Inkontinent und neu in der TK - ich brauche rechtliche-beratende Hilfe und emotionale Unterstützung!!!

In diesem Forum geht es um Lieferanten (Leistungserbringer) für saugende und ableitende Inkontinenzhilfsmittel von gesetzlichen Krankenkassen und den Problemen von Versicherten mit Krankenkasse und deren Leistungsbringern.

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Inkontinent und neu in der TK - ich brauche rechtliche-beratende Hilfe und emotionale Unterstützung!!!

Beitrag #1 von kleineSchnecke » 08 Jan 2017 03:56


Hallo zusammen,

ich hab so einen Hals! Ich hab so eine Wut im Bauch. Wie kann man diesen ganzen Mist neutral und sachlich abwickeln, möglichst ohne davon am Ende noch ein Magengeschwür zu bekommen?

Ich bin seit Geburt inkontinent aufgrund einer Schwerbehinderung. Ich sitze im Rollstuhl und benötige ableitende Inkontinenzhilfen (ISK) und aufsaugende Inkontinenzhilfen (Windeln). Ich hatte das große Glück, lange privatversichert zu sein und meine Versorgung war sichergestellt. Seit kurzem bin ich aber in der GKV pflichtversichert und jetzt geht der Mist los.

Erste wichtige Frage: Welche GKV erstattet derzeit sowohl Windelhosen mit hoher Saugstärke der Marke Attends als auch hydrophil beschichtete Einmalkatheter zum ISK sowohl ohne Beutel für den Hausgebrauch als auch als Fertig-Set inkl. Beutel, für unterwegs der Marke Lofric?
Mit der TK habe ich ja anscheinend einen großen Fehler gemacht........lohnt sich ein sofortiger Wechsel zu einer anderen GKV? In 3 Monaten könnte ich ja bereits in einer anderen GKV sein, falls es eine gäbe die weniger Probleme macht - Oder soll ich besser jetzt bei der TK bleiben nachdem ich frisch gewechselt bin und KÄMPFEN?

Ich brauche hier eure Hilfe, denn ich habe das Gefühl, dass ich sonst psychisch an meine Grenzen gerate. Ich bin berufstätig und habe nur in den Abendstunden und am Wochenende Zeit, mich mit meiner Hilfsmittelversorgung auseinanderzusetzen. Ich habe noch einen Vorrat an Windeln und Kathetern für ca. 3 Monate, den ich in weiser Voraussicht vor dem Wechsel in die GKV noch gekauft habe. Die PKV hat bedingungslos seit ca 30 Jahren alles erstattet, was ich brauchte. Und jetzt geht eben der Mist los. Ich würde gerne exakt die Produkte weiterhin behalten, die ich seit über 10 Jahren verwende und mit denen ich mich gut versorgt fühle. Diese sind meiner Meinung nach auch tatsächlich notwenig nach besagtem §33 Abs. 1 SGB V, um meine Behinderung auszugleichen, da ich mit diesen speziellen Produkten eben sehr gut klarkomme und sie seit über 10 Jahren verwende. Das ist also nun mein Ziel. Wie erreiche ich nun dieses Ziel ohne vorher an psychischen Erregungszuständen gestorben zu sein? Ich werde innerlich so unglaublich wütend, wenn ich die Formulierungen von Lieferanten und TK höre und lese (Telefon, Email, Post).

Ich habe mir in den letzten 2 Wochen schon sehr viele Tipps und Tricks zum Umgang mit KK und Lieferanten hier auf dieser Homepage durchgelesen und habe mit Hilfe der verlinkten Musterschreiben schon einen Widerspruch verfasst. Soweit bin ich schon. Aber ich weiß nicht, wie es nun weitergeht und ob ich das alles alleine durchhalten kann inkl. Klage vor dem Sozialgericht. Ich habe bisher keinen Anwalt oder eine Rechtschutversicherung. Ich überlege, nächste Woche in den VDK einzutreten - lohnt sich das? Kennen die sich im Bereich Inkontinenzhilfsmittelversorgung gut genug aus um mich vor dem Sozialgericht zu vertreten oder mache ich das besser selbst?

Wer kann mir hier helfen?

Ich schildere mal den aktuellen Stand der Dinge:

Thema 1: "aufsaugende Inkontinenzmittel"
- Habe Rezept vom Hausarzt mit konkreter namentlicher Bezeichnung der Windeln, Hilfsmittelnummer, Menge, Dauerverordnung mit entsprechender Diagnose "schwere Harn- und Stuhlinkontinenz" ausstellen lassen.
- Mit diesem Rezept bei 4 Lieferanten der TK angefragt und mir die unterschiedlichen Preise für die wirtschaftliche Aufzahlung schriftlich geben lassen (zwischen 24 bis 60 Euro pro Monat!).
- die Herstellerfirma Attends möchte mir nur ein Produkt ohne Aufzahlung liefern, dass eine geringere Saugstärke hat, als die verordnete Saugstärke. Ich habe nichts unterschrieben, sondern ein Antwortschreiben an Attends GmbH aufgesetzt mit Kopie des Rezepts und der Bitte, dass Attends das Rezept prüfen soll und mir im Anschluss ein neues Angebot machen soll, bei dem ich das korrekte Produkt ohne Aufzahlung bekomme - und dass ich mich parallel an die TK wenden werde. (bisher nichts gehört)
- auf dieser Basis einen "Antrag auf Versorgung mit aufsaugenden Inkontinenzhilfen" an die TK geschrieben gemäß Musterschreibens, das hier auf der Seite bei den Tipps zum Windelrezept verlinkt war, mit Rezept in Kopie sowie Kopien von allen Kostenvoranschlägen der verschiedenen Lieferanten bezüglich der wirtschaftlichen Aufzahlung.
- von der TK daraufhin innerhalb von nur 3 Tagen ein absolut nichtssagendes Ablehnungsschreiben bekommen, das wörtlich aussagt "Das von ihnen beantragte Produkt XY können wir leider nicht übernehmen. Die Auswahl des Produktes und der Menge zur medizinisch notwendigen und wirtschaftlichen Versorgung unserer Versicherten obliegt grundsätzlich den Vertragspartnern. Entscheiden sie sich für eine höherwertige Versorgung, tragen Sie die Mehrkosten selbst."
- Jetzt habe ich auf Basis des hier verlinkten Musterschreibens einen Widerspruch aufgesetzt und seitenlange persönliche Gründe aufgeführt, warum ich das Produkt in einer höheren Saugstärke benötige als das, was Attends mir kostenfrei anbietet...insb. Teilnahme am beruflichen (Kundenkontakt etc.) und gesellschaftlichen Leben (Mobilität etc.). Meine Forderung ist erneut, dass die TK auf Basis dieses Einzelfalls einen entsprechenden Leistungsvertrag mit einem Leistungserbringer abschließen soll, der es mir ermöglicht, das Produkt aufzahlungsfrei zu beziehen, da es aktuell ja offensichtlich nicht möglich ist! Auch darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um keine höherwertige Versorgung auf Kundenwunsch handelt, sondern um eine medizinisch notwendige Versorgung (Verweis auf das Rezept mit Hilfsmittelnummer). Habe eine Frist von 3 Wochen zur Beantwortung gesetzt.

