Enuresis und das partnerschaftliche Verhalten

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Enuresis und das partnerschaftliche Verhalten

Beitrag #1 von Michael_B » 18 Feb 2005 17:41


Hallo,
ja, ich dachte nicht, dass es mich mal treffen könnte. Eines Morgens war das Bett nass und keine Ahnung warum. Natürlich nach den nächsten Unfällen gleich einen Artztermin gemacht. Einige Test gemacht, Ultraschall usw. Aber er findet nichts. Dann immer die Frage: Wie geht es Ihnen? Haben Sie Probleme? Ja, ich mache mir tierisch Sorgen um meinen Job. Und ohne den könnte ich unser neues Haus nicht halten. Das war schon mein Kindheitstraum. Aber trotzdem mache ich soch deswegen nicht ins Bett. :aerger: Ich habe im Leben schon einige Sorgen gehabt. Trotzdem glaube ich langsam, ich bin nicht ganz... Das belastet.

Nun aber zum größeren Problem. Damit wir nicht immer das Bett neu beziehen müssen, trage ich eine Schutzhose aus Baumwolle, da wir eigentlich gegen Wegwerfprodukte sind.
Aber für meine Frau und mich ist es langsam ein Problem in unserer Partnerschaft. Meine Frau findet mich in der Hose nicht gerade erotisch, was ich gut verstehen kann. Wenn ich also mit der Hose ins Bett komme, passiert gar nichts mehr. Wenn ich aber wie früher nackt (Bzw. nur T-Shirt) ins Bett komme ist es eigentlich wieder normal. Was soll ich machen? Ich will doch nicht immer nur geplanten Sex haben. Ich kann meine Frau verstehen, aber ich gehe nicht jedes mal nackt ins Bett, checke ob "was laufen" könnte und wenn nicht geh ich schnell ins Bad und leg die Hose an. Vielleicht geht es ja einen von Euch auch so? Über Hilfe und Tips wäre ich dankbar.

Micha
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Michael_B
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Beitrag #2 von Matti » 18 Feb 2005 20:30


Hallo,

Bettnässen bei Erwachsenen ist gar nicht so selten wie oftmals Vermutet. Ich habe einmal ein paar Gründe zusammengestellt die Bettnässen bei Erwachsenen auslösen können:


Eine Erklärung für Bettnässen bei Erwachsenen: Es wird Nachts zu viel Urin ausgeschüttet, etwa wenn zu wenig des antidiuretischen Hormons (ADH) vorhanden ist. Dieses Hormon drosselt normalerweise im Schlaf die Harnproduktion. Die Therapie zielt in so einem Fall darauf ab, den Hormonmangel auszugleichen. Dazu hat sich der Wirkstoff Desmopressin bewährt, der dem natürlichen ADH nachgebildet ist, und wie das körpereigene Vorbild Nachts die produzierte Urinmenge reduziert.

Bei anderen Menschen ist die Blase überaktiv. Dem Betroffenen ist das oft gar nicht bewußt. Denn tagsüber wacht der Verstand des Betroffenen über den Toilettengang, erst im Schlaf versagt er. Außerdem kann es sein, dass die Blasenkapazität nicht ausreichend entwickelt ist, es daher zum Bettnässen komme. Manchmal ist die Erklärung allerdings viel einfacher: Der Patient hat sich einen kindlich festen Schlaf bewahrt und erwacht nicht rechtzeitig vom Harndrang. Alarmsysteme können eventuell Abhilfe leisten. Zwar gibt es keine Studie über die Wirkung von Klingelmatratzen bei Erwachsenen, aber einen Versuch ist es wert. Ansonsten hilft es vielleicht, einen Wecker zu stellen, um die Blase rechtzeitig entleeren zu können.

Nicht auszuschließen ist auch, dass psychosomatische Faktoren eine Rolle spielen. Gerade, wenn sonst nichts zu finden ist, lohnt sich ein Blick auf Lebensumstände und seelisches Befinden des Betroffenen.

Im übrigen muß es auch nicht immer eine Windel sein. Ein Urinal ist zwar auch nicht gerade Erotisch, ist aber nicht mit einem sogroßen Schamfaktor verbunden. Ausserdem solltest du Versuchen die Gründe des Bettnässens zu erforschen. Die Kraft auf die Akzeptanz des Hilfsmittels zu legen halte ich für Sekundär. Bei erfolgreicher Behandlung keine Hilfsmittel, Problem gelöst!. ( Ich weiß das dies einfacher Klingt als es ist, aber wenn keine organischen Ursachen vorliegen, kann es auch zu einer Heilung kommen ). Wo nichts defekt ist, sondern vielleicht nur Verrückt ( Verrückt von Verrücken ) besteht Hoffnung.


