Nervenschädigung

Inkontinent.... und wie gehts weiter???
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Nervenschädigung

Beitrag #1 von Simone » 19 Apr 2009 11:36


Hallo,
war jetzt wieder ziemlich häufig in der Klinik, die Nervenschädigung im Kleinen Becken und Brustwirbelbereich sind wohl soweit fortgeschritten, dass es mit meiner Kontrolle von Blase und Darm nicht mehr besser wird. Und die Beweglichkeit und das Gefühl in den Beinen eher abnimmt als zu nimmt. bekomme nun erstmal Hilfe von einer Sozialstation zweimal täglich. Bin echt gefrustet. Würde mich über Zuschriften von "Leidensgenossen" freuen.
Liebe Grüße
Simone
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Beitrag #2 von Sveni » 19 Apr 2009 15:34


Hallo Simone,

die Ursache meiner Inko liegt auch im Bereich der Wirbelsäule, verursacht von Abnutzungserscheinungen, zweiachsiger Wirbelsäulenverkrümmung und einer Steißbeinprellung. Betroffen ist bei mir jedoch nur die Blase.
Nach einem dreiviertel Jahr diverser Untersuchungen und etliche damit in Zusammenhang stehende HWI fand ich durch einen guten Bekannten den Weg zu einem Osteopathen in Berlin. Der war optimistisch, mir helfen zu können, ich eher nicht.
Nach jetzt 9 Behandlungsterminen hat er mich soweit "gerichtet" und vorhandene Blockaden gelöst, daß ich bei streßfreiem Lebenswandel und genauem Hören auf Körpersignale eigentlich kontinent bin. Da ich aber berufstätig in einem nicht ganz streßfreiem Arbeitsumfeld bin und auch nicht immer auf daß hören kann, was mein Körper sagt, trifft mich doch noch öfters das Ungemach.
Ich weiß nicht, ob dir eine osteopathische Behandlung helfen kann, schaden tut sie auf keinen Fall. Der Osteopath betrachtet den Körper ganzheitlich und versucht, Ursache einer Wirkung zu lokalisieren, auch wenn sie augenscheinlich nicht miteinander zusammenhängen. Leider wird der Behandlungsansatz von den KK nicht anerkannt, somit werden auch die Kosten nicht übernommen.
Vom Behandlungsansatz ähnlich gelagert ist die "Manuelle Therapie", hier werden die Kosten von den KK übernommen, du brauchst nach meiner Kenntnis nur eine Überweisung/Rezept für Massagen. Jedoch sollte die Behandlung nur von Leuten ausgeführt werden, die die Bezeichnung "Manuelle Therapie" in ihrer Behandlungsspezifik führen.

In der Hoffnung, daß es dir vielleicht auch besser gehen wird,

viele Grüße von Sven
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Kopf hoch!

Beitrag #3 von Tabor » 19 Apr 2009 16:16


Hallo Simone,
auch ich habe das Problem mit der Nervenschädigung am Rücken und bin auch immer wieder auf Hilfe von außen angewiesen. Es gibt bei mir gute und schlechte Zeiten mit viel oder wenig Schmerzen. Das wichtigste ist dass man nicht den Mut verliert und hier gibt es auch wirklich nette Menschen, die einem immer wieder neuen Mut machen.
Liebe Grüße
Anne
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Beitrag #4 von Gabi » 20 Apr 2009 10:23


Hallo Simone

Mir geht es auch so ähnlich wie dir und meine Vorschreiberinnen, allerdings habe ich nur eine leichte Lähmung im Bein. Blase und Darm sind auch betroffen, aber ich brauche noch keine Hilfe. Die Schädigung wird stets stärker.
Ich wünsche dir, dass du den Mut nicht verlierst, und auch schöne Momente im Leben erkennst. Wenn es auch manchmal schwer erkennbar ist, so kann man sich doch über viele Dinge freuen, die für Andere selbstverständlich sind.
Nun freue dich über den warmen Sonnenschein
Grüße
Gabi
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Frage

