Probleme mit Leistungserbringer, wie weiter vorgehen?

In diesem Forum geht es um Lieferanten (Leistungserbringer) für saugende und ableitende Inkontinenzhilfsmittel von gesetzlichen Krankenkassen und den Problemen von Versicherten mit Krankenkasse und deren Leistungsbringern.

Moderatoren: Helmut, Benjamin, MSN, Marco N.

Probleme mit Leistungserbringer, wie weiter vorgehen?

Beitrag #1 von MiBo » 30 Nov 2016 18:19


Hallo,
Ich bin neu hier, lese jetzt schon eine Weile mit.
Nach einigem schriftlichen Hin und Her mit dem Leistungserbringer ,der jetzt nicht mehr antwortet und auch die Belieferung eingestellt hat(s.u.),
stehe ich jetzt vor dem Schritt mit der Krankenkasse (AOK Rheinland) kontakt aufzunehmen.
Bin jetzt etwas ratlos, in welchem Stil /in welcher Form ich das erste Schreiben aufsetzen soll,denn schriftlich soll es schon sein.
Ich wollte im Prinzip mit dem Musterantrag vom bvkm /Verhandlungsverträge( ich nehme an es handelt sich bei der AOK um so einen) fortfahren,
sollte jedoch vorher bei der KK um eine Liste der Vertragspartner bitten und davon dann mindestens drei abfragen bevor ich den Musterantrag stelle.
Frage ist jetzt, soll ich das Schreiben(Bitte um Liste) mit der Vorgeschichte versehen, Kopie des Rezepts beifügen etc oder zunächst nur kurz formlos die Liste anfordern?
Bei dem Musterantrag ist mir auch noch etwas unklar :
dort heisst es: hiermit beantrage ich die Versorgung mit Inkontinenzhilfen der Marke XY
in einer monatlichen Stückzahl von ....oder die Versorgung mit einem qualitativ gleichwertigen Produkt in derselben Stückzahl.
soll ich das bei einem (nec)autidem Rezept auch verwenden?

Zunächst jedoch etwas detailierter zur Vorgeschichte:

Meine Mutter(Harninkontinenz, Belastung/Drang) bekam seit einigen Jahren auf ein "normales" Hilfsmittelrezept (ohne nec aut idem ,ohne spezifische Produktnennung) hin ,monatlich 120 Stück senilady super(780ml/Iso) gegen Zahlung eines "qualitätszuschlags" von 12.-€/Monat . Scheinbar wurde einmal eine entsprechende Erklärung dazu unterschrieben.Eigentlich benötigt meine Mutter 150 Stück im Monat, was aber durch "vorauseilende Belieferung" (Monatsbedarf für bsplsw. Februar wurde bereits Mitte Januar geliefert und so fort) zunächst nicht auffiel. Anfang Juli 2016 erfolgte ein Anruf vom Leistungserbringer, aufgrund neuer Verträge mit AOK seien jetzt 18.-€/Monat Aufzahlung zu zahlen. Ab da habe ich versucht, mich in die Thematik /Rechtsgrundlagen einzuarbeiten.Zunächst schriftlich gegenüber dem Leistungserbringer alle Vereinbarungen bezüglich eines "Qualitätszuschlags" widerrufen , SEPA Lastschriftmandat abgelehnt, auf ausreichende, zweckmässige Versorgung ohne Aufzahlung bestanden. Auf schriftliche Korespondenz bestanden, da telefonische Erörterungen meine Mutter,auch wg. des hohen Alters überfordern.
Daraufhin Vorschlag des Leistungserbringers, aufzahlungsfrei 120 Stück SeniControl Normal(360ml/Iso) .
Aufforderung ein Miktionstagebuch zu führen.
In Erwiderung abgelehnt, da ausreichend und zweckmässige Versorgung mit diesem Produkt nach unseren Erfahrungen nicht möglich.Miktionstagebuch kann meine Mutter nicht führen da sie nicht in der Lage ist, bei
Dranginkontinenz noch die abgeführten Harnmengen mit Messbecher zu protokollieren.
Daraufhin noch einiges an Schriftwechsel bezüglich Aufnahmekapazität nach ISO sowie Tagesbedarf nach Empfehlungen des MDK mit passenden Antworten /Klarstellungen meinerseits.
Ende August Hausbesuch vom Leistungserbringer zur "Inkontinenzerhebung".Auf die Frage, wieviel trinken Sie denn so am Tag, angegeben 1,5-2 L Mineralwasser sowie Morgens und Nachmittags je 2 Becher Kaffee ,Abends ein großer Becher Tee. Wie sich jetzt herausstellte hatte er, ungenauer Weise, tägliche Trinkmenge nur 1,5 L protokolliert . Er stellte dennoch fest , mit der bisherigen Versorgung sind Sie unterversorgt,würde uns als letzte aufzahlungsfreie Möglichkeit einige Muster einer anderen Vorlage zukommen lassen. Diese Muster, SanSeniNormal ,Saugstärke ca. 1290ml (ISO 11948) Größe 32x64,
ohne Klebestreifen ,Fixierung mit elastischem Netzhöschen konnte meine Mutter wg. sensomotorischer
Einschränkungen sowie eingeschränkter Mobilität nicht selbstständig funktionsgerecht anlegen, wie ich dem Leistungserbringer,mit Bitte um Lieferung einer kleineren Vorlage mit Klebestreifen, schriftlich erwiderte.
Mitte September letzte Lieferung, (Monatsbedarf Oktober) 8x15 Seni Lady Super .Keine weitere schriftlichliche Äusserung des Leistungserbringers diesbezüglich .
Für den Bedarf ab Mitte Oktober selbst Vorlagen auf eigene Rechnung besorgt.
Anfang November gelang es mir, die Hausärztin zu überzeugen, ein nec aut idem Rp. mit Einzelproduktverordnung (10 stellig),Tagesbedarf(5 Stück),Begründung nebst kleinem Attest auszustellen.
Dies dem Leistungserbringer umgehend als Kopie mit Bitte um Prüfung ob er genanntes Produkt in genannter Menge aufzahlungsfrei liefern kann und Bitte um zeitnahe schriftliche Mitteilung ,zugesandt.
Antwort dann ca. Mitte November , leider müsse man mir mitteilen das monatlicher Bedarf bei 120 Stück liege , nicht wie verordnet bei 150 Stück, mit Hinweis auf bei "Inkontinenzerhebung" festgestellte tgl. Trinkmenge von 1500 ml und Gegenrechnung des Fassungsvermögens von 4 Vorlagen a`930ml gesamt 3720ml.
Erwiderung meinerseits mit Hinweis auf tatsächliche Trinkmenge 1,5-2L Minweralwasser plus 1,8 L Heißgetränke ,sowie Darlegung Rechtsanspruch nach §33SGB 5 auf tatsächlich benötigtet Menge geeigneter und medizinisch erforderlicher Windeln und alleinige Entscheidung darüber durch den Arzt zusammen mit dem Patienten.Hinweis, das es sich nicht um die Wahl eines Hilfsmittels handelt, das über das Maß des Notwendigen hinausgeht. Bis heute(Ende November) keine Antwort vom Leistungserbringer darauf.


Bedanke mich jetzt schon für Eure Mühe mit den Antworten

Michael
Benutzeravatar
MiBo
(Themenstarter)
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 8
Alter: 83
Registriert: 21 Sep 2016 15:32
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Pflegender Angehöriger
Hilfsmittel: Vorlagen

Re: Probleme mit Leistungserbringer, wie weiter vorgehen?

Beitrag #2 von Mike64 » 30 Nov 2016 19:29


Hallo Michael,

wie es scheint, hast und bist Du ja aktuell in einer ähnlichen Situation wie ich und vermutlich auch 99% der Mitglieder hier!

Das Thema wurde schon in vielen Threats behandelt, zerlegt, zerpflückt, bejammert und immer wieder bleibt das gleiche Ergebniss...

Na dann zahlen wir halt dazu...

Wie selbstverständlich!

Heute war bei meiner Frau der Pflegedienst zur Pflegeberatung, is ja laut DAK vom Gesetzgeber so gewünscht und sonst können die das Pflegegeld streichen... :aerger:

Auch diese Dame erwähnte , wie selbstverständlich, das ja die meißten ihrer Patienten ganz normal dazu zahlen.

Ich habe sie dann mal aufgeklärt, das die Kassen eine gesetzliche Verpflichtung dazu haben, eine Versorgung mit ausreichendem brauchbarem Hilfsmitteln zu gewährleisten! Auch ohne Zuhzahlung, abgesehen von den 10 Euronen natürlich.

Eben genau diese Grundversorgung ist eben nicht gewährleistet!!!! Und solange über 90% der Betroffenen, wie selbstverständlich draufzahlen, weil sie ganz einfach nicht mehr können, funktioniert das System der sog. Leistungserbringer halt weiter!

Ich bin hier für einen Zusammenschluss aller im Netz befindlichen Betroffenen und ggf. eine Sammelklage gegen die KK zu erwirken!