Gruß

Matti
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Beitrag #3 von eckhard11 » 18 Feb 2005 23:20


Hallo Michael B,

Matti schreibt :
Eine Erklärung für Bettnässen bei Erwachsenen: Es wird Nachts zu viel Urin ausgeschüttet, etwa wenn zu wenig des antidiuretischen Hormons (ADH) vorhanden ist. Dieses Hormon drosselt normalerweise im Schlaf die Harnproduktion.


Dies wird bei Dir nicht der Fall sein, denn dann wäre Dein Bettnässen nicht erst in der letzten Zeit aufgetreten.....

Matti schreibt :
a ) Bei anderen Menschen ist die Blase überaktiv. Dem Betroffenen ist das oft gar nicht bewußt. Denn tagsüber wacht der Verstand des Betroffenen über den Toilettengang, erst im Schlaf versagt er.
b ) Außerdem kann es sein, dass die Blasenkapazität nicht ausreichend entwickelt ist, es daher zum Bettnässen komme.
c ) Manchmal ist die Erklärung allerdings viel einfacher: Der Patient hat sich einen kindlich festen Schlaf bewahrt und erwacht nicht rechtzeitig vom Harndrang. Alarmsysteme können eventuell Abhilfe leisten.


Auch dies wird bei Dir nicht so sein, denn auch dann : siehe oben.

Matti schreibt:
Nicht auszuschließen ist auch, dass psychosomatische Faktoren eine Rolle spielen. Gerade, wenn sonst nichts zu finden ist, lohnt sich ein Blick auf Lebensumstände und seelisches Befinden des Betroffenen.


Hier kann ich Matti zustimmen.
Wenn Du, wie Du sagst, “tierische Sorgen um Deinen Job” machst und “befürchtest, dann das neue Haus nicht halten zu können”, dann glaube ich ganz einfach, es liegt an Deiner momentan beschissenen psychischen Verfassung.
Das war schon mein Kindheitstraum. Aber trotzdem mache ich doch deswegen nicht ins Bett.


Doch, machst Du ! Ein Traum droht, zerstört zu werden. Das belastet ungemein.

Ich bin sicher, wenn Du die Situation mit dem Job bereinigt hast, dann wird Deine Enuresis sofort Vergangenheit sein.
Ein Gespräch mit einem Psychologen oder im Freundeskreis würde sicherlich Wunder wirken......

Hinsichtlich eures Sexlebens mach es besser doch so, wie Du es “nicht machen willst”.
Was ist dabei, die Lage zu peilen und dementsprechend zu agieren ???

Ich leg mich wieder hin .sleep:
Eckhard
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Beitrag #4 von Matti » 19 Feb 2005 00:17


Hallo Eckhard,


auch ich glaube das die Ursachen bei Michael im Psychischen bereich zufinden sind. Allerdings muss ich dir in der beantwortung meiner Zitate wiedersprechen.

1. auch Nierenschäden, Diabetes oder entwässernde Medikamente können für Nykturie verantwortlich sein oder - der Hormonhaushalt. Im Alter bildet der Körper weniger des antidiuretischen Hormons, das reduziert normalerweise die Harnproduktion im Schlaf. Nun ist Michael zwar nicht besonderes Alt aber Hormonstörungen sollen ja auch in jüngeren Lebensjahren vorkommen. So wird das fehlen des Hormons oder der zugeringe Spiegel gerade beim Kindlichen Bettnässen Diskutiert. Ein Hormonspiegel bleibt nicht Lebenslang gleich, also evtl. doch eine Ursache des Bettnässens. Sollte zumindest einmal Kontrolliert werden.

2. Eine Überaktivität der Blase kann man Erwerben, sie muss nicht angeboren sein. So führen Neurologische Erkrankungen oder Folgeschäden oftmals zu einer Überaktiven Blase und müssen demnach auch nicht angeboren sein. Auch dies könnte also ein Grund sein.

3. Die Blasenkapazität kann sich im laufe des Lebens ändern. Viele Menschen haben sich im Laufe der Jahre eine völlig falsche Miktion antrainiert. Sie warten entweder zu lange, was zu einer Vergrößerung der Blase führen kann oder es liegen Abflußbehinderungen vor z.B. Harnröhrenverengung oder Verengungen oder Veränderungen des Blasenhalses was wiederum zu einer Stauung und zu einer Vergößerung führen kann. Es gibt aber auch die möglichkeit das sich das Blasenvolumen verkleinert, die Ursachen fallen mir jetzt nicht auf Schlag ein aber glaub mir es gibt sie. Also kann auch dies zum Bettnässen führen.

