DAK und Inkozell: Unterversorgung

In diesem Forum geht es um Lieferanten (Leistungserbringer) für saugende und ableitende Inkontinenzhilfsmittel von gesetzlichen Krankenkassen und den Problemen von Versicherten mit Krankenkasse und deren Leistungsbringern.

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DAK und Inkozell: Unterversorgung

Beitrag #1 von Liliane » 12 Mär 2015 18:26


Halli Hallo zusammen!

Ich weiß, ich habe mich hier lang nicht mehr eingebracht, aber ich hatte viel an anderen Baustellen zu tun. Daher auch entschuldung, dass ich wieder nur mit einer Frage ums Eck komme.

Ich bin seit Jahren bei der DAK versichert und eigentlich was die Inko-Versorgung angeht echt schwer zufrieden gewesen.

Nun, seit 01.01.2015 wurde mir durch die DAK ein neuer Versorger zugewiesen: Inkozell. Mit Verlaub: ein Sauhaufen! Einzelne Mitarbeiter sind sehr bemüht aber die ganze Firma wirkt auf mich sehr suspekt.

Jedenfalls dauerte es vom Rezept bis zur ersten Lieferung gut 4 - 5 Wochen. Es wurde mit Transoflex geliefert was für mich als Arbeitnehmer ohne eigenen PKW ein Albtraum ist. Geliefert wurden Abena Delta Form Homecare L1.

Nach kurzer Testphase war klar, die Deltas sind nicht mit den Tena Slip supe,r die ich bis 31.12.2014 hatte, zu vergleichen. Also fragte ich nach stärkeren Produkten mit Folie. Gibt keine im Sortiment! Delta Form L1 und Delta Form L2 ohne Folie wären lieferbar kosten aber je Produkt 33/37 Cent. Das war der erste Schlag in den Magengrube.
Ich bin also wütend zur DAK gestiefelt, da wurde mir erklärt, dass das seit 2015 so ist und dass es durch eine zentrale Stelle untersagt wurde, dass die DAK so viel zuzahlt. Daher auch keine Tena mehr.

Heute erreiche ich zum ersten mal und nach 16 Minuten Warteschleife (2 mal nach 6 Min rausgeflogen) jemand bei Inkozell und will dort nachschon Ordern, weil ich mit 4*23 Stück nur 23 Tage weit komme und auch nur wenn ich Saugverstärker nutze. Da erklärt man mir, es gibt nun auch nur noch 3 Produkte am Tag.

Also werde ich nun wieder zur DAK rennen und mir auch das bestätigen lassen und mir wieder anhören dürfen, doch am besten privat und aus eigener Tasche für die Inkoversorgung zu sorgen. Leicht gesagt, wenn man Azubi ist.

Daher will ich nicht nur meckern sondern kurz fragen wem es ähnlich geht und was man evtl tun kann. Ist das nur ein Problem der DAK die sich mit der Regelung rausredet oder gibt es wirklich diese zentrale Stelle und wer ist die?

Liebe Grüße, Lili
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Re: DAK und Inkozell: Unterversorgung

Beitrag #2 von Helmut » 14 Mär 2015 15:31


Hallo Liliane,

na da hat es dich jetzt auch erwischt und bist "Opfer" des DAK Sparwahns geworden. Momentan gibt es die meisten Beschwerden über die DAK im Bereich der saugenden Hilfsmittel und da braucht man sich nicht wundern bei einer Pauschale von unter 13,- €. Das erschreckende daran ist ja, dass die DAK und andere Kassen mit diesen niedrigen Pauschalen bewusst das Sachleistungsprinzip der GKV's unterwandern und das auf kosten der allermeisten Patienten. Dabei machen die Ausgaben bei den saugenden Hilfsmitteln nur etwa 0,2% von den Gesamtausgaben aus und die Einsparungen liegen gerade mal bei etwa 0,02% auf die Gesamtausgaben gesehen. Auch bei den ableitenden Hilfsmitteln wie Katheter und Kondomurinale hat die DAK inzwischen einen Rahmenvertrag exklusiv mit einem Hersteller abgeschlossen und dabei Preise von etwa 30% unter den Festpreisen vereinbart. Auch hier wird sich das selbe Schicksal wiederholen wenn jetzt nicht frühzeitig gegen gesteuert wird.

