(3) Immer noch "Sorgenkind" Tomas, nach dem die 1. Operation gescheitert ist....

Inkontinent.... und wie gehts weiter???
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(3) Immer noch "Sorgenkind" Tomas, nach dem die 1. Operation gescheitert ist....

Beitrag #1 von Hans-Jürgen Pfitzner » 20 Mai 2006 20:21


nachdem Tomas im Sommer 2004 seine erste Schließmuskel Operation hatte ist diese nach einem halben Jahr als von den Ärzten als gescheitert angesehen. Im letzten Monat srtztrn wir auf drängen von Tomas eine erneute Schließmuskeltest an einer anderen Klinik in Frankfurt an. Der Prof. kam zu dem Ergebnis das der Schließmuskel zu 50 % funktionstüchtig wäre und an der defekten Stelle inkontinent wäre. Das heißt er verlegt das doppelläufie Stoma (k. Darmausgang) zurückverlegen und so den Schließmuskel belasten.

Ich habe die Befürchtung das dies auch wieder schiefgehen wird. Und danach durch die dann eventuelle kommende Inkobtinenz es mit ihm psychisch belastend zu gewaltigen Depressionen kömmen könnte. Da diese , er gibt es zwar nicht zu, nach dem damaligen Gewaltverbrechen, mir versuchend zu verbergen. Psychologische Traumabewältigung lehnte er bis jetzt ab. Der letzte Ausweg wäre dann als allerletzte Operationsmöglichkeit dann das endständige Stoma. Tomas hat seit letztem Jahr einen Schwerbehindertenausweis mit 70% davon 20 % aufgrund des Gewaltraumas.

Mein Anliegen ist, hat jemand schonmal ein Stoma gehabt und dies zurückverlegt bekommen und wie waren seine Erfahrungen danach um das ich bei Tomas bei einer eventuellen Stuhlinkontinenz vorbereitet und ihm auch helfend reagieren kann.

Falls jemand medizinische Kenntnisse hat kann auch unter meiner Webseite den noch in so befindlichen Zusatand sehen Unter: www.stoma-seite.de/tomasschliessmuskel.htm und mir hierzu vielleicht etwas dazu etwas weiterhelfen . Mann kann mich dazu auch gerne telefonisch kontaktieren (Telefonnummer über Impressum Stoma-Seite). Ich bedanke mich schonmal vorab hier.


http://www.stoma-seite.de
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Beitrag #2 von Jens Schriever » 21 Mai 2006 09:19


Hallo Hans- Jürgen

Ich habe mir erlaubt, was wohl auch in deinem Sinne ist, deinen Link so zu bearbeiten, dass die Seite aufgeht. So können andere dort kucken und dir vielleicht einen Rat geben.
Ich selber habe von Stoma keine Ahnung, und kann dir so nicht weiter helfen.
Ich wünsche dir viel Glück, und hoffe dass dir geholfen wird.


Gruß Jens




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Beitrag #3 von Kerstin » 21 Mai 2006 17:16


Hallo Hans-Jürgen,

ich habe ein Stoma, allerdings ein Urostoma.
Ich kann Dir daher nur den Tip geben auf die Seite " www.stomawelt.de " zu schauen, dort gibt es auch ein Forum. Es sind dort sehr viele und supernette Leute, die gerne deine Fragen bezügl. des Stomas beantworten.

Liebe Grüße,

Kerstin
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Danke schonmal für die Rückantwort....

Beitrag #4 von Hans-Jürgen Pfitzner » 21 Mai 2006 18:51


Danke schonmal an Jens & Kerstin für die Rückantworten.

liebe Kerstin,
Tomas hat seit 4 Jahren ein vorgeschaltetes doppelläufiges Colostoma, das jetzt am 14 Juni zurückverlegt werden soll, hier habe ich mein Problem mit Tomas was kommt nach der Rückverlegung seines Stomas. Ich erwarte da in " ein riesiges Problem das er hier eine Stuhlinkontinenz bekommt. Christian Limpert von der Stomawelt kenne ich persönlich da liegt nicht das problem aber trotzdem hierfür danke. Das Problem wie gehen wir Tomas und ich mit dem aufkommenden Problem der Stuhlinkontinenz um , Tomas iwird in etwa 8 Wochen 24 Jahre alt.um , da hier die psychichen und vorallem die "aufkommenden" Stuhlinkontinenzprobleme sehe wenn das Colostoma ab 14 Juni nicht mehr da ist. Tomas ist ein "Jugendlicher Erwachsener" und durch das sexuelle gewaltverbrechen an ihm (2002) sehr in sich zurückgekehrt. Ich habe es bis heute hier noch nicht geschaft ihn zur psy. Traumabewältigung zu bekommen. und hier sehe ich das auf uns zukommende Problem mit der Inkontinenz die zu 50/50% sein wirdaber eventuell wieder schiefgehen kann, laut Professor der Klinik .
Ich habe auch eine mir seit gut 16 Jahren bekannte Stomatherapeutin, auch mit Ihr werde ich eng betreff Tomas zusammen arbeiten. Aber von uns Betroffenen (Ich bin Ileostomaträger) zu Betroffenen ist eine ganz andere Verständlichkeit -gleich Informationsaustausch da . Das heißt wie kann ich dann Tomas helfen, unterstützen um bei ihm dann seelisch schadensbegrenzung zu bekommen. Da bin ich derzeitig noch ziemlich unerfahren und Tomas erst recht.
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hallo