4. Die Theorie des festen Schlafes hat auch Ihren Hintergrund. Wie du selbst festgestellt hast steht Michael unter enormen Psychischen Druck. Normalerweise könnte man davon ausgehen das dies zu Schlafstörungen führt. Der Körper hohlt sich aber sein recht und nach so manch Durchwälzten Nacht kann es zu einem extrem tiefen Schlaf kommen, weil der Körper einfach ausgepowert ist. Also in diesem Zusammenhang auch eine Erklärung.

Trotzdem glaube ich bei Michael auch an Psychische Ursachen. Allerdings sollten die anderen Möglichkeiten nicht ausser acht bleiben und zumindest einmal Ärztlich geprüft werden.
Hoffe mit meinen Erklärungen nicht Klugscheisserich zu wirken.

Gruss

Matti
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Beitrag #5 von papa0861 » 19 Feb 2005 23:34


Matti hat geschrieben:
3. Die Blasenkapazität kann sich im laufe des Lebens ändern. Viele Menschen haben sich im Laufe der Jahre eine völlig falsche Miktion antrainiert. Sie warten entweder zu lange, was zu einer Vergrößerung der Blase führen kann oder es liegen Abflußbehinderungen vor z.B. Harnröhrenverengung oder Verengungen oder Veränderungen des Blasenhalses was wiederum zu einer Stauung und zu einer Vergößerung führen kann. Es gibt aber auch die möglichkeit das sich das Blasenvolumen verkleinert, die Ursachen fallen mir jetzt nicht auf Schlag ein aber glaub mir es gibt sie. Also kann auch dies zum Bettnässen führen.




hier muß ich matti auch mal recht geben,

weiß der teufel warum, aber bei der urodynamik wurde bei mir festgestellt, daß sich die blase bis zum "platzen" (800 ml) füllen kann, ohne daß meinerseits irgendeine reaktion erfolgt. also könnte ich normalerweise bis zum abwinken saufen, ehe ein alarmsignal kommt. und das kommt bei mir leider nur, wenn die haut merkt, daß es in der hose feucht wird. ich regle das zur zeit mit "geplanten" toilettengängen.

viele grüße
jürgen
:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
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Beitrag #6 von eckhard11 » 20 Feb 2005 00:10


Glaub ich !
Glaub ich alles unbesehen !!

Bevor mir meine Blase entfernt wurde, habe ich ganz normal gepinkelt.
Meine Blase meldete sich, wenn sie voll war und ich ging, sie zu entleeren.

Heuer sind die Nerven weg, die mich warnen.
Meine "neue" Blase lief anfangs immer aus, so, als wenn ich sie gar nicht hätte.
Durch ein Beckenbodentraining habe ich es geschafft, die Blase zuzuhalten ( tagsüber )
Mittlerweile schon ganz automatisch.....
Wahrscheinlich bereits zu viel, denn meine neue Blase hat ein enormes Aufnahmevolumen.

Als man in der Kur meinen Urindruck messen wollte und mir sagte, ich solle mit gefüllter Blase kommen, habe ich denen 835 cm³ in den Behälter geschifft. Dabei war ich noch nicht einmal richtig voll. :oops:

Ich merke momentan nur durch ansteigenden Druck im Unterleib, manchmal auch erst , wenn es mir die Harnleiter bis in die Nieren hochsteigt, daß meine Blase voll ist und entleert werden muß. Das ist die Kehrseite der Medaille......
Aber ich merke zumindestens.

Nichts desto Trotz bin ich der Meinung, daß es sich bei Michael um ein psychisches oder psychologisches Problem - ausgelöst durch seine Zukunftsangst - handelt und daher bei ihm gute Heilungschancen bestehen.

Ich leg mich wieder hin .sleep:
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Beitrag #7 von mehlbox2001 » 23 Feb 2005 02:35


Hallo Michael,

psychische Anspannung und Stress sind zwar selten alleiniger Auslöser von verschiedenen Formen der Inkontinenz, aber im allgemeinen verstärken sie die Symptome -- oder da, wo eine Blase nachts im stressfreien Zustand alles "grade noch hält" (was du vielleicht gar nicht wahrgenommen hast), kann's halt zu viel werden. Wir Menschen sind eben unterschiedlich.