Das ist mir jetzt neu dass du mit Inkozell solche Problem hast. Ich kenne die Firma von früher, da waren die immer sehr zuvorkommend, aber vermutlich sind sie auch dem Sparzwang der DAK unterlegen. Bei der Pauschale ist ein guter Service nicht drinnen, geschweige denn von einer ausreichenden Versorgung.

Fakt ist dass du ein Anrecht auf das hast was auf dem Rezept steht, das muss natürlich entsprechend gestaltet sein. Weder die DAK noch die Leistungsbringer, also in dem Fall Inkozell können dir vorschreiben was in ihren Augen medizinisch notwendig ist, das obliegt alleinig deinem Arzt oder ggf. dem MDK, wobei hier ein persönliches Gespräch notwendig ist. Daher kann dir Inkozell weder eine Windel mit geringerer Saugleistung bzw. Qualität geben noch dürfen sie die verordnete Menge eigenmächtig reduzieren. Dass sie dann bei dir draufzahlen, das ist klar und das wissen die auch. Es ist ja ein Wirtschaftsunternehmen, die sind Gewinn-orientiert und kein Wohlfahrtsverband. Daher versuchen die natürlich die einzuschüchtern und dazu zu bewegen, für die Leistung die sie eigentlich ohne wirtschaftliche Aufzahlung erbringen müssen, von dir Geld zu verlangen.

Kennst du eigentlich schon unsere Infoseite zum Windelrezept?


Wir sind gerade dabei, dieses Thema noch mehr in die Öffentlichkeit zu bringen, letzte Woche hatten wir dazu auch einen Artikel im Spiegel. Auch für den SWR Fernsehn sind wir dabei etwas zu machen, da brauchen wir auch noch Mitstreiter. Außerdem starten wir demnächst noch eine Online-Petition dazu um auf der politischen Ebene etwas Gehör zu finden.

Gruß Helmut
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Re: DAK und Inkozell: Unterversorgung

Beitrag #3 von Liliane » 10 Jan 2016 19:48


Hallo Helmut und hallo allen Anderen!

Verspätet Dir noch einmal Dank für Deine ausführliche Antwort.

Das lange Schweigen Meinerseits kann ich nur damit erklären, dass ich viel um die Ohren hatte und sehr aktiv und dadurch sehr eingespannt bezüglich meiner Transsexualität war.

Das Problem warum ich mich überhaupt schon wieder melden muss, ist nach wie vor das Problem mit der DAK und Inkozell.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Kasse wechseln sollte, oder ob ich mit meiner Ärztin per Rezept versuche zu erwirken, dass ich bekomme was ich brauche.

Wenn ich die Kasse wechsel, wohin? Welche Kasse hat eine bessere Unterstützung für Inkontinente?

Angesichts dessen, dass die DAK wieder die Beiträge erhöht hat, obwohl sie massiv spart, finde ich es nicht mehr vertretbar bei denen zu bleiben.

Bin für jeden Tip dankbar.

LG Lili
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Re: DAK und Inkozell: Unterversorgung

Beitrag #4 von Helmut » 12 Jan 2016 20:39


Hallo Liliane,

ob du die Kasse wechseln sollst oder nicht, das musst du am Ende selber entscheiden. Ich würde es an deiner Stelle machen, denn fast alle Kassen haben ihre Beiträge erhöht, daher ist es von der Seite aus gesehen egal. Wenn du die Kasse wechselst, dann nimm eine Kasse welche keine Ausschreibungen für Inkontinenzhilfsmittel gemacht hat und nur Verträge mit mehreren Leistungsbringern hat. Da sind in der Regel die Pauschale höher und du kannst zwischen mehreren Leistungsbringern wählen. Natürlich solltest du auch die anderen Leistungen im Blick haben wenn du noch andere "Baustellen" hast, das Gesamtkonzept aller Leistungen muss passen.

Aber welche Kasse nun bei Beste für dich ist, lässt sich schwer sagen, das kommt auch darauf an wo du wohnst. Viele AOK's und BKK's haben noch relativ hohe Pauschalen, aber ich gerade keine Liste zur Hand.

