Weiß nicht mehr weiter...

Inkontinent.... und wie gehts weiter???
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Weiß nicht mehr weiter...

Beitrag #1 von DieToni » 26 Apr 2006 18:59


Hallo zusammen!

Bin gerade auf diese Seite gestoßen und hoffe nun hier Leute zu finden, die mein Problem teilen.
Seit ich 6 Jahre bin, leide ich an Inkontinenz, hauptsächlich nachts. Über die paar 'Tropfen' tagsüber will ich mich ja gar nicht beschweren. Ich habe schon ne ganze Reihe Medikamente durch (Spasmex, Mictonette, Dridase, ...), die aber immer nur kurzzeitig geholfen haben. Mit 11 Jahren war ich 6 Wochen zur Kur, hat aber auch nichts gebracht. Die Ärzte sind ratlos (habe ne verdickte Blasenwand, aber niemand weiß damit was anzufangen).
Ich habe seit über einem Jahr einen Freund, er weiß bescheid, aber irgendwie kann ich nicht offen mit ihm drüber reden, ist mir tierisch peinlich. Überhaupt fällt es mir schwer, darüber zu reden. Nächstes Jahr (nach dem Abi) werd ich mit meinem Freund zusammenziehen, hab total Bammel davor. Was soll ich machen, wenn nachts das Bett nass ist? Ich kan damit einfach nicht umgehen... Die ganze Sache macht mich fertig, mal bin ich wochenlang trocken, und dann hört es gar nicht wieder auf. Kann das vielleicht mit dem Stress in der Schule oder anderen psychologischen Dingen liegen? Wäre es vielleicht sinnvoll, zum Psychologen zu gehen?

Falls mir jemand irgendwie weiterhelfen kann, oder noch andere Behandlungsmöglichkeiten kennt, würde ich mich wahnsinnig über eine Antwort freuen!

Liebe Grüße, Antonia.
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DieToni
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Beitrag #2 von Gulliam » 26 Apr 2006 20:27


Hallo liebe Toni.
Leider kann ich dir bei den Problem der Heilung nicht helfen. Aber das andere, ging mir auch so, das ich nur sehr schlecht darüber reden konnte. Ich meine, du mußt unbedingt mit deinen Freund darüber reden, auch wenn du Bammel hast. Wenn er zu dir hält, und dich dabei unterstützt, vielleicht hilft dir das, wenn es eine seelische Sache ist, wenn er damit nicht leben kann, mein Gott dann hast du auch nicht viel verloren, dann liebt er dich nicht. Aber reden mußt du mit ihm, weil irgendwann merkt er es eh,und Ehrlichkeit sollte einfach bei jeder Beziehung im Vordergrund stehen.
Pack dir mal ein Herz, und sagt ihm einfach, das du mit ihm über eine unangenehme Sache reden mußt, und du wirst sehen, man stellt es sich schwerer vor als es wirklich ist.
Viele Grüsse
Gulliam
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Beitrag #3 von welute » 03 Mai 2006 10:25


Hallo Toni,

es gibt viele Gründe für Inkontinenz.

Und ja- es kann psyschologisch sein. Nutze alle Möglichkeiten, die die Ursache klären könnten.

Liebe Grüße
Elisabeth
http://www.inkontinenz-selbsthilfe.com/forum/index.php

Bleibt mutig!
Es geht immer weiter, man muss nur daran glauben.
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Beitrag #4 von Helmut » 03 Mai 2006 22:56


Hallo Toni,

welche Untersuchungen wurden bei dir gemacht und hast du diese in der letzten Zeit mal machen lassen?

Die Diagnose mit der verdickten Blasenwand könnte auf ein Abflusshindernis des Urins hindeuten bzw. auf eine neurologische Ursache im Zusammenspiel mit der Blase und dem Schließmuskel. Wurde auch Restharn bei dir festgestellt?

Klar ist es immer etwas peinlich, über Inkontinenz zu reden, aber oft hilft es einem, wenn man mit jemanden offen darüber reden kann. Es muß aber nicht immer der Lebenspartner sein, auch Freunde, Bekannte, Eltern oder eine Selbsthilfegruppe können hier wertvolle Hilfe leisten. Ich denke, dein Freund wird es akzeptieren, denn häufig ist es so, dass Frauen weniger tollerant sind, wenn der Partner Bettnässer ist bzw. unter Inkontinenz leidet, als umgekehrt. Eine psychologische Unterstützung ist sicher auch nicht falsch, dadurch könntest du auf neue Gedanken und Wege gebracht werden, mit der Inkontinenz besser umzugehen oder vielleicht sogar eine Lösung zu finden, wie du die Inkontinenz wieder los wirst, falls sie wirklich nur psychologisch bedingt ist.

Auf alle Fälle solltest du auch alle nötigen Untersuchungen beim Urologen machen lassen, um vielleicht eine körperliche Ursache auszuschliessen.

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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...

Beitrag #5 von klaro (+16.05.2008) » 10 Mai 2006 16:58


hallo dieToni
dein Beitrag ist schon einige Tage her. Dennoch.

Da es dir schwer fällt zu schreiben, wie wäre es denn, es in nem e- mail zu schreiben? Oft ist so, dass man es sich *besser* von der Seele schreiben kann und 2. ist es so, dass das Gegenüber… mehr Zeit hat, sich drüber Gedanken zu machen unds noch mal und noch mal zu lesen und überdenken.

Der Weg zum Arzt oder Psychologen…. Egal wie auch immer… die Reihenfolge… ich würd mal den Weg der Offenheit zu deinem Freund suchen und angehen.

Such dir nen ruhigen Moment aus, wo du offen bist es zu schreiben, formulieren, erklären, auch dass du es ihm gern gesagt hättest, aber es schwierig sei. ER wird’s bestimmt verstehen.

Und wenn das getan ist, könnt ihr zusammen weitersehen. Das wär doch toll. Man kann doch keine Beziehung aufbauen, wenn’s dann an der Hemmschwelle vom Einnässen und Peinlichkeit anstellt….

Da solltest du nen Weg finden und gehen, der euch näher führt und ihr euch verstehen könnt. Wär ne super Grundlage für ne Beziehung, Offenheit.. Egal auf welchem Weg.

Jeder wähle seinen Weg, den er gehen kann. Gruss klaro :roll:

(ps. Wenn’s brenzlig wird, wähl ich auch lieber den schriftlichen WEG, „daher“ evtl .mein Vorschlag) aber mit Männern funktionierte es so recht gut. Dies meine Erfahrung!(grins)

- kann ja sein, dass sich inzwischen dein Problem schon ergeben , gelöst hat, wäre ja auch schön!
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klaro (+16.05.2008)
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