Wie geht es an dieser Stelle jetzt weiter? Was mache ich, wenn mein Windelvorrat aufgebraucht ist bevor die TK reagiert? Wie gehe ich konkret vor mit Kostenerstattung nach §13 SGB V - hier fehlen mir Infos, hier brauche ich Hilfe! Die werden doch jetzt sicher erstmal den MDK einschalten bevor sie den Widerspruch ablehnen, oder? Woher finde ich passende Argumentationshilfen für die Notwendigkeit meiner Windelversorgung mit hoher Saugstärke für den MDK? Wie lege ich dann nach der nächsten Ablehnung Klage beim Sozialgericht ein? Kennt ihr Fälle, in denen dies erfolgreich ohne Rechtsanwalt geklappt hat? Kostet dann ja nichts, soweit ich weiß.

Thema 2: "Ableitende Inkontinenzhilfen"

Bezüglich meiner ISK-Katheter weiß ich aktuell (Januar 2017) leider gar nicht wie es weitergeht!!!!! Habe mir auch hierfür eine Dauerverordnung mit konkreten Hilfsmittelnummern ausstellen lassen. Bin zur Apotheke gegangen und mein Rezept wurde abgelehnt. Begründung: Die TK ändert ab März 2017 ihre Lieferanten, deshalb kann keine Apotheke mehr das Dauerrezept annehmen. Ich hole mir jetzt nochmal ein Einzelrezept für 30 Tage vom Hausarzt um mir für den Februar zumindest noch meine Katheter bei der Apotheke holen zu können - damit mein Vorrat ggf. etwas länger reicht, wenn danach erstmal gar nichts mehr geht......
Habe dann bei der TK angerufen und um Auskunft gebeten, bei welchen Leistungserbringern ich mein Dauerrezept einlösen kann.
Antwort der TK "das wissen wir im Moment selbst noch nicht, haben Sie noch etwas Geduld, bis spätestens Ende Januar geht ein Schreiben an die betroffenen Mitglieder raus wo wir sie ganz genau informieren". Achja und da ich ja gerade erst neu zur TK gewechselt bin kam noch "oh, dann bitten wir sie, dass sie selbst nochmal anrufen, da sie von uns noch gar nicht als Betroffener erfasst sind bekommen sie auch kein automatisches Schreiben mit den neuen Informationen...rufen sie einfach ab dem 15. Januar nochmal bei uns an".
Ich habe den Verdacht, dass es dann ab März ja in etwa so weitergehen wird, wir mit den aufsaugenden Inkontinenzmitteln...also sprich...Rezept wird ignoriert....Aufzahlung wird gefordert.....Antrag auf Versorgung wird abgelehnt.........usw.

Hat jemand diesbezüglich schon mehr Infos und vielleicht eine optimistischere Sichtweise?

Toll, dass es so etwas wie den SVI gibt. In 30 Jahren Leben mit Inkontinenz habe ich noch nie eine Gemeinschaft von Betroffenen zum rechtlichen Austausch benötigt...jetzt merke ich erst, wie gut ich es als privatversicherter Patient in Deutschland doch hatte. Armes Deutschland!!!!!

Ich danke euch allen sehr für eure Hilfe!

Viele Grüße,
Schnecke :-)
(Lieber mal anonym bleiben, man weiß ja nie, wer hier mitliest...)
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Re: Inkontinent und neu in der TK - ich brauche rechtliche-beratende Hilfe und emotionale Unterstützung!!!

Beitrag #2 von Mylenium » 08 Jan 2017 09:29


kleineSchnecke hat geschrieben:Ich überlege, nächste Woche in den VDK einzutreten - lohnt sich das? Kennen die sich im Bereich Inkontinenzhilfsmittelversorgung gut genug aus um mich vor dem Sozialgericht zu vertreten oder mache ich das besser selbst?


Die Sachargumentation machst du letzten Endes immer noch selbst. Diese Verbände sind personell völlig unterbesetzt und können dir nur die Vertretung beim Gericht abnehmen und ihre eigenen Schreiben entsprechend formulieren, aber du solltest keinesfalls irgendwelche Wunderdinge erwarten. Wenn du Glück hast, kennen die ein paar Paragraphen und Referenzurteile, die sie dem Richter und somit indirekt der Gegenpartei an den Kopf werfen können und wenn diese eindeutig genug sind, kann es passieren, dass dir die TK das gleich genehmigt und die Klage zurückgezogen werden kann/ abgewiesen wird, aber ich würde da nicht drauf wetten.

kleineSchnecke hat geschrieben:Wie geht es an dieser Stelle jetzt weiter? Was mache ich, wenn mein Windelvorrat aufgebraucht ist bevor die TK reagiert? Wie gehe ich konkret vor mit Kostenerstattung nach §13 SGB V - hier fehlen mir Infos, hier brauche ich Hilfe!


Du kaufst das Zeug einfach und stellst den Antrag auf Kostenerstattung und begründest den mit deinem Widerspruch und der darin enthaltenen Ankündigung. Den wird die Kasse natürlich erstmal wieder ablehnen, dann wieder Widerspruch, MDK-Gutachten, nächste Klage.... Das ist wie Zellteilung. Aus Eins werden Viele. Du kannst nur ganz klare Fristen setzen und dann nach Ablauf der Fristen jeweils die nächste Stufe gehen.

Zum Rest: Wechseln kannst du natürlich, aber du wirst vermutlich nirgendwo bei einer GKV das komplette Paket wieder kampflos so bekommen. Irgendwo hängt's immer und nur weil heute was funktioniert, muss es morgen nicht weiter so sein. Die Rahmenverträge sind ständig im Fluß und auch ein von dir gewählter Lieferant kann was ändern. Sich da an bestimmte Marken "aus Gewohnheitsrecht" zu klammern, solltest du dir schon mal abgewöhnen.

Das ist auch der Schwachpunkt deiner Argumentation. Ganz im Gegenteil zu deiner Schilderung müsstest du nachweisen, dass das Kassenhilfsmittel "ungeeignet" ist, dich beeinträchtigt, schädigt, wegen höherem Verbrauch nicht wirtschaftlich ist und so weiter. Das da der ganze Kuddelmuddel mit dem rechtswidrig nicht erfüllten Rezept dran hängt ist eine andere Sache, aber hier solltest du keine Hilfe erwarten. Selbst die Kassen wissen, dass es falsch ist, aber das hält sie nicht davon ab, diese Praxis zu dulden.