Ich glaub, wenn du dich im Leben etwas entspannst, und sei es durch Meditation, Entspannungstechniken oder einfach ein paar Umstellungen im Lebensrhythmus, kannst du mehrere Dinge auf einmal lösen: Der Job wird sicherer, wenn du dich wohl fühlst (natürlich nur, falls es nicht um Betriebsschließung geht), die Beziehung wird lockerer (zieh dich halt immer erst nach Kuscheln und ausfühlichem Gute-Nacht-Sagen um), und wenn das mit dem Bettnässen auch nicht total verschwindet, weiß ich aus Erfahrung, dass es im Urlaub weniger ist ... Und entspannen muss nicht anstrengend sein. Manchmal hilft eine knisternde alte Schallplatte in Kombination mit einem halben Glas Rotwein ;-)

Andreas
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Lange ist es her

Beitrag #8 von Michael_B » 23 Jun 2005 13:29


Hallo,
ich habe mich lange nicht gemeldet. War ganz schön vor den Kopf geschlagen. Erst gab es Probleme mit dem Bettnässen und dann sagen hier alle:" ja, du hast ne Klatsche" Klar, es hat bestimmt keiner so gesagt oder gemeint, es kam aber so für mich rüber. Am Tiefpunkt kam dazu, dass ich auch am Tage einnäßte. Also weiter zum Arzt. MRT und Neurologe. Nichts gefunden. Ich war am Ende. Meine Urologe und Neurologe sind weiterhin der Meinung es muß eine körperliche Ursache geben. Ich habe nach monaten des Windelntragens die gutgemeinten Ratschläge zu Herzen genommen und mein Leben ungekrempelt (bin dabei). Als erstes akzeptiere ich mein Handykep (so richtig geschrieben?). Ich trage Funktionswäsche, na und? Wem es nicht paßt, egal. Hab allerdings auch noch nie negative Erfahrungen gemacht. Meine Frau beruhgt mich immer, das man nicht sieht. Ich habe auch eine Rechtschreibschwäche (Wer hat gesagt, dass ließt man?). Früher (und machmal geht es mir noch heute so) schämte ich mich dafür. Man wurde immer für doof gehalten. "Du bist doch Ingenieur, hast studiert. Du mußt doch Deutsch können." So was hab ich oft gehört und höre ich noch heute. Heute sage ich, ich kann nicht so gut schreiben, dafür kann ich besser Physik oder ähnliches also Du. Ich sehe beim schreiben einfach den Fehler nicht, dass zwei Buchstaben verdreht sind, ein Buchstabe total falsch ist oder fehlt. Nach zwei Tagen, wenn ich den Text dann lese, sehe ich viele Fehler dann von alleine.
Aber ich war beim Leben ändern. So versuche ich auch einen besseren Job zu finden. Aber lasse mir Zeit dazu. Und ich baue nicht mehr in jeder freien Sekunde an meinem Haus. Ich mache was für mich! Ich versuche mich jetzt aufzuraffen eine Therapie zu machen. Allerdings habe ich ein wenig Angst. Vielleicht schaffe ich es ja auch so. Denn ich schaffe alle, wenn ich nur an mich glaube!!!

Nur machmal kommt der kühle Techniker durch und sagt:" Vielleicht hast Du ein Problem in deinem Leben, deshalb nässt man aber nicht ein. Das ist nicht normal" Unsere Zeit und mein Job sind als erfolgsorientiert. Man muß Leistung bringen und in Ordnung sein. Und man wird als Ingenieur im Studium so erzogen. Man wird allerdings auch zu Lösungsansätzen erzogen. "Es gibt nur Errausvorderungen und vör jede Errausforderung gibt es eine Lösung" Die sieht bei mir so aus, dass ich so eine große Saugstärke gewählt habe, dass ich auf der Arbeit nichts wechseln brauch. Ich komm nach Hause ziehe mich um und schon ist das Prblem gelöst. Da die Saugstärke groß genug ist, merke ich auch keine Nässe.

Tenor: Alles wird gut! (hoffentlich)

Micha
Hätte nie gedacht das es jeden mal treffen kann...
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Beitrag #9 von Matti » 23 Jun 2005 19:43


Hallo,

also das Du einen an der Klatsche hast, hat ja nun wirklich niemand Behauptet. Warum nur werden Psychische Probleme immer von den Betroffenen mit Blöde, Dumm oder Verrückt gleichgesetzt?

