Partnersuche

In diesem Forum geht es um das Thema Bettnässen bei Kindern und Erwachsenen.

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Beitrag #11 von rs » 30 Sep 2006 12:58


Hallo,
nach langer Zeit mal wieder ein Beitrag von mir..

Ich kann gut verstehen das man sich natürlich nach einem Partner sehnt , muß aber sagen das diejenigen wo dann den Grund für eine ungewollte Partnerschaft oder auch für eine Beendung dieser sehr gerne das Problem der Inko oder des Bettnässens als Grund angeben.

Also sei es bei beginnender Partnerschaft zb. glaube ich nicht das es der ware Grund ist.
Vielmehr eben das einfach die Chemie nicht stimmt oder besser gesagt mangelnde Liebe vorhanden ist. Also sage ich , du bist ja nett aber ich komme nicht damit zurecht das du dir in die Hosen machst (krass gesagt) oder das du windeln zb. tragen mußt.
Nenne das extra beim Namen weil dies doch sicherlich dann auch diejenigen in der Wortwahl verwenden und nicht Hilfsmittel, Inkontinenshose oder Slip...

Derjenige wo die Schwäche , Problem hat ist doch somit in der Defensive und wird es eher naja aktzeptieren . Gibt seiner Krankheit die Schuld das es nicht klappt, also letztendlich hat derjenige stets das Gefühl das es an ihm liegt.

Habe es zwar schon mal erzählt glaube ich zumindest. Aber ich habe ja das Glück eine Frau zu haben die damit zurecht kommt und mich ja sogar noch sauber kennenglernt hat.
Gut ich kenne nur allzugut die Selbstzweifel und die Höhen und Tiefen die Inko mit sich bringt. Gefühlsmässig meine ich. Selbstwertgefühl usw.
Aber die Einstellung ist doch so ,das ich nun auch sage . Na , meine Frau hat auch Glück das sie mich gefunden hat.
Grins...hoffe ich zumindest :D

So meine ich auch das die Beendung einer Ehe, langen Partnerschaft sicherlich nicht aus dem Grund des Bettnässens oder der Inko ist.
Sondern wie in jeder Ehe und Partnerschaft die Luft raus ist. Alles selbstverständlich genommen wird, die Frau zb. nicht mehr umgarnt wird.
Kurz gesagt man nebenher lebt, nur noch Alltag herrscht.

Dann kommt die Zeit wo Fehler und Schwächen ins Auge stechen. Die eigentlich schon immer da waren aber eben durch den Alltag zu nerven beginnen. Man sucht Gründe warum man zusammenbleiben möchte und wird unzufrieden.
Dann kommt der Grosse Gau und was wird dann immer mit als Grund angeführt.

Ich ertrage deine Inko Krankheit nicht mehr, die nassen sachen, Betten usw.
Tja und wenn solch eine Krankheit , Behinderung oder wie immer man es nennen möchte nicht vorhanden ist. Dann ist es die Schlampigkeit zb. einfach andere Gründe.

Letzendlich ist es aber immer ein und der gleiche Grund . Man hat sich auseinandergelebt es funkt nicht mehr. Man hat für seine Beziehung nichts mehr getan.....
Also bitte man sollte die Gründe für sich hinterfragen und egal für welche Seite , es sich nicht so einfach machen. Krass gesagt. "Deine vollen Pampers sind schuld an allem"

Ansonsten denke ich das die Inko und die benötigten Hilfsmittel kein ständiges Thema sein sollten. Ich muß ja 24/7 diese Hilfsmittel tragen. Benutze auch Mehrwegprodukte womit auch die Waschmaschine viel Arbeit hat.
Da wird nicht drüber geredet. Ich trage meine Hilfsmittel und meine Frau sagt eher mal , du pass auf das sieht man heute aber. Oder bist du dicker verpackt, fällt ein wenig auf...
Das so ganz nebenbei bemerkt von ihr ,damit ich nicht in unangenehme Situationen komme.

Ausgelaufen ist sicher auch schon jeder von uns und mir ist das genauso peinlich heute noch vor meiner Frau. Da wird kein Aufhebens gemacht. Ist dann einfach kein Thema....

Letztendlich meine ich damit , es ist einfach so das ich Windeln brauche und sicherlich dadurch auch ein paar Einschränkungen damit verbunden sind.
Aber genau diese Heben wir nicht hervor sondern sehen zu das wir glücklich sind. Etwas unternehmen zusammen aber auch eben jeder etwas für sich alleine mal macht.
Gegenseitig die Freiheiten lassen ohne den anderen einzuengen und was passiert man macht gerne was gemeinsam. Man vermisst sich wenn der andere nicht da ist.
Man freut sich sich zu sehen und einer tut für den anderen alles.

Was ich damit sagen will. Eine Ehe und Partnerschaft verlangt nach ihrem Recht und muß immer wieder aufgefrischt werden.
Der Alltag ist der Tod einer jeden beziehung, die Selbstverständlichkeit seinen Partner zu haben lässt einen Träge werden und die Liebe immer kleiner....
Man muß etwas für seine Beziehung tun nach 1 Tag , 1 Monat, 1 Jahr, 10 Jahren....

