Kontinenzprobleme Psychisch bedingt?

Inkontinent.... und wie gehts weiter???
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Beitrag #1 von papa0861 » 26 Sep 2007 23:06


Rosi2 hat geschrieben:Aber mal was anderes: Glaubst Du wirklich, daß Deine Kontinenzprobleme mit Deiner Psyche zu tun haben?


hallo rosi2,

mein letzter besuch bei meiner behandelnden psych-tante brachte niederschmetternde ergebnisse.

naja, so niederschmetternd nun auch wieder nicht, weil ich das schon ahnte.

1. die psychopillen werde ich wohl mein leben lang schlucken müssen.
das hat mir aber schon meine meine partnerin verklickert. was ich nicht merke, bekommt sie sofort mit. mal aus faulheit oder gedankenlosigleit ein oder zwei tage die dinger vergessen, werde ich unleidlich, böse und verbal sehr agressiv.

2. neue erkenntnisse in bezug auf meine unfähigkeit, teilweise die darmfunktion kontrollieren zu können.
ich leide (blödes wort) an einem sogenannten reizdarm.
in plötzlich auftretenden, also nicht vorhersehbaren streßsituationen schüttet der körper einen botenstoff aus, der den stuhl verflüssigt und somit einen durchfall verursacht. die sich ankündigende darm entleerung geht so schnell vor sich, daß man kaum reagieren kann.
leider ist dies nicht zum kotzen, weil die reaktion auf der anderen seite erfolgt.
dieses problem tritt auch während der schlafphase auf und kann nicht gegengesteuert werden.
somit ist klar, warum ich micht oft am morgen total "be- oder eingeschissen" fühle.

medikamentöse behandlung gibt es nicht mehr, weil man das entsprechende mittel wegen der starken nebenwirkungen wieder vom markt nehmen mußte.

also kann man sich derzeit nur auf die psychischen auswirkungen und den umgang mit diesen beschränken.

toll.

das hatte ich schon vor drei jahen ins feld geführt, aber keiner wollte das glauben. lieber unterstellte man mir eine rückkehr ins babyalter mit beginnender windelliebhaberei.

dank meiner psych-tante, die am ball geblieben ist und die ergebnsse der psyhosoatischen auswertung skeptisch betrachtet hat, fühle ich mich bestätigt.

nun weiß ich wie und wann ich gegensteuern muß.

allerdings hilft die nicht immer.

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Beitrag #2 von Rosi2 » 27 Sep 2007 13:14


papa0861 hat geschrieben:
das hatte ich schon vor drei jahen ins feld geführt, aber keiner wollte das glauben. lieber unterstellte man mir ...


Genau das ist es doch, was ich meinte, Jürgen.

Klar gibt es sowas wie psychische Erkrankungen. Und klar können die auch körperliche Auswirkungen haben. Aber genau in dieser Erkenntnis liegt auch eine große Gefahr.

Es ist scheinbar so einfach. Der Patient ist psychisch krank? Dann schieben wir mal alle seine sonstigen Beschwerden auch auf die Psyche. Vor allem dann, wenn wir keine anderen Ursachen finden können - warum auch immer. Der Patient ist damit nicht einverstanden? Dann wird die Dosis an Psychopharmaka erhöht, bis der Patient nichts mehr sagen kann. Oder man schiebt den Kranken zum Psychologen ab, dann hat d e r das Problem am Hals.

Und eine (eventuell sogar dringend erforderliche) Behandlung der Erkrankung wird dadurch versäumt. Eventuell sogar so lange, bis es für Hilfe zu spät ist.

Und genau davor möchte ich warnen.

Viele psychisch Kranke haben immer noch ein feines Gefühl dafür, ob irgendwelch Beschwerden nun rein körperlicher Natur sind oder nicht. Laßt Euch nicht in irgendwelche Schubladen stecken, wenn Ihr Zweifel daran habt. Das meine ich.

