schon gemacht hat und auch so freundlich wäre, sie mit anderen zu teilen.

Vielleicht gibt es hier ja auch noch Mitglieder, die einen nicht sofort anfeinden oder schlecht machen. Davon habe ich in meiner Umgebung schon genug.
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Re: Als Bettnässer in der Reha...

Beitrag #4 von Benjamin » 14 Aug 2016 10:47


Huhu,

also zu deinen Fragen wegen Reha.
Eine Klinik kann ich dir leider nicht empfehlen, da ich eine neurologische Grunderkrankung habe und nur eben Kenntnisse mit neurologischer Reha habe.
Bezüglich der Frage wegen dem Umgang mit Inko in der Reha:
Diese sollte man spätestens bei der Aufnahmeuntersuchung angeben. Ggf. wird dann auch versucht das Blutdruckmedikament zu wechseln oder eben ein Medikament gegen die starke Harnproduktion nachts zu geben.
Die Inko taucht zu 99,9% im Arztbrief an deinen behandelnden Arzt daheim auf.
Bezüglich der Versorgung kommt es in den Rehakliniken drauf an. Einige Kliniken versorgen einen während der Reha damit (meist aber minderwertige Produkte die recht schnell auslaufen). Oft wird aber auch verlangt, dass man seine Hilfsmittel komplett selbst mitbringt. Gleiches gilt auch für Medikamente.
Alternativ kann man sich auch Windeln in die Reha dann direkt vom Händler schicken lassen.
Wenn du absolut nicht möchtest, dass dein Hausarzt da was mitbekommt, dann musst du deine eigenen Windeln mitbringen.

Viele Grüße
Benjamin
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Re: Als Bettnässer in der Reha...

Beitrag #5 von Sebald » 18 Aug 2016 11:29


Hallo!

Zunächst: Bei der Wahl der Rehaklinik kommt es auch drauf an, wer der Kostenträger ist. Isses die DRV, dann kann man Wünsche zwar äußern, bekommt letztlich aber eine Klinik zugewiesen. Ob eine Klinik beides, also Herzerkrankungen und orthopädische Erkrankungen, überhaupt und dann auch 'gut' abdeckt, ist noch eine andere Frage.

Betreffs der Nachtversorgung, hier meine eigene Erfahrung: Ich war Juni/Juli wieder auf neurologischer Reha. Inkontinenzmaterial wurde dort gestellt und war auch nicht minderwertig. Verwendet wurde nachts zudem ein Kondom-Urinal. Ich habe die Inkontinenz im Aufnahmegespräch angegeben und dementsprechend kommt sie auch im Abschlussbericht vor. Da mein Hausarzt sie ohnehin auf die Diagnosen-Liste gesetzt hatte, alles kein Thema.

Ganz ehrlich verstehe ich auch nicht so ganz, warum man diese Blasenprobleme verschweigen sollte. Zumal die Ursache bei dir doch klar ist. Du wärst mit 100%er Garantie auch nicht der erste und einzige Patient dort, bei dem eine Inkontinenz bzw. Enuresis vorliegt.

Eventuell lässt sich dann die Reha-Zeit auch dazu nutzen, eben eine Urinalversorgung mal auszuprobieren (s.o.).

Viel Erfolg,
Sebald
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