Es ist nicht die Krankheit die eine Beziehung zerstört , meine Inko hat uns noch mehr zusammengeschweisst und erst dann haben wir geheiratet. Sie hätte gehen können als ich plötzlich in Windeln neben ihr liegen mußte. Sie hat es nicht getan , im gegenteil wollte mich auch unbedingt heiraten.

Am Anfang hatte ich meine Zweifel und dachte auch , jetzt brauchst du die Dinger und hatte deshalb Angst einen Heiratantrag zu machen.
Jetzt sind 6 Jahre vergangen und wir sind glücklich wie am ersten Tag vor 16 Jahren wo wir uns kennenlernten....

Entschuldigt wenn ich mich irgendwo falsch ausgedrückt habe, auch wollte ich nicht irgendwie jetzt als Schlaumeier dastehen . Sondern es ist meine persönliche Empfindung und Erfahrung die ich erzählen wollte...

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Beitrag #12 von Davidis » 04 Okt 2006 09:35


Zu Liebe und Partnerschaft möchte ich hier auch einiges erzählen.

Ich bin von Geburt an Bettnässer und hatte Hemmungen eine Beziehung einzugehen aus Scham.
Denn ich wohne in einer Ländlichen Gegend oder wie es in einen Dorf oder auf dem Land so ist
spricht es sich schnell herum!

Doch wie es der Zufall so will lernte ich auf einer party jemanden kennen.
Nach ca. 2 Monaten waren wir ein paar.
Wir schliefen zusammen in einen Bett und warum weiss ich auch nicht habe ich nicht eingenässt.
Erst nach einen halben Jahr ist es dann passiert dass ich eingenässt habe.

Muss dazu sagen das ich nur Nachtschicht arbeite und wir am Wochenende oder wenn ich Urlaub hatte zusammen schliefen.
Ansonsten getrennt.

Jedenfalls als es passiert war ist sie vor mir aufgestanden, und als ich dann wach wurde und merkte was passiert war war es mir sehr peinlich!
Und ich überlegte was ich jetzt machen sollte.

Wie sage ich es ihr, was denkt sie von mir usw.

Ich entschloss mich ihr die Warheit zu sagen.
Ich holte alle Unterlagen vom Arzt raus zeigte sie ihr und sagte das ich Bettnässer bin.

Sie fing an zu heulen und ich fragte sie warum sie heuelt.
Und als antwort bekam ich das heuelt weil sie mit mir leidet.

Ich fragte sie ob sie weiter mit mir zusammen sein möchte.
Und sie antwortete mit JA!

Sie versprach mir das sie meine Krankheit niemanden weiter erzählen wird und so weit ich weiß hat sie es auch nicht.

Jedenfalls haben wir geheiratet und bekamen eine Sohn, der heute 3 Jahre alt ist.

Im Sommer 2004 haten wir eine Krise.
Sie wollte das ich keine Nachtschicht mehr arbeite sondern Tagsüber.
Muss dazu sagen das ich auf viele Fortbildungskurse ging auch an Wochenden nicht viel Zeit für die Familie war.

Januar 2005 bat sie mich auszuziehen.
Sie möchte mich nicht mehr.
Sie kann so nicht mehr weiterlieben.
Als Gründe gab sie an das ich nie für die Familie da war, meinen Sohn nicht lieb habe, zu lange schlafe usw.
Sie sagte auch noch das das Bettmässen nicht der Grund war.

Das glaube ich ihr auch, denn ich denke wir haben uns auseiander gelebt, soll heißen der Alltag ist bei uns eingekehrt.

Die Gründe die sie mir genannt habe kann ich nicht nachvollziehen, denn sie konnte ihren Hobbys nachgehen ohne einschränkungen und meine Familie habe ich geliebt über alles.
Das ich manchmal weniger Zeit für die Familie gehabt habe muss ich zugeben, durch meine Arbeit und Fortbildungen.

Aber ich habe das alles für die Famielie getan.
Durch meine Fortbildungen habe ich mehr Geld verdient, d.h. wir konnten uns einen besseren Lebenstandard leisten.
Und durch die Nachtschicht habe ich mehr Geld verdient.
Sie hat mich kennengelernt wo ich schon Nachtschicht gearbeitet habe.

Will damit sagen das man auch eine Beziehung führen kann auch wenn man Bettnässer ist.
Man muss nur eine verständniss vollen Partner finden.

Das dass nicht immer leicht ist, ist halt mal so.

Aber wenn man keine Schritt nach vorne wagt, wird man immer auf der Stelle bleiben.
Wenn man nichts riskiert kann man auch nichts gewinnen.

Werde nach dieser Erfahrung mir einen neuen Partner suchen.
Und wenn er mit meinen Bettnässen nicht zurecht kommt dann jemand anders.

Man darf die Hoffnung nicht aufgeben, denn wie heisst es "Die Hoffnung stirbt zuletzt".

Sorry wenn ich jetzt viel geschrieben habe, aber das haben andere auch!!!
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