Alles weitere wird sich ergeben. Ja, leider ist bei der Änderung der HHmV zu erwarten, dass sich de facto nichts ändert, aber nix genaues weiß man nicht. Zumindest theoretisch soll ja dann dieser ganze Streit aufhören, weil die neuen Hm-Nummern dann verbindlich sind und auch so erfüllt werden müssen, wie auf dem Rezept, aber die Kassen und Lieferanten werden natürlich weiterhin alle Tricks nutzen.

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Re: Inkontinent und neu in der TK - ich brauche rechtliche-beratende Hilfe und emotionale Unterstützung!!!

Beitrag #3 von Mike64 » 08 Jan 2017 12:44


Hallo Schnecke und willkommen im Club!

ich kämpfe nun seit 1,5 Jahren mit der DAK um genau das gleiche und genau wie bei Dir und vermutlich auch 95% der anderen, ist das System immer das Gleiche. Die KK schiebts auf den Leistungserbringer und der auf die KK. Die wissen ganz genau was los ist und versuchen den Patienten, oder wie bei mir, den pflegenden Partner solange zuzuquatschen und rethorisch zu beienflussen, bis er endlich der Zuzahlung zustimmt und alle sind zufrieden...zumindest die KK und dieser Mafiaverein an Leistungserbringer.

Das Ganze hat System und wird leider seit Jahren so praktiziert und leider von unseren Politikern auch geduldet, weil mann kann sich ja dann die Gesundheitspolitik schön reden. Deshalb überlege man sich, wo man dieses Jahr die Kreuze macht ;-)

Ich war vor ein paar Wochen schon mal so weit, daß mich der Notarzt mit Blaulicht in die Notaufnahme gefahren hat, weil ich mich in diesen Sumpf so rein gesteigert hatte, daß ich einen Blutdruck von 220 zu 130 hatte und drei Handtücher mit Nasenbluten voll hatte! So viel zu Deinem Magengeschwür^^

Nun denn, das mit dem Antrag an die KK habe ich auch schon durch, warte da aber seit Wochen auf Antwort. Übrigens auch eine der vielen Taktiken der KK und der sog. Leistungserbringern, einfach aussitzen und hinhalten, so nach dem Motto, irgendwann hat der sowieso schon kranke Mensch keine Kraft mehr zum kämpfen, oder ist derweil verstorben. Zum kotzen wenn ich nur daran denke! :aerger:

Ich habe schon ein Aktenzeichen beim Bundesministerium für Gesundheit wegen meiner Eingabe, aber auch das dauert u.U. Jahre. Genau wie der Gang zum Sozialgericht. Dafür brauchst ja erst mal alle Absagen der Wiedersprüche etc. Alleine bis dahin vergehen Wochen und Monate :fleissig:

Dieses Pack von KK und deren Lieferanten wissen ganz genau, daß 95% der Betroffenen irgendwann keine Kraft mehr hat zu kämpfen und auf die Zuzahlungen eingeht, nur um endlich Ruhe zu haben. Und genau deswegen funktioniert dieses miese Spiel von denen! :(

Meine Frau hat nicht mehr lange zu leben und ich hab wirklich andere Dinge im Kopf, als mich mit diesem Dreckspack um Windeln zu streiten, aber leider hat sich in dem Ganzen genau DAS als zentrales Thema heraus gestellt, worum man in diesem Land kämpfen muß! Wie Du schon bemerkt hast: Armes Deutschland!

Du siehst, es geht hier ganz vielen so und Du wirst sehr viel Kraft brauchen, um gegen diese Mafia an zu gehen! :streit:

Ich kaufe natürlich auch die Tena Pands für meine Frau, ganz einfach damit es ihr wenigstens in diesem Punkt gut geht, denn zusätzliche Schmerzen durch auslaufende Windeln und dadurch entstehende Entzündungen und Allergien braucht sie wirklich nicht auch noch. Vor allem nicht wegen dem Pack!!!

Ach ja, die maximale Saugstärke liegt, laut unserem Leistungserbringer, auch nur bei 7 von 10, eben wegen der Zuzahlung, selbst wenn Du, wie bei meiner Frau auch, max. IK hast. Medi-Center will mir auch keine Attends Stufe 10 liefern. Da antworten die erst gar nicht drauf, schon gar nicht schriftlich und diese Verbrecher wissen auch warum nichts schriftliches, weil damit hätte man ja was in der Hand für die Klage....

Ich muß jetzt aufhören hier zu schreiben, sonst wächst mir gleich wieder der Hals soweit, bis der Blutdruck unter der Decke ist :evil:

Für mich ist es mitlerweile eine Prinzipfrage zu kämpfen und wenn es das letzte ist was ich mache!!!

LG
Micha
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Re: Inkontinent und neu in der TK - ich brauche rechtliche-beratende Hilfe und emotionale Unterstützung!!!

Beitrag #4 von kleineSchnecke » 08 Jan 2017 15:58


Mylenium hat geschrieben:
kleineSchnecke hat geschrieben:Wie geht es an dieser Stelle jetzt weiter? Was mache ich, wenn mein Windelvorrat aufgebraucht ist bevor die TK reagiert? Wie gehe ich konkret vor mit Kostenerstattung nach §13 SGB V - hier fehlen mir Infos, hier brauche ich Hilfe!


Du kaufst das Zeug einfach und stellst den Antrag auf Kostenerstattung und begründest den mit deinem Widerspruch und der darin enthaltenen Ankündigung. Den wird die Kasse natürlich erstmal wieder ablehnen, dann wieder Widerspruch, MDK-Gutachten, nächste Klage.... Das ist wie Zellteilung. Aus Eins werden Viele. Du kannst nur ganz klare Fristen setzen und dann nach Ablauf der Fristen jeweils die nächste Stufe gehen.


Lieber Mylenium,
danke für deine Antwort! Kannst du mir das Vorgehen etwas genauer beschreiben?
- Es geht ja um §13 Abs. 3 SGB V "(3) Konnte die Krankenkasse eine unaufschiebbare Leistung nicht rechtzeitig erbringen oder hat sie eine Leistung zu Unrecht abgelehnt und sind dadurch Versicherten für die selbstbeschaffte Leistung Kosten entstanden, sind diese von der Krankenkasse in der entstandenen Höhe zu erstatten, soweit die Leistung notwendig war."
- Ich informiere also zunächst die TK schriftlich, dass ich aufgrund unaufschiebbarer Leistung und noch nicht entschiedenem Widerspruchsantrag das notwendige Hilfsmittel selbst beschaffen MUSS, da meine Vorräte aufgebraucht sind. Ich bestelle daraufhin im Internet die Windeln. Ich schicke daraufhin der TK die Rechnung zu. - korrektes Vorgehen?
- Ich frage mich eben nur, ob ich dann nicht am Ende auf den Gesamtkosten sitzen bleibe für den Zeitraum in dem ich nach dem Kostenerstattungsverfahren die Windeln bestellt habe, sofern das Sozialgericht zu dem Entschluss kommt, dass die von mir gewünschte Versorgung nicht rechtskräftig ist. Dann liegt das Verschulden der Nicht-Lieferung ja an mir, weil ich den Vertrag des Lieferanten nicht unterschrieben habe, und nicht an der GKV...?!?! Oder muss zumindest für die Zeit, in der noch kein abschließendes Urteil gefällt wurde, die GKV in jedem Fall die bis dahin entstandenen Hilfsmittelkosten zurückerstatten, selbst wenn das Hauptverfahren abgelehnt wird? Denn ich konnte ja beim Leistungserbringer nichts unterschreiben, so lange die GKV meinen Widerspruchsantrag nicht abschließend bearbeitet hatte (bzw danach die Klage noch nicht zum Abschluss geführt wurde). ?! Muss die TK vielleicht im Zweifelsfall nur die lächerliche Pauschale von 18,45 Euro im Monat zurückerstatten?

Mein Problem ist, dass ich als studierte und gebildete Arbeitnehmerin derzeit leider trotzdem an der unteren (!) Einkommensgrenze verdiene und mir über kurz oder lang (ein paar Monate) keine Windel und Katheterversorgung aus eigenen finanziellen Mitteln leisten kann!!!
--> in wie weit lohnt sich also dieses Vorgehen und ab wann sollte man besser "einknicken" und a) das minderwertige Hilfsmittel oder b) die wirtschaftliche Aufzahlung akzeptieren. ?!?!?!

***
Mike64 hat geschrieben: Ich war vor ein paar Wochen schon mal so weit, daß mich der Notarzt mit Blaulicht in die Notaufnahme gefahren hat, weil ich mich in diesen Sumpf so rein gesteigert hatte, daß ich einen Blutdruck von 220 zu 130 hatte und drei Handtücher mit Nasenbluten voll hatte! So viel zu Deinem Magengeschwür^^

Meine Frau hat nicht mehr lange zu leben und ich hab wirklich andere Dinge im Kopf, als mich mit diesem Dreckspack um Windeln zu streiten, aber leider hat sich in dem Ganzen genau DAS als zentrales Thema heraus gestellt, worum man in diesem Land kämpfen muß! Wie Du schon bemerkt hast: Armes Deutschland!

Für mich ist es mitlerweile eine Prinzipfrage zu kämpfen und wenn es das letzte ist was ich mache!!!


Lieber Mike,
was du schreibst kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch für mich ist es eine Prinzipfrage, da ich denke, dass jede kleine Einzelfallentscheidung für die Zukunft des deutschen Gesundheitssystems essentiell ist. Denn es wird in Zukunft immer mehr gespart werden und das DARF nicht auf Kosten der Gesundheit der Menschen gehen.

Flüchtlinge bekommen inzwischen in fast allen Bundesländern eine Gesundheitskarte der GKV, können u.a. Vorsorgeleistungen in Anspruch nehmen, werden nach nur 15 Monaten geduldetem Aufenthalt in Deutschland bereits auf Sozialhilfeniveau finanziert, aber für die eigenen kranken, behinderten und pflegebedürftigen Menschen ist kein Geld für eine qualitativ ausreichende Hilfsmittelversorgung übrig? Da läuft etwas gewaltig schief.
Ich bin definitiv nicht ausländerfeindlich und mir tun alle Menschen leid, in deren Heimatland Krieg herrscht und ich engagiere mich selbst in diesem Bereich - aber ich denke, dass die unkontrollierte Neuaufnahme dieser Menschenmassen schon allein im letzten Jahr gravierende Auswirkungen auf das Sozialsystem haben wird, die wir alle derzeit noch gar nicht überblicken können.

Daher würde ich es jetzt einfach mal probieren und zwar bei jedem einzelnen benötigten Hilfsmittel- bis zur Ablehnung meiner Klagen vor dem Sozialgericht. Danach würde ich die wirtschaftlichen Aufzahlungen wohl akzeptieren (müssen) und sie mir in irgendeiner Weise vom Mund absparen...denn die QUALITÄT der Produkte ist mir um Einiges wichtiger als der Preis, da es hier ja tatsächlich um MEINE LANGFRISTIGE GESUNDHEIT geht und ich habe vor, noch mindestens 30-40 Jahre lang zu leben. Ich würde niemals die vorgeschlagenen aufzahlungsfreien Produkte der Leistungserbringer akzeptieren, so lange es finanziell auch nur irgendwie geht.....!!! Was für MICH notwendig ist, entscheide ICH und nicht irgend eine Krankenkasse.

Dass es immer weiter bergab geht, ist vorhersehbar und allgemein bekannt. Ich denke beispielsweise an das Rentensystem und daran, dass ich in 30 Jahren keine Rente mehr bekommen werde in einer Höhe, die zum Überleben ausreicht. Aufgrund meiner angeborenen Schwerbehinderung kann ich auch nicht privat vorsorgen, da mich die privaten Versicherungen nicht nehmen (zB private Pflegeversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung etc.). Ich habe ein Studium abgeschlossen und verdiene im Sozialen Bereich trotzdem übelst wenig und eine feste Stelle ist auch noch lange nicht in Sicht. Und dann verbietet Deutschland einem auch noch das Recht auf aktive Sterbehilfe in der Schweiz, so wie es noch bis Januar 2016 möglich war!!! Für mich persönlich steht fest, dass ich mich im hohen Alter nicht derart entwürdigen lasse, wie es später aufgrund des Zerfalls unseres Sozialstaates mal sein wird. Lieber bringe ich mich irgendwann selbst um. Aber so lange ich gesund und fit genug bin um auch die schönen Seiten des Lebens zu genießen, will ich das natürlich machen :-)

Bei dir ist es jedoch eine andere Situation: Du scheinst um einige Jahre älter zu sein als ich, deine Frau ist aktuell schwer krank und liegt bald im Sterben. Ich glaube persönlich, dass es für dich und deine Frau zum momentanen Zeitpunkt viel wichtigere Dinge gibt, als den Kampf um ein paar Windeln. Wenn du es dir finanziell leisten kannst, kaufe deiner Frau in jedem Fall weiterhin die guten Produkte und pass gut auf dich auf, denn es nutzt deiner Frau nichts, wenn du aufgrund von psychisch bedingtem Bluthochdruck womöglich selbst noch schwer krank wirst. Versucht, euch die verbleibende Zeit möglichst schön und angenehm zu gestalten. Ich weiß nicht, in wie weit du das schaffst, wenn du parallel Rechtsstreitigkeiten gegen die DAK führst, die dich (nach deinen anderen Beiträgen zu urteilen) persönlich wirklich sehr belasten...?
Was tust du selbst für DICH zur Entspannung und zur Ablenkung von diesen rechtlichen Streitigkeiten???!!!

Viele Grüße an alle,

Schnecke
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Re: Inkontinent und neu in der TK - ich brauche rechtliche-beratende Hilfe und emotionale Unterstützung!!!

Beitrag #5 von Mylenium » 08 Jan 2017 17:01


kleineSchnecke hat geschrieben:- Ich frage mich eben nur, ob ich dann nicht am Ende auf den Gesamtkosten sitzen bleibe für den Zeitraum in dem ich nach dem Kostenerstattungsverfahren die Windeln bestellt habe, sofern das Sozialgericht zu dem Entschluss kommt, dass die von mir gewünschte Versorgung nicht rechtskräftig ist.


Nein, keinesfalls die Gesamtkosten. Der zuständige Leistungsträger muss mindestens die Kosten bezahlen, die er auch für seine Regelversorgung übernehmen würde. Es bleibt also bestenfalls die Differenz übrig. Den Rest kann man nicht vorhersehen, aber ganz allgemein fällt ein Großteil aller Klagen beim SG zugunsten des Klägers aus und die Ansprüche werden anerkannt. Die KK spielt eindeutig auf Zeit. Das hat auch nichts mit "rechtskräftig" oder nicht zu tun - du hast nachweisbar ein gültiges Rezept, das weder deine KK noch der Leistungserbringer erfüllen wollen und sie handeln damit erstmal rechtswidrig. Ein Rezept ist eine verbindliche Urkunde. Es sieht also nicht so finster aus, es bleibt bloß die Frage der Zeit. Verfahren dauern nun mal im Schnitt zwei Jahre oder länger. Bezüglich deiner Situation solltest du natürlich warten, bis die Windeln wirklich alle werden, um die Dringlichkeit der Ersatzbeschaffung zu verdeutlichen und nicht auf Kosten für "überlappende" Zeiträume sitzenzubleiben.

kleineSchnecke hat geschrieben:Dann liegt das Verschulden der Nicht-Lieferung ja an mir, weil ich den Vertrag des Lieferanten nicht unterschrieben habe, und nicht an der GKV...?!?!


Siehe oben - dich trifft keine Schuld. Du hast ein gültiges Rezept. Alles andere ist großfürstliches Getue von Seiten der KK und der Lieferanten. Der Rest ist Grauzone. Du könntest den Vertrag mit "unter Vorbehalt" und entsprechendem Anschreiben verfertigen, du könntest dir jedes Paket einzeln auf Rechnung/ Vorkasse liefern lassen. Es kann dich niemand zwingen, einen dauerhaften Liefervertrag zu unterschreiben. Rein formal geht es ohnehin nur darum, dass du den Empfang des Hilfsmittels irgendwie bestätigen musst, der Datenverarbeitung beim Lieferanten zustimmst und erlaubst, dass dieser direkt mit der KK abrechnen darf.

kleineSchnecke hat geschrieben:Oder muss zumindest für die Zeit, in der noch kein abschließendes Urteil gefällt wurde, die GKV in jedem Fall die bis dahin entstandenen Hilfsmittelkosten zurückerstatten, selbst wenn das Hauptverfahren abgelehnt wird?


Siehe oben - mindestens die Festbeträge, auch wenn diese erstmal lächerlich sind. Der Rest hängt wiederum daran, wie dringlich du das Hilfsmittel gebraucht hast, ob KK und Lieferant wirklich nicht in der Lage waren, dein Rezept zu erfüllen und ob das gewählte Mittel angemessen ist/ der Regelversorgung entspricht. Leider ist das so ein Thema, das sich im Kreis bewegt und bis nicht im Rahmen des Widerspruchs- oder Klageverfahrens mindestens eine externe Bewertung durch irgendeinen Gutachter (MDK oder Spezialgutachter) vorliegt, wird da keiner was entscheiden.

kleineSchnecke hat geschrieben:Mein Problem ist, dass ich als studierte und gebildete Arbeitnehmerin derzeit leider trotzdem an der unteren (!) Einkommensgrenze verdiene und mir über kurz oder lang (ein paar Monate) keine Windel und Katheterversorgung aus eigenen finanziellen Mitteln leisten kann!!!


Na das Problem haben wir irgendwie ja alle. Frag mich mal als chronisch kranken Hartz-IV-Empfänger, der mit seiner Krankheit durch's Raster fällt und noch nichtmal 'nen Behindertenausweis kriegt, weil auf den Versorgungsämtern genau so'ne Nummer abgezogen wird und grundsätzlich alles zu niedrig bewertet wird. Soviel kann ich gar nicht essen, wie ich kotzen müsste. Leider interessiert das keinen und, ohne dabei deine Probleme irgendwie kleinreden zu wollen, hast du sogar noch Glück, wenn du überhaupt 'nen Job hast und mit dem bunten Ausweis zumindest einige Vorteile genießt. Das bleibt also erstmal voll an dir kleben. Bestenfalls könntest du halt eine Eilverfügung erwirken, die die KK zur vorläufigen Gewährung der Leistungen in voller Höhe verdonnert, aber da kann es eben dan nauch passieren, dass du das zurückzahlen musst, wenn das Verfahren anders ausgeht.

kleineSchnecke hat geschrieben:--> in wie weit lohnt sich also dieses Vorgehen und ab wann sollte man besser "einknicken" und a) das minderwertige Hilfsmittel oder b) die wirtschaftliche Aufzahlung akzeptieren. ?!?!?!


Ob es sich lohnt, wirst du sehen. Der Hoffnungsschimmer ist bei sowas immer, dass du deinen Leistungsanspruch dauerhaft durchsetzen kannst, also auch für zukünftige Probleme, weil du dann immer mit der Gerichtsakte winken kannst. Den Rest musst du mit dir selbst ausmachen, aber wenn du einknickst, bestätigst du ja nur die KK in ihrem falschen Tun. Damit rechnen die ja, dass die Leute spätestens nach einem abgelehnten Widerspruch aufgeben. Wie schon geschrieben, tust du aber nichts Schlimmes, wenn du ins Klageverfahren gehst. Den Anspruch auf die Leistungen hast du, er wird nur nicht erfüllt. Nur der Sozialrichter wird stöhnen, wenn er schon wieder so ein Verfahren auf den Tisch kriegt und würde dann wahrscheinlich sogar gerne selbst mal nett mit den Leuten bei der KK telefonieren und denen die Leviten lesen, aber das darf er ja nicht ohne ein richtiges Verfahren...

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Re: Inkontinent und neu in der TK - ich brauche rechtliche-beratende Hilfe und emotionale Unterstützung!!!

Beitrag #6 von Mike64 » 08 Jan 2017 18:06


Vielen Dank für Deine netten Worte Schnecke, wie es scheint bist Du ja bestens im Thema was die Sache angeht. Wäre schön weiterhin zu hören wie es gelaufen ist mit dem Ganzen!

Ich bin selbständig und muß noch ne kleine Firma für Messtechnik am laufen halten, daher gestaltet es sich schwierig die verbleibende Zeit noch gemeinsam zu genießen, ganz im Gegenteil bin ich rund um die Uhr beschäftigt, weil ich jetzt den Haushalt und das Büro, samt Hunden, auch noch bewältigen muß, da ist der Tag ein bissl kurz für "Sonstiges".

Was unsere neuen afrikanischen Fachkräfte angeht...nun ja, Alte, Frauen und Kinder und Kranke, klar, kein Thema, aber alles andere, was man so täglich an den Bushaltestellen sieht...Kampfanzug, Stahlhelm, Kalaschnikow, (Wahlweise auch G3) und ab an die Front! Müssten wir auch wenn wir angegriffen würden! Alternativ auch Hacke und Schaufel...weil zum aufbauen gibt es ja dort genug und unseren sozialen Systeme sind so schon marode genug! Thema schnell aus und sorry für die Entgleisung! :mrgreen:

Was Du sagst, mit dem "Einknicken", ist genau das, warum das System funktioniert! Egal wo ich das Thema anschneide, im Krankenhaus, bei dem Pflegedienst, in der Kundschaft, überall wird wie selbstverständlich gesagt, "Na ja, da kauf ich halt einen Teil selber", oder" Muß man halt Zuzahlen", etc.

NEIN!!!! Eben genau nicht!!! Die KK haben eine gesetzliche Verpflichtung ausreichendes, brauchbares Material zu bezahlen! PUNKT!!!! Leider ist die Defintion davon nicht geregelt, genauso wenig wie der Begriff auf dem Rezept, "Oder gleichwertig", "Oder gleichwertig" kann der Leistungserbringer wieder für sich auslegen und dann halt Attends Nr. 7 liefern, statt Tena Pands maxi! Alles eine Auslegungssache.

Bitte nicht "Einknicken" wenn es irgendwie machbar ist!!! Ich weiß, ich rede mich leicht, mal noch kann ich mir es leisten im Monat gute 120 Euronen für Pands auszugeben, aber das ist auch ne Frage der Zeit, denn die Bilanzen meiner kleiner Firma sehen nach dem Ganzen auch trübe aus...ein sch.. Spiel halt :cry:

Wenn es nach mir ginge, machte ich die Krankenkassen alle zu. Würde in Berlin ein zwölfstöckiges Gebäude bauen, an dem steht, "DZK" Deutsche zentrale Krankenkasse! Dann würden die 60% Verwaltungsgelder, zum großen Teil dahin gehen, wo sie gebraucht werden. Nämlich in die Krankenhäuser, die Pflegebetriebe und Ärzte und in dieses marode, korrupte System! Die Verantwortlichen Manager der Leistungserbringer und deren Lakeien bei den KK würde ich wegen vorsätzlicher Körperverletzung in tausenden Fällen verklagen und hinter Schloss und Riegel stecken! Vorher müssten die allerdings selber mal in diese Vorlagen aus Litauen stecken ;-)
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Re: Inkontinent und neu in der TK - ich brauche rechtliche-beratende Hilfe und emotionale Unterstützung!!!

Beitrag #7 von Georges » 09 Jan 2017 19:26


Mike64 hat geschrieben:Was unsere neuen afrikanischen Fachkräfte angeht...nun ja, Alte, Frauen und Kinder und Kranke, klar, kein Thema, aber alles andere, was man so täglich an den Bushaltestellen sieht...Kampfanzug, Stahlhelm, Kalaschnikow, (Wahlweise auch G3) und ab an die Front! Müssten wir auch wenn wir angegriffen würden! Alternativ auch Hacke und Schaufel...weil zum aufbauen gibt es ja dort genug und unseren sozialen Systeme sind so schon marode genug! Thema schnell aus und sorry für die Entgleisung!


Mein lieber Mike64, bitte behalte solche Bemerkungen einfach für dich. Diese haben hier echt nichts verloren. Ich wünsche dir vom ganzen Herzen, dass du nie, niemals dein Land und Heimat verlassen musst! Ebenso andere Äußerungen die ich über dein Leistungserbringer gelesen habe, wie z. B. "Pack" usw. sind eher kontraproduktiv als dass diese etwas bringen...

Ich verstehe dein Frust, es tut mir auch sehr Leid so über deine Frau lesen zu müssen, aber sei froh dass ihr überhaupt Hilfsmittel bezahlt bekommt. Durch meine Arbeit und Versicherung über die Grenze und eine Abrechnungsstelle in Deutschland, habe ich momentan gar nichts. Beiden sind sich nämlich nicht ganz einig über den Prozessablauf und schicken mich von dem einen zum Anderen. Für ein komplett neue Reihe an (doppelte) Untersuchungen im Land des Arbeitgebers habe ich momentan keine Kraft und keine Zeit, und auch sprachlich bin ich noch nicht so weit mich beim Arzt verständigen zu können. Arzt und Versicherung im selben Land wurde nämlich vieles leichter machen.

Manchmal bedeutet Recht haben einfach nicht dass man auch immer sein Recht bekommt. Die deutschsprachigen sagen es ja schon schön, manchmal muss man auch mal 5 gerade sein lassen. Ein Einzelkampf wird aus meiner Sicht kein Erfolg bringen. Hier hilft nur ein Auftreten als ein Verband und Bundnis von Geschädigten, wie z. B. hier über den Selbsthilfeverband. Hat man hier genug Menschen vorhanden, kann man vielleicht etwas bewirken.

Ich wünsche dir viel Erfolg in dein Kampf.

Georg1
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Re: Inkontinent und neu in der TK - ich brauche rechtliche-beratende Hilfe und emotionale Unterstützung!!!

Beitrag #8 von Stefan » 09 Jan 2017 20:07


Hallo Mike,

Mike 64 schrieb hat geschrieben: Was unsere neuen afrikanischen Fachkräfte angeht...nun ja, Alte, Frauen und Kinder und Kranke, klar, kein Thema, aber alles andere, was man so täglich an den Bushaltestellen sieht...Kampfanzug, Stahlhelm, Kalaschnikow, (Wahlweise auch G3) und ab an die Front! Müssten wir auch wenn wir angegriffen würden! Alternativ auch Hacke und Schaufel...weil zum aufbauen gibt es ja dort genug und unseren sozialen Systeme sind so schon marode genug! Thema schnell aus und sorry für die Entgleisung!"


Ich dulde keinerlei rassistische, nazionalsozialistische Entgleisung. Bleib mir mit Deiner Rechten Polemik vom Leib. Wenn Du die Meinung der NPD oder AfD vertreten willst, hier findest Du keinen Platz. Sollte ich ähnliches nochmals von Dir hier hören, schmeiße Dich von der Seite. Ich kann rechte Arschlöcher und Rassisten nicht leiden! Und übrigends wer auf der Flucht ist hat ein Recht, dass Ihm geholfen wird.

Unsere Sozialsysteme haben wir schon selbst kaputt gemacht z.B. mit den vielen Leuten die in die private, kommerzielle Krankenversicherung abgewandert sind. Die wenn Sie jung sind massiv Beiträge sparen und wenn sie älter sind wieder zurück wollen. Wer so assozial war und der GKV jungen Jahren den Rücken gekehrt hat, der soll im Alter ruhig dafür seine komplette Rente dafür aufbringen. Aber leider hilft der Staat oft auch den Assozialen in der privaten Krankenversicherung, zahlt was dazu oder bietet Hartz4 für den Lebensunterhalt.

LG

Stefan
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Re: Inkontinent und neu in der TK - ich brauche rechtliche-beratende Hilfe und emotionale Unterstützung!!!

Beitrag #9 von kleineSchnecke » 09 Jan 2017 21:41


Lieber Georg, lieber Stefan,

ich stecke wirklich all meine Hoffnung auf eine gute weiterhin bestehende Hilfsmittelversorgung hier in dieses Forum und bin nun sehr traurig und enttäuscht, dass ihr anstatt mir zu helfen nur auf eine politischen Äußerung eines anderen Benutzers eingeht.

Ich denke es macht in diesem Rahmen keinen Sinn, sich weiter über politische Meinungen auszutauschen. Fakt ist, dass wir alle in einem Boot sitzen, da wir GKV versichert sind und dass ich gerne euren fachlichen Rat hören würde, wie ich es schaffen kann, meine Versorgung sicher zu stellen.

Ich bin derzeit ziemlich verzweifelt, habe Schlafprobleme und Weinkrämpfe, weil es nicht zu klappen scheint. Ständig lese ich den Ablehnungsbescheid der TK und frage mich, wo dabei Hand und Fuß sein soll. Womit begründen die bitte ihre Ablehnung??? Das Rezept sagt schwere Inkontinenz, Windeln in hoher Saugstärke - und die Kasse sagt "ne pech gehabt, was notwendig ist entscheiden die leistungserbringer". Die Leistungserbringer sagen "ach, hohe saugstärke? klar, das kostet mal eben 50 euro extra im Monat".
Woher nehmen die sich alle das Recht ein ärztliches Rezept zu ignorieren?

Ist der Hilfsmittelkatalog der GKV überhaupt für irgend etwas gut? Er ist ja nicht rechtsbindend...oder? Da stehen also Produkte drin, die die GKV zwar theoretisch zahlen könnte, aber praktisch nicht zahlen würde...?

Kann es sein, dass alles was hier auf dieser Homepage bei den Tipps und Tricks zum Windelrezept steht, gar keine rechtliche Grundlage hat? Wo genau steht denn, dass eine ärztliche Verordnung auf ein spezfisches Hilfsmittel (mit 10 Stelliger Hilfsmittelnummer) überhaupt von einer GKV bezahlt werden muss? Vielleicht handelt es sich bei ärztlichen Verordnungen ja einfach nur um so wage Vorschläge, die mal eben so in den Raum geworfen werden und dann der Kasse und deren Leistungserbringern Raum für Kreativität und Interpretation und vorallem für Wirtschaftlichkeit lassen...????

BITTE STEFAN, der du dich doch hier am besten auskennst........kannst du mir bitte rechtliche Quellen/Paragraphen nennen in denen erklärt wird, wie das Gesundheitssystem funktioniert? Oder jemand anders, der das hier weiß?

Bezüglich der Windeln: Das könnte ich ja noch gut verkraften, wenn sich jetzt beim Widerspruchsverfahren herausstellt, dass die TK und ihre Leistungserbringer mir meine ärztlich verordnete Saugstärke aufgrund schwerer(!!!!!) Inkontinenz nicht anerkennen und ich eine private Aufzahlung leisten muss, da ich sonst nur Windeln in mittlerer (!!!) Saugstärke kostenfrei bekommen würde.........das ist vielleicht nicht Rechtens und deshalb will ich zunächst versuchen, mit allen meinen Möglichkeiten dagegen anzugehen, aber das Geld könnte ich mir notfalls ja noch vom Mund absparen, da Windelhosen ja nicht SOOOO teuer sind. ca. 30-100 Euro pro Monat werden schon irgendwie gehen.

Was mir aber totale Angst (!!!!) bereitet ist die Tatsache, dass ab März 2017 überhaupt noch nicht klar ist, wie es mit der Katheterversorgung weitergeht, da neue Ausschreibungen stattfinden und ich davon ausgehe, dass danach keine Festpreise mehr für die Katheter gelten sondern ebenfalls Leistungspauschalen. Ich weiß nicht wie ich mit einem anderen (voraussichtlich sehr viel billigeren!) Katheter-Produkt klarkommen soll, wenn ich doch seit über 10 Jahren Produkte verwende, mit denen ich nach sorgfältiger Testung am besten klar komme.
Ich bin sogar schon so weit dass ich Suizidgedanken entwickle, weil ich mich so entwürdigt fühle, wenn ich zukünftig wider besseren Wissens qualitativ unzureichendere Produkte verwenden MUSS, als sie für meine langfristige Gesundheitserhaltung und für meine Lebensqualität notwendig wären. Katheter sind sowas von TEUER, dass ich mir die eben NICHT per privater Aufzahlung leisten kann. Wer kann sich schon 600-800 Euro pro Monat leisten, die die Dinger kosten?!

Ich bin verzweifelt und könnte jeden Abend nur heulen, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Ich bin schwerbehindert...ich kann nur arbeiten, weil meine Hilfsmittelversorgung gut funktioniert. wie soll ich denn zukünftig weiter arbeiten wenn ich a) ständig alles vollpinkeln würde aufgrund zu niedriger windelsaugstärke und b) 30 minuten pro toilettengang brauche aufgrund unpraktikabler Katheter oder c) ständig Harnwegsinfekte und Nierenbeckenentzündungen habe aufgrund der schlechten Versorgung....?!?!?!?!


Viele Grüße,
Schnecke
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Re: Inkontinent und neu in der TK - ich brauche rechtliche-beratende Hilfe und emotionale Unterstützung!!!

Beitrag #10 von Georges » 10 Jan 2017 08:20


Hallo Schnecke,

zuerst doch noch einmal hierauf zurückkommend:

kleineSchnecke hat geschrieben:ich stecke wirklich all meine Hoffnung auf eine gute weiterhin bestehende Hilfsmittelversorgung hier in dieses Forum und bin nun sehr traurig und enttäuscht, dass ihr anstatt mir zu helfen nur auf eine politischen Äußerung eines anderen Benutzers eingeht.


Ja, auch ich möchte hier für meine Problemen Lösungen finden und versuche anderen zu helfen. Jedoch finde ich nicht, dass der Aussage von Mike64 so stehen bleiben kann. Findest du dies dann in Ordnung? Ebenso habe ich lediglich nur meine Versorgung kurz dargestellt und nur mitgeteilt, dass anderen froh sein können, überhaupt etwas ersetzt zu bekommen. Warum du dich das so stark anziehst und dich durch mich traurig und enttäuscht fühlst, kann ich leider so nicht nachvollziehen.

kleineSchnecke hat geschrieben:Ich bin derzeit ziemlich verzweifelt, habe Schlafprobleme und Weinkrämpfe, weil es nicht zu klappen scheint. Ständig lese ich den Ablehnungsbescheid der TK und frage mich, wo dabei Hand und Fuß sein soll. Womit begründen die bitte ihre Ablehnung??? Das Rezept sagt schwere Inkontinenz, Windeln in hoher Saugstärke - und die Kasse sagt "ne pech gehabt, was notwendig ist entscheiden die leistungserbringer". Die Leistungserbringer sagen "ach, hohe saugstärke? klar, das kostet mal eben 50 euro extra im Monat". Woher nehmen die sich alle das Recht ein ärztliches Rezept zu ignorieren?


Verstehe ich alles, nur ist es halt so. Ich musste im "alten System", also vor meinem Wechsel als Grenzgänger, für meine Wunschprodukte auch aufzahlen. Ich bräuchte damals zeitweise drei bis vier Slips für Tag und Nacht, und nur für Attends 10 (nachts) musste ich etwas aufzahlen. Dafür bekam ich Attends 8 "um sonst". Später mit Medikamente ging es urologisch tagsüber besser, bis das Medikament in Deutschland aus Kostengründe gestrichen wurde. Ich habe dann ein paar Monate lang, jede Monat fast 300 € für diese Medikamente bezahlt, bis mir das zu teuer wurde. Ich habe mich tierisch geärgert, habe Briefe geschrieben und musste trotzdem nachgeben. Das Medikament gibt es im Ausland für die Hälfte des deutschen Preises! Bei andere meinen dringend benötigten Medikamenten wechselt sich der Hersteller fast jedes halbe Jahr. Egal was mein Arzt darauf schreibt, der KK bestimmt was du bekommst. So lange Wirkstoffe und Hilfsstoffe mehr oder weniger gleich sind, war es dass!

Stefan schrieb es schon. Das System haben wir auch selber marode gemacht und außerdem haben auch die Hersteller Mitschuld an dieses Problem. Mit Krankheiten und den Symptomen kann man ja schließlich kräftig Geld machen. Kein einziger Hersteller geht es um dein Wohlbefinden, denen geht es nur ums Geld! So auch die Leistungserbringer, auch die müssen Gebäude, Nebenkosten und Mitarbeitern zahlen und der Benz des Direktors muss ja auch tanken. Ich habe zweimal für pharmazeutische Unternehmen gearbeitet und werde dies nicht mehr tun... man schämt sich manchmal schon wie da Geld gemacht wird. Aber, was macht dein Betrieb wenn die ein Auftrag unter den Deckungsbeitrag erhalten können? Nehmen die an, oder lehnen die ab? Na, also… leider.

kleineSchnecke hat geschrieben:Was mir aber totale Angst (!!!!) bereitet ist die Tatsache, dass ab März 2017 überhaupt noch nicht klar ist, wie es mit der Katheterversorgung weitergeht, da neue Ausschreibungen stattfinden und ich davon ausgehe, dass danach keine Festpreise mehr für die Katheter gelten sondern ebenfalls Leistungspauschalen. Ich weiß nicht wie ich mit einem anderen (voraussichtlich sehr viel billigeren!) Katheter-Produkt klarkommen soll, wenn ich doch seit über 10 Jahren Produkte verwende, mit denen ich nach sorgfältiger Testung am besten klar komme.
Ich bin sogar schon so weit dass ich Suizidgedanken entwickle, weil ich mich so entwürdigt fühle, wenn ich zukünftig wider besseren Wissens qualitativ unzureichendere Produkte verwenden MUSS, als sie für meine langfristige Gesundheitserhaltung und für meine Lebensqualität notwendig wären. Katheter sind sowas von TEUER, dass ich mir die eben NICHT per privater Aufzahlung leisten kann. Wer kann sich schon 600-800 Euro pro Monat leisten, die die Dinger kosten?!


Erstmal abwarten was kommt. Es bringt nichts, sich jetzt verrückst zu machen um Sachen die man heute noch nicht wissen kann. Auch hier wird sich eine Lösung anbieten. Jetzt im Ernst, wenn es dir ernst ist, was du wegen Suizidgedanken schreibst, ist es erstmal wichtig hieran zu arbeiten!! Da ist der Rest erstmal nicht so wichtig. Gehe zum Arzt wenn du diese Gedanken hast, das ist kein Spaß und solltest du sehr ernst nehmen!!

kleineSchnecke hat geschrieben:Ich bin verzweifelt und könnte jeden Abend nur heulen, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Ich bin schwerbehindert...ich kann nur arbeiten, weil meine Hilfsmittelversorgung gut funktioniert. wie soll ich denn zukünftig weiter arbeiten wenn ich a) ständig alles vollpinkeln würde aufgrund zu niedriger windelsaugstärke und b) 30 minuten pro toilettengang brauche aufgrund unpraktikabler Katheter oder c) ständig Harnwegsinfekte und Nierenbeckenentzündungen habe aufgrund der schlechten Versorgung...?!?!?!?!


Ich denke nicht, dass es solch ein Fahrt nehmen wird und ich wurde nicht direkt der Teufel an die Wand malen. Sich hierüber jetzt ein Kopf machen, hilft keinem weiter. Klar, ob die Versorgung besser wird oder nicht, ist heute nicht fest zu stellen. Seitdem ich mich mit alles Mögliche arrangiere, geht es mir besser. Dies heißt aber nicht, dass ich damit einverstanden bin. Trotzdem hilft es, alles ein wenig luftiger zu sehen, auch wenn dies schwerfällt. Ist aber alles nur meine persönliche Meinung.

Viel Erfolg und Gruß,
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