Beitrag #5 von Simone » 20 Apr 2009 18:13


Hallo,
danke für eure Antworten. Nein ich will mich auch weiter am Leben freuen. Aber ich finde es frustig nicht mehr seinen Körper unter der eigenen Kontrolle zu haben. Und vorallem dass es bei mir immer schlechter wird mit dem Laufen. Vorläufig kommt bei mir zweimal die Sozialstation abends und morgen um bei der Körperpflege zu helfen und zu kathetern, weil ich das auch gerade nicht mehr richtig kann. Mein Arzt rät mir eine Pflegestufe zu beantragen und hat mir auch geraten fürs Haus und vorallem draußen einen Rollstuhl anzuschaffen. Kann mir jemand einen Tipp geben auf was ich dabei achten muss? die Dinger im Krankenhaus fand ich immer ziemlich mühsam zu fahren.
Danke Gruß
Simone
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Beitrag #6 von Brandy » 20 Apr 2009 20:13


Hallo Simone,

Wenn du dir einen Rollstuhl anschaffen möchtest, gibt es schon einige Dinge zu beachten. Seriöse Bandagisten passen den Rolli genau an den Nutzer an. Sitzbreite und -tiefe müssen passen und auch die Länge deine Unterschenkel muss berücksichtigt werden. Außerdem unterscheiden sich die moderne Alltagsrollstühle von Krankenhaus-Rollstühlen auch enorm im Gewicht und in den Fahreigenschaften.

Gruß
Brandy
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Beitrag #7 von Horst52 » 21 Apr 2009 23:22


Hallo Simone
Ich leide an einer Entzündung im Rückenmark und habe seit 2 Jahren keine Kontrolle über meine Blase mehr und bin seither auch impotent das war für mich ein wirklich harter Schlag. Mit einem Katheter hatte ich es auch schon versucht konnte ihn aber nicht vertragen, sodass ich seit 2Jahren rund um die Uhr auf Windeln trage, einen Pflegedienst benötige ich noch nicht, da mir meine Frau hilft. Da meine Lähmung auf der linken Seite noch nicht so stark ist kann ich es aber zur Not auch noch selbst. Da es aber keine Hoffnung auf Besserung gibt ist es eine Frage der Zeit wie lange ich das noch kann. Wie es aussieht werde ich aber auch im Rolli landen vielleicht kannst du mir ja dann ein paar tipps geben. Aber jammern hilft nicht man muss immer nach vorne schauen und so lange es für die Beschwerden Hilfmittel gibt ist auch noch lange nichts verloren.

Gruß
Horst :lach:[/img]
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Beitrag #8 von Ference71 » 22 Apr 2009 01:57


Hallo Simone!

Mir geht es aufgrund der Polyneuropathie genauso wie Dir: Mich beglückt zweimal am Tag ein Pflegedienst.

Herzlich willkommen im Club der Nervengeschädigten *schluchz*
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Beitrag #9 von mrs.sun » 23 Jun 2009 18:11


Hallo,

schon seit einiger Zeit lese ich in diesem Forum.

Auch ich bin eine Betroffenen. Die Harn- und Stuhlinkontinenz quält mich schon seit vielen Jahren. 2004 wurde die Blase gehoben, der Erfolg leider nicht von langer Dauer, im Gegenteil, es hat sich mit der Zeit noch ordentlich verschlimmert.

Dann kam noch der Schmierstuhl hinzu, der sich ebenfalls zu einer Inkontinenz entwickelte.

Vor ca. 18 Monaten begann eine Gangstörung - wie ich heute weis, aus Gründen einer Nervenschädigung, ausgelöst durch einen gutartigen Tumor zwischen dem Knochenmark und den beginnenden Nervensträngen.

Ich werde mich von diesem ungebetenen Gast befreien - ich habe einer OP zugestimmt.

Zu einer gänzlichen Heilung wird es vermutlich nicht kommen, aber ich hoffe auf eine Verbesserung meiner Lebensqualität.

Ich wünsche allen LeserInen ein tägliches "Kopf hoch" und "nicht unterkriegen" lassen
herzlichst
Mrs.Sun
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