Viele Grüße Helmut
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Re: DAK und Inkozell: Unterversorgung

Beitrag #5 von Liliane » 15 Jan 2016 07:32


Oki Doki, Danke Helmut! Das hilft mir sehr viel weiter. Die AOK hatte ich auch schin ins Auge gefasst. Ich werd bei denen einfach mal ranfahren und nachfragen.

LG Lili
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Re: DAK und Inkozell: Unterversorgung

Beitrag #6 von Powerfix » 16 Jan 2016 15:22


Hallo zusammen
bekam letzte Woche auch einen Brief von der Techniker KK das neue Inkoversorgungsverträge mit Lieferanten zum 1.Feb 16 gelten. D.h. die Monatspauschale ist von 26,18Euro auf nun 18,45Euro gesenkt worden. Sprich man muss mehr zuzahlen bei gleicher Versorgung (Attends in meinem Fall)
Wird Zeit das der Gesetzgeber hier handelt. Irgendjemand eine Idee was man tun kann?
Was wäre z.Zt die Kasse mit der besten Versorgung ?
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Re: DAK und Inkozell: Unterversorgung

Beitrag #7 von Helmut » 16 Jan 2016 16:06


Hallo Powerfix,

schwer zu sagen, welche Kasse zur Zeit die beste Versorgung bietet, das kommt doch sehr darauf was du alles von deiner Kasse brauchst. Wie ich oben schon gesagt habe, kannst das nicht nur an der Inkoversorgung fest machen, du musst da die Gesamtleistungen betrachten. Aber rein von der Inkoversorgung her bist vermutlich bei den AOK's bzw. BKK's noch am besten dran. Wichtig ist dass du eine Kasse ohne Ausschreibungen nimmst, da sind die Pauschalen meistens höher.

Die Sache mit der TK habe ich schon letzte Woche gelesen, was die sich mit den Apotheken geleistet haben, das kannst auf apotheke adhoc nachlesen.

Da sich bei deiner Inko ja nichts geändert hat, würde ich auf die Belieferung wie gehabt bestehen, also keine höhere Aufzahlungen und auch keine Änderungen der Produkte. Es ist ja nicht dein Problem wenn die Leistungsbringer den niedrigen Pauschalen zustimmen, du hast einen Anspruch auch eine ausreichende und zweckmäßige deiner Inkontinenz entsprechenden Versorgung mit den nötigen Hilfsmitteln in der benötigten Menge.

Denn je mehr sich dagegen auflehnen desto eher besteht die Möglichkeit dass die Kassen umdenken, siehe dazu auch die Barmer welche die Ausschreibungen gestoppt hat.

Gruß Helmut
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Re: DAK und Inkozell: Unterversorgung

Beitrag #8 von Liliane » 24 Jan 2016 11:36


Hallo zusammen!

Also ich war dann mal so frei und mutig und habe die KK gewechselt. Wie ich es bereits sagte, habe ich die AOK ins Auge gefasst, weil die in Dresden auch sehr gut aufgestellt ist, was die Filialdichte betrifft, ist das für mich ein weiterer Vorteil.

Ich bin also zu denen in die Filiale und habe gesagt, dass ich mit meiner Kasse zZ. nicht zufrieden bin und dass ich einen Wechsel in Betracht ziehe, zu diesem Grund gern ein Beratungsspräch hätte. 5 - 10 Minuten später saß ich bei einer jungen Dame am Tisch, nett separiert, nicht so offen wie sonst bei der alten KK immer, und schilderte ihr, was für Probleme ich mit der derzeitigen Kasse habe. Allen voran also die Inko-Versorgung, weiterhin die Transsexualität und mein Angstleiden und den Blutdurck usw. Nicht unbedingt ein jemand den man gern versichert, würde ich meinen, aber ich wurde nicht vor die Tür gejagt.

Auf meine Frage, wie die Inkoversorgung bei ihnen läuft, meinte man, dass man mehrere Zulieferer hat und dass man letztlich aber der Anordung des Arztes folgen müsse. Dies gab man mir generell mit auf den Weg, dass der Arzt konkret in Rücksprache mit mir festlegen sollte was ich brauche, dieses aufschreiben sollte und dass dies dann für die Kassen bindend wäre, ohne dass ma mich dafür zusätzlich zur Kasse bitten könnte.

