Bettnässer im Zeltlager

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Bettnässer im Zeltlager

Beitrag #1 von Talia » 07 Mai 2003 09:51


Hallo, ich stehe vor der Frage, wie ich meinem Sohn, der mit 13 Jahren nachts zeitweise noch einnässt, das Schlafen in Zelt und Schlafsack möglichst stressfrei gestalte. Ich habe schon hin- und herüberlegt, wie ich ihm den Schlafsack präparieren könnte, bzw. wieviele Schlafsäcke ich für knapp 2 Wochen bräuchte, bin aber zu keiner befriedigenden Lösung gekommen. Windeln trägt er seit 6 Jahren keine mehr, was ich ihm auch auf der Fahrt vor den anderen Kindern und Jugendlichen nicht zumuten möchte. Hat jemand zufällig Erfahrung mit "Bettnässern im Schlafsack" und vielleicht einen wertvollen Tipp??? Danke für eure Hilfe!
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Talia
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Bettnässen im Schlafsack

Beitrag #2 von Volker » 07 Mai 2003 23:51


Hallo,

vor diesem Problem standen meine Eltern auch, als meine Klasse auf Klassenfahrt ins Landschulheim fuhr. Ich bin damals zuhause geblieben. :cry:

Ich würde heute an Deiner Stelle nicht den Schlafsack sondern die Schlafanzughosen oder noch besser ein paar Boxershorts präparieren. Es gibt im Handel Boxershorts, die haben innen noch eine art Unterhose eingesetzt. Wenn Du nun Dir aus der Apotheke zum Beispiel Molicare Pants besorgst, könntest Du diese "Windel" in den Boxershorts evtl. fixieren. Vielleicht geht es sogar, daß Du die Pants zwischen die Innen- und Außenhose befestigst. So kann kaum jemand beim Anziehen erkennen, daß eine Windel eingearbeitet ist. Die Pants haben den Vorteil, daß sie nicht rascheln und auch nicht geklebt werden müssen wie zum Beispiel Tena Slip oder ähnliche. Achte beim Kauf der Boxershorts, daß es ein etwas dickerer Stoff ist, der schon von sich aus aufträgt und die Pants darunter gut kaschiert. Ihr solltet auf jeden Fall einmal zuhause vorher probieren, ob es klappt. Das nächste Problem, was dann noch wäre ist, daß die Flüssigkeit auch dorthin gelangt, wo die größte Saugfähigkeit der Pants ist. Als Mann weiß ich, daß der kleine Anhang nicht immer still liegen bleibt in der Nacht und dadurch es passieren kann, daß evtl. Flüssigkeit an der Seite oder oben heraus kommt. Man sollte also wirklich auch darauf achten, denn wie heißt es so schön: "Wie man sich bettet, so liegt man".

Wenn das nicht helfen sollte, gibt es noch zusätzlich die Möglichkeit, im Schlafsack eine Art Unterlage, die mit Zellstoff beschichtet ist, einzusetzen. Als Beispiel wären da von der Firma Hartmann die Unterlagen Molinea Plus, die es bis zur Größe 60x90cm gibt.

Vielleicht weihst Du den Betreuer ein. Vielleicht sogar den besten Freund Deines Sohnes. Manchmal kann man Unsicherheit damit besiegen, daß man kein Geheimnis mehr hat. So braucht Dein Sohn keine Angst davor haben, daß jemand etwas entdeckt.

Ich hoffe, Dir und Deinem Sohn ein wenig geholfen zu haben. :wink:

Gruß


Volker
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Bettnaessen in Zeltlager

Beitrag #3 von Tom » 09 Mai 2003 15:52


In meinen "jungen" Jahren war ich Pfadfinderfuehrer. Jeden Sommer habe ich viele Jungens in Lagern betreut.
Jedes Jahr hatte ich Einige die Nachts einnaessten. Einige der Eltern warnten uns davor und so waren wir bereit, andere Eltern informierten uns nicht.
Wenn wir davon wussten, quartierten wir den Juengling in einem Zelt ein wo er entweder mit einem Freund wohnte der ueber sein Problem wusste, oder mit einem Zeltkammeraden der auf das Problem aufmerksam gemacht wurde und somit ihn nicht haenselte.
Wir bereiteten das Bett so vor, dass so wenig wie moeglich Schaden war. (Damals hatte man noch keine wegwerf Windeln.) Diskret waschten und trockneten wir den Schlafsack oder die Decken taeglich.
Das Wichtigste ist, dass der Juengling volles Vertrauen in seinen Leiter haben kann und dass er weiss dass alles diskret und mit viel Verstaendnis gehandhabt wird.
Wir waren denen Eltern immer sehr dankbar, die uns vorher auf das Problem aufmerksam machten. :lol:
Damals haette ich nie gedacht, dass ich in meinen aelteren Jahren auch Mal ein Bettnaesser werden wuerde. Meine Erfahrung in meinen jungen Jahren hat mich etwas darauf vorbereitet.
Beste Gruesse, Tom
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Bettnaessen in Zeltlager

Beitrag #4 von Reiner » 16 Mai 2003 01:44


Ich kann da meinem Vorredner nur zustimmen!
Da ich auch bei Kinderfreizeiten als Betreuer aktiev war. Es ist immer besser wenn die Betreuet
vorher in Kentniss gesetzt werden. Dadurch werden die meisten Probleme schon im Vorfeld eingegrenzt oder gar vermieden. Mit Medikamenten die auch schon mansche Kinder nehmen müssen ( zum Teil auch wichtige oder gefärliche ) sollten die Eltern zum Schutz von den Kindern
auch die Betreuer informieren.
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Es muss ja keine "Windel" sein..

Beitrag #5 von Regenmacher » 31 Mai 2003 12:40


Hallo,

also ich selbst kenne aus früherer beruflicher Umgebung auch das Thema Bettnässen. Da das in der Klinik war, war es dort nicht so schlimm, aber Kinder können es trotzdem böse nehmen.

Im Ferienlager ist das was anderes. Erst einmal mit den Betreuern sprechen, das ist sicherlich schon mal gut, dann können die vorbeugen und auch ein wenig helfen.

Zweitens würde ich es mit Trainers probieren, sogenannten Pull-Ons. Gibt es ja auch für kleinere Kinder - bis hin zu Erwachsenen. Sollte eigentlich helfen. Und ist ja "normale" Unterwäsche. Damit kann sicherlich nichts schief gehen und dein Sohn fühlt sich weder als kleines Kind, noch unsicher.

Ich denke, das sprichst du am besten mit deinem Sohn ab - oder nimm ihn doch mit ins Sanitätshaus. Da ich auch aus München bin, kann ich dir das PEP "Perlacher Einkaufszentrum" bei der U-Bahn-Station Neuperlach Zentrum (U5/U8) empfehlen. Die haben eine relativ große Auswahl.

Gruß Marco
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