SO kann es nicht laufen!!!!
Benutzeravatar
Mike64
Superautor (min. 50 Beiträge)
Superautor (min. 50 Beiträge)
 
Beiträge: 73
Alter: 53
Registriert: 13 Nov 2016 13:09
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Pflegender Angehöriger
Hilfsmittel: Einlagen Pands

Re: Probleme mit Leistungserbringer, wie weiter vorgehen?

Beitrag #3 von MiBo » 30 Nov 2016 22:34


Hallo Mike64
Sammelklagen gibts in Deutschland wohl garnicht , hab grad mal bei wikipedia nachgeschaut.
Problem bei den Einzelklagen ist, wenn am Ende ,nach der ganzen investierten Zeit und Mühe, "nur" einem Vergleich zugestimmt wird
gibts eben kein Urteil welches zitierbar und in ähnlichen Fällen bindend wäre.
Klagen will ich ja auch nicht auf Teufel komm raus, obwohl ich wild entschlossen bin... :elefant:
Es ist schon ganz schön zermürbend, gegen bestehendes Recht und mit fadenscheinigen Tricks und "Milchmädchenrechnungen"
hingehalten zu werden. Trotzdem: Ich zahl nicht mehr zu (nur noch gesetzlich)
Es wird scheinbar kalkuliert : Alte Leute,kranke Leute, behinderte Menschen haben andere Sorgen, können sich nicht informieren
haben keine Kraft sich zu wehren usw. .

für Heute

Michael
Benutzeravatar
MiBo
(Themenstarter)
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 8
Alter: 83
Registriert: 21 Sep 2016 15:32
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Pflegender Angehöriger
Hilfsmittel: Vorlagen

Re: Probleme mit Leistungserbringer, wie weiter vorgehen?

Beitrag #4 von Mike64 » 02 Dez 2016 19:41


Genau so sieht es aus Michael! Die meißten haben die Kraft gar nicht mehr, gegen diesen ganzen Sumpf anzukämpfen, ich merke ja schon bei mir, nur als pflegender Angehöriger, wie nervenaufreibend und zeitintensiv der Kampf ist und genau darauf baut ja dieses Pack von den sog. Leistungserbringern! :evil:

Habe aktuell einen Karton am Flur stehen, der heute mal wieder, nach langen Diskussionen mit der Fa. Medi-Center, (Leistungserbringer der DAK für Westfalen), aktuell geliefert wurde.

Attends Nr. 7! Ich könnte kotzen! Hab denen gefühlte 20 mal erklärt, daß meine Frau extrem inkontinent ist, weil Tumor hat Harnleiter geschädigt und ein Loch ist in der Blase, Heißt, alles was oben rein geht, läuft unten wieder raus und sie soll ja viel trinken, damit der Urin, der durch die Scheide läuft, nicht so konzentriert ist! Und was liefern diese Verbrecher? Vorlagen für mitlere Blasenschwäche, weil die wäre ja so grade noch zuzahlungsfrei... :streit:

Also reicht hier nicht dieser Müll, den die als "Grundversorgung" schicken und ich gehe weiter dagegen vor und wenn es das Letzte ist was tue!!!

Gestriger erneuter Anruf meinerseits bei der Hilfsmittelstelle der DAK in Münster. Hab versucht denen auch mündlich klar zu machen, worum es hier geht, weil schriftlich bekomme ich ja ganz bewusst keine Antwort, und das ich keinen Bock darauf habe, weiterhin eine vor Schmerzen schreiende Frau Nachts zu haben, die schon total wund ist, wegen dem Schrott den die liefern.

Und wiedereinmal eine sehr verständnissvolle Dame der DAK, die ja gar nicht versteht, warum der "böse Leistungserbringer" ja nicht was brauchbares liefert und man werde sich umgehend mit der Fa. MediCenter in Verbindung setzen, um hier Abhilfe zu schaffen und werde mich umgehend zurück rufen...*räusper*

DAS, war so ca. das 4 mal, wo ich mich von dem Dummgeschwätz hab zuquatschen lassen, weil getan hat sich, wie seit über einem Jahr, mal wieder gar nix!

Meiner Meinung nach hat das Ganze Methode und die versuchen seitens der Leistungserbringer, wie auch von den KK, den Patienten solange zu vertrösten, ihn mit Müll zu beliefern und ihn rethorisch zu beruhigen, bis er, was ja auch funktioniert, verzweifelt am Ende aufgibt und entweder draufzahlt, oder halt täglich die Bettwäsche wechselt... :aerger:

Mein nächster Schritt wird sein, zu versuchen eine Verordnung über brauchbares Material vom Krankenhaus zu bekommen und die damit unter Druck zu setzen. Schreiben an das Bundesministerium für Gesundheit und die Aufsichtsbehörde für Versicherungen sind schon raus, da warte ich noch auf Antworten!