Da ich ja nun wegen der Kündigunngsfristen aber noch bis zum 1.4. bei der DAK bin und die 3 Monate auch Hilfmittel brauche, bin ich zu meiner Hausärzt gegangen und habe mit ihr ein konkretes Rezept nach Empfehlung der AOK für 3 Monate erstellt. Ich habe mich vorher im Netz ein wenig schlau gemacht, was günstig ist, aber doch passen könnte, und habe mich für Seni Standard Plus entschieden. Nicht zu dreist, wie ich finde und wenn ich bedenke, dass ich damals von der DAK Tena Slip Super hatte. WIchtig ist mir eine echte Folie, da ich mit diesem CottonFeel-Kram wirklch nicht warm werde. Jetzt heißt es abwarten und hoffen, dass es glatt geht.

Ich melde mich, so bald ich mehr weiß. LG Lili
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Re: DAK und Inkozell: Unterversorgung

Beitrag #9 von Helmut » 09 Feb 2016 15:20


Hallo Liliane,

freut mich zu hören dass der Wechsel bis jetzt so Problemlos für dich abgelaufen ist.

Bei der Auswahl des Hilfsmittels für dich kommt es sehr darauf an, dass es dich zuverlässig schützt und für deine Lebenssituation passend ist. Vor allem ist der Auslaufschutz, die Passform sowie die geringe Rücknässung wichtig. Ob die Außenfolie nun Textil ist oder nicht, das spielt eher eine untergeordnete Rolle, außer wenn du dich viel bewegst. Dann sollte diese schon möglichst glatt sein, damit es nicht zu scheuern und Hautrötungen an den Beinen kommt.

Da du ja noch einige Wochen Zeit hast, kannst du schon einmal alles mit deinem Arzt (Rezept), der AOK und deinem neuen Lieferanten klären, damit die Belieferung dann nahtlos ineinander über geht. Wichtig ist auch, dass du auf eine aufzahlungsfreie Belieferung in der der verordneten Hilfsmittel in der benötigten Menge und Qualität bestehst und dies auch dem neuen Leistungsbringer gegenüber deutlich machst.

Viele Grüße Helmut
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Re: DAK und Inkozell: Unterversorgung

Beitrag #10 von Tom252 » 10 Feb 2016 20:12


Hallo Lilli,

ich bin seit meinem 16. Lebensjahr bei der AOK und würde nicht freiwillig wechseln. Bei meiner AOK habe ich zwar auch mal Reibungspunkte, doch können wir diese recht zügig endkräften und in der Regel zu meinen Gunsten. Gut ich habe nun das Glück oder Pech, dass ich was äusserst seltenes habe und die KK mich in keinerlei Schublade stecken kann, aber dennoch ist der Vorteil wirklich, dass man keine wechselnden Sachbearbeiter hat und man als Mensch behandelt wird.

Meine Mutter war bei der DAK und ich habe für sie ihre Sachen geregelt, da sie COPD hatte, aber da habe ich auch ziemliche graue Haare bekommen. Da ist man zum Teil noch nicht mal mit dem Gesetz in der Hand und schwarz auf weiß angekommen, da alles für sie nicht gegolten hat. Wenn man dann dort jemanden sprechen wollte kam man nur an eine Hotline was auch unheimlich unpersönlich ist, zumal (egal welche Erkrankung man hat) bei jedem die Hose runterlassen musste um dann weiterzukommen, was ein absolutes NoGo ist.

Lass Dir am besten von deiner neuen AOK eine Liste mit Lieferanten zukommen. Das hat mehrere Vorteile. Zum einen lernst Du die Lieferanten kennen und kannst auch schon während des Telefonates abwägen mit welcher Firma Du am liebsten ins "Geschäft" kommen möchtest und zum anderen kannst Du dann auch die Produkte Deiner Wahl auswählen, da jeder Lieferant andere Produkte liefert.

Die Auswahl von Folienprodukte kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich selbst mag dieses Cottonfeel auch nicht und bin auch noch sehr mobil und nehme aktiv am Leben teil, so wie es meine Krankheiten zulassen, aber ich habe mit dem Zeugs einfach immer das Gefühl auszulaufen, obwohl ich ja im eigentlichen Sinn nicht Inkontinent bin.

Viele liebe Grüße
Tom
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