Depression

Inkontinent.... und wie gehts weiter???
Hier könnt ihr über eure Ängste, Sorgen und Nöte reden.

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Depression

Beitrag #1 von ccat » 27 Feb 2010 23:43


Hallo an alle!

Ich komme mir schon sehr vor, als würde ich immer nur jammern, was wahrscheinlich auch so ist.
Schon seit ein paar Jahren habe ich Depressionen, mal weniger mal mehr. Im Moment stecke ich glaube ich ziemlich tief drin. Ich bin nicht mal traurig oder so. Ich bin einfach nur gleichgültig, alles scheint mir sinnlos. Ich kann irgendwie gar nichts fühlen, keine Freude, keine Traurigkeit, nichts. Ich bringe nur mechanisch meine Zeit rum, hab nichtmal Hunger, ich esse nur, wenn mein Magen rumort, weil er leer ist.

Ende April, also schon in ein paar Wochen, muss ich wichtige Klausuren in meinem Studium bestehen. Ich lerne auch jeden Tag, aber bekomme einfach nichts in meinen Kopf. Ich habe keinerlei Motivation. Natürlich weiß ich rational, dass die Klausuren wichtig sind, aber fühlen kann ich nichts dazu.
Morgens bin ich noch ein Bisschen gut drauf, dann gehe ich in FH, der Unterricht beginnt. Ich kann kaum was verstehen, höre zwar zu, schreibe mit, finde aber keine Zusammenhänge.
Mit meinen "Klassenkameraden" habe ich kaum Kontakt, kann keinen fragen, weil die mit der Klausurvorbereitung schon viel weiter sind und ich sie nur aufhalten würde, das hatten wir schon mal.
Ich meine, ich bin ein intelligenter Mensch, das soll jetzt kein Eigenlob sein, aber ich hab ein ganz gutes Abi und so.
Früher hatte ich Motivation. Ich konnte stundenlang lernen, habe auch Spaß daran gehabt, mich gefreut, wenn ich was verstanden hatte. Eigentlich bin ich auch total der Prüfungsmensch. Ich liebe es zeigen zu können, was ich gelernt habe, besonders mündlich, was die wenigsten Leute verstehen können.
Aber im Moment sehe ich weder Erfolge in meinem Lernen noch irgendeinen Sinn darin. Es ist so als würde das alles gar nichts bringen.
Ich war auch in Therapie wegen der Depressionen, musste das aber wegen Umzug (wegen Studium) abbrechen. Da ich ein duales Studium mache muss ich alle halbe Jahre den Ort wechseln, kann also auch keine Therapie machen. Selbst wenn ich jetzt zu dem Psychologen wollte, die Wartezeiten sind sowieso zu lang.
Ich komme einfach nicht raus aus dem Loch. Aber von den Klauren hängt viel ab, da muss ich irgendwie durchkommen.

Es ist doch total bescheuert, oder?
Ich habe eine Familie die für mich da ist, einen guten Job (also Studium mit Ausbildung) und beste Chancen auf Übernahme etc., ich bin nicht gerade dumm, habe viele Fähigkeiten...
Ich könnte doch glücklich und zufrieden sein. Wieso bin ich es nur nicht? Ich kann mich darüber nichtmal ärgern oder traurig sein.
Jeder sagt mir immer, ich soll positiv denken, mir Ziele setzten und das ist auch alles richtig, aber ich bin einfach so müde, könnte den ganzen Tag schlafen, nur Zeit totschlagen.
In der Studienberatung, die wirklich sehr engagiert ist, habe ich den Tipp bekommen, ich soll eine tägliche Liste von positiven Dingen machen, auch wenn sie noch so klein sind. Ich habe erwartet, dass da am Ende doch einiges zusammen kommt, aber meine Liste enthält pro Tag maximal zwei drei mittelmäßig positive Dinge.

Wie komme ich da nur raus?
Ich möchte endlich mit meinem Problem ernst genommen werden und nicht mehr von Ärzten hin und her geschickt und mit Tabletten abgespeist werden.
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Beitrag #2 von Anji » 28 Feb 2010 00:46


Am besten redest du mit einem Arzt. Depressionen sind gut behandelbar und ich weiss nicht wie das bei dir ist - ich kann meine Prüfungen schieben, würde ich an deiner stelle wenn möglich machen.
glg
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Beitrag #3 von Struppi » 28 Feb 2010 03:21


Hallo,

ich kann mich Anji's Worten nur anschließen: Depressionen sind - besonders in dieser Ausprägung - nur noch mit medizinischer Hilfe in den Griff zu bekommen. Hier kann auch der Hausarzt unterstützend behiflich sein, ggf. ein Antidepressiva verschreiben u. Kontakte zu einem Psychologen aufnehmen damit die Terminierung schneller vonstatten geht.

