Ich nässe nachts ein

Inkontinent.... und wie gehts weiter???
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Ich nässe nachts ein

Beitrag #1 von zitronentee » 20 Sep 2013 17:03


Hallo ihr Lieben,

ich bin verzweifelt.
Kurz vorweg, ich bin weiblich und 31 Jahre alt. Ich bin seit 10 Jahren psychisch krank im Form einer Borderline Persönlichkeitsstörung, Depressionen und Ängsten.
Vor 4 Wochen ging es mir richtig schlecht, so dass ich stationär in eine Klinik aufgenommen werden musste.
2 Tage vorher habe ich das erste mal nachts eingenässt. 3 Tage später auf der Station nochmal und das so schlimm, dass ich komplett nass war, mich duschen musste, umziehen musste, das Bett neu beziehen musste etc...
Das ging dann noch ein paar mal so für die nächsten 2 Wochen.
Ich trinke abends nicht mehr so viel, gehe vor dem ins Bett gehen nochmal auf Toilette. Heute Nacht habe ich wieder volle kanne eingenässt, ich habe geträumt, dass ich auf der Toilette sitze.
Ich hatte fast 2 Wochen Ruhe jetzt.

Ich war beim Gynäkologen und habe mich untersuchen lassen. Da war alles ok. Dienstag habe ich einen Termin beim Hausarzt, der mich dann sicher zum Urologen überweisen wird.

Meine Therapeutin auf Station vermutet, dass es psychisch ist. Nach der Aktion heute Nacht, dass ich dachte ich sitze auf dem Klo vermute ich es auch.
Aber als ich das auf Station immer wieder hatte, dass ich nachts eingenässt habe hatte ich tagsüber das Problem, dass ich ständig den Drang hatte auf Toilette zu gehen und es kam nicht viel. Kann das auch psychisch sein?

Ich brauch Hilfe, bin ich jetzt inkontinent? Bin total verzweifelt. :cry:

Liebe Grüße, zitronentee
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Beitrag #2 von Helmut » 20 Sep 2013 17:25


Hallo zitronentee,

ist jetzt etwas schwer zu sagen woran es bei dir liegt, es kann sowohl körperlich als auch psychisch sein.

Körperlich könnte es eine verschleppte Blasenentzündung sein welche die Blase überreizt. Dabei muss es vorher keine Beschwerden gegeben haben, denn manchmal verläuft eine Blasenentzündung völlig ohne Symptome, dann können auch meistens keine Keime nachgewiesen werden.

Als psychische Ursache kann dein Borderline in Betracht kommen, aber auch bestimmte Medikamente und besonders einige Psychopharmaka können eine Inkontinenz auslösen oder verstärken.

Auf alle Fälle ist ein Gang zum Urologen gut, er kann verschiedene Untersuchungen machen und ggf. eine körperliche Ursache finden oder ausschließen. Du solltest ihm aber deine ganze Krankengeschichte erzählen und auch welche Medikamente du nimmst, dann lässt sich eine Ursache leichter finden. Übrigens kann er dir auch Vorlagen oder Windeln verschreiben, damit dein Bett trocken bleibt.

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #3 von zitronentee » 20 Sep 2013 17:36


Hallo Helmut,

danke für deine Antwort.
Ich wurde vor kurzem 2 mal auf eine Blasenentzündung hin untersucht, kam nichts bei raus. Das tägliche ständige auf Toilette gehen hat auch nachgelassen.
Nur nachts passiert mir eben das Maleur oft.
Ich habe total Angst dass ich heute Nacht wieder einnässe. Oder die kommenden Nächte. Ich will das nicht.
Ich bin 31 Jahre alt. Bin doch erwachsen und habe plötzlich Probleme damit.
Ich kann mich daran erinnern, dass ich das letztes Jahr auch einmal hatte, aber nur einmal nachts. Und dann nie wieder.
Wenn das psychisch ist, ist das echt ne tolle scheiße.
Habe schon mit meinem Borderline genug zu tun. Und den Depressionen, da kann ich sowas jetzt nicht auch noch gebrauchen.

Habe total Angst. :cry:

Liebe Grüße, zitronentee
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Beitrag #4 von MSN » 20 Sep 2013 18:09


Hallo Zitronentee,

ich kann dir ganz genau nachfühlen wie es dir geht (bin 29), bei mir sind die Medikamente sowie meine Krankheit die Ursache.

Ich kann dir auch nur empfehlen zum Urologen zu gehen. Lass idch dort richtig untersuchen.

Versuche vorerst dein Bett zu schützen. Ich weis es ist nicht einfach, ich hab zu beginn nach dem einnässen lieber den rest der Nacht auf dem Boden verbracht als mir ein zu gestehen das es doch besser ist Hilfsmittel (in welcher Form auch immer) zu verwenden.

