andauernd HWI

Pflegefall, was jetzt???
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andauernd HWI

Beitrag #1 von methodiker » 01 Jun 2007 13:30


Hallo,

mein Vater hat einen suprapubischen Katheter. In letzter Zeit kommt es immer wieder zu Harnwegsinfektionen, trotz eigentlich erfolgreicher Antibiotika-Therapien. In der Regel sieht es so aus, dass wir 1-2 Wochen Antbiotika geben (dem Aussehen des Urins nach wirken sie auch relativ schnell), 1-2 Wochen Ruhe haben und dann kommt es wieder zu einer Harnwegsinfektion.

Da es mittlerweile zu diversen Antibiotika-Resistenzen gekommen ist, gehen einem langsam die Mittel aus.

Was kann man tun um das Entstehen der HWI besser zu verhindern als bisher. Katheter wurde vor 3-4 Jahren gestochen und wird alle 5 Wochen gewechselt. Stelle ist nicht verbunden, sondern offen. Gelegentlich leichte Blutungen, aber eigentlich keine Entzündungen. Tägliches Duschen.

Theoretisch kann das erhöhte Infektionsfrequenz ja nur auf den Zugang des Katheters zurückzuführen sein. Insofenr stelle ich mir im Moment die Frage, ob es nicht vielleicht besser ist die Wunde uU wieder mit einer sterilen Mullbinde zu schützen?!? Würde dies die Infektionsgefahr reduzieren oder erhöhen? Was kann man sonst noch tun?


Vielen Dank und liebe Grüße!
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Beitrag #2 von Brandy » 01 Jun 2007 18:43


Hallo Methodiker!

Willkommen im Forum. Gegen immer wieder auftretende HWI hilft z. B. das regelmäßige Trinken von Preiselbeersaft. Ich beziehe den Saft von der Firma Caesaro med über die Drogerie. Neben dem Saft gibts auch noch Tabletten (Name: Preiselsan).

http://www.caesaro-med.at/Preiselbeersa ... .23.0.html

Liebe Grüße
Brandy
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Beitrag #3 von methodiker » 02 Jun 2007 14:26


Hallo,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Mit Preislbeersaft hätte ich nun nicht gerechnet, aber einen Versuch ist es mal wert :) - zumal das ganze ja auch durch eine wissenschaftliche Studie untermauert ist.

Nochmal zur Frage, ob es besser ist die Wunde offen oder mit einem Verband geschützt zu halten. Was ist für den Bakterienschutz besser?


Grüße
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Beitrag #4 von papa0861 » 02 Jun 2007 23:49


hallo methodiker,

dein papa ist doch in der betreuung eines pflegedienstes oder eines urologen.

wieso stellst du diese frage eigentlich nicht direkt an den behandelnden arzt.

im konkreten fall kann ich die auch nichts definitives sagen, lediglich die eigene erfahrung, daß ständige gabe von antibiotika zu einer gewissen resistenz führt.

ich habe auf grund einer rheumatischem erkrankung im kindesalter eine penizillinkur (alle 14 tage eine spritze, ein jahr lang) erhalten. heute spricht mein körper auf diesen pilz nicht mehr an.

lg
jürgen
:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
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Beitrag #5 von Struppi » 04 Jun 2007 01:20


Hallo methodiker,
hallo ihr anderen!

Ich kann Dir erstmal folgendes raten: Der Wechsel-Intervall des Katheters/der Fistel erscheint mir mit 5 Wochen doch etwas zu hoch gegriffen... ein versuche einen Wechsel alle 2 - 3 Wochen mit dem behandelnden Urologen zu besprechen.

Die Idee mit dem Preiselbeer-Saft ist auch nicht schlecht, ansonsten wäre das Anlegen einer Harnkultur anzuregen, bei welcher dann der genaue/die genauen Keim(e) bestimmt werden und eine gezieltere Gabe von Antibiotika erfolgen kann. Es wäre ferner von Interesse, ob die Verkeimung inzwischen auf die Nieren übergegangen ist. Dies alles sind Dinge, die Du mit dem behandelnden Arzt besprechen solltest.

Ansonsten hilft es, die Nieren gut zu spülen - sprich: viel trinken, am besten Wasser oder ungesüßten Tee/Fruchtsäfte ohne Zucker!

Alles Gute!

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Suprapubischen Katheter

Beitrag #6 von Günni » 04 Jun 2007 15:26


Hallo,
Ich habe dies zufällig gerade gelesen weil ich auch noch neu bin hier im Forum.
Ich habe ebenfalls einen suprapubischen Katheter nach einer gutartigen Prostata OK im Oktober 2005. Dieser wird bei mir alle 6 Wochen bei meinem Urologen gewechselt. Bis jetzt habe ich keinerlei Infektionen gehabt seit dem. Ich muss dazu sagen das ich sehr viel trinke, so das mein Urin sehr klar (hellgelb) ist. Nachts schließe ich ein 2000ml Beutel an und kann es immer gut daran erkennen. Also viel trinken ist wirklich ganz wichtig.

@ Brandy

Ich habe gelesen das die Cranberry eine ähnliche Wirkung haben soll. Dieser Saft der Beere wird von der Firma Ocean Spray vertrieben. www.oceanspray.de
Kannst Du das auch bestätigen.

Ich komme aber bis jetzt mit viel Wasser klar!

@ struppi

Grüß Dich

:lach:
Herzlichen Gruß
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Preiselbeeren/Cranberry

Beitrag #7 von Günni » 04 Jun 2007 16:43


Hallo,

@Brandy

Ich habe auch noch mal zum Thema Preiselbeeren etwas gefunden. Die Cranberry ist besser vorbeugend, nicht wenn man schon eine Entzündung hat!

http://www.blasenzentrum-frauenfeld.ch/de/dra_pre.php


:wink:
Herzlichen Gruß
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Beitrag #8 von Brandy » 04 Jun 2007 16:57


Hallo Günni,

Kenne nur den Preiselbeersaft der Firma Caesaro med, weiß aber dass Cranberry-Saft gleich od. ähnlich wirkt. Die Einnahme dieser Säfte ist natürlich nur zur Prophylaxe geeignet.

Wenn einmal ein HWI entstanden ist, muss (am besten nach Anlage einer Kultur zur Keimbestimmung - siehe Struppi) mit Antibiotika behandelt werden.

Danke für das Anführen der Links. Werde Sie mir gleich ansehen.

Lieben Gruß
Brandy
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Beitrag #9 von methodiker » 04 Jun 2007 20:05


gezielte Antbiotika-Therapie findet statt (siehe oben). Das Problem ist ja gerade, dass es zu zahlreichen Resistenzen gekommen ist und somit - mit Blick auf die Zukunft - es immer wichtiger wird, eine HWI generell zu vermeiden.

Ein Ansatz war eben für mich noch die Frage, was besser ist Verband oder nicht Verband - da scheinen sich ja die Geister zu scheiden.

Preiselbeer / Canberry-Saft ist durchaus auch einen Versuch wert

@Günni Wieviel Liter trinkst du am Tag? Bzw. gehst du ans Limit des Machbaren?


Grüße
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Viel trinken

Beitrag #10 von Günni » 04 Jun 2007 21:48


Hallo methodiker
ich habe auch schon vor meiner Prostata OP viel getrunken und es geht an 3l - 4 pro Tag ran (Mineralwasser). Das ist nicht weil ich unbedingt Durst habe, es ist von mir immer schon eine Angewohnheit, wie andere rauchen. Deshalb fällt mir viel trinken nicht schwer. Wie gesagt, ich habe den Bauchdeckenkatheter jetzt seit 06.10.2005 und brauchte bis jetzt noch keine Tabletten wegen Infektionen. Toy Toy bis jetzt habe ich keinerlei Beschwerden, nur das kleine Übel, alle 6 Wochen SPK wechsel beim Urologen, was ich manchmal nicht einmal merke. Also trinken bekommt mir sehr gut!

:wink:
Herzlichen Gruß
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