Allein wirst du jedenfalls aus diesem Sumpf nicht rauskommen - das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Eine Depressionstherapie ist in diesem Falle auch dual - also mit zwei Therapeuten an den jeweiligen Orten (also Studien- als auch Ausbildungsort) - möglich, muss allerdings bei der Kasse druchgesetzt werden.

Gruß

Hannes
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Beitrag #4 von ccat » 28 Feb 2010 22:06


Ihr habt sicher Recht mit dem Arzt und der Therapie.

Einen Hausarzt habe ich nicht.
Bei einem Neurologen bin ich in Behandlung, von ihm habe ich Vigil, eine nicht abhängig machende "Aufputschdroge", die mir ein wenig mehr Lebensqualität gebracht haben. Ich war ständig so müde, dass mich kaum wach halten sollte. Jetzt kann ich wenigstens etwas am Leben teil nehmen.

Einen Termin beim Psychologen zu bekommen, habe ich schon mal durch und nur mit Hilfe einer Freundin damals eine gute Ärztin gefunden.
Zuvor hatte ich es versucht einen Termin bei jemandem zu bekommen, aber man kam telefonisch nicht ran und als ich persönlich hingefahren war, stand ich einem von außen sehr abbruchreif aussehenden Haus und drinnen sagte man mir nur, ich solle es besser telefonisch versuchen.
Also ganz ehrlich, wäre ich damals suizidal gewesen, hätte ich mich nach diesem enttäuschenden Erlebnis postwendend von der Brücke gestürzt. Danach habe ich zwei Jahre gebraucht, um mich überhaupt nochmal zu trauen Hilfe zu suchen, aber eher auf Anraten besagter Freundin.

Ich denke immer wieder, ich komme allein klar. Wenn ich mal denke, jetzt brauche ich wirklich Hilfe, dann geht es mir am nächsten Tag wieder etwas besser und ich meine mir lieber keinen Arzt zu suchen, um nicht jemand anderem einen Platz weg zu nehmen.

Bis mindestens Juli muss ich sowieso noch warten mit einer neuen Therapie, denn dann sind erst die vorgeschriebenen zwei Jahre um nach der letzten und vorher bekäme ich wahrscheinlich sowieso keinen Termin.

Ich finde selbst, dass das alles ziemlich nach Ausreden klingt. Ist auch so. Ich weiß nicht wieso ich nicht in der Lage bin Dinge anzufangen. Selbst bei einem Arzte oder sonstwo anzurufen und einen Termin zu machen, fällt mir absolut schwer, obwohl ich recht wortgewandt bin.

Auch weiterhin werde ich das Leben schon irgendwie ertragen. Ich bin stark, manchmal für meine Begriffe zu stark.
Ich meine, manchmal, wenn man sich verletzte oder kranke Tiere ansieht, denkt man sich, wieso quälen die sich so, wieso kämpfen sie weiter? Wieso geben sie nicht einfach auf und sterben in Frieden?
Tja, es könnte so einfach sein. Leider hängen wir wohl zu sehr am Leben :wink:
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Beitrag #5 von Kerstin67 » 01 Mär 2010 00:27


Hallo ccat,

helfen kann ich Dir leider wenig, aber verstehen was Du fühlst kann ich, weil es mir auch so geht wie Du es beschreibst. Mal geht es mir total schlecht, totale Untergangsstimmung und Verzweiflung, kriege nichts gebacken,reagiere auch ungehalten und werde Ungerecht, auch nicht schön für meine Familie die dann mit meinen Launen zurecht kommen muß! :oops:
Ich weiß das und versuche mir dann auch Hilfe zu holen, telefoniere Psychologen an, frage nach einen Termin und bekommen dann immer zur Antwort " wir vergeben neue Termine in 3!!! Monaten, daß frustriert, dass mir schon die Gedanken kommen, dann brauch ich keinen Termin mehr! :( entweder ich schaff das allein oder nicht, dann ist das auch egal!