Nun habe ich noch ein bißchen ein schlechtes Gewissen, weil wir das hier diskutieren, das ist doch eigentlich der Gesprächsfaden von Denis. Ich hoffe, Denis, Du nimmst es uns nicht übel, es hat sich halt so ergeben, passiert manchmal. (Ansonsten können vielleicht die Mods das an passendere Stelle verschieben?)

Ich wünsche Euch alles Gute

Rosi
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Beitrag #3 von papa0861 » 27 Sep 2007 19:10


Rosi2 hat geschrieben:[
Nun habe ich noch ein bißchen ein schlechtes Gewissen,



hast recht. ich werde helmut bitten, daß er die entsprechenden beiträge verschiebt.

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Beitrag #4 von Werner Holmans » 28 Sep 2007 19:49


Hallo,
aus Erfahrung kann ich sagen, dass viele Erkrankungen psychische Ursachen haben können. Oft helfen dann auch keine Medikamente vom Hausarzt. Allergien, Herzbeschwerden, Darm- und Magenprobleme und viele andere Erkrankungen können durch psychische Probleme entstehen. Ich denke dabei auch an das morgendliche Erbrechen, Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen bei Kindern wenn sie zur Schule müssen. Bettnässen kann ebenfalls psychisch bedingt sein. das problem ist dabei, dass sich die Betroffenen nicht von sich aus zum Psychiater oder Psychologen trauen. Der besuch dort bedeutet doch nicht, dass Psychopharmaka genommen werden müssen. er bedeutet auch nicht, dass man geistig nicht mehr fitt oder bekloppt ist. Durch eine Psychoanalyse kann die Ursache für die Erkrankung festgestellt werden und therapeutisch behandelt werden. Eine bessere Hilfe gibt es doch gar nicht, denke ich. Weshalb diese Angst vor dem Psychologen oder Psychiater? Ich verstehe diesen "schlechten" Ruf dieser Berufgruppe nicht.
Vielleicht hilft auch mehr information, denke ich. geht doch einfach mal hin, es ist eine Möglichkeit von sehr vielen.
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Beitrag #5 von papa0861 » 28 Sep 2007 22:12


für alle, die den sinn des treads nicht ganz nachvollziehen können:

die beiträge wurden auf meinen wunsch aus einem anderen tread ausgegleidert, weil wir gefahr liefen die beiträge von denis zu unterlaufen.




also, ich fühle mich nicht geistig krank. bewahre. das habe ich allerdings nur meiner frau und meiner therapeutin zu verdanken.

ich habe die zusammenhänge zwischen den körperlichen auswirkungen, den ursachen und den reaktionen erkannt.

somit bin ich schon einen großen schritt weiter.

das war aber kein leichter weg. einfacher wäre es gewesen, sich niederzulegen und den lieben gott einen frommen mann sein zu lassen. das wollte ich aber nicht.

aus welchen gründen auch immer, habe ich die begleiterscheinungen von teilweiser stuhl- und harninko (die letztere des nächtens immer).

die stuhlinko scheint ja nun eine definitive erklärung gefunden zu haben.

trotz aller disziplim kommt es trotzdem immer mal wieder zu unschönen unfällen.

allerdings hat sich mein umgang damit verändert.

ich weiß, wie ich auf reisen vorbeugen muß, weiß wie ich mich abreagiere, wenn es doch passiert ist.

insoweit bin ich garnicht allzu böse, daß man mich lange zeit in die ecke der "bekloppten" geschoben hat. nur so hatte ich die möglichkeit eine ordentliche therapie zu erhalten.

was ich gelernt habe ist, daß man sich nicht mit allgemeinen meinungen zufriedengeben darf.

und das werde ich auch in zukunft nicht tun.

ich bin halt nicht dicht! ..... na und?!


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Beitrag #6 von Rosi2 » 30 Sep 2007 19:55


Hallo Werner,

leider verstehe ich nicht so ganz, was Du uns sagen willst.