Kopf hoch

Gruß
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Beitrag #5 von Greg71 » 22 Sep 2013 23:08


Hallo Zitronentee,
bei mir ist(war)es so, dass ich vorm Einschlafen noch 3-5 mal zur Toilett musste. Dagegen habe ich dann Vesikur verschrieben bekommen.
Das nächtliche Einnässen ist allerdings geblieben:-(
Ich war inzwischen beim Urologen und beim Neurologen. Beide haben keine organischen Ursachen gefunden. Der Neurologe rät mir zur Psychotherapie, der Urologe hat mir für nachts Windeln verschrieben.
Zumindest bleibt durch die Windeln mein Bett trocken und ich kann etwas lockerer mit dem Einnässen umgehen.
Ich denke, bei derartigen "Störungen" braucht man einfach auch viel Geduld. Meine Hoffnung war am Anfang auch, dass ich Tabletten bekomme und nach einer Woche wieder trocken bin...
Nun suche ich mir in Ruhe einen Psychotherapeuthen, der mir hilft, wieder trocken zu werden.
In der Ruhe liegt die Kraft

Gute Besserung

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Beitrag #6 von zitronentee » 24 Sep 2013 20:19


Hallo Greg,

ich vermute, dass es bei mir auch psychisch ist.
Was anderes kann ich mir nicht vorstellen.
Vor dem schlafen gehen gehe ich einmal auf die Toilette und nach 3 Stunden bis 3,5 Stunden schlafen stelle ich mir nen Wecker, dass ich nochmal auf die Toilette gehe.
Ich mache durch meine Borderline Störung und Depressionen ja auch Therapie, aber wie soll einem eine Psychotherapie bei der Blasenschwäche helfen?

Morgen habe ich einen Termin in der Urologie. Hoffentlich heule ich dem nicht die Ohren voll. Habe von dieser Urodynamik nichts gutes gehört.

Habe so Angst.

Liebe Grüße, zitronentee
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Beitrag #7 von Sebald » 25 Sep 2013 08:59


Hallo,

...nichts Gutes von der Urodynamik gehört?

Die ist wirklich kein Problem! Zumal der ganze Vorgang ohnehin Zeit braucht (etwa eine halbe Stunde bis sich die Blase langsam füllt) und das medizinische Personal daher entspannt bei der Sache ist.

Ungewohnt sind vielleicht die 'Verkabelungen', der Katheter ist dünner als bei der Blasenspiegelung.

Die Urodynamik ist halt ein wichtiger Schritt zur sicheren Diagnose. Die Beurteilungen einer Inkontinenz allein nach Ultraschall, Uroflow oder Blasenspiegelung ist unsicher. Letztere könnte man sich sogar meist sparen, würde eben eine Urodynamik gemacht. Nur haben die nicht alle Urologen im Programm.

Also, keine Bange!
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Beitrag #8 von zitronentee » 25 Sep 2013 20:39


Hallo ihr Lieben,

ich war heute in der Urologie.
Er sagte, hinter meinem nächtlichen Einnässen steckt wohl eher nichts körperliches, genaueres könnte man aber erst nach einer Urodynamik sagen, die würde gemacht werden, wenn sich die Beschwerden nicht bessern.
Ich soll nachts weiterhin einen Wecker stellen und abends nicht mehr so viel trinken.
Und dann soll ich es auch mal nachts ohne Wecker stellen ausprobieren und habe Windelhosen verschrieben bekommen. Was sind diese Windelhosen genau?
Als Diagnose hat er mir eine Stressinkontinenz gegeben.
Also habe ich Recht gehabt und das ganze ist psychisch.
Mich macht das ganze so fertig.
Inkontinent mit 31... :cry:

Wie gehts euch damit?
Ich kann mich damit einfach nicht abfinden.

Liebe Grüße, zitronentee :(
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Beitrag #9 von Robert » 25 Sep 2013 22:11


zitronentee hat geschrieben:Hallo ihr Lieben,

ich war heute in der Urologie.
...
Als Diagnose hat er mir eine Stressinkontinenz gegeben.
Also habe ich Recht gehabt und das ganze ist psychisch.
...



Also da hast du dann was missverstanden, Stressinkontinenz hat jetzt per se gar nichts mit der Psyche zu tun. Klar wird die Inkontinenz bei dir Stress verursachen, aber damit hat die Bezeichnung nun gar Nichts zu tun.

... damit umgehen ...

nun, Inko ist was lästiges, aber auch was man gut managen kann.

Wünsche dir, dass das bald wieder für dich vorbei ist.
mit freundlichen Grüßen
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Beitrag #10 von MSN » 26 Sep 2013 01:45


Hallo zusammen,

ich habe dir auch schon gesagt das ich befürchte das es bei dir Psychisch ist.

"Was sind diese Windelhosen genau?"

Sieh mal folgenden Link: (ganz unten unter "Inkontinenzslips-Windeln")

hilfsmittel.php

Gruß
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