Beitrag #5 von klaro (+16.05.2008) » 23 Mai 2006 12:09


Hallo Hans-Jürgen

Ich hatte deinen Beitrag übersehen, entschuldige.

Möchte nur soweit was sagen, du deinem Sorgenkind Thomas, so nennst du ihn. Ich versteh dich, aber Thomas ist ein erwachsener Mann, mit 24, auch wenn er Gewalt erlebt hat und massive Folgeschäden mit davon trägt.

DU als Vater, machst dir Sorgen, schon zu Recht. Jedoch übertragen sich so „belastende Gefühle, Aengste , Sorgen“ indirekt doch wieder auf Thomas. Ob man es will oder nicht.

Dass du ihn nicht zu einer Trauma therapie „animiren, motivieren kannnst“ ist auch klar verstädnlich.

Meine eigene Tochter, hat auch Gewalt Erfahrung sich , anders. Leidet auch an Traumas., Ich kenne das von mir selber!

ES macht keinen Sinn, jemanden zur Trauma Therapie zu zwingen, DENN so eine Therapie, ruft ja zum Gross teil „re-Traumatisierung“ hervor, was die Betroffenen Leidenden NOCH nicht imstand wären und meist sind, nochmals „durch-zu-deiden“!!

Also, da ich selber weiss, wie viele Jahre und Jahrzente ins Land streichen mussten, bis ich WIRKLICH dann ran gehen konnte, bitte dränge Thomas nichts auf.

Zudem, mach dir mal um die Psyche von Thomas, wegen der Inkontinenz die du denkst, dass er zurückbehalten wird,

bisschen… Sorgen versuchen, abzulegen, obwohl sie berechtigt und begründet sind.

Du wirst Thomas IMMER als einen vollwertigen Mann ansehen. Und das wird ihm helfen, sich selber.. auch als solchen zu sehen und so anzunehmen, wenn DU es auch tust!!

AUCH jemand, der an Inkontinenz leidet und an seelischen Problemen/Traumas, der ist ganauso ein Mensch und nicht als weniger zu betrachten, als, wenn ihm dies Unglück , NICHT widerfahren wäre.

Thomas, ich möchte dir Mut machen. Oft können(wir können) Schicksal nicht lenken , noch aussuchen. Ich leider auch nicht…

Aber , wir können und müssen versuchen, die Hoffnung zu behalten und einfach immer das Positive… zu finden, erkennen und sehen.

Und das wünsch ich dir und deiner Familie klaro :roll:

Wer Trauma Therapie kennt, weiss, dass das meist nicht einfach so möglich ist, so einfach wie es auch klingen mag. Erst will man vergessen, der Körper tut das automatsich für einen, Schubladisieren, verdrängen…. Die Therapie kommt meist per Gelegenheit und wenn Zeit ins Land streicht… bitte nichts erzwingen, kann bei aufdrängen auch gegenteilig wirken!!

„Re-Traumatisierung“ durch Trauma Therapie, ist NICHT zu unterschätzen!! Also bitte mit Vorsicht geniessen!


die tollste Hilfe die du deinem ERwachsenen Sohn geben kannst, ihn immer so nehmen, wie er ist** ob mit oder ohne Inkontinenz**
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Beitrag #6 von Kerstin » 23 Mai 2006 17:46


Hi Hans-Jürgen!

Nach der OP wird er wahrscheinlich schon ein bißchen Zeit brauchen bis er sich an die neue Situation gewöhnt hat.
Falls eine Inkontinenz bestehen sollte, dann versuch ihm Perspektiven aufzuzeigen, wie er mit der Situation umgehen kann. Es gibt viele Hilfsmittel, die das Leben leichter machen.
Mittels Irrigation schafft man es ein ganz normales Leben zu führen.
Ich bin auch noch ziemlich jung und vor ein paar Jahren bin ich auch mal in ein Loch gefallen.
Sei einfach für ihn da. Mehr kannst Du nicht tun.
Bereite ihn am besten vor der OP auf die Inkontinenz vor.
Viele Menschen leiden an Inkontinenz, er steht nicht alleine da.

Ich wünsche Dir u. Tomas alles, alles Liebe u. Gute.
Ich würde gerne mehr helfen, wüsste jetzt aber auch nicht wie. Wenn ihr meine Hilfe braucht, dann schreibt einfach.

Liebe Grüße,

Kerstin
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