Rosi2 hat geschrieben:Klar gibt es sowas wie psychische Erkrankungen. Und klar können die auch körperliche Auswirkungen haben.


Werner Holmans hat geschrieben:aus Erfahrung kann ich sagen, dass viele Erkrankungen psychische Ursachen haben können.


Es scheint mir so, als ob wir in diesem Punkt derselben Meinung sind.


Werner Holmans hat geschrieben:Ich denke dabei auch an das morgendliche Erbrechen, Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen bei Kindern wenn sie zur Schule müssen. Bettnässen kann ebenfalls psychisch bedingt sein. das problem ist dabei, dass sich die Betroffenen nicht von sich aus zum Psychiater oder Psychologen trauen. ..............

Durch eine Psychoanalyse kann die Ursache für die Erkrankung festgestellt werden und therapeutisch behandelt werden. Eine bessere Hilfe gibt es doch gar nicht, denke ich.


Hier sind wir schon nicht mehr ganz einer Meinung. Hier muß ich ein wenig differenzieren. Wenn das Kind aus Angst vor der Schule Bauchweh hat, dann ist der Gang zum Psychologen bestimmt ein Schritt in die richtige Richtung. (Obs gleich eine Analyse sein muß, steht auf einem anderen Blatt.) Wenn das Kind Bauchweh hat aufgrund einer Blinddarmentzündung, dann kann die Behandlung durch den Psychologen tödlich sein. In diesem Falle wäre der Chirurg vielleicht doch die bessere Hilfe.


Werner Holmans hat geschrieben:Der besuch dort bedeutet doch nicht, dass Psychopharmaka genommen werden müssen.


Nein, natürlich bedeutet der Besuch beim Psychiater nicht, daß dort Psychopharmaka genommen werden müssen. Genausowenig bedeutet er, daß keine Psychopharmaka genommen werden müssen. Der Besuch bei einem (guten) Psychiater bedeutet lediglich, daß bei einer seelischen Erkrankung Hilfe in Sicht ist. Wie der gute Mann das hinkriegt, das wird immer vom Einzelfalle abhängen.

Und Psychopharmaka müssen auch nicht in jedem Falle was ganz Schlimmes sein.


Werner Holmans hat geschrieben:Weshalb diese Angst vor dem Psychologen oder Psychiater?


Hast Du bei Jürgen oder bei mir Angst festgestellt? Ich habe nichts gegen diese Berufsgruppe.

Allerdings gehe ich nicht zum Augenarzt, wenn ich mir das Bein gebrochen habe.


Werner Holmans hat geschrieben:Ich verstehe diesen "schlechten" Ruf dieser Berufgruppe nicht.


Bei wem hat denn diese Berufsgruppe einen schlechten Ruf? Bei mir sicher nicht. Dennoch, lies Dir das mal kurz durch:

papa0861 hat geschrieben:während meines klinkaufenthaltes hat man mich (teilweise auch gegen meinen willen) darauf getrimmt, ohne hilfsmittel ins bett zu gehen. ich sollte lieber naß und muffelnd aufwachen, als mit dem gefühl der geborgenheit einzuschlafen. man wollte mir beweisen, daß ich zur sparte der windelliebhaber gehören könnte. .....

ich habe wochenlang darunter gelitten, daß ich jeden morgen mit klatschnasser bettwäsche über den flur ziehen durfte.


Nachzulesen hier.

Eine "erstklassige" psychiatrische Behandlung, und kein Einzelfall.


Werner Holmans hat geschrieben:geht doch einfach mal hin, es ist eine Möglichkeit von sehr vielen.


Wer soll jetzt dahin gehen? Der Jürgen? Der geht doch schon dahin, s. o. . Oder ich? Bei einer Blase, die nicht an der richtigen Stelle sitzt, ist das wohl nicht sehr erfolgversprechend. Es sei denn, der Analytiker operiert selber...

