Fa. Publicare - Problem mit Katheterversorgung

In diesem Forum geht es um Lieferanten (Leistungserbringer) für saugende und ableitende Inkontinenzhilfsmittel von gesetzlichen Krankenkassen und den Problemen von Versicherten mit Krankenkasse und deren Leistungsbringern.

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Fa. Publicare - Problem mit Katheterversorgung

Beitrag #1 von Hummelchen » 16 Jul 2015 11:57


Hallo,

ich bin neu hier und möchte meinen Fall kurz vorstellen:

Seit Jahren habe leide ich unter Blasenentleerungsstörungen mit Harnverhalten und zu viel Restharn.
Daher hatte ich vor Jahren den Versuch unternommen, den Selbstkatheterismus zu erlernen (damals mit VaPro), welcher aber fehlschlug.
Ich habe mich schlicht nicht getraut. Es war immer auch sehr schmerzhaft, in den Rettungsstellen kathetert zu werden. Daher hatte ich Angst.

Da die Symptomatiken nun doch immer gravierender wurden / werden, musste ich nun doch nochmal ran.
Diesmal stellte man mir den SpeediCath Compact Eve vor und ich muss sagen, es schmerzt zwar immernoch ein bischen, aber ich komme gut mit dem Katheter zurecht.

Nun meine Geschichte dazu:

Es kam eine Katheterschwester von Publicare zu mir, die mir diesen Katheter vorstellte und mich dies eine Mal unterstützte...

Als die erste Lieferung nun alle war, bat ich telefonisch um Nachschub. Die meinte daraufhin, es gäbe jetzt mit meiner Krankenkasse (DAK) ein Problem.
Die Kasse würde meinen Katheter nicht voll übernehmen und ich müsse leider dazu bezahlen. DAraufhin sagte ich ihr, dass ich nur eine kleine Rente bekäme und ob es nicht Katheter gäbe, die die Kasse voll übernehmen würde. Ja, es gäbe welche.

Jetzt - als Katheter ohne Aufzahlung - brachte PubliCare mir:
Actreen Hi-Lite Nelaton
Curan Lady

Beide sind unzumutbar!
Der Actreen von Braun ist schlecht zu handhaben, daher dann eher unsteril...
Der von Curan klebt wie Klebstoff und riecht sehr sehr stark nach Phtalaten ...

Ich musste also, leichtgläubig und vertrauenseeelig, wie ich war, diese Mehrkosten zahlen, sollte ich mich nciht selbst schädigen wollen mit diesen Billigstkathetern...
Dazu unterschrieb ich ein Formular, welches mir die Schwester in den Briefkasten warf.

Zwischenzeitig erkundigte ich mich nun aber und stellte doch feste, es müsse doch noch anderen Lieferanten geben, welche den Katheter ohne Aufzahlung liefern - dazu telefonierte ich nämlich mit Coloplast, dem Hersteller des Katheters.

Meine Telefonate mit der DAK blieben erfolglos, man stellte sich so dar, als könne man mir keinen Lieferanten nennen, der den Katheter ohne Aufpreis vertreibt.
Einige Lieferanten für IKM in meinem Regionalbereich wurden mir benannt.
Nach einen ersten Telefonat mit dem Seeger SAnitätshaus jedoch war ich sehr entmutigt, denn dort sagte man mir, ich könne keinen Endpreis am TElefon erfahren.
Um einen Endpreis zu erfahren (ich wollte schließlich mehrere Lieferanten nach den Preisen fragen), müsse ich das Originalrezept (verordnung) ans Sanihaus schicken und erst damit könne man einen Kostenvoranschlag bei der DAK anfordern. Dass das alles aber dauern würde, ist mir klar.

Somit habe ich nun also Folgendes gemacht:

Meine Unterschrift unter dem Formular 2 Tage später unter Berufung auf Sittenwidrigkeit wegen Ausnutzung meiner Notlage widerrufen.

Der DAK diesen Widerruf ebenfalls geschickt, den Sachverhalt geschildfert und die Kasse aufgefordert, mir einen Lieferanten zu benennen, der diesen Katheter ohne Aufpreis liefert.

Und nun bin ich gespannt.

Ich hoffe, dass ich vorerst trotzdem weiter von Publicare beliefert werde... solange das nicht alles geklärt ist.

Liebe Grüße
Hummelchen
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Re: Fa. Publicare - Problem mit Katheterversorgung

Beitrag #2 von Hummelchen » 22 Jul 2015 12:52


Hallo,

gibt es unter Euch Leute, die den SpeediCath Compact Eve ebenfalls benutzen?

Wie läuft es bei Euch, müsst Ihr noch einen Mehrpreis zahlen?

Viele Grüße
Hummelchen
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Re: Fa. Publicare - Problem mit Katheterversorgung

Beitrag #3 von Miriam » 22 Jul 2015 20:10


Hallo Hummelchen,

ja, ich bekomme die Speedi Cath Eve ohne Aufpreis. Beliefert werde ich von inkodirekt. Lass dir nichts einreden, wenn man im Internet sucht findet man solche Anbieter. Ich musste auch wechseln, weil meine Apotheke einen deutlichen Aufpreis wollte. Nicht mit mir!

Du schreibst:

Nach einen ersten Telefonat mit dem Seeger Sanitätshaus jedoch war ich sehr entmutigt, denn dort sagte man mir, ich könne keinen Endpreis am Telefon erfahren.
Um einen Endpreis zu erfahren (ich wollte schließlich mehrere Lieferanten nach den Preisen fragen), müsse ich das Originalrezept (verordnung) ans Sanihaus schicken und erst damit könne man einen Kostenvoranschlag bei der DAK anfordern. Dass das alles aber dauern würde, ist mir klar.

Das kann nicht sein, denn den Aufpreis musst du ja wissen, bevor du das Rezept irgendwo hin schickst! Haben es die Versorgungsunternehmen einmal in den Fingern kommt man da schwer wieder weg, die das Original herrausgeben, bevor du wirklich einverstanden bist. Maximal eine Kopie, um ein Angebot erstellen zulassen.

Deine Reaktion (Der Widerruf ) ist gut!

Gruß,

Miriam
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Re: Fa. Publicare - Problem mit Katheterversorgung

Beitrag #4 von Hummelchen » 16 Nov 2015 10:20


Hallo, vielen Dank für Deine Antwort, liebe Miriam,

bei mir ist nun alles in Ordnung.

Ich bekommen die Katheter nun auch ohne Aufpreis von einem anderen Anbieter.

Erstmal muss man sich da reinfinden in das Thema.

Vielen Dank, dass es diese Seite hier gibt.

Liebe Grüße
Hummelchen
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