Neue Erkenntnisse, Psychotherapie

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Neue Erkenntnisse, Psychotherapie

Beitrag #1 von frosch » 26 Mai 2004 13:36


Hallo liebe Forenteilnehmer! Habe mich lange nicht melden können wegen der Ausübung eines neuen Jobs. Auch meine Psychotherapie musste ich etwas zurückschrauben. Dass Quantität jedoch nicht gleich Qualität ist, habe ich in meiner letzten Sitzung lernen können: Es ging um das Bettnässen. Und mir wurde klar, in allen Wirren meiner Kinderzeit mit Abschieberei von den leiblichen Eltern und dem Hin- und Herbei den Pflegeeltern gab es etwas ganz Beständiges, was immer da war: Nämlich die Windel! Ich fand das megainteressant. Soll tatsächlich ein Stück Wattevlies mich vor dem Zusammenbruch gerettet haben? Und wenn ja, warum soll ich dann das Bettnässen, dass mir auf die Weise geholfen hat nun verteufeln. Es ist gewiß ein ganz anderer Ansatz, aber ich finde ihn - glaube ich- gar nicht so abwegig. Es erklärt ziemlich genau, dass wenn Unsicherheiten auf mich einströmen, der psychische Weg zum nassen Bett bzw. der Windel nicht weit ist.
Wie denkt Ihr? Habt Euch wohl!
Euer René
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frosch
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Beitrag #2 von Albi » 28 Mai 2004 20:32


Hallo frosch,

daß ein psychisch bedingtes Bettnässen sowie eine psychisch bedingte Inkontinenz gibt, ist schon seit längerer Zeit erwiesen. Jedoch ist es nicht immer leicht hier einen Zusammenhang nachzuweisen. Dies ist z.B. auch der Grund warum ein Arzt zuerst eine genaue organische Untersuchung macht, denn die organischen Begründungen für eine Inkontinenz können relativ einfach ausgeschlossen werden.

Erst wenn der Arzt keinen organischen Grund findet, bzw. vorher schon Verdachtsmomente vorliegen daß es psychisch bedingt sein könnte, wird er diesen Grund mit in die Untersuchungen einbeziehen.

Von daher wirst du auch von uns immer zuerst hören, ob schon eine urologische Abklärung erfolgt ist, denn dies ist die einfachere Art des Ausschlusses.

Albi
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Beitrag #3 von Jonas » 17 Aug 2004 21:13


Hab den Beitrag jetzt erst gelesen.
Ich finde den Ansatz gar nicht so abwegig. Im Gegenteil. Es ist ja nicht das Stück Wattevließ. Bettnässen ist auch Wärme. Dass sie nicht in unangenehme Kälte umschlägt, dafür sorgt die Windel. Es ist, zumindest in der Kinderzeit jemand da, der einen wickelt. Ob ers gerne macht oder nicht: er schenkt Aufmerksamkeit. Ist , wenn auch nur für die eine oder andere Minute für einen da.

So richtig zum Kotzen fand ich die Dinger erst später, als Jugendlicher, der sich an kein Mädchen herantraute und der dauernd Angst hatte, man könnte ihm was ansehen.

Irgendwann habe ich dann wieder angefangen, sie zu mögen. denn auch wenn ich mich selber wickeln musste, sie hatten was tröstliches und Beschützendes über das trockene Bett hinaus.

Ganz toll waren dann die drei Jahre mit einer Freundin, die das selbe Problem hatte.
Heute stellt das Wickeln für mich oft eine melancholische, bitter-süße erinnerung daran dar (Gott, klingt das kitschig, es ist aber so)

Greez
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Enuresis: gut gewickelt heißt gut geschlafen.
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