Behandlungsvorschläge für Menschen, von denen man so gut wie gar nichts weiß, halte ich für ausgesprochen problematisch.


Um es noch mal zusammenzufassen: Jürgen hat vor einiger Zeit hier geschrieben,

papa0861 hat geschrieben:es interressiert ja auch keinen schwanz, daß mir die rechte nierengegend permanent schmerzt, daß ich bei jeder urinkontrolle blut und eiweiß im urin habe, daß ich schwarze teilchen nach dem wasserlassen aussammeln kann.


Daraufhin habe ich ihm Mut gemacht, das nochmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn ich weiß, daß Blut und Eiweiß im Urin keine psychischen Ursachen haben.

Diese Angelegenheit scheint aber inzwischen geklärt zu sein, siehe hier

Mein Ziel war es, Jürgen solange Mut zuzusprechen für einen weiteren Arztbesuch, bis alle offensichtlichen Ungereimtheiten geklärt sind. Damit nichts Wichtiges übersehen wird. Ich glaube, dieses Ziel ist erreicht.


Gruß Rosi
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Beitrag #7 von papa0861 » 01 Okt 2007 23:01


Rosi2 hat geschrieben:Mein Ziel war es, Jürgen solange Mut zuzusprechen


naja rosi,

ganz so ist es ja nun auch nicht. ich habe nie den mut aufgegeben, weiter unbequeme fragen zu stellen.

zugegeben, es gab mal eine strecke, wo ich mir gesagt habe:

"hat alles keinen zweck", bist halt bekloppt.

da hatte ich aber die schnauze einfach gestrichen voll. diese erkenntnis war soetwas wie ein ruhekissen. aber das wurde mir dann wieder zu stachelig. und deshalb habe ich weitergebohrt.

unbestritten ist aber, daß unter anderem auch deine antworten dazu beitrugen. dieser ansporn kam aus einer anderen ecke und hatte eine bestimmte wertigkeit.

ich kann werners posting nachvollziehen.

er spricht die wechselwirung zwischen körperlichen schäden und psychischen auswirkunge und den umgekehrten fall an.

beide fälle sind unbestritten.

eine behandlung bedingt allerdings eine ganzheitliche therapie. und die steckt bei uns noch in den anfängen.

schmerz erzeugt psychische leiden - psychische leiden haben schmerz zur folge.

hier bekommt die chinesische medizin fuß auf den boden. doch die ist wiederum kaum bekannt.

als beispiel möchte ich dafür folgende begebenheit nennen:

auf grund meiner ständigen schmerzen im rechten nierenbereich bekam ich eine serie von schlammpackungen und massagen.

tat gut.

an einem tag hatte ich einen anderen muskelquäler und der erwischte bei der massage einen punkt, der zu einer fast spontanen blasen entleerung führte. ein kurzer druck und ...... nur durch abpreesen des schnidels konnte ich einen unfall verhindern.

er vertritt die auffassung, einen nervenpunkt getastet zu haben, der im direkten zusammenhang mit dem reizleiter des blasenmuskels steht. konnte es aber nicht genau erklären, da er in den chinaweisheiten nur am rande kenntnis hatte.

leider konnte er mir sein wissen nicht weiter vermitteln. er hat die arbeitsstelle gewechselt.

sehr schade.

in punkto reizdarm kann ich nun folgende erkenntnis bestätigen. die auseinandersetzung mit dem inkthema bedeutet im moment streß für mich. positiv, aber doch streß.

folge .... ein verdächtges gurgeln im bauch.

hatte ich vorher nicht.

somit glaube ich an die diagnose.

merke das ja auch auf arbeit.

und in dem zusammenhang möchte ich sagen, daß die psychiatre heute einen viel besseren ruf hat als man annehmen sollte.

wobei hier immer wieder die verwechslung zwischen psychiatrie und psychosomatischer behandlung aufkommt. beide behandlungsformen stehen sich direkt gegenüber.