Und dann gib es die "guten Tage"(ich nenn sie mittlerweile so!) wo ich mir sage, siehst du das schaffst du! :roll:
Nur die Spanne wird immer kürzer, nach 1-2. Tagen ist das vorbei und es zieht mir den Boden unter den Füßen weg und das schlimme daran, es muss nicht mal einen Grund geben, einfach so! :shock:
ich habe mittlerweile alle sozialen Kontakte im Familien-und Freundeskreis abgebrochen, pendel jeden Tag zwischen Zuhause und Arbeit, vobei ich beiden nicht mehr gerecht werde und nur noch Berge von Arbeit vor mir her schiebe, was mich total frustriert,mehr mache ich nicht mehr, weil ich mich einfach nicht aufraffen kann!

Vor einer Woche war wieder Weltuntergangsstimmung, diemal hab ich zwei Psychologen eine E-Mail geschickt und nun hab ich für Donnerstag einen Termin und nun hab ich Angst vor meiner eigenen Courage, was sag ich dem, seit Tagen wirbelt es in meinen Kopf herum, was soll ich erzählen!
Das ist mir peinlich zu sagen ich komm mit meinem Leben nicht klar!!!!!
Würde gern den Termin wieder absagen, weil heute gehts mir ja nicht so schlecht!

Drücke Dir die Daumen und hoffe Du schaffst es Dir Hilfe zu holen und vieleicht kannst Du die Prüfungen verschieben!

LG Kerstin
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Beitrag #6 von Psycho » 01 Mär 2010 11:42


Hallo CCAT!
Bei Depressionen handelt es sich um krankhafte gedrückte Stimmungswechsel und Traurigkeit. Sei gehen einher mit Selbstvorwürfe, Zwangserscheinungen, Unruhe, auch Aggressivität und vielen anderen Erscheinungsbildern. Es kommt häufig zu einer Gehemmtheit aller psychischen Abläufe (Denkhemmungen, Motorikabläufe werden gehemmt, usw.). Oft merkt man selbst diesen Persönlichkeitswandel nicht, sondern nur die Umwelt nimmt diese Zeichen wahr. Wenn du die Depression selbst als negativ empfindest, ist es ein gutes Zeichen. Ein Psychiater und ein Psychologe (Therapeuten) können dir mit Sicherheit langfristig gut helfen. Medikamente können dabei eine Hilfe sein, die Depression aber nicht beseitigen. Ich empfinde als Hilfsmittel Johanniskrautpräparate (in der Apotheke fragen, sind recht teuer) als besonders gut geeignet. Sie müssen aber ganz nach Vorschrift eingenommen werden und die Wirkung ist Langfristig (verschieden ab 3 – 4 Wochen Einnahme) aber eine gute Ergänzung zur Therapie.
Das Beste wünscht dir Psycho
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Beitrag #7 von ccat » 01 Mär 2010 19:00


Hallochen!

An Dich, Kerstin67:
Wenn Du nun schon einen Termin bei einem Psychologen hast, solltest Du den auf jeden Fall wahr nehmen. Erzähl ihm einfach, dass Du schon seit Tagen überlegst was Du sagen sollst. Wenn er/sie gut ist, wird er/sie schon merken, dass da ein Teil Deines Problems liegt. Und im Zweifelsfall, druck einfach Deine Antwort auf meinen Beitrag aus, das beschreibt die Sache schon recht genau. Das ist zwar etwas unorthodox, aber ein Anfang.
Ich hab schon zwei Jahre Therapie hinter mir, davon 12 Wochen in einer Tagesklinik mit Gruppentherapie etc. Ich finde, das hat mich wirklich ein ganzes Stück weiter gebracht. Aber wie es eben so ist, der Weg ist noch lang.

Heute geht es mir wieder besser. Wenn ich diese Kraft doch festhalten könnte.
Aber sind wir ehrlich, währe man immer fröhlich, würde das Schöne daran ziemlich schnell verblassen und man wäre trotz guter Umstände wieder missmutig. Schließlich lebt die Wahrnehmung von Veränderung, bleibt ein Zustand gleich, passt man sich daran an und setzt von dort aus die neuen Maßstäbe.

Als ich das erste Mal damals zu meiner Psychologin kam sagte ich auch zu ihr, dass ich irgendwie nicht mehr so richtig mit meinem Leben klar komme. Sie stellte dann Fragen und ließ mich die Dinge dadurch selbst konkretisieren. In zwei Jahren wöchentlichen Terminen bin ich nie fertig geworden zu erzählen. Es gab immer noch mehr und mehr zu sagen und zu berichten.
Mir hat das sehr gut getan, dass jemand mir zugehört hat. Wobei die Frau nur ab und zu mal eine Frage oder Anmerkung gemacht hat, aber wenn, dann an der richtigen Stelle und sehr passend.

