Bundesverband für Medizintechnik ist auf Seite der Betroffenen

In diesem Forum geht es um Lieferanten (Leistungserbringer) für saugende und ableitende Inkontinenzhilfsmittel von gesetzlichen Krankenkassen und den Problemen von Versicherten mit Krankenkasse und deren Leistungsbringern.

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Bundesverband für Medizintechnik ist auf Seite der Betroffenen

Beitrag #1 von kleineSchnecke » 09 Jan 2017 23:39


Ausschreibungssituation gefährdet individuell erforderliche Versorgung, Wahlfreiheit und Lebensqualität

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt: Einseitige, auf Kostensenkung ausgerichtete Ausschreibungen von Hilfsmitteln führen zu einer schlechteren Versorgungssituation der Patienten. In sensiblen Bereichen, wie bei Inkontinenz oder künstlichem Darmausgang (Stoma), verschlechtert sich die Lebensqualität der Betroffenen. Da Versorgungsfälle in diesen Bereichen nicht standardisierbar sind und voneinander stark abweichende, individuelle Produkt- und Dienstleistungen erfordern, sind als Ergebnis von Ausschreibungen erhebliche Einbußen in der Versorgungsqualität und der Wahlfreiheit zu befürchten. So haben zum Beispiel Leistungserbringer, die als Ergebnis der Ausschreibungen die Versorgung für die Krankenkassen übernehmen, persönliche Beratung und Hilfestellung reduziert. Oft stehen zudem nur noch günstigste Standardprodukte zur Verfügung, und die Patienten können gewohnte und vertraute Produkte nicht mehr nutzen. Auch kann es zu Mengenreduzierungen kommen. Komplexe und übergreifende Versorgungen mit viel Zubehör erfordern zudem eine Einbindung weiterer Leistungserbringer – Ausschreibungen können dies nicht abbilden. Wie die Praxis zeigte, führen diese zudem häufig zu wirtschaftlichen Aufzahlungen – unter Aushebelung des Sachleistungsprinzips. Dies wiederum führt zu einer Zwei-Klassen-Medizin. All diese Umstände führen dazu, dass die Betroffenen sich aus dem aktiven Leben zurückziehen.

Ausschreibungen in diesen sensiblen Bereichen der Patientenversorgung sind daher gänzlich ungeeignet, eine qualitätsorientierte Hilfsmittelversorgung sicherzustellen.

Quelle:
https://www.bvmed.de/de/bvmed/presse/pressemeldungen/ausschreibungen-ohne-massnahmen-zur-qualitaetssicherung-gefaehrden-patientenwohl?pk_campaign=tsr_CHK&pk_kwd=startseite_tsr-aktuelles-gT_mi_ausschreibungen-ohne-massnahmen-zur-qualitaetssicherung-gefaehrden-patientenwohl

Ob diese Stellungnahme vom 16.11.2016 IRGENDETWAS verändern wird in unserem Gesundheitssystem? Wer kennt sich hier politisch aus und kann die genauen Hintergründe erläutern? Welche Rolle spielt der BVMed überhaupt?
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