In Deinem Beitrag ist mit Aufgefallen das Du sehr oft die Form "man wurde, man ist usw. " benutzt. Eine Psychologin hat mir einmal gesagt das diese Form von sich selbst zu Sprechen, ein Zeichen dafür ist das man (ich) sich von außen Betrachtet, nicht wirklich sich innerlich auseinandersetzt. Ich habe dies am Anfang auch nicht Verstanden, dachte das ist doch normaler Sprachgebrauch, wenn man (als ich )aber Anfängt darüber Nachzudenken macht es Sinn, wenn man über sich selbst Spricht die ICH Form zu wählen.

Was machst Du zur Zeit gegen Deine Inkontinenz? Nimmst Du sie hin, weil Du das richtige Hilfsmittel für dich gefunden hast? Mach weiter, Arbeite an Dir, wenn keine Organischen Ursachen Vorliegen lohnt sich der "Kampf".

Gruß

Matti
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Beitrag #10 von Michael_B » 27 Jun 2005 12:27


Hallo Matti,

warum man, oder sollte ich jetzt "ich" schreiben, für blöd abgestempelt wird? Weil es so ist. Nicht weil ich es will. Sondern weil es so ist. Leider ist das in unserer Gesellschaft so.
:aerger:

Seh ich ja immer bei meiner Legasthenie.


Ich nehme meine Inkontinenz nicht hin, jedenfalls nicht bis ich alles gemacht habe. Danach muß ich es wohl. Bin weiter beim Urologen/Neurologen. Nächste WOche (am 30.) hab ich noch mal ein weiteres MRT. Und dann werden wir wohl in die MHH (Medizinische Hochschule Hannover) gehen. Also ehr ich natürlich.

Eine begleitende Psychotherapie wird nur sehr schwer von der Kasse bezahlt, da letztentlich nicht bewiesen ist, dass die Inkontinenz daher kommt. Habe da mit Urologen schon abgesprochen. Aber wie gesagt, soweit ist er nicht, dass er sagt machen Sie mal. Und selbst Kohle hab ich nicht um eine Therapie zu zahlen, da ich gerade gebaut habe bzw. noch baue.

Mein Neurologe vermutet eine Nervenstörung. Habe öfter mal gribbeln in den Fingern und Zehen. Aber zumindest in der Hand kommt wohl vom Carpal-Tunnel. Was das mit den Zehen ist weiß er auch nicht. Da haben die Strommessungen vom Fuß zum Kopf (Rückemmark) nichts auffälliges ergeben. (Als Elektro.-.Ing. war das sehr interessant) Dann habe ich beim Höhepunkt oft Schmerzen in der Steiß-Gegend. Eine Urologin sagte mal, vielleicht haben das ja mehrere und keiner sagt das offen, vielleicht ist das normal. Super. Genau das brauchte ich. Schon peinlich genug, dass ich in Vertretung von meinem Urologen zu seiner Frau mußte und sowas intimes erzähle. Aber dann so'n Spruch. Zuerst dachte ich ach was sollest. Arzt ist Arzt. Gehste halt zu Ihr. Aber das würde ich jetzt nicht mehr machen. Ich glaube von Mann zu Mann ist es einfacher.
Wenn ich morgens aufwache habe ich eigentlich immer Mega-Ruckenschmerzen. Kann oft nicht länger als 6 Stunden schlafen. Aber Ortopäde findet außer Rundrücken und Hohlkreuz auch nicht so richtig was. Jedenfalls nicht was die Inkontinenz erklären würde.

Ich will auch nicht nur auf die Pychoschiene gehen, bin aber dem nicht mehr so ganz verschlossen.

Die richtige Hilfsmittel hab ich nicht gefunden. Das richtige Hilfsmittel ist nichts was ich um die Hüften trage. Wenn Du weißt was ich meine. Es ist lediglich eine Erleichterung um meiner Arbeit nachzugehen. Vielleicht ist das wirklich Hilfsmittel eine Pille, eine OP oder die Coutch (bestimmt falsch geschrieben!). Aber bis dahin nehme ich die Saugslips als Erleichterung.

Mein eigentliches Problem mit meiner Partnerschaft, womit ich die Diskussion begonnen hatte, hat sich von alleine gelöst. Da ich jetzt immer Funktionswäsche trage, haben wir uns daran gewöhnt und es gibt auch wieder spontane Zärtlichkeiten, wenn die Gelegenheit da ist. Sprich beide Kinder sind mal bei Oma und Opa oder schlafen schon.

Gruß

Micha
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