Es lohnt sich auf jeden Fall zum Psychologen zu gehen, also geh ruhig hin.

An Alle:
Tja, verschieben lassen sich meine Klausuren leider nicht. Das ist eine duale Ausbildung, Beamtenlaufbahn mit FH-Studium, das ist nicht so einfach wie an der Uni, wo man mal nächstes Semester wieder einsteigt.
Es ist einfach meine Chance, die kann ich mir nicht leisten zu vergeigen.
Immerhin ist man als Behindi im öffentlichen Dienst optimal aufgehoben, das bringt einen da sogar noch weiter.
Ich hab schon im Praktikum letztes Jahr total mies abgeschnitten, weil ich quasi bei der Arbeit eingeschlafen bin, da bin schon nicht sehr beliebt bei den Vorgesetzten. Wenn ich die Klausuren nicht wenigstens irgendwie bestehe, bin ich raus.
Ich habe zwar klar gemacht, dass das gesundheitliche Gründe hat, aber da ich nicht im Rollstuhl sitze oder sowas, nimmt das wohl keiner ernst. Die denken doch ich simuliere oder bin einfach nur faul.
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Beitrag #8 von Kerstin67 » 04 Mär 2010 19:17


Hallo ccat,

so bin heute hingegangen, obwohl ich die letzten Tage echt gezweifelt habe ob ich es tun soll! :roll:
Mir ging es die letzten Tage ganz gut und jetzt bin ich total niedergeschlagen! Sind gleich auf ein Thema gekommen,worüber ich nicht reden wollte, ja und dann war die Stunde um und über die Situation mit meinem Sohn haben wir überhaupt nicht gesprochen! :roll:
Der nächste Termin ist am 15.03.!

War das bei Dir auch so, das es Dir noch schlechter ging als vorher?

Wäre mir echt lieber gewesen er hätte mir Tabletten gegeben, die mich glücklich machen, falls es sowas gibt!

Wie geht es Dir?

Kerstin
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Beitrag #9 von Struppi » 04 Mär 2010 20:34


Hallo Kerstin,

eine (Depressions-)Therapie ist immer harte Arbeit, dass man sich - insbesondere am Anfang der Therape - schlechter fühlt als vor dem Hingehen kann ich dir aus eigener Wahrnehmung bestätigen. Es ist auch eine Frage der Therapieart, z.B. eine gesprächs- oder tiefenpsychologische Behandlung etc.

Warte erstmal ab, wie du in den weiteren Terminen reagierst und ob du mit dem Therapeuten eine Wellenlinie erreichen kannst.

Alles Gute

Hannes
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Beitrag #10 von papa0861 » 08 Mär 2010 21:58


hallo ccat,

ich glaube dein grundübel zu erkennen. du nimmst dich und deine probleme einfach viel zu wichtig. stellst deine probleme ständig in den vordergrund und wartest vielleicht darauf, daß dich irgendwer bemitleidet, an die hand nimmt oder dir ganz mächtig in den hintern tritt (warum ich so denke, einige zeilen weiter unter)

vielleicht leidest du auch nur an einer sogenannten winterdepression.

nur pillenschlucken und auf den neurologen vertrauen bringt da nichts.

vielleicht solltest du mal in eine psychosomatische behandlung wechseln.

die allein hat mich damals aus meiner sofakartoffelmentalität herausgeholt.

nein... nicht die; ursächlich, sondern mein frau, die mir dann irgendeinmal gewaltig in den hintern getreten hat und mich dann zu einer "alten" psychiaterin geschleppt hat (wofür ich ihr unendlich dankbar bin).

psychosomatik setzt an den wurzeln und gründen der depris an und versucht von unten heraus, das übel bei der wurzel zu packen.

anders bei der psychiatria, die lediglich die auswirkungen bekämpft.

aber auch das ist langer prozeß. bei mir 5 monate stationäre behandlung.

zugegeben, ohne meine pillen könnte ich nicht. aber mit den dingern und der verhaltensstrategie, die ich mir angeeignet habe, geht es mir heute ziemlich gut.

und ich sehe den nächsten zwölf jahren relativ gelassen entgegen. das ist die zeit, die ich nocht arbeiten muß um dann in meinen wohlverdiensten ruhestand einzutreten
:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
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