VG
Benutzeravatar
Mike64
Superautor (min. 50 Beiträge)
Superautor (min. 50 Beiträge)
 
Beiträge: 73
Alter: 53
Registriert: 13 Nov 2016 13:09
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Pflegender Angehöriger
Hilfsmittel: Einlagen Pands

Re: Probleme mit Leistungserbringer, wie weiter vorgehen?

Beitrag #5 von MiBo » 27 Dez 2016 20:30


Hallo,
Bezüglich meiner Frage zum Musterantrag bvkm, wg des Passus
...oder die Versorgung mit einem qualitativ gleichwertigen Produkt

und dessen Verwendung beim autidem rezept, hatte ich Frau kruse, die Verfasserin des Musterantrags, angeschrieben
und Sie bestätigte meine Vermutung, den Zusatz dann nicht zu verwenden.

Die Liste der Leistungserbringer habe ich inzwischen von der Kasse bekommen, vier Leistungserbringer angeschrieben mit Rezeptkopie, von dreien
habe ich die (fern)mündliche Ablehnung der Versorgung ,ich bat mir dies auch noch schriftlich mitzuteilen.
Der alte Leistungserbringer rief inzwischen an und teilte mit, er wolle Versorgung einstellen und dies der Kasse mitteilen.
Ich erwiderte, er hätte die Versorgung mit Lieferung Monatsbedarf Oktober ohnehin schon eingestellt ohne weiter Kommunikation.
Am selben Tag Schreiben an Kasse wg. Wechsel des Leistungserbringers auf Grund gestörtem Vertrauensverhälnis meinerseits.
Hab einzwischen die Rechtsschutzversicherung meiner Mutter bezüglich Sozialgericht/Widerspruchverfahren aktualisiert.

MfG
Michael
Benutzeravatar
MiBo
(Themenstarter)
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 8
Alter: 83
Registriert: 21 Sep 2016 15:32
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Pflegender Angehöriger
Hilfsmittel: Vorlagen

Re: Probleme mit Leistungserbringer, wie weiter vorgehen?

Beitrag #6 von Mike64 » 27 Dez 2016 21:00


Hallo Michael,

darf ich fragen, ob Du was schriftliches bekommen hast dazu, oder versuchen die Dich auch nur telefonisch zuzutexten?

LG
Benutzeravatar
Mike64
Superautor (min. 50 Beiträge)
Superautor (min. 50 Beiträge)
 
Beiträge: 73
Alter: 53
Registriert: 13 Nov 2016 13:09
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Pflegender Angehöriger
Hilfsmittel: Einlagen Pands

Re: Probleme mit Leistungserbringer, wie weiter vorgehen?

Beitrag #7 von MiBo » 28 Dez 2016 14:27


Bislang warte ich noch auf schriftliches ,von zwei Leistungserbringern habe ich allerdings schon die mündliche Auskunft,
man wolle nichts schriftlich mitteilen. Den Sachbearbeiter der Hilfsmittelstelle hatte ich dem Schreiben bez. des gestörten Vertrauensverhältnises
zum alten Leistungserbringer ebenfalls gebeten, mir anhand der beigefügten Verordnungskopie und seines zweifellos vorhandenen Überblicks
über die alle Leistungserbringer und die von Ihnen präferierten Hersteller und Preise , mir einen davon zu nennen , der das verordnete Produkt in der verordneten Menge aufzahlungsfrei liefern kann.
Beim Gespräch mit meiner StammapothekerIn, die auch auf der Liste aufgeführt ist und wo ich inzwischen zweimal die auf eigene Kosten beschafften Vorlagen
zu einem sehr fairen Preis (im Internet bestenfalls ab 240 Stück +Porto zusätzlich erhältlich) bezogen hatte und ebenfalls mein Schreiben mit
der Verordnungskopie vorlegte , kam sogar etwas Mitleid zumindest Verständnis für sie als Leistungserbringer auf...
Sie bekommt eben von der Kasse nur 20,90 im Monat, meine verordneten 150 Vorlagen mit 0,18 € Stück kosten aber 27,00 €.
Immerhin wäre Sie bereit gewesen, mir die fehlenden 30 Vorlagen für 5,40€ zu liefern , nicht wie der alte Leistungserbringer für überzogene
11,00 €


Michael
Benutzeravatar
MiBo
(Themenstarter)
Starter (bis 15 Beiträge)
Starter (bis 15 Beiträge)
 
Beiträge: 8
Alter: 83
Registriert: 21 Sep 2016 15:32
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Pflegender Angehöriger
Hilfsmittel: Vorlagen

Re: Probleme mit Leistungserbringer, wie weiter vorgehen?

Beitrag #8 von Mike64 » 28 Dez 2016 15:43


Danke für die Info, bestätigt nur meine Vermutung, daß die es vermeiden etwas schriftlich mitzuteilen. Denke die wissen ganz genau, daß sie am Rande der legalen Sache tätig sind :aerger:
Benutzeravatar
Mike64
Superautor (min. 50 Beiträge)
Superautor (min. 50 Beiträge)
 
Beiträge: 73
Alter: 53
Registriert: 13 Nov 2016 13:09
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Pflegender Angehöriger
Hilfsmittel: Einlagen Pands

Re: Probleme mit Leistungserbringer, wie weiter vorgehen?

Beitrag #9 von Mike64 » 04 Jan 2017 16:13


Nachdem ich der DAK schriftlich mitgeteilt habe, das ich eine einstweilige Verfügung beantragen werde, sollten die mich von Medi-Center nochmals anrufen, kommt dann per Mail diese Nachricht von dem Dreckspack, nachdem ich erneut bestellen wollte!



vielen Dank für Ihre Bestellung. Leider können wir dies so nicht ausführen, da Sie mit der Lieferung vom 01.12.2016 bereits das Dezember und Januar Kontingent aufgebraucht haben. Gerne merken wir Ihre Bestellung vor und versenden diese am 01. Februar automatisch.
Alternativ können wir Ihnen auch einen Privatkauf anbieten, 1 Karton Attends Slip Regular 10 Large, Inhalt 2 Päckchen á 26 Stück, beträgt 25,00€.
Bitte teilen Sie uns mit, wie wir weiter verfahren sollen.

--> Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins Jahr 2017.


Mit freundlichen Grüßen

Ihr MEDI-CENTER Team


Darauf habe ich geantwortet:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wie sieht denn bitte Ihrer Meinung nach "unser Kontingent" aus? Typ, Stückzahl und Zeitraum wüsste ich dazu bitte!?

Mit freundlichen Grüßen


Deren Antwort:

auf telefonische Nachfrage unserer Kollegin vom 12.12.2016 haben Sie uns leider nicht mitgeteilt, warum das bisherige Produkt nicht geeignet ist. Gerne möchten wir Ihre Frau optimal versorgen, sind dazu aber auch auf eine gewisse Kooperation angewiesen. Bei Bedarf eines Produktwechsels, weil das Produkt aktuelle die Versorgung nicht mehr gewährleistet, ist eine erneute Beratung notwendig. Diese kann nur zielführend sein, wenn Sie mit uns zusammenarbeiten.

--> Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins Jahr 2017.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr MEDI-CENTER Team


Und der Wahnsinn geht weiter:



Hallo
das beantwortet meine Frage nicht!

Sie schreiben mir, das "Kontingent" wäre erreicht

Wie setzt sich dieses "Kontingent" denn zusammen? Typ, Stückzahl, für welchen Zeitraum?

Ich darf hier um konkrete Antwort dazu bitten!

Und ich benötige auch keine Beratung mehr, da meine Frau selbst weiß was sie braucht!

Davon mal abgesehen, habe ich telefonisch sehr wohl mitgeteilt was nicht passt, wurde aber Ihrerseits mit den Worten abgespeist "es sei alles gut und ich würde gut beliefert und ich solle ruhig sein, da sonst aufgelegt würde"

Soviel dazu!

Darauf hin habe ich mich mit kompetenten Beraterinnen von Tena und Attends unterhalten und brauche daher keine weitere Beratung, die mir zum x-Ten mal was von Zuzahlung erklärt!!!

Bitte beantworten Sie o.g. Punkte!

Mit freundlichen Grüßen



Das ist der Hit in Tüten! Ich habe denen gefühlte 30 mal per Mail und telef. die Probleme erklärt. Das Ganze hier hat System und Methode, um die Patienten soweit zu bringen, daß sie aufgeben und zuzahlen, bzw. selber kaufen. Und genau deswegen funktioniert dieser Betrug, auf Kosten zum Teil totkranker Menschen :evil:

Werde weiter berichten, falls es wen interessiert...
Benutzeravatar
Mike64
Superautor (min. 50 Beiträge)
Superautor (min. 50 Beiträge)
 
Beiträge: 73
Alter: 53
Registriert: 13 Nov 2016 13:09
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Pflegender Angehöriger
Hilfsmittel: Einlagen Pands


Zurück zu Leistungserbringer (Lieferanten) der Krankenkasse

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron