Frage an andere Pflegende / pflegende Angehörige

Pflegefall, was jetzt???
In diesem Forum geht es um Hilfe und Rat für Betroffene, Angehörige und Pflegende.

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Frage an andere Pflegende / pflegende Angehörige

Beitrag #1 von sedarca » 07 Mär 2005 20:50


Hallo zusammen..... :?

Was ich wissen möchte steht hier bestimmt irgendwo in irgendeinem Thread, der mir noch nicht aufgefallen ist, oder auf irgendeiner Seite, die ich noch nicht entdeckt habe.... deshalb bitte ich um Nachsicht, wenn ich hier ganz viele Fragen stelle, die Not ist groß, die Not eines alten Mannes und die Wissensnot der pfelgenden Angehörigen...

Seit dem Tod meiner über alles geliebten Großmutter kümmere ich mich um meinen Großvater, der nur ein Bein hat, im Rollstuhl sitzt, Diabetes erkrankt ist, jetzt 90 wurde, am Leben verzweifelt und außer mir niemanden hat, weil alle nur die große Klappe markieren, aber letztendlich genau diese entweder Berührungsängste haben, oder einfach total ignoriant sind. :aerger:

Seit seinem Krankenhausaufenthalt (10.-16.02., Schwächeanfall wg. Flüssigkeitsmangel), bei dem das alles kaputt gemacht wurde, was ich mit ihm 10 Monate lang an Selbständigkeit erarbeitet habe, kann er Harn nicht mehr halten und es tropft (läuft) einiges daneben. Wahrscheinlich aus Zeitgründen wurde ihm die 1 Woche ein Katheder gelegt, seitdem ist nichts mehr beim alten. Darauf angesprochen sagte mir das Krankenhaus- bzw. Stationspersonal, daß diese jetzige Inkontinenz am Alter liege, find ich toll... Aber wie gehe ich nun mit dieser total veränderten Situation um?
Durch die zeitintensive Pflege bzw. Betreuung meines Großvaters komme ich nur selten dazu, mich zu informieren, kompetente Menschen zu finden, die mir sagen können, was genau ich in den Pflegeablauf einbauen kann bzw. muß.
Ehrlichgesagt bin ich ziemlich überfordert, da ich ALLES alleine mache. Paradoxerweise bleibt mir keine Zeit tagsüber, rumzufahren und rumzulaufen, mein Tag endet ca. 23 Uhr, egal ob Wochentag, Wochenende oder Feiertag. (Bitte keine Ratschläge was Pflegedienste etc. angeht, ich werde nie gefragt, was für Hilfe gebraucht wird, mir wollte man bis jetzt immer nur "Hilfe aufs Auge drücken - friß oder stirb", ich reagiere mittlerweile allergisch...., nicht bös sein...) :oops:

- Wie motiviere ich einen alten Menschen, mitzuhelfen, mitzumachen, daß er diese nun aufgetretene Inkontinenz nicht als "Strafe" empfindet, sondern vielleicht als Aufgabe, mit der man wie selbstverständlich umgehen kann, weil der Pflegende das auch als gegeben betrachtet

- Was gibts von der Krankenkasse? Ein Anruf bei denen brachte nichts, außer daß jede Menge zuzuzahlen ist, was geht wirklich, was MUSS? Wo muß ich mich hinwenden?
(Auflagen fürs Pflegebett, Hilfen für Rollstuhl, für den Alltag brauchbare Einlagen/Windeln)

- Apropos Windeln: Welche kann man nehmen, die "ziemlich viel" auffangen, die nichts durchlassen, gibt es spezielle Hilfsmittel für "Rollstuhl-sitzende"?

- Wie gehen Rollstuhlfahrer generell mit menschlichen Bedürfnissen um, vor allem bei Inkontinenz?

- An wen kann ich mich wenden, wenn die Hausärztin nicht so mit Rat und Tat zur Seite steht, wie man sich das von einer Hausärztin wünscht....?

- Ich hab noch viel mehr Fragen, zum Alltag, aber auch zum Umgang mit meinem Großvater, vor allem, wenn er sich mir aus Scham nicht oder zu spät anvertraut, sein Schamgefühl ist - verständlicherweise - sehr ausgeprägt...


Vielleicht kann mir hier jemand helfen, es ist so vieles unklar, und ich habe selten so Zeit wie jetzt gerade, gestohlene Zeit, die ich wieder einholen muß... (Haushalt, Vorbereitungen, Putzen, psychische Unterstützung, Zuhören, da sein.........)

Fühl mich allein mit meinen Problemen, was mir so fehlt ist ZEIT..............

Danke fürs Lesen, danke jetzt schon für Rat und Tips...


Liebe Grüße

Angie
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sedarca
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Beitrag #2 von klaro (+16.05.2008) » 07 Mär 2005 22:22


hallo sedarca

schade, habe deinen Beitrag doch erst nach dem chat gelesen.

schon schwierig für dich!

Gäbe wohl viel dazu zusagen, aber eigentlcih wäre es günstig, wenn du den Tagesablauf, mal detailleirt heir aufschreiben kannst.
Denn dann könnten wir dich eher, aber bessere Techniken aufmerksam machen. Gerade was Roli fahrer, sitzen und bettlägrigkeit und etc, betrifft.

Hoffe, du kannst dir mal so bettauflagen besorgen. Ich denke, wenn du dienem Grossvter, mal erst mit nicht allzugrossen Vrolagen kommst, wird er eher es akzeptieren können, asl wenn so grosse pampers kommen.

Daher sind die Unterlagen noch sher praktisch. (Nehme mal an, dass du auf der Matratze, doch schon ne gummiafulage hast) oder nciht??

àltere Menschen haben ja oft föllig mehr Mühe mit dem einnässen, weil es ja 90 jahre so normal ging und nun ist man plötztlich nicht mehr so normal. Und das tut weh!

Muss er es akzeptieren?? muss es seine aufgabe sein, die Inko zur aufgabe zu haben??
nebst Diabetes und nur einem Bein und schwäche??

Ich denke nicht! Ich denke erher, du solltest ihm das Gefühl geben, von Sicherheit. Von nicht blossgestelt werden.

WEnn er auf Bett liegt, liegt ja wohl ne Dekce drüber.... (moment wgen kaltem wetter) aber das kann man auch im Rolli sich angewöhnen... es deckt ab, es schütz vor Blicken. Man sieht es selber nciht und man kann es bisschen vergessen!

Wäre doch auch schön. mit 90 noch paar Probleme bisschen vergessen zu können, mit abdecken!

aber das musst du bie ihm schon selber spüren, wei er sich wohler fühlt.

Obs dann irgenwann mal ne Umstellung gibt auf einen Dauerkatheter... keine ahnung.

Mit Einlagen udn so, ist einfach die 2 malige reinigung schon angebracht, der Intimgegend. Wobei sich ältere Menschen, gern d¨rücken, weil früher hat weniger waschen, auch gereicht!

Liegt er denn viel im bett??

Wie lange hat er sein bein denn schon weg??? Mir kam gerade in den sinn, weil ich ja einseitig gelähmt war.... ob er noch stehen könnte, mit Achsel Krücken.

nur so paar Moment im Tag, das täte dem Körper und seiner seele, bestimmt gut. Das Gefühl, von hei, ich kann aufstehen.... gutes gefühl nähcmlcih!

von wegen Vorlagen.. ich ahb nicht ganz mitgekriegt, ob er voll inkontinent ist.

Oder kann er noch Wasser lösen??

Wie wäre es denn, falls er noch bewusst bisschen Wasser lösen könnte, wenn du ihm ne Urinflasche kaufen würdest... die er im bett benutzen kann.... schön in Ruhe... Decke über Beine und sich normal fühlen???

das sind so Uberlegungen.... aber auch das Lagern, drehen und Dekubitusprohhylaxen, wäre schon zu beachten, dass er nicht wund wird.

würd dir echt vorschlagen, mal einiges von dir aus aufzuschreiben.... dann kommen wohl eher Anregungen oder gedanken in uns... wo man dier diesen oder jenen Tip geben könnte.



Wenn du ja jetzt shcon kaum mehr Kraft hast, solltest du dich einteilen. Er scheint ja noch reden udn verstehen zu können.

WEnn er Z.B. nach dem Mittagessen, alles aht und versorgt ist und auf Bett liegt, mach mit ihm ab, dass du eine stunde, zwar da bist... aber in einer stundde weider bei ihm reinschaust... oder sowas...

... das kan sogar länger sein, oder zweimal am Tag.

Einfach ne abmachung, wo du weisst udn er weiss.... jetzt hast du Ruhe.... und er weiss... sie kommt ja dann wieder!!

Versuche dich einzuteilen, diene Kraft..... denn die Kraft ist sonst schnell alle.

schreib mal merh oder frag noch gezielter!! gü :? rss dich klaro
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Beitrag #3 von sedarca » 09 Mär 2005 00:52


@ klaro

Alles hat sich geändert, von jetzt auf gleich.
Plötzlich totale Inkontinenz, Schwäche, Entzündungen durch Schweigen, akuter Dekubitus, und dazu kommt eine beginnende Lungenentzündung. Fazit: Krankenhaus, schon wieder, da war er doch erst vor 2 Wochen... :cry:

Jetzt muß die Zeit genutzt werden, um alles richtig vorzubereiten, wenn er wieder heim kommt.
Krankenbett, Dekubitus-Matratze, Auflagen, Einlagen etc. etc. etc.

Ein Dauerkatheder soll gesetzt werden - was muß ich mir drunter vorstellen? Ist das nicht unangenehm, störend? Was muß ich darüber als Pflegende wissen? Wie damit umgehen im Alltag mit meinem Opi?

Niemals übertrete ich die Würde meines Großvaters, ich tu das so konsequent, das können viele nicht verstehen. Für mich steht Opi im Mittelpunkt, Opi und sein Wille, ER entscheidet, ich bin nur sein verlängerter Arm, quasi die "Exekutive".... :wink: Opi darf so lange zu Hause bleiben, wie er will, ich halt schon durch... Als ich klein war, war er für mich da, schenkte mir all seine Liebe, Aufmerksamkeit und Zeit, langsam sollte meine Umgebung meine Einstellung akzeptieren, daß für mich Leben Geben und Nehmen ist. Er ist sicher, alles Unangenehme geschieht in Respekt und absoluter Achtung.

Sein Bein hat er schon mit 16J. verloren, weil ihn ein krankes Tier gebissen hat... Kurz vor Omi's Tod hatte er Wasser in der Lunge, alles stand "Spitz auf Knopf", er erholte sich, jedoch reichte seine Kraft leider nicht mehr dafür wieder die Prothese anzulegen, seit dem Rollstuhl. Der Tod seiner über alles geliebten Frau (60J. Ehe) gab ihm zu vielem "den Rest". Ich bin dankbar, daß ich seine engste Vertraute bin, sein eigener Sohn hätte ihn am liebsten sofort ins Heim gesteckt, hab's verhindert....... :md:

Naja, mal sehen was wird....
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Beitrag #4 von klaro (+16.05.2008) » 09 Mär 2005 15:45


hallo Sedarca

Tja. Was soll ich sagen??!! Dein Opa ist wieder im Spital! Mal ok!

Ich denke, dass ich hier, zuweinig dir fern-heil- Hilfe anbeiten kann.

Ich würd die eher empfehlen, dir direkte Informationen, zum Umgang mit dienem Opa, direkt auf seiner Abteilung, von Schwestern oder Aerzten zu holen.

Eine Pflege zu Hause, muss ich mal sagen, wenn jemand damit den Umgang nicht gewohnt ist, ists recht schweirig.

Im Prinzip bin ich eher gegen ein Heim, aber nicht immer, ist es den Menschen, daheim bleiben zu können, besser getan!

Informiere dich einfach in der Zeit seines Spitalaufenthaltes, reichlich bei den Plegenden. Und, kannst ja auch odrt mal dabei sein,zusehen oder helfen, wenn er versorgt wird.

Oft wird den pflegenden angehörigen, auf die Weise, ne gute Einführung, in fachmännische Pflege eingeführt und instruiert.

Erhol dich gut! klaro


Für mich klingts nicht so, als ob dein Opa, gesund genug ist... um zu Hause gepflegt werden zu können. Ich meine das nicht böse. aber es scheinen einige FAktoren im Alltag, mitberücksichtigt werden zu müssen.

Aber das mit einem DK, sähe ich für beide, eine Entlastung! Und im ersten Beitrag hast du geschrieben, dass er im ersten spitalaufenthalt, bereits einen gekriegt hatte.

na also, so fremd kann es ihm ja nicht sein. Es ist bisschen gewöhnungsbedürftig, aber im Alltag, einiges praktischer! :roll:
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Aus meiner Sicht...

Beitrag #5 von Regenmacher » 09 Mär 2005 19:05


Hallo,

als gelernter Krankenpfleger hatte ich auch Kontakt in die häusliche Krankenpflege und kann mich sehr gut in deine Sutuation hineinversetzen. Ich hatte oft lange Gespräche mit pflegenden Angehörigen, kenne sowohl die Sorgen der Betroffenen als auch deine!

Da sich in den letzten Jahren ziemlich viel geändert hat, kann ich leider nicht genau sagen, wer für was zuständig ist. Jedenfalls ist für die Pflege im Großteil die Pflegeversicherung zuständig.

Informationen bekommst du am besten beim allgemeinen Sozialdienst oder bei einem Pflegedienst. Auch wenn Pflegedienste bei dir eine gewisse Allergie verursachen, such dir einen, wo man sich Zeit für dich nimmt - es gibt ja genug.

Wichtig für dich ist, dich selbst nicht durch die zusätzlichen Probleme der Pflege auszubrennen. Die häufigste Gewalt im häuslichen Umfeld passiert bei der Pflege naher alter Angehöriger, weil die Pflegenden sich überarbeiten und selbst langsam vor die Hunde gehen. Pflege von alten Menschen bedarf starker Nerven, denn oft können wir ihre Probleme und ihre Ängste und Nöte nicht wirklich verstehen.

Du hast geschrieben, seine Frau ist gestorben. Leider ist es oft so, daß wenn der Lebenspartner eines alten Menschen stirbt, ein Gefüge zerstört wird, von dem beide Kraft bezogen haben. Es ist also oft so, daß der zurückgebliebene Partner danach wesentlich schneller verfällt, weil er selbst keinen Sinn mehr im Weiterleben sieht oder die Kraft des Partners fehlt.

Der zunehmende, manchmal sehr plötzlich einhergehende Verfall körperlicher Leistung führt zu einer neuen, komplett veränderten Situation für den Betroffenen. Er muss sich jeden Tag auf eine neue Dinge einstellen und gerade im Alter fällt das Anpassen sehr schwer. Hinzu kommt ein gewisser Scham vor den Angehörigen - gerade die eigenen Kinder oder Enkel werden oft nicht so sehr mit Sorgen belegt, weil man ja sonst immer stark gewesen ist. Eine "neutrale" Pflege, wenn auch nur zeitweise, kann da viel Entlastung bringen.

Und nun noch zu den restlichen Fragen:

Wie motiviere ich einen alten Menschen, mitzuhelfen, mitzumachen, daß er diese nun aufgetretene Inkontinenz nicht als "Strafe" empfindet, sondern vielleicht als Aufgabe, mit der man wie selbstverständlich umgehen kann, weil der Pflegende das auch als gegeben betrachtet


Eine gute Frage. Selbst junge, selbständige Menschen haben oft jahrelang Probleme mit Inkontinenz. Es ist ein Kontrollverlust, der nicht so einfach zu verarbeiten ist. Ein Weg ist sicherlich Verständnis. Niemals murren oder gestresst wirken, wenn die Hose mal wieder nass ist. Geeignete Hilfsmittel (u.a. auch Dauerkatheter oder Vorlagen) können auch viel zur Verbesserung beitragen. Wenn er ein Hilfsmittel (z.B. Windeln) ableht, sucht ein anderes.

Was gibts von der Krankenkasse? Ein Anruf bei denen brachte nichts, außer daß jede Menge zuzuzahlen ist, was geht wirklich, was MUSS? Wo muß ich mich hinwenden?
(Auflagen fürs Pflegebett, Hilfen für Rollstuhl, für den Alltag brauchbare Einlagen/Windeln)


Am besten, du suchst dir ein gutes Sanitätshaus. Die wissen, welche Hilfsmittel es gibt und können am besten Auskunft erteilen, was in welchem Umfang von der Krankenkasse getragen wird. Generell gilt, daß die Krankenkasse alles bezahlen muß, was der Arzt anordnet und was für die Erkrankung wirtschaftlich ist. Bei Hilfsmitteln gelten bestimmte Zuzahlungen etc. Seit neuestem muss zusätzlich beachtet werden, daß Hilfsmittel nur bis zu einem gewissen Betrag übernommen werden - der Verkäufer aber verlangen kann, was er will. Den Differenzbetrag muss man unabhängig von der Höhe immer selbst tragen. Es kann also lohnenswert sein, mehr als ein Sanitätshaus in Sachen Preise zu befragen, die Unterschiede können enorm sein.

Apropos Windeln: Welche kann man nehmen, die "ziemlich viel" auffangen, die nichts durchlassen, gibt es spezielle Hilfsmittel für "Rollstuhl-sitzende"?


Wie gesagt, es gibt noch andere Möglichkeiten, als Windeln. Es kommt letztlich darauf an, wie viel Urin er in einer bestimmten Zeit verliert, ob es tröpfelt oder im Schwall kommt. Auch hier kann das Sanitätshaus guten Rat erteilen.

Wie gehen Rollstuhlfahrer generell mit menschlichen Bedürfnissen um, vor allem bei Inkontinenz?


Wie andere Menschen auch! Letztlich kommt es immer darauf an, ob man noch ein Gefühl für die Ausscheidungen hat oder ob es sich gänzlich der Kontrolle entzieht. Es ist jedoch davon abzuraten, es einfach immer nur an den Hilfsmitteln abzulassen. Ein regelmäßiger Gang auf die Toilette hilft, das ganze System nicht schneller verfallen zu lassen. Außerdem gibt es dem Betroffenen eine gewissen Mitwirkungspflicht und das Gefühl, noch etwas Kontrolle zu haben.

An wen kann ich mich wenden, wenn die Hausärztin nicht so mit Rat und Tat zur Seite steht, wie man sich das von einer Hausärztin wünscht....?


An schon besagte Stellen oder einfach an eine andere Hausärztin!

Ich hab noch viel mehr Fragen, zum Alltag, aber auch zum Umgang mit meinem Großvater, vor allem, wenn er sich mir aus Scham nicht oder zu spät anvertraut, sein Schamgefühl ist - verständlicherweise - sehr ausgeprägt...


Ich hoffe, ich konnte dir einige Antworten geben. Wenn noch weitere Fragen sind, einfach stellen. Zum Thema Scham sei nochmals gesagt: es braucht viel Geduld, Mitgefühl und Verständnis. Den eigenen Körper nicht mehr kontrollieren zu können, ist ein ständig wiederkehrendes Gefühl der Ohnmacht. Ich bin jetzt seit 9 Jahren betroffen und habe heute manchmal noch meine Probleme! Verständnis und einfach mal reden kann eine wertvolle Hilfe sein!

Gruß Marco[/quote]
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Trauer

Beitrag #6 von sedarca » 09 Apr 2005 11:51


Am 04.04.05 hat mein geliebter Opi für immer die Augen geschlossen. :cry:
Ich war bei ihm, hielt ihm die Hand und streichelte seine Wange, bis zum letzten Atemzug.
Er starb in Liebe, Achtung und Würde. Und ich bin dankbar, daß ich ihn begleiten durfte.


Danke für Eure Hinweise und Tips, und alles Liebe und Gute für Euch.


Angie
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