psychiatrie bekämpft die folgen, psychosomatik erforscht die ursachen.

und wie gesagt, ich bin dankbar für meine monatelange behandlung.

die konnte zwar die auswirkungen nur bedingt behandeln, machte aber meinen kopf wieder dafür frei, positiv nach vorn zu schauen.

insoweit waren deine "nadelstiche" ein besonderer teil meiner nachfolgenden selbsttherapie.

was nun den punt der einnahme von psychopharmaka betrfft, kann ich dir zustimmen.

psychopillen zu schlucken hat nichts abwertiges zu bedeuten. und ist auch nicht gefährlich. das sind märchen aus vergangenen tagen.

ich nehme meine nun seit einigen jahren. ich fühle mich wohl dabei und merke (also ich nicht unbedingt, sondern eher mein umfeld), daß ich knurrig werde, wenn ich sie mal vergessen habe.

im beipackzettel steht der hinweis "beeinrächtigug beim führen von maschinen und fahrzeugen"

na und? meine psychiaterin vertritt die ansicht, daß ich nur durch die regelmäßige einnahme in der lage bin, am verkehrsleben teilzunehmen.

dem kann ich nur zustimmen. seit ich die teile nehme, nervt mich kein opa mit hut mercedes, der mit 110 die linke spur blockiert. geht es mir am arsch vorbei, wenn meine nadel 160 zeigt und einer meint, unbedingt schnelle sein zu müssen.

arbeitsrechtlich gesehen ist der warnhinweis bindend. also nix mehr mir streifenwagen fahren. habe ich auch verständnis dafür.

aber damit kann ich leben.

puh, viel geschrieben, rechtschreibschnitzer möge man mir verzeihen.

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Beitrag #8 von Rosi2 » 02 Nov 2007 17:55


Schau mal hier, Jürgen. Nur für den Fall, daß es Dir weiter hilft.

Gruß Rosi
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Beitrag #9 von Die_Steffi » 20 Nov 2007 09:02


WEißte Jürgen, manchmal denke ich dass ein großer Teil der sogenannten psychischen Inkontinenz nicht psychisch ist. Es gibt so viele Gründe.

Klar haben die Inkos psychische Probleme, aber vielleicht liegt das ja daran, dass Inkontinenz psychisch krank machen kann?

Sauberkeit hat in der Gesellschaft was mit Würde zu tun, hat man die nicht, wird man als fehlerhaft oder krankhaft bezeichnet.

Die psychische Erkrankung wird durch die Inko ausgelöst und nicht andersrum. Oft jedenfalls...

lg

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Beitrag #10 von Hermann » 20 Dez 2007 20:30


Die_Steffi hat geschrieben:WEißte Jürgen, manchmal denke ich dass ein großer Teil der sogenannten psychischen Inkontinenz nicht psychisch ist. Es gibt so viele Gründe.

Klar haben die Inkos psychische Probleme, aber vielleicht liegt das ja daran, dass Inkontinenz psychisch krank machen kann?

Sauberkeit hat in der Gesellschaft was mit Würde zu tun, hat man die nicht, wird man als fehlerhaft oder krankhaft bezeichnet.

Die psychische Erkrankung wird durch die Inko ausgelöst und nicht andersrum. Oft jedenfalls...

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Hallo, will mich mal ganz kurz zu Wort melden, Steffi hat Recht, psychische Erkrankung wird durch die Inko und vor allem durch einem selber, oder besser gesagt, bei dem ausgelöst, der mit seiner Inko nicht umgehen kann - oder seine Inko nicht akzeptiert. Ich persönlich, weiß von was ich spreche, denn ich bin seit 40 Jahren betroffen mit einer Darm- u. Blasenlähmung. Nur habe ich immer versucht, mit der Krankheit zu leben und nicht gegen sie und das ist, glaube ich gut gelungen. Habe gearbeitet und bin jetzt in Rente und das Leben macht mir trotz meiner Inko